Karl-Heinz Reimeier - wenn's weihrazt

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"Genau a so is` gwen!" – «De Gschicht is wirkle woah!»
So oder ähnlich enden die meisten der Geschichten, welche den Gewährsleuten entweder durch Erzählungen bekannt sind oder die sie vielleicht sogar selbst erlebt haben. Nur – und das ist das Rätselhafte an diesen «Weihrazgeschichten», eine schlüssige Erklärung hat noch keiner gefunden. Seit der Kindheit oder Jugendzeit tragen sie ihre Erlebnisse mit sich, Jahrzehnte lang, ein Leben lang. Manche können mit diesen unerklärlichen Erlebnissen entspannt umgehen, sie erzählen gerne davon. Andere wiederum tragen sie gleichsam verborgen mit sich, um in entsprechenden Situationen, Gesprächen und Ereignissen oft sogar schmerzlich daran erinnert zu werden.

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Endlich, knapp vor Mitternacht, ließ sich der Simandl hören: „Ich habe jetzt mein ganzes Geld verspielt und einen schönen Rausch habe ich auch schon. Mir reicht`s jetzt, ich gehe heim!“ Obwohl die anderen ihn vehement zum Bleiben überreden wollten, ließ er sich von seinem Entschluss nicht mehr abbringen. Er stand auf, setzte seinen Hut auf und trat aus dem Haus.

Ein bisschen hat er schon gewankt und über den Hof drüber fand er auch nicht gerade den kürzesten Weg. Mit den Händen hat er sich den Hofausgang ertastet und so ist er dann über die Bräuweide gewackelt. Als er den Friedhof sah, ist ihm ein bisschen unheimlich geworden. „Da wenn ich schon vorbei wäre!“, dachte er und die Hühnerhaut lief ihm den Buckel hinunter und die Haare standen ihm zu Berge. Er wusste, dass er in solchen Situationen immer ein wenig angstanfällig war.

Während er so dahinschlurfte und seinen düsteren Gedanken nachhing, schob sich hinter der Friedhofsmauer etwas Schwarzes nach vorne: Ein riesiger, finsterer, grobschlächtiger Kopf war so nach und nach zu erkennen. „Oh mein Gott!“ Dem Simandl ist der Schweiß ausgebrochen. Er stand da wie erstarrt, keinen Schritt konnte er mehr laufen – fast so, als wäre er angenagelt gewesen.

Das schwarze Monster bewegte sich auf ihn zu – der Simandl begann sich seiner Sünden zu fürchten und versprach bei allen Heiligen, die ihm gerade einfielen, nie mehr beim Kartenspielen zu schwindeln. Der schwarze Kopf rückte immer näher heran: Solch gewaltige Hörner! So ein riesiger Schädel! „Der Teufel! Das muss der Teufel sein!“, fuhr es ihm durch den Kopf.

Nur langsam löste er sich aus seiner Erstarrung und er fing an zu laufen – das schwarze Ungeheuer hinter ihm her. So schnell er auch rannte, den gefährlichen Verfolger konnte er nicht abschütteln. Er fühlte schon den heißen Atem in seinem Nacken.

Und plötzlich wurde es dem Simandl ganz anders: Der Teufel fuhr mit dem Kopf durch seine Beine hindurch und hob ihn wie eine Feder vom Erdboden hoch in die Luft. Simandl landete auf dem Kreuz des Ungeheuers, das einen Sprung tat und dann wie verrückt die Bräuweide hinunterstürzte. Endlich gelang es dem Simandl, zu schreien: „Helft mir! Helft mir! Der Teufel holt mich! Der Teufel holt mich!“ Da setzte das kohlrabenschwarze Ungeheuer zu einem Sprung über den Wassergraben an, landete abrupt auf der anderen Seite, machte noch einen kleinen Hüpfer – und der Simandl? Ja, der Simandl! Er konnte sich bei diesem rasanten Lauf auf dem Rücken des Teufels nicht mehr festhalten, verlor das Gleichgewicht, stürzte herab und landete ziemlich unsanft auf dem harten Boden.

Mittlerweile sind die Kartenspieler in der Wirtsstube hellhörig geworden. Das Gerumple des Teufels und das Geschrei des Simandl sind bis an ihre Ohren gedrungen. Mit einer Laterne ausgerüstet begannen sie, den ungewöhnlichen Geräuschen auf den Grund zu gehen. Sie hörten ein leises Wimmern, das ihnen die Suche erleichterte und es dauerte nicht mehr lange, bis sie vor dem zusammengekauerten Simandl standen. Der lag halb im, halb neben dem Wassergraben und blickte ängstlich nach oben. „Ja Simandl! Was ist denn mit dir los?“, fragten sie erstaunt und leuchteten mit der Laterne in sein schweißtriefendes und blasses Gesicht. Der brachte lange kein Wort über seine Lippen. Endlich stotterte er: „Der, der, der Teufel – der Teufel hat mich mitgenommen. Er wollte mich holen. Auf den Hörnern hat er mich schon gehabt! Aber dann hat er mich verloren – genau hier hat er mich verloren. Gott sei Dank! Da habe ich vielleicht Glück gehabt!“

Die Kameraden suchten mit der Laterne die Umgebung ab, um vielleicht noch Spuren dieser unheimlichen Begegnung zu entdecken. Da sahen sie, wie drunten am Zaun dem Bräu sein schwarzer Stier friedlich graste. Er wandte seinen großen Kopf mit den riesigen Hörnern dem Laternenlicht zu und brummte zufrieden vor sich hin.

