Walther von Hollander - Die Liebe, die uns rettet

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Auf die Frage seiner Braut Barbara antwortet Alfred: «Natürlich, Barbi, jeder Mensch hat ein bisschen Angst vor dem Heiraten. Vor allem jeder Mann. Deshalb heiratet man zehnmal nicht. Weil es nicht ganz notwendig ist, oder weil die Frau ein Tyrann ist oder ein Frauenzimmer oder eine Dame oder darum oder darum. Aber bei dir ist das alles eben nicht. Darum muss ich dich notwendigerweise heiraten und deshalb: Kopfsprung, los! Und ein bisschen Herzklopfen hat man vor jedem Kopfsprung, ob man ihn auch tadellos macht. Aber Angst … Nee, Angst, nicht.» Und so heiraten sie und so beginnen ihre Hochzeitsreise, die aber einige Überraschungen und einiges Auf und Ab mit sich bringt, bevor sie wieder in Berlin anlangen.-

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„Guten Tag“, sagt Rauthammer, „also da hätte ich Sie doch noch heute ...“

„Guten Tag“, antwortet Barbara tapfer und gibt ihm die Hand.

„Famos“, fährt Rauthammer fort und setzt seinen Panama zurecht, „mein Glück hat mich noch nicht verlassen. Hätte Sie allerdings spätestens heute angerufen. Sie wohnen noch draussen in Lichterfelde, wie? Oder ich wäre einfach in der Klinik vorbeigekommen.“

„Ich arbeite nicht mehr in der Klinik“, lächelt Barbara.

Jetzt ist Rauthammer erstaunt. „Sie arbeiten nicht mehr in der Klinik? Das war doch keine Arbeit, die man einfach hinlegen kann. Was macht Ihr Vater denn ohne Sie? Was tun Sie denn den ganzen Tag. Nein, es ist ganz unmöglich!“

Barbara zeigt auf ihre Pakete. „Was ich tue? Genau das, was andere Frauen auch tun. Besorgungen ... Einkäufe ... Friseur ...“

Rauthammer lacht sein heftiges, klangloses Lachen. „Unsinn“, lacht er. „Sie sind nicht wie andere Frauen und schon gar nicht wie irgendwelche andere Frauen.“

„Mag sein“, sagt Barbara ärgerlich und bricht ab. Sie wünscht keine langen Unterhaltungen mehr mit Herrn Rauthammer. Sie hat damals genug mit ihm über die Welt, über das Leben und über Barbara Schreiner gesprochen. „Vielleicht“, meint sie, „bin ich doch wie andere Frauen.“ Sie streckt ihm die Hand hin. Sie will über die Strasse weg in das Delikatessengeschäft auf der anderen Seite. „Auf Wiedersehen!“ Aber Rauthammer sieht ihre Hand scheinbar nicht.

„Es sind fast fünf Jahre“, fährt er leise fort, „nein mehr, vor fünf Jahren im März wurde ich von Ihrem Herrn Vater als geheilt entlassen. Er hat übrigens recht gehabt. Ich bin kerngesund seitdem. Ich hätte es nicht für möglich gehalten ...“

Pause. Barbara ist zu ihrem Erstaunen nicht über die Strasse auf das Delikatessengeschäft losgegangen, sondern geht neben Rauthammer her. Sie sieht aufmerksam den langen, dürren Schatten des Mannes an, über dem wie ein Pilz der Pyramidenschatten des Hutes schwebt. Sie sieht den Schatten mit einem dicken Bambusstock gestikulieren. Sie hört seine Stimme, eine Schattenstimme, eine etwas heisere, aber angenehm klingende Stimme. „Gestern bin ich angekommen“, sagt die Stimme, „nein nicht lügen: vorgestern. Wohne hier am Zoo. Ja gleich drüben im Hotel. Sehr bequem. Angenehm zentral. Überraschend ruhig. Heute hatte ich mir noch einen einsamen Tag gesetzt, aber morgen hätten Sie die Ehre gehabt, mich zu sehen ...“

„Famos“, antwortet Barbara im Tone Rauthammers, „und nun muss ich leider gehen. Leben Sie wohl.“

„Ich gehe also heute morgen um das Häuserviereck“, spricht Rauthammer weiter, „suche meine kleinen russischen Zigaretten, greuliche Dinger, aber man ist sie gewöhnt. Die guten deutschen Zigaretten schmecken mir nicht mehr. Gehe also und finde es wunderbar hier. Herrlich. Berlin im Sommer. Verstehe nicht, warum die Menschen gerade im Sommer wegreisen. Das bisschen Schmelzhitze ist doch nicht schlimm.“

„Ich verreise auch“, unterbricht Barbara rasch, „morgen abend ...“

„Sagte ich es nicht“, nickt Rauthammer, „Glück gehabt. War allerhöchste Zeit, dass ich Sie aus dem Asphaltteich fischte. Man muss sich immer und in allem beeilen. Selbst im Glückhaben. Denn die Zeit ist hinter einem her. Sie wissen es noch nicht. Aber sie ist verdammt hinter allen Menschen her und schmeisst einen von der Welt hinunter, ehe man fertig ist.“

„Jetzt im Augenblick ist die Zeit auch hinter mir her“, lächelt Barbara, „ich muss mich beeilen. Habe noch allerlei zu besorgen. Ich ...“ Eigentlich will sie ihm sagen, dass sie heiratet. Aber dann denkt sie: es geht ihn gar nichts an. Gar nichts geht es ihn an. Er hat auch nie von seinen persönlichen Angelegenheiten erzählt. Erinnere dich!

