André Schmutz - Das Schweigen der Aare

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Als die jüngste der drei Manaresi Töchter tot am Aareufer gefunden wird, droht das bisher beschauliche Leben der Familie von einem Tag auf den anderen aus den Fugen zu geraten. Ein dunkles und lange gehütetes Geheimnis aus der Vergangenheit entwickelt sich zu einer tödlichen Gefahr. Lisa, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kriminalpolizei Bern und älteste der Manaresi Töchter, stemmt sich als einzige, zusammen mit ihrem Kollegen Thomas Zigerli, gegen die bevorstehende Katastrophe. Kann sie das Geheimnis lüften, bevor sie selbst zum Opfer wird?

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1.) Lisa hatte Dienst und musste in 30 Minuten an ihrem Arbeitsplatz am Waisenhausplatz sein.

2.) Wer würde ihr in der Rechtsmedizin die Haarprobe von Siri aushändigen?

3.) Wer konnte die Laboranalyse durchführen?

Problem Nummer eins ließ sich mit einem Telefonat ins Dezernat und einer Notlüge einfach lösen. Problem Nummer zwei war da schon ein anderes Kaliber. Lisa konnte sich nicht im Traum vorstellen, dass ihr die kalbsnierensüchtige Rechtsmedizinerin die Probe aushändigte. Die Ärztin in die Ermittlungen miteinzubeziehen und sie zu bitten, gleich selber die Vergleichsanalyse zu machen, kam noch viel weniger infrage. Sackgasse.

Lisa wollte sich gerade ihren Mantel schnappen und mangels Alternativen doch zur Arbeit gehen, als ihr Handy klingelte. Zigerli.

»Hallo, Lisa. Hat sich dein zweiter Ausflug ins Schwarzwasserland gestern Nacht gelohnt? Oder hast du einfach die wunderbare Nachtstimmung am Fluss genossen?«

»Spar dir deine müden Witze. Natürlich habe ich etwas Entscheidendes gefunden«, entgegnete Lisa beleidigt. In wenigen Worten berichtete sie Zigerli, was sie gestern Nacht am Schwarzwasser entdeckt hatte. Sie schloss mit der frustrierenden Aussage, dass sie keinen blassen Schimmer hatte, wie und von wem sie die beiden Algenproben miteinander vergleichen lassen konnte.

»Nicht verzagen, Zigerli fragen«, hörte sie ihren Kumpel am anderen Ende der Leitung ungewohnt selbstbewusst. »Ein Freund, den ich aus unserer gemeinsamen kaufmännischen Ausbildung kenne, absolviert zurzeit eine Zweitlehre als Laborant. Und zwar in der Rechtsmedizin Bern. Vielleicht kann ich ihn überreden, die Analyse der beiden Proben durchzuführen – sofern er Zugang zu Siris Probe bekommt.«

»Die Proben in der Rechtsmedizin stehen dort nicht einfach herum. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dort jeder Laborantenlehrling einfach bedienen kann«, zweifelte Lisa.

»Sei doch nicht so pessimistisch. Timo, so heißt mein Kollege, ist mir noch einen Gefallen schuldig. Während unserer gemeinsamen Ausbildung wurde er nach einem Saufgelage an der Aare bei der Rückfahrt mit seiner Vespa beim Überfahren eines Rotlichts in der Berner Innenstadt geblitzt. Ich saß hinter ihm auf dem Roller. Timo hätte seinen Führerschein abgeben müssen, da er Rotlichter schon des Öfteren ignoriert hatte. Da ich in der Beziehung noch jungfräulich war, habe ich mich als Fahrer ausgegeben. Für mich setzte es lediglich eine saftige Buße ab. Timo hat diese gerne beglichen.«

»Dann bin ich gespannt, was dein Timo drauf hat«, versuchte Lisa, den Ehrgeiz von Zigerli weiter anzustacheln. »Falls uns dein Kompagnon die Analysenresultate liefern kann, koche ich für euch beide Ragù alla Bolognese.« Zigerlis Leibspeise.

Kompagnon Timo lieferte. Und erst noch speditiv. Am folgenden Nachmittag, es war am 18. November gegen 16 Uhr, streckte Zigerli sein nach Ragù alla Bolognese gelüstendes Haupt in ihr gemeinsames Büro. In seiner rechten Hand schwenkte er ein Dokument.

»Voilà, Frau Oberkommissarin. Der Analysenbericht aus der Rechtsmedizin Bern ist eingetroffen.«

»Im Ernst? Und was sagt er aus?« Lisa konnte ihre Ungeduld kaum mehr im Zaum halten.

Da Lisa alleine im Büro war, hatte sich Zigerli in der Zwischenzeit neben sie gesetzt. Er genoss die Situation in vollen Zügen. Mit breiter Brust legte Zeremonienmeister Zigerli Lisa die Analyseergebnisse auf den Schreibtisch. In wenigen Sekunden überflog Lisa den Inhalt des Dokuments. Mit pochendem Herzen landete sie bei den Ergebnissen.

Schlussfolgerungen: Es handelt sich beim Inhalt der Proben AX23pK und BZ45qR mit an 100 Prozent grenzender Sicherheit um ein und dieselbe Süsswasseralge: Hydrurus foetidus. Die ursprüngliche Herkunft der Proben kann ebenfalls als identisch bezeichnet werden: Schwarzwasser, Kanton Bern, Koordinaten: 46° 51′ 47’ N, 7° 21′ 35’ O; CH1903: 593983 / 190217.

