André Schmutz - Das Schweigen der Aare

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Als die jüngste der drei Manaresi Töchter tot am Aareufer gefunden wird, droht das bisher beschauliche Leben der Familie von einem Tag auf den anderen aus den Fugen zu geraten. Ein dunkles und lange gehütetes Geheimnis aus der Vergangenheit entwickelt sich zu einer tödlichen Gefahr. Lisa, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kriminalpolizei Bern und älteste der Manaresi Töchter, stemmt sich als einzige, zusammen mit ihrem Kollegen Thomas Zigerli, gegen die bevorstehende Katastrophe. Kann sie das Geheimnis lüften, bevor sie selbst zum Opfer wird?

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Auch wenn womöglich alles reiner Zufall war, wurde Lisa das Gefühl nicht los, dass mit dem Auftauchen dieses Fremden und seiner Fragerei irgendetwas nicht stimmte.

Hier war er also wieder, der Faden.

Lisa beschloss, mit Zigerli darüber zu sprechen. Der würde ihr wahrscheinlich auch nicht weiterhelfen können. Aber Lisa hatte in solchen Gesprächen schon oft neue Ermittlungsansätze gefunden. Sie hoffte, dass es auch dieses Mal so sein würde.

Lisa traf sich kurz nach Arbeitsschluss mit Zigerli im Restaurant Tibits beim Hauptbahnhof. Ungeduldig berichtete sie ihm über das Gespräch mit Obermaier. Es tat ihr gut, dass Zigerli ihre Meinung teilte, was die Fragerei dieses fremden Mannes betraf. Hier stimmte etwas nicht. Hier stank etwas. Und zwar gewaltig.

Natürlich hatte Lisa Obermaier bereits gefragt, ob er den Namen des Fremden registriert hatte oder ob er irgendwelche andere Information über ihn hatte. Nichts.

Aber es gab dieses Blumenkohl-Ohr. Das war immerhin etwas. Vielleicht konnte man diesbezüglich im Internet etwas finden? Handelte es sich um eine geburtliche Missbildung oder um einen erst später erlittenen Unfall? Das würde Knochenarbeit werden, zumal sie nicht auf die Datenbanken der Polizei zugreifen konnten, auch wenn sie diese direkt vor ihrer Nase hatten. Wenn Trachsel herausfinden würde, dass sie private Ermittlungen über die IT-Systeme der Berner Kriminalpolizei anstellten, wäre die Polizeikarriere zu Ende, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Bei solchen Dingen kannte Trachsel keinen Spaß. Und bei Lisa erst recht nicht.

Die halbe Nacht surfte Lisa im Web. Sie hatte das Gefühl, Hunderte von Suchbegriffen und Kombinationen ausgetestet zu haben. »Bern«, »Missbildung«, »Ohr«, »Unfall«, »chirurgisch«. Die Liste wurde immer länger. Das Resultat war immer dasselbe. Nichts.

Am folgenden Morgen hatte sich Zigerli bei verschiedenen Kollegen im Dezernat und der ganzen Hauptwache erkundigt, ob jemandem am vergangenen Freitag ein Mann mit einem Blumenkohl-Ohr auf der rechten Seite aufgefallen war. Zigerli ging es nicht besser als Lisa. Nichts.

Sollten sie nach der Algengeschichte bereits wieder in eine Sackgasse geraten sein? Sie hatten zum Glück nicht allzu lange Zeit, darüber zu grübeln.

Kapitel 14

Bern, Stufenbau, 22. November 2019, 23:30

Leider übertraf das Bierfest Alvas schlimmsten Befürchtungen. Bereits kurz vor Mitternacht hatte sie das Gefühl, von einer einzigen Horde stinkender und rülpsender Biersäufer umgeben zu sein. Alles kam ihr total primitiv vor. Niveaulos.

Auf drei Ebenen verteilt, gab es verschiedene Bars. Ungefähr in der Mitte des stufenförmigen und verwinkelten Baus befand sich eine Bühne, auf welcher abwechselnd lokale Bands ihr mehr oder weniger großartiges Schaffen zum Besten gaben. Überall konnte Bier der Marke Felsen­au bestellt werden. Wenn man wollte, auch in rauen Mengen. Im stolzen Eintrittspreis von 60 Schweizer Franken war nämlich unlimitierter Bierkonsum inbegriffen. Der Renner unter den Bieren war das Bärner Müntschi 3, ein helles naturtrübes, süffiges Bier. Alva hatte knappe zwei Stunden mit der kleinen Flasche, ihrer ersten, gekämpft. Ein 20-jähriger Jungberner hatte Alva schließlich erlöst, indem er die noch halbvolle Bierflasche unabsichtlich umkippte. Zumindest glaubte dies Alva. Keine drei Minuten später tauchte der junge Herr bereits wieder auf – mit einem neuen, prall gefüllten Bärner Müntschi.

