Kurt Erlemann - Gleichnisse

Здесь есть возможность читать онлайн «Kurt Erlemann - Gleichnisse» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Gleichnisse: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Gleichnisse»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Das Standardwerk für den wissenschaftlichen Umgang mit biblischen Gleichnissen und Metaphern bietet einen Überblick über die Gleichnisforschung seit Jülicher, führt die Gleichnistheorie innovativ weiter und eröffnet so einen umfassenden Problemhorizont. Thesen und Begriffsklärungen erleichtern den Einstieg ins Thema.
Ein Leitfaden zur Auslegungsmethodik und Musterexegesen helfen bei der exegetischen Erschließung der Texte. Ein Abschnitt zur Theologie der Gleichnisse zeigt deren inhaltliche Reichhaltigkeit. Pädagogische und didaktischmethodische Impulse mit exemplarischen Unterrichtsskizzen runden das Konzept ab. Textboxen, Tabellen, Grafiken und ein ergiebiger Serviceteil machen das Lehrbuch zu einem wertvollen Begleiter für Studium und Unterrichtspraxis.

Gleichnisse — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Gleichnisse», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Methodisch entspricht dem Ansatz die Rekonstruktion der ursprünglichen Verstehensbedingungen und Assoziationsmöglichkeiten mittels einer Kombination von Realienkunde, Traditionsgeschichte, Religionsgeschichtlichem Vergleich und Redaktionskritik. – Gegen die in der ‚metaphorischen Wende‘ und im französischen Strukturalismus entwickelte Auffassung einer ‚ästhetischen Autonomie‘ der Gleichnisse (→ 2.2.6g) gilt der literarische Kontext als Verstehensschlüssel.

c) Der redaktionskritische Aspekt

Voraussetzung für eine redaktionskritische Betrachtung ist die Absage an das Postulat eines Gleichnis-Idealtyps und an die damit verbundene Missverständnis- und Verfälschungstheorie Jülichers. Wie im kommunikationstheoretischen Ansatz gilt auch hier der (literarische) Kontext als Verstehensschlüssel. Gleichnisse sind, so Gerhard Sellin (1943-2017), Kommentare zum kontextuell geschilderten Verhalten Jesu.1 Es bestehe eine intensive Wechselwirkung zwischen Wirken und Reden Jesu. Der theologische Bezugsrahmen der Gleichnisse ist, so Sellin, im literarischen Kontext abgebildet: die Gottesherrschaft, die in Jesu Handeln konkret wird.2

d) Der rezeptionsästhetische Aspekt

In Zuspitzung des kommunikationstheoretischen Ansatzes fragt Dieter Massa (*1966) nach dem Einfluss der Leserschaft auf die Textgestaltung bzw. nach dem Verhältnis von Textproduktion und -rezeption.1 Leitend ist dabei das Bild vom Autor, der das Gleichnis so konzipiere, dass es von der intendierten Leserschaft möglichst optimal verstanden werden kann. Um dies zu gewährleisten, sei nicht nur jedes gleichnisinterne Element sorgfältig formuliert, sondern auch die Implementierung in den literarischen Kontext ein bewusster Akt der Leserlenkung.2

Im Fokus stehen insbesondere die Transfersignale des Textes (→ 1.5.9; 2.2.5b; 2.5.2a). Auch im Blick sind traditionsgeschichtliche Prätexte, Traditionen und Motive, die in den Text einfließen und das Verstehen der Adressaten in eine bestimmte Richtung lenken. Damit werde ein Interpretationsrahmen umrissen, innerhalb dessen die Adressaten den Text deuten könnten; eine eindeutige Festlegung des Textsinns unterbleibe jedoch, was der Polyvalenz der Metaphorik, dem überschießenden Sinnpotenzial des Textes und der individuellen Aneignung durch die Leserinnen und Leser entspricht. Die Frage der Autorintention verliert bei diesem Ansatz an Relevanz; wichtiger ist das (jeweilige) Textverständnis der Adressaten. Der theologische Bezugsrahmen ergebe sich aus dem kreativen Leseakt. Der Bezugsrahmen sei nicht einseitig im Sinne einer ‚zeitlosen, religiösen Satzwahrheit‘ oder einer ‚neuen Existenzmöglichkeit‘ zu verstehen; kritisiert wird auch die Annahme einer ‚ästhetischen Autonomie‘ der Gleichnisse (→ 2.2.6g).

