Arbeiten vor Ort unverzichtbar. Gespräche mit Bergbauern (Arbeitszeiten, Einkommen, Erwerbskombinationen, Einflüsse des Tourismus) sowie Beobachtungen im Gelände (Welche Gebiete werden nicht mehr bewirtschaftet? Welche Gebiete verganden?) helfen, die Forschungsfragen zu klären. Zusammen mit Angaben aus der amtlichen Statistik (Betriebsgrösse, Viehbestand usw.) ergibt sich ein Gesamtbild.
Arbeiten vor Ort unverzichtbar. Welche Betriebe haben sich an diesem Autobahnkreuz angesiedelt? Weisen sie gemeinsame Merkmale auf? Welche Eingriffe in die Landschaft wurden vorgenommen? Wie haben sich die Lebensbedingungen in diesen Gemeinden in den letzten fünfzig Jahren verändert? Diese und ähnliche Fragen lassen sich nur vor Ort klären. In Interviews mit Betriebsleiter/-innen oder Einwohner/-innen können Sie die nötigen Informationen erfragen. Auf einer Karte können Sie zum Beispiel auch die Betriebe an ihren Standorten eintragen.
Schulstress ist ein pädagogisch-psychologisches Thema, das keinen Raumbezug aufweist. Es gibt aber psychologische Themen mit klarem Raumbezug, zum Beispiel wenn es um das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum (Bahnhof, Parkhaus) geht.
Hier können Sie nur mit einer Ortsbegehung und mit Beobachtungen vor Ort fundierte Aussagen machen. Welche Läden gibt es in Beinwil? Woher kommt die Kundschaft? Gibt es Unterschiede zwischen den Läden im Ortszentrum und denjenigen ausserhalb? Wie viele Parkplätze weisen die Läden auf? Zählungen und Beobachtungen vor Ort helfen, dies zu klären.
Vielleicht müssen Sie ein Kunstmuseum aufsuchen, um berühmte Bilder zu begutachten. Aber es ist für die Fragestellung unwesentlich, wo die Bilder genau hängen.
Aufgabe 3 Verkehrszählung vorbereiten
(1) Da sich die Zählung auf ein eher kleines Gebiet bezieht, ist ein genauer Plan von Vorteil, auf dem neben der Hauptstrasse auch die einmündenden Seitenstrassen und alle Kreuzungen ersichtlich sind. Zudem sollte jedes einzelne Gebäude erkennbar sein, damit der Zählstandort (oder mehrere Zählstandorte) genau festgelegt werden kann.
(2) Mein Untersuchungsgebiet muss ein längeres Stück der grossen Strasse umfassen. Dann kann ich entlang der Strasse Zählstellen festlegen und Unterschiede im Verkehrsaufkommen erfassen. Neben der Strasse selbst sollte mein Untersuchungsgebiet auch die Zufahrtsstrassen umfassen, damit ersichtlich wird, wie sich die Verkehrsströme verteilen.
(3) Merkmale? Art des Verkehrsmittels: Autos, Motorräder (MIV); Busse, Postautos (ÖV); zu Fuss, Fahrräder (LV)
Anzahl Fahrzeuge: pro Minute oder pro Zeitintervall von 10 Minuten
Anzahl Passagiere: Belegung von Bussen lässt sich wohl nur abschätzen.
(4) a) Eventuell einen mechanischen Zähler: um vorbeifahrende Autos oder vorbeilaufende Personen zu zählen (anstelle Strichliste). Eventuell eine Kamera, um typische Verkehrssituationen zu dokumentieren.
b) Wann sollen die Zählungen stattfinden? Es gibt beträchtliche Unterschiede zwischen Werktagen und dem Wochenende, aber auch zwischen verschiedenen Tageszeiten (Verkehrsspitzen am Morgen, am Mittag und am Abend). Da ich nicht stundenlang zählen kann, muss ich Stichzeiten definieren, zu denen gezählt wird (z. B. zu jeder vollen Stunde zehn Minuten).
Vielleicht braucht es mehrere Zählpersonen an verschiedenen Stellen. Ich kann die Zählung also nur mit Hilfspersonal durchführen. Dieses muss ich genau instruieren.
Aufgabe 4, siehe nächste Seite
Aufgabe 5 Kartendaten
Die Standbetreiber kommen alle aus dem Umkreis von Bern, maximal 35 Kilometer entfernt. Produkte aus dem Seeland, dem Emmental oder dem Freiburgerland können in diesem Kontext durchaus als «lokale Produkte» bezeichnet werden. Die Globalisierung im Gemüsemarkt hat also bisher nicht dazu geführt, dass der Berner Wochenmarkt seinen lokalen Bezug verloren hat.
Allerdings verkaufen Standbetreiber auch Früchte oder Gemüse aus dem Zwischenhandel, diese Produkte stammen kaum aus lokaler Produktion. Genauere Informationen liessen sich zum Beispiel durch Interviews mit den Standbetreibern in Erfahrung bringen.
Aufgabe 6 Daten interpretieren
Ob die grossen Gebäude der Kategorie «Öffentliche Büros und Dienstleistungen» Universitätsgebäude sind, ist aufgrund der Nutzungskategorien nicht sicher. Mit Ortskenntnissen ist klar, dass nur die Gebäude mit den Nummern 49 und 51 Universitätsgebäude sind. In den restlichen Gebäuden dieser Kategorie sind die Post und Büros der Bundesverwaltung untergebracht.
Gewerbliche Dienstleistungen und Ladenlokale sind zwar am häufigsten vertreten, dominieren aber nicht.
Dieser Sachverhalt kann nicht aufgrund dieser Kartierung bestätigt werden. Es wäre möglich, die Multikulturalität der Länggasse mit einer gezielten Kartierung, zum Beispiel der Anzahl ausländischer Namen an den Hauseingängen oder mit einer detaillierten Erfassung der Restaurants und Geschäfte kartografisch festzuhalten.
Viele Einrichtungen weisen eine Zentrumsfunktion auf: Ladenlokale, Gewerbe, Gastronomie und öffentliche Gebäude. Das lässt den Schluss zu, dass die Länggassstrasse innerhalb des Quartiers bezüglich der Nutzung ein Zentrum darstellt.
Tatsächlich sind nur drei Gebäude mit Wohnnutzung kartiert. Es wurde jedoch nur die Nutzung der Erdgeschosse erfasst. Häufig werden die oberen Stockwerke als Wohnungen genutzt. Auch ist zu erwarten, dass abseits der Länggassstrasse vermehrt Wohnungen auftreten. Darüber gibt allerdings die Karte keinen Aufschluss.
Aufgabe 4 Standorte festlegen
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