André Schmutz - Das Schweigen der Aare

Здесь есть возможность читать онлайн «André Schmutz - Das Schweigen der Aare» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Schweigen der Aare: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Schweigen der Aare»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Als die jüngste der drei Manaresi Töchter tot am Aareufer gefunden wird, droht das bisher beschauliche Leben der Familie von einem Tag auf den anderen aus den Fugen zu geraten. Ein dunkles und lange gehütetes Geheimnis aus der Vergangenheit entwickelt sich zu einer tödlichen Gefahr. Lisa, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kriminalpolizei Bern und älteste der Manaresi Töchter, stemmt sich als einzige, zusammen mit ihrem Kollegen Thomas Zigerli, gegen die bevorstehende Katastrophe. Kann sie das Geheimnis lüften, bevor sie selbst zum Opfer wird?

Das Schweigen der Aare — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Schweigen der Aare», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Es tut uns leid«, entgegnete Elin. »Wir machen uns große Sorgen um Alva. Sie wollte gestern Abend ans Bierfest im Stufenbau und ist nicht wieder aufgetaucht. Nicht einmal eine Nachricht haben wir von ihr erhalten.«

Lisa wollte bereits entgegnen, dass sie sich keine Sorgen machen sollten. Die kleine Schwester würde mit Sicherheit bald wieder hier sein. Die Tatsache, dass Alva nichts von sich hatte hören lassen, beunruhigte aber auch Lisa. Ihre jüngste Schwester war zwar eine Träumerin, besaß aber ein gesundes Verantwortungsbewusstsein.

Eigentlich hatte Lisa aus einem anderen Grund ihre Eltern aufgesucht. Der morgendliche Termin beim Zahnarzt hatte Lisa völlig überraschend einen wichtigen Mosaikstein im Zusammenhang mit dem Tod von Siri geliefert. Nach der Zahnkontrolle hatte Lisa direkt einen Folgetermin für das kommende Jahr vereinbart. Als die medizinische Praxisassistentin den Termin in der Praxisagenda vermerkte, hätte Lisa beinahe laut aufgeschrien. Die ältere Dame verwendete einen Füllfederhalter. Einen Tintenschreiber.

Ein Knoten löste sich in Lisas Hirn. Der Abschiedsbrief von Siri war ebenfalls mit Tinte geschrieben. Nie zuvor hatte Lisa erlebt, dass Siri eine Füllfeder verwendet hatte. Offensichtlich wollte Siri damit ausdrücken, dass mit dem Brief etwas nicht in Ordnung war.

Alles passte immer besser zusammen. Wurde Siri gezwungen, einen Abschiedsbrief zu schreiben, um einen Suizid zu suggerieren? Für Lisa gab es nur eine Antwort: ja. Auf der einen Seite war Lisa zufrieden, dass sie ein weiteres starkes Indiz für die Mordthese gefunden hatte, auf der anderen Seite gab es nach wie vor keine Spur, welche zum Mörder führen könnte. Diese niederschmetternde Erkenntnis war keine ideale Basis, um den deprimierten Eltern eine Stütze zu sein.

Elin und Luca hofften nämlich, dass Lisa einen Vorschlag hatte, was am besten zu tun sei. Schließlich arbeitete sie bei der Kriminalpolizei. Sie wurden enttäuscht. Ausser Warten wollte Lisa nichts Gescheites einfallen. Sie versuchte, ihre Eltern in ein Gespräch über andere Themen zu verwickeln, um sie aus ihren trüben Gedanken herauszuholen. Der Erfolg war mäßig. Lisa merkte, wie sich die Diskussionen im Kreis drehten und sich die Stimmung wie eine Bohrmaschine immer weiter nach unten grub. Auch wenn es sie schmerzte, sie musste zurück auf die Wache und ihre Eltern wohl oder übel den eigenen traurigen Gedanken überlassen.

Eine gute halbe Stunde später berichtete sie Zigerli über ihre Erleuchtung in Bezug auf den Abschiedsbrief von Siri und vom Besuch bei ihren Eltern. Sie hoffte, dass Thomas eine Idee hatte, was an Stelle der quälenden Warterei gemacht werden könnte.

Ihre Hoffnung war nicht besonders groß. Die Idee von Zigerli genial.

Handyortung hieß das Zauberwort. Lisa hatte keine Ahnung, wie so etwas im Detail funktionierte. Zigerli erklärte es ihr. Es war verblüffend einfach. Es braucht dazu lediglich eine spezifische App, die auf vielen iOS Geräten vorinstalliert war. Mit der App können zum Beispiel iPhones von Freunden geortet werden. Allerdings musste die betreffende Person die Standortfreigabe aktiviert haben.

Alva hatte die Freigabe leider nicht aktiviert. Sackgasse. Beschissene Sackgasse.

Während Lisa eine Salve schwedischer Fluchworte losfeuerte, schien Zigerli der Misserfolg nicht sonderlich zu stören.

»Es gibt noch andere Möglichkeiten zur Handyortung«, meinte er. »Die sind allerdings der Polizei vorbehalten. Es braucht spezielle Bewilligungen, um solche Ortungen zur Datenbeschaffung durchführen zu dürfen.«

»Wie läuft eine solche Ortung ab?«, erkundigte sich Lisa.