„Morgen oder übermorgen werde ich Ihren Herrn Vater aufsuchen“, erzählt Rauthammer, „er muss mir ein kleines Lebensattest ausstellen. Einen Garantieschein auf fünf oder sechs Jahre. Brauche das ...“

Er ist vor einem Café stehengeblieben, dessen Tische dicht neben der Strasse aufgebaut sind. „Eine Viertelstunde ... nach fünf Jahren ... alle fünf Jahre eine Viertelstunde ... soviel Zeit hat man immer. Kommen Sie.“

Sehr merkwürdig.

Plötzlich sitzt Barbara neben Rauthammer im Café, rührt in einer Schokolade, raucht eine von Rauthammers winzigen Zigaretten (sind übrigens ausgezeichnete, selbstgestopfte Zigaretten – alles Lüge die Zigarettenbesorgung, alles Lüge), sitzt und sieht auf die Strasse hinaus, hört den merkwürdigen Galoppsätzen Rauthammers zu, den springenden Sätzen. Muss manchmal lachen. Muss den Kopf schütteln. Nein – das weiss sie jetzt – die Welt ist nicht so, wie er sie malt, obwohl sie vielleicht so sein könnte. Dabei studiert sie vorsichtig sein Gesicht. Er ist nicht jünger geworden. Natürlich nicht. Von den Haaren, die damals noch gescheitelt werden konnten, ist nur ein grauer Haarkranz rings um den Schädel übriggeblieben. Unter den Augen sind die Jahrzehntsringe gezogen, fünf Ringe, fünf Jahrzehnte. Der Mund ist noch schmaler geworden. Noch zusammengekniffener sind die Lippen.

Rauthammer erzählt. Er ist lange in China gewesen. Er hat die Kämpfe der letzten Jahre um Mandschukuo miterlebt. Als Zuschauer, als Mitkämpfer oder als Kaufmann? Er sagt nichts darüber. Er berichtet von Russen, von Japanern, von Chinesen, von Abenteurern aller Länder, die ihre Geschäfte da unten machen, blutige Geschäfte, trübe Geschäfte, glänzende Geschäfte. Von alten Kulturen, die langsam zerbröckeln, und neuen Kulturen, die zu wachsen anfangen. Dass die Europäer Schritt für Schritt Boden verlieren, ganz allmählich, wenn man es ein paar Jahre beobachtet, und rasend rasch, wenn man es mit chinesischen Augen ansieht, die mit der Zeitlupe der Jahrhunderte zu betrachten verstehen. Sehr interessant ist das alles. Sehr aufregend. Aber ein bisschen unmenschlich, nein fernmenschlich. So, als ob nur Kräfte da unten miteinander ringen und keine Menschen. So, als ob um etwas Aussermenschliches gekämpft würde und nicht – zunächst mal – um Platz, um Nahrung, um Kleidung, um Wohnung für unzählige Millionen.

Ausserdem hat sie im Augenblick sehr persönliche Sorgen, Gedanken, Interessen. Sie ist wohl politisch aufmerksam geworden, seitdem Alfred Meimberg ihr klargemacht hat, dass im Politischen heute viele andere Dinge des Menschenlebens mitentschieden werden müssen. Aber am Tage vor der Hochzeit, nicht wahr ...

Rauthammer bricht sein Referat plötzlich ab. Er wird in einem halben Jahr wieder nach Sibirien oder Mandschukuo gehen. Aber jetzt hat er ein paar Monate Urlaub. Jetzt will er ein bisschen als Europäer leben, als zuschauender Europäer, als Deutscher, aber als zuschauender Deutscher.

„Wohin reisen Sie“, fragt er, „oder ist es ein Geheimnis? Ich möchte es wirklich gern wissen.“

„Es ist kein Geheimnis“, antwortet Barbara, „aber ich weiss es nicht. Irgendwohin mit einem Auto.“

Ob sie selbst fährt, will Rauthammer wissen. Sie kann wohl selbst fahren. Aber sie fährt nicht selbst? Nein, nicht immer.

„So“, sagt Rauthammer, „so ist das.“

„Ja“, antwortet Barbara, „so ist das.“

Sie findet, nun ist endgültig alles gesagt. Sie will aufstehen. Aber Rauthammer hat seine Hand auf ihren Arm gelegt, eine kleine, sehr schmale und starke Hand.

„Bitte bleiben Sie noch ein bisschen“, flüstert er. „Ich wollte Sie noch etwas fragen.“

Schweigen. „Fragen Sie“, sagt Barbara nach einer Weile, „ich muss nämlich dann wirklich gehen.“

„Ich wollte gern wissen“, sagt Rauthammer, und seine Stimme ist wie damals auch manchmal plötzlich klar, „ich wollte nämlich wissen, ob sie mich damals geliebt haben.“

Barbara nickt. „Ja“, sagt sie einfach, „ich habe Sie damals wirklich geliebt.“

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