Klaus-Peter Enghardt - Im Paradies des Teufels

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Als Monteur in einem Land, in dem die Märchen aus tausendundeiner Nacht entstanden – dem Irak. Umgeben vom Zauber des Orients, dem Duft fremdländischer Gerüche in den Basaren, köstliche unbekannte Speisen und das quirlige Leben Arabiens. Farbige Lichterketten und gegrillte Speisen in den Lokalen am Tigris. Der Genuss arabischen Tschais und dem Rauch einer Nargila. Heulende Sirenen, die einen Bombenangriff ankündigen, Trommelfeuer aus hunderten Gewehren, schreiende Menschen, explodierende Munitionstransporte – auch das ist der Irak während der Zeit des ersten Golfkrieges. Der Autor erlebte beides – »Im Paradies des Teufels – dreißig Monate zwischen Bomben und Jasmin«.

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Es waren Motive des Landes, wie der Löwe von Babylon, der Palast von Ktesiphon, das Spiralminarett von Samarra und der Nimrud von Ninive.

Uns war dieses Geschäft aufgefallen, weil es größer und prächtiger ausgestattet war, als die meisten Läden im Basar. Außerdem lag dieses Geschäft direkt an einem Knick der Gasse und war somit von zwei Seiten einzusehen.

Auch dort bot ich dem Kupferschmied eine Zigarette an und wir bekamen im Gegenzug den obligatorischen Tee, der dieses Mal jedoch nicht vom Händler selbst zubereitet wurde, sondern er bestellte ihn bei einem vorbeilaufenden Jungen, der uns den gesamten Vorgang, vom Zubereiten des Getränks bis zum Einschenken, kunstvoll und mit unglaublichem Geschick zelebrierte. Er spülte die Gläser mit heißem Wasser aus einem umgehängten Thermokanister aus, gab Tee und Zucker in die Gläser und füllte sie mit heißem Wasser auf, das er dann aus einer Kanne aus einer Höhe von etwa vierzig Zentimetern in die Gläser goss, ohne einen Tropfen Wasser zu vergeuden.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass eben jener Kupferschmied einer der berühmtesten Meister seines Faches auf diesem Basar war und dass ich ihn noch oft besuchen und auch so manchen Kollegen zu ihm hinführen würde.

An diesem Tag feilschte ich erfolgreich um den Preis und ich freute mich, dass ich statt der vierzehn Dinare nur elf bezahlen musste.

Ich stellte jedoch bald fest, dass mit der englischen Sprache allein auf diesem Basar nicht überall auszukommen war, also beschloss ich, so schnell wie möglich Arabisch zu lernen.

Wir besuchten natürlich auch einige andere Basare und vor allem der Textil-Souq und der Gold-Souq machten mich sprachlos. Unzählige aneinandergereihte kleine Läden boten eine riesige Vielfalt an Waren, deren Pracht sich gegenseitig übertraf. Allein der Gold-Souq, in denen der schönste arabische Brautschmuck zu Hunderten in den Schaufenstern hing, suchte seinesgleichen.

Einige Stunden später beendeten wir mit durstigen Kehlen und müden Füßen unseren Basarbesuch und schlossen diesen schönen Tag bei einem Bier in dem schon genannten Lokal ab.

Der nächste Tag begann stürmisch und ständig wehten Windhosen über die Baustelle, die für eine Weile den Himmel verdunkelten und eine Menge Sand über uns hinweg fegten. Die Zeit der Sandstürme war inzwischen in vollem Gange.

Der Wüstensturm hatte die Kraft und die Eigenschaft, Landschaften zu verändern und neu zu formen. Bekanntes verlosch und ließ Unbekanntes auferstehen. Landkarten schufen zwar wichtige Rahmenbedingungen, konnten verwehte Straßen allerdings nicht sichtbar machen.

Auch die Menschen blieben von den Sandstürmen nicht verschont und wir bekamen auf unseren Baustellen Akkupunkturen von feinen Sandkörnchen, wie von tausenden kleiner Nadeln.

Mal kam so eine Windhose völlig unvermittelt und streute ihren graugelben Sand über uns, ein anderes Mal konnte man schon am Horizont die dunkle Wand nahen sehen, die dann unsere Baustelle mit unvorstellbaren Massen Sandes überzog, so dass man die Hand vor Augen nicht mehr sah.

Der feine Sand drang in alle Poren der Haut, in Mund, Augen, Nase und Ohren, kroch in die Öffnungen des Hemdes, in den Hosenbund und sogar in die Schuhe und unter die Sockenränder, so dass man das Gefühl hatte, der Körper wäre in Sandpapier gebettet. Unsere Fahrzeuge waren mit jenem Sand überzogen, die Frontscheiben waren nicht mehr zu durchblicken und gaben die Sicht erst wieder frei, wenn die Scheibenwischer ihre kraftvolle Bahn gezogen hatten, selbst in den Fahrzeugen hatte der Sand eine feine Schicht auf Sitze und Armaturenbrett gelegt.