Alle Umstehenden fingen herzhaft zu lachen an und sie klärten den immer noch verdutzten Simandl auf: „Da! Schau hinunter! Dort drunten steht er, dein Teufel!“

So ist es halt immer wieder auf dieser Welt: Wer den Schaden hat, braucht sich um das Gespött nicht zu sorgen.

Das Grenzsteinverrücken

Es war einmal ein Bauer. Immer wenn seine Kühe das Gras auf seiner Wiese abgefressen hatten, sah er rüber auf das Nachbargrundstück, das ihm nicht gehörte. Dort aber stand noch viel frisches Gras. Um 12 Uhr in der Nacht schlich der Bauer unbemerkt zum Grenzstein, um ihn zu versetzen. Er wollte mehr Wiesenfläche haben, um seinen Kühen genügend frisches Gras bieten zu können. Ein paar Nächte hintereinander, jeweils um Mitternacht, wiederholte der Bauer sein Werk: Er versetzte den Grenzstein jede Nacht ein Stückchen weiter in das Nachbargrundstück hinein.

Nach ein paar Jahren verstarb der Bauer. Nach seiner Grablegung verließ sein Geist täglich um Mitternacht den Friedhof, begab sich auf den versetzten Grenzstein und jammerte und winselte dort gottserbärmlich. Dies ging viele Nächte lang so, bis eine Frau aus der Nachbarschaft zufällig das elendige Wehklagen hörte. Sie weckte ihren Mann: „Horch!“ Der Mann hörte das Jammern und meinte: „Das ist eine arme Seele. Die muss umgehen. Die müssen wir erlösen!“ Sie kleideten sich an und gingen vorsichtig dem Wehklagen nach, bis sie an dem besagten Grenzstein ankamen. „Aha!“, meinte der Mann. „Der hat bestimmt zu Lebzeiten den Grenzstein verrückt!“ Sie halfen beide zusammen, setzten den Stein auf seine alte Stelle zurück.

Im selben Augenblick verstummte das Jammern und war auch nie mehr wieder zu hören. Der Bauer war erlöst.

Tanja Edenhofner, mitgeteilt 1981

Der Bauer und die „Wilde Jagd“

Die „Wilde Jagd“ ist ein Phänomen, das in den Erzählungen immer wieder als etwas furchtbar Grausames, Lautes, Übersinnliches beschworen wird. Es wird nie so richtig geklärt, was genau damit gemeint ist. Aber dass Verstorbene, Hunde und alle möglichen Geister dabei durch die Luft fliegen, dass es dabei stürmt und die ganze Geschichte in der Luft stattfindet und den Menschen Angst einjagt, ist unbestritten.

In unserem Dorf gingen die Männer immer schon gerne ins Wirtshaus und von dort oft spät in der Nacht erst wieder heim.

Ein Bauer brachte seine Ochsen nach Grafenau zum Viehmarkt, um sie dort zu verkaufen. Auf dem Heimweg kehrte er im Dorfwirtshaus ein, um den Handel zu feiern. Das Zechgelage erstreckte sich bis Mitternacht. Beim 12-Uhr-Schlag macht er sich auf den Heimweg.

Er ging noch nicht lange, da hörte er hinter sich ein Rauschen, das immer lauter wurde und immer näher kam. Er wusste sofort: Das war die „Wilde Jagd!“ – Das gab es damals noch, auch wenn es heute unglaubwürdig klingt! – Dabei flogen mit großem Lärm Hunde, Katzen und sonstiges Getier durch die Luft. Auch Jäger sollen dabei gewesen sein. Der Bauer wusste sich nicht mehr zu helfen – er war eingefangen in grässlichem Jaulen und Heulen. Alles, was höher als drei Fuß war, wurde von der „Wilden Jagd“ mitgenommen, ganz gleich, ob es Tiere waren oder Menschen. Und so fasste die „Wilde Jagd“ den zutiefst erschrockenen Bauern, hob ihn in die Lüfte und zerrte ihn durch Stauden und Dornen – das Grauen schien kein Ende zu nehmen. Erst beim Taganläuten verlor die „Wilde Jagd“ ihre Kraft und sie ließ den Bauern direkt auf den Misthaufen vor seinem Hof niederfallen.

Über und über zerkratzt, blutend und die Kleider zerfetzt, konnte der Arme ein paar Tage nicht reden.

Antonie Reimeier, mitgeteilt 1987

Die Schatzsuche

In der Nähe eines Dorfes stand eine alte Burgruine. Dorthin kamen die Bauern aus der Umgebung immer wieder, um nach einem geheimnisvollen Schatz zu suchen. Eines Tages war es wirklich so weit: Die Bauern stießen beim Graben auf festen Widerstand und nach kurzer Zeit hatten sie die Schatztruhe aus dem Erdloch herausgehoben. Kaum war die Truhe zur Gänze sichtbar, stand – in Schwefelgestank gehüllt – der Teufel vor ihnen. „Ihr könnt den Schatz behalten. Ihr müsst mir nur versprechen, dass ich euere Seelen dafür bekomme!“

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