Damit war für Lisa klar, dass Siri an praktisch derselben Stelle wie Zigerli im Schwarzwasser gelegen hatte. Aufgrund der Spuren im Fluss war anzunehmen, dass Siri von der Schwarzwasserbrücke heruntergestürzt war. Der Tod von Siri warf immer bedrohlichere Fragen auf. Obwohl sie es noch nicht abschließend beweisen konnte, stand für Lisa fest, dass Siri ermordet worden war. Höchstwahrscheinlich durch einen Sturz von der Schwarzwasserbrücke.

Kapitel 10

Laupen, Wührenweg, drei Tage zuvor, 16. November 2019, 10:00

Die Kaffeetassen stapelten sich im Spülbecken. Als er den kleinen Küchenschrank öffnete, um sich eine saubere Tasse zu schnappen, fluchte er. Der Schrank war leer. Missmutig säuberte er eine Tasse aus der Deponie im Spültrog. Kurz darauf saß er am quadratischen speckigen Küchentisch und grübelte.

Sein rechtes Ohrläppchen, beziehungsweise die Überbleibsel davon, hatte wieder zu jucken begonnen. Bei einem Unfall vor einigen Jahren wurde ihm fast das gesamte rechte Ohr abgetrennt. Bei Nervosität, Angst, Frustsituationen oder auch bei schlechter Laune plagte ihn seither ein starker Juckreiz in seinem Ohrstumpf. Vor einem Jahr hatte er sich dabei dermaßen an seinem verkrüppelten Ohrläppchen zu schaffen gemacht, dass er aufgrund einer nicht zu stillenden Blutung ins Spital eingewiesen werden musste.

»Weshalb konnte diese hochnäsige Italo-Zicke nicht einfach die Ermittlungsergebnisse der Polizei akzeptieren? Die Ermittlungen waren offensichtlich abgeschlossen: Suizid. Perfekt. Er hatte alles meisterhaft inszeniert. Sich minutiös an seinen Plan gehalten. Suizid wie aus dem Lehrbuch, die Polizei hat applaudiert.«

Gestern Abend überfiel ihn plötzlich dieses dumpfe Gefühl. Zweifel.

Hatte er nicht doch vielleicht Spuren hinterlassen? Spuren am Fangnetz bei der Kirchenfeldbrücke? Nein, das war unmöglich. Er machte keine Fehler. Nie. Oder doch?

Kurz nach 21.30 Uhr hatte er den Kampf gegen seine Selbstzweifel verloren. Im strömenden Novemberregen hat er sich aufgemacht. Auf zur Kirchenfeldbrücke. Dort war er auf dieses arrogante Weibsbild gestoßen. Er beobachtete sie, wie sie mitten auf der Brücke mit einer kleinen Taschenlampe die dortigen Fangnetze ausleuchtete. Trotz der Dunkelheit konnte er zweifelsfrei erkennen, dass es sich bei der Frau um ein Mitglied dieser elenden Manaresi-Sippe handelte. Als die Zicke kurz darauf die Übung abbrach und Richtung Innenstadt davonging, war er ihr gefolgt. So hatte er herausgefunden, dass es sich um Lisa Manaresi handelte und dass sie in einer Studiowohnung im Länggassquartier wohnte. Der Rest war ein Kinderspiel. Dank seinen Beziehungen zu einschlägigen Hackerkreisen wusste er in der Zwischenzeit beinahe mehr über Lisa als ihre Eltern. Die geilste Information lieferte ihm Branko Dangvac. Branko gehörte zum innersten Kreis der kroatischen Dark Cyber Community. Er hatte die IP-Adresse von Lisas iPhone herausgefunden. An die Handynummer von Lisa zu kommen, war noch einfacher gewesen – lächerlich einfach. Mit diesen Informationen konnte er, GPS-gesteuert, zu jeder Zeit wissen, wo sich Lisa aufhielt. Genial.

Deshalb war er ihr auch gefolgt, als sie zum zweiten Mal ans Schwarzwasser ging. Von der Brücke aus hatte er beobachtet, wie sie unten in der Dunkelheit das Gewässer absuchte. Hatte die oberschlaue Möchtegernpolizistin etwas entdeckt?, fragte er sich. Es ärgerte ihn, dass er sich tatsächlich Sorgen machte. Natürlich hat sie nichts gefunden!, versuchte er, sich einzureden. Es blieb ein Zweifel, der ihn wie ein Dornenstachel quälte.

Zum richtigen Zeitpunkt würde diese Tusse ihre Strafe bekommen. Er spürte, wie sich bei dem Gedanken in seinem Schritt etwas regte. Er stand auf, schüttete den kalt gewordenen Kaffee in die Spüle und gönnte sich einen kräftigen Schluck aus der Jack-Daniels-Flasche. Diese stand immer irgendwo in Griffnähe. Zur Feier des Tages.

Der Whiskey brannte ihm in der Kehle, löste aber kurz darauf ein wohliges, wärmendes Gefühl im ganzen Körper aus. Er entspannte sich und begann zu überlegen. Je mehr er nachdachte, desto mehr hellte sich sein Gesicht auf. Er war schon fast wieder in Hochstimmung. Kein Grund zur Beunruhigung. Alles war perfekt.

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