Während der Zeit der Sandstürme war es besonders wichtig die Dachplatten auf unseren Hallen so schnell wie möglich zu verlegen und auch zu befestigen. Am First blieb allerdings immer ein Spalt offen, der mit sogenannten Firstblechen geschlossen werden musste.

Diese Bleche waren etwa einen Quadratmeter groß.

Damit wir an jenem Morgen das Dach unserer Halle so schnell wie möglich zugedeckt bekamen, hatten wir entlang des Dachfirstes bereits diese Blechplatten in langer Reihe ausgelegt, ein schwerwiegender Fehler, wie sich bald herausstellte.

Zwei Kollegen waren bereits damit beschäftigt diese Bleche zu bohren, damit sie befestigt werden konnten, als unvermittelt wieder so eine Windhose mit großer Kraft und hoher Geschwindigkeit über die Baustelle fegte. Plötzlich wurden die Bleche mit Urgewalt durch die Luft geschleudert und flogen wie Geschosse über das Dach. Ich warf mich instinktiv flach auf den Bauch und die anderen Kollegen taten das Gleiche, alle in der Hoffnung, dass wir ungeschoren davon kommen würden, denn so ein Blechgeschoss konnte einem, ähnlich einem Scharfrichterschwert, mit dieser ungemeinen Wucht leicht den Kopf abtrennen. Zum Glück war uns, abgesehen von einigen Prellungen und Schnittverletzungen, nichts Ernsthaftes geschehen, aber der Schreck saß uns allen in den Knochen.

Die Baustelle glich einem Schlachtfeld. Wandplatten von sechs bis neun Metern Länge waren auf einer Riesenfläche verstreut. Abfallmaterial, Verpackungen und Bretter hatte die Windhose ebenfalls mitgenommen.

Wir selbst sahen auch ziemlich desolat aus: zerzaust, mit feinem, orangefarbenem Sand überzogen und trotz der Sonnenbräune recht blass, aber glücklicherweise gesund!

An ein sofortiges Weiterarbeiten war jedoch im Moment nicht zu denken. Wir stiegen erst einmal vom Dach, um uns den Staub aus dem Mund zu spülen.

Für mehrere Wochen wurden wir fast täglich von diesen Stürmen heimgesucht.

Als die Zeit der Sandstürme abebbte, rauschte ein anderer Sturm über uns hinweg. Es waren arabische Frauen, in ihren schwarzen Gewändern. Sie kamen in Gruppen von zehn bis fünfzehn Frauen und Mädchen von etwa vierzehn bis vierzig Jahren. Die Anführerinnen hatten stets Brecheisen dabei.

Eines Tages kam so eine Gruppe direkt auf uns zu und die Frauen erweckten irgendwie keinen besonders friedlichen Eindruck, mit ihren Brecheisen, Knüppeln und Hanfseilen in den Händen.

Etwa fünfzig Meter vor unserer Baustelle schwenkten sie jedoch nach links ein und schritten zielgerichtet auf unsere Abfallberge zu.

Dort hatten wir die Bretter und die übrige Verpackung unserer Materialcollies auf einen Haufen geworfen, der dann von Zeit zu Zeit abgebrannt wurde – wir praktizierten Müllbeseitigung auf Arabisch.

Wir machten uns keine Gedanken darüber, dass die Bewohner der umliegenden Dörfer diese Abfälle als Baumaterial für ihre Schafställe oder ähnliches brauchen könnten, denn Palmen, die vereinzelt wuchsen, ließen sich nicht zu Brettern verarbeiten, da sie faserig waren, und andere Bäume gab es im weiten Umkreis nicht.

Die Kräftigste der Frauen lud sich eine Kistenrückwand auf den Kopf und ließ sich Bretter und Kanthölzer darauf stapeln und mit den Stricken festzurren, ebenso machten das anschließend ein paar andere Frauen, bis sie so stattliche Haufen auf den Köpfen hatten, dass sie endlich wankend davonzogen.

Da das nächste Dorf ein paar Kilometer weit entfernt war, musste das für sie ein unerhörter Kraftakt gewesen sein.

Hans-Joachim, von allen Kollegen nur „Hajo“ genannt, rief ihnen aus Spaß zu, dass sie uns Bakschisch da lassen sollten, aber die Frauen reagierten natürlich nicht darauf und zogen unbeirrt weiter.

Einige Tage später waren die Frauen erneut im Anmarsch und unser Abfallberg war bereits wieder beträchtlich angewachsen. Wir riefen Hajo zu, dass wir wieder einmal Besuch von den „Fledermäusen“ bekämen, da stieg er vom Träger herunter, auf dem er gehockt und Dachriegel montiert hatte, und ging in unseren Brennstoffcontainer. Dort entnahm er einen Benzinkanister, goss den Inhalt über den Holzhaufen, ließ die Frauen noch ein Stück heran kommen und zündete dann das Holz an.

Mit einem Schlag stand der Haufen in hellen Flammen und brannte lichterloh.

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