»Tut mir leid, dass ich dein Bier verschüttet habe,« lallte der offensichtlich nicht mehr nüchterne Jüngling. Man sah ihm an, dass er Alva am liebsten ein echtes Bärner Müntschi auf ihren Mund gedrückt hätte. Sein bisheriger Bierkonsum reichte allerdings noch nicht, um genügend Mut dafür aufzubringen. Deshalb stand Alva kurz darauf wieder alleine am Geländer über der Bühne. In der rechten Hand hielt sie ein frisches, kühles Bärner Müntschi und überlegte angestrengt, wie sie sich dessen am elegantesten entledigen konnte.

Sophia hingegen amüsierte sich prächtig. Sie genoss es, im Mittelpunkt zu stehen. Aus diesem Grund hatte sie für den Abend ein Outfit gewählt, welches ihre rundlichen Formen und ihren großen Busen perfekt zur Geltung brachte. Für sie gab es nichts Schöneres, als den ganzen Abend mit Komplimenten eingedeckt zu werden und sich Bier um Bier zu gönnen. Da konnte man auch über die eine oder andere vulgäre Bemerkung unter der Gürtellinie hinwegsehen.

Alva war inzwischen ihr Bier los geworden. Sie hatte es einfach auf einen leerstehenden Tisch gestellt. So einfach war das. Trübselig starrte sie auf die gut vier Meter unter ihr spielende Band. Spielen war im Grunde das falsche Wort. Lärmen beschrieb das Tun der vier langhaarigen Bandmitglieder weit besser. Der Schlagzeuger mit dem auffälligen tätowierten roten Totenkopf auf dem rechten Unterarm versuchte seit gut 20 Minuten, sein Schlagzeug mit seinen Trommelstöcken zu zertrümmern. Bis jetzt noch ohne Erfolg. Die Schweißperlen des Trommlers glitzerten wie kleine Edelsteine im nervösen Licht der Partybeleuchtung.

Weshalb zermartere ich mir die ganze Zeit den Kopf, wie ich am besten von hier abhauen könnte?, fragte sich Alva. Einfach raus hier!

Sie könnte Sophia später von zu Hause eine kurze SMS senden und ihr mitteilen, dass sie urplötzlich höllische Kopfschmerzen bekommen hätte.

Ein paar Minuten später war Alva die zahlreichen Stufen des Eventlokals hinuntergeeilt und unten an der Pulverstraße angekommen. Sie überlegte sich, ob sie zu Fuß nach Hause gehen oder an der angrenzenden Worblentalstraße auf einen Bus warten sollte. Der Antisportler in ihr setzte sich durch. Alva machte sich auf den Weg zur Bushaltestelle.

Kurz vor dem Ende der Pulverstraße hielt unvermittelt ein Auto neben ihr. Genauer gesagt ein grauer Ford Kuga-Allroad.

Durch das offene Autofenster hörte Alva eine Männerstimme:

»Falls Sie auch Richtung Innenstadt unterwegs sind, können Sie gerne ein Stück mit mir mitfahren.« Alva war vom unerwarteten Angebot völlig überrumpelt. Es kam von einem unsympathischen Typen. Alva schätzte den Mann auf 55 bis 60 Jahre. Natürlich werde ich nicht zu diesem ungepflegten Unbekannten ins Auto steigen, erst recht nicht mitten in der Nacht, waren ihre spontanen Gedanken. Ihre depressive Stimmung und die bleierne Müdigkeit einerseits und die ruhige, unaufdringliche Art des Fremden andererseits ließen Alva dennoch zögern. Wenn sie mitfahren würde, wäre sie in wenigen Minuten zu Hause im warmen Bett. Verlockend.

»Gerne! Wenn ich bis zum Viktoriaplatz mitfahren könnte, wäre dies super nett«, hörte sie sich antworten.

»Ich fahre dort vorbei. Steigen Sie ein.« Mit diesen Worten öffnete der Unbekannte die Tür zum Beifahrersitz. Beim Einsteigen verspürte Alva ein mulmiges Gefühl. Die Aussicht, in ein paar wenigen Minuten zu Hause zu sein, beruhigte sie jedoch wieder. Der Fremde entpuppte sich zum Glück als schweigsamer Zeitgenosse. Keine Anmache, nicht einmal ein Ansatz von Small Talk. Genau das Richtige für Alva.

Sie befanden sich auf der Tiefenaustraße und fuhren in Richtung Innenstadt, als sich Alva ihren Fahrer ein bisschen näher anschaute. Der Mann war keine Schönheit. Er hatte schütteres schlecht gepflegtes, strähniges Haar. Die harten Gesichtszüge gaben dem Fremden einen verbitterten Ausdruck. Alva fragte sich, was der Grund dafür sein könnte. Waren es Schicksalsschläge, übertriebener Ehrgeiz oder vielleicht tiefgründige Frustration? Während sie über die Psyche ihres Fahrers nachdachte, merkte sie nicht, dass sie nicht mehr Richtung Innenstadt unterwegs waren, sondern auf der Autobahn A6 in Richtung Thun. Erst die kleinen Lichter der Landebahn des Flughafens Bern-Belp sagten Alva, dass etwas nicht stimmte.

»Wo fahren Sie hin? Hätten wir nicht bei der Ausfahrt Wankdorf die Autobahn verlassen müssen, um zum Viktoriaplatz zu gelangen?«, erkundigte sich Alva.

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