»Moderne Smartphones können mit Hilfe von Satel­litennavigationssystemen wie GPS ihre eigene Position sehr präzise feststellen. Die Polizei hat aber in der Regel keinen Zugriff auf diese Daten, sondern ortet die Handys im Funknetz. Solange sich ein Mobiltelefon im Stand-by-Modus befindet, weiß ein Provider nur ungefähr, in welcher Gegend sich ein Gerät befindet. Dieser Bereich kann mehrere Quadratkilometer und viele Funkstationen umfassen. Um den Standort genauer bestimmen zu können, sendet die Polizei eine stille SMS an das Handy. Der Empfang der SMS bewirkt eine Rückmeldung des Mobiltelefons bei der Funkzelle. Der Provider sieht dadurch, in welcher Funkzelle das Telefon eingebucht ist und kann diese Information an die Polizei weitergeben.« Zigerli war sichtlich stolz, Lisa beeindrucken zu können. Es kam selten genug vor.

»Und wer kann uns eine entsprechende Bewilligung beschaffen?«, fragte Lisa.

»Trachsel …«

»Vergiss es. Trachsel weiß noch gar nichts von Alvas Verschwinden. Zum aktuellen Zeitpunkt würde er nie seine Zustimmung geben. Von Trachsel dürfen wir ohnehin keine Gefälligkeiten erwarten.«

»Obermaier könnte die Bewilligung auch erteilen. Er hat mir vor ungefähr zwei Wochen mit geschwellter Brust erzählt, wie er das Handy eines Bergsteigers, welcher im Jungfraumassiv vermisst wurde, geortet hat. Er, Obermaier, hätte ihm das Leben gerettet.«

Lisa schöpfte neue Hoffnung.

Kapitel 16

Berner Oberland, Balisalp, 23. November 2019, 08:25

Alva fror. Bitterlich.

Die eisige Kälte hatte ihr den Schlaf geraubt. Kälte war der perfekte Folterknecht. Zuverlässig, hartnäckig, grausam.

Alva zitterte am ganzen Körper. Ihre Lippen waren blau angelaufen. Die Stiche an Fingern und Zehen waren in einen permanenten dumpfen Schmerz übergegangen. Alva vermutete, dass sie sich in einem Stall irgendwo auf einer Alp in den Bergen befand. Sie schätzte, dass die Fahrt im Kofferraum etwas mehr als eine Stunde gedauert hatte. Vielleicht auch eineinhalb Stunden. Das bedeutete, dass sie sich bereits über sieben Stunden in ihrem ungemütlichen Gefängnis befand.

Gegen Ende war die Fahrt immer kurvenreicher geworden. Die Straße musste stark angestiegen sein, da Alva im Kofferraum schmerzhaft nach unten gerollt war. Plötzlich hatte das Fahrzeug angehalten. Der Fremde hatte sie wortlos, dafür unsanft, aus dem Kofferraum in eine Almhütte, welche wahrscheinlich früher als Heuspeicher gedient hatte, geschleppt.

Alva war noch immer an Händen und Füßen gefesselt. Der Knebel verhinderte nach wie vor sehr wirksam, dass Alva um Hilfe rufen konnte. Lediglich die Augenbinde hatte ihr der Peiniger abgenommen. Mit der Morgendämmerung konnte sich Alva ein klareres Bild ihres Gefängnisses machen. Die Hütte war fensterlos. Sie besaß nur ein großes Tor, welches ursprünglich dazu diente, die großen Heuballen in die Hütte zu transportieren. Der Boden bestand aus festgetretener eiskalter Erde. Alva schätze die Temperatur in ihrem Verlies auf nur knapp über null Grad Celsius. Der Fremde hatte sie zwar mit einer alten fleckigen Matratze und zwei verlausten, stinkenden Wolldecken versorgt. Im Kampf gegen die boshafte allgegenwärtige Kälte hatten sich diese als völlig unzureichend herausgestellt. Ein weiterer Grund, weshalb die Kälte leichtes Spiel mit der bemitleidenswerten Alva hatte, war der Hunger. Alva hatte am vergangenen Abend nur wenig gegessen. Es fiel ihr immer schwerer, an ihrem Vorsatz, »nicht aufgeben und kämpfen«, festzuhalten. Sie spürte, wie die Kälte ihrem Mut den Garaus zu machen drohte.

Dennoch gelang es ihr, sich ein bisschen Hoffnung zuzusprechen. Einerseits wusste sie einiges über den Fremden. Andererseits musste es sich bei ihrem Versteck nicht um einen völlig abgelegenen Ort handeln, da der Entführer mit dem Auto direkt bis zur Hütte gefahren war. Es gab also Hoffnung, dass sich andere Personen in der Nähe befanden. Aufgrund der Fahrzeit vermutete Alva, dass sie sich irgendwo im Berner Oberland befanden. Und schließlich lebte sie, ja, sie war sogar unverletzt. Alva spürte, wie ihr Mut, der eben noch gedroht hatte, einfach aufzugeben, sich anders entschlossen hatte. Er gab ihr neue Energie.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Schweigen der Aare»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Schweigen der Aare» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das Schweigen der Aare»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Schweigen der Aare» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x