Der Ansatz bewegt sich zwischen einer Fixierung des theologischen Bezugsrahmens im Sinne Jülichers und der existenzialen Interpretation einerseits sowie einer völligen Öffnung des Textsinns im Sinne des Strukturalismus andererseits.

e) Der psychologische Aspekt

Iver K. Madsens psycholinguistischer Ansatz fragt nach den Assoziationen des Autors beim Verfassen eines Gleichnisses.1 Ähnlich fragt Martin Leiner (*1960) textpsychologisch nach dem Produktionsprozess und seinen unbewussten, emotionalen und kognitiven Faktoren.2 Die Emotionalität der Texte sei ausschlaggebend, um die intendierte Einstellungsveränderung zu erreichen. – Tim Schramm (*1940) legt mit dem bibliodramatischen Zugang einen eigenständigen psychologischen Ansatz vor. Dabei wird die Erzählebene ausgelotet und mit persönlicher Erfahrung des Auslegers angereichert.3 Einfühlung in den Text, freie Assoziation und historisch-kritische Arbeit ergänzten sich gegenseitig. Mithilfe textpragmatischer Techniken wie ‚antithetischer Zwilling‘ und offenen Erzählschlüssen führten die Gleichnisse unterschiedliche Handlungsmuster vor Augen und provozierten suggestiv Stellungnahme bzw. Parteinahme. Als kleine bibliodramatische Bühnenstücke kämen die Gleichnisse erst dann zu ihrem Ziel, wenn sie ‚ins Leben gezogen‘ bzw. immer wieder neu inszeniert werden.4 – Schramm zufolge führt das Bibliodrama auch zu einer neuen Einschätzung der Allegorese:

Im Bibliodrama – das ist meine Erfahrung – tut sich nicht selten ein (auch) allegorisches Verstehen der Texte auf; die Allegorese kehrt zurück im mimetischen Spiel, vorwissenschaftlich-spontan und ungeniert. Das ist kein Wunder, denn wer die Bilder ernst nimmt, sich von Symbolen berühren läßt und der Einladung zur Identifikation folgt, der überschreitet schnell den Buchstaben-Sinn; er findet Tiefenschichten in ‚seinem‘ Text, die sich oft als so evident erweisen, daß die strikte Abwehr einer allegorischen Auslegung durch die historisch-kritische Exegese als unangemessen erscheint.5

Ein Beispiel für die Nähe von Bibliodrama und Allegorese ist das in den Gleichnissen Lk 15,3-32 zu entdeckende ‚trinitarische Triptychon‘, das den Hirten auf Jesus Christus, die Frau auf den Heiligen Geist und den Vater auf Gott hin deutet.6

f) Der religionsgeschichtliche Aspekt

David Flusser (1917-2000), Klaus Berger (1940-2020) und Peter Dschulnigg (1943-2011) verorten den Interpretationsrahmen der Texte im frühjüdischen und hellenistischen Umfeld.1 Der Blick auf außerbiblische Gleichnisse lässt den Gegensatz zwischen Allegorie und Gleichnis fraglich erscheinen.2 Während Flusser und Dschulnigg wie einst Paul Fiebig die enge Verwandtschaft der Gleichnisse Jesu mit den meschalím des frühen Judentums betonen (→ 2.2.1), weist Berger auf die Nähe zu den griechisch-römischen Deklamationen hin. Diese Übungstexte für angehende Juristen laufen, ähnlich wie manche Gleichnisse, auf ein bestimmtes, durch geschickte rhetorische Leserlenkung suggeriertes Urteil hinaus (→ 1.4.2). In den Fokus rückt dabei die besondere Textpragmatik vergleichender Texte.

2.3 Die aktuelle Diskussion

Das 2007 von Ruben Zimmermann (*1968) herausgegebene ‚Gleichniskompendium‘ markiert eine neue Phase der Gleichnisforschung.1 Erstmalig seit Jülichers Doppelband werden nicht nur die kanonischen und apokryphen Gleichnisse flächendeckend ausgelegt, sondern es erfolgt auch eine breite, interdisziplinär angelegte theoretische Grundlegung. Hierbei werden einzelne Aspekte der Gleichnistheorie neu durchdacht und synthetisiert. Einzelne Aspekte sind:

a) Fokussierung auf die Endgestalt der Gleichnisse : Die Rückfrage nach der Urgestalt der Gleichnisse bzw. nach der ipsissima vox Jesu (Jülicher, Jeremias) wird als verfehlt abgelehnt.2 Trotzdem gelten Gleichnisse weiterhin als Urgestein der Überlieferung, als prädestinierte Medien der Jesuserinnerung im Sinne der Wirkungsplausibilität.3 Der Verschriftlichungsprozess wird nicht negativ im Sinne eines Missverständnisses oder bewusster Verfälschung gewertet.

b) Absage an apologetische Tendenzen : Anstelle der qualitativen Distanzierung der Gleichnisse Jesu von jüdisch-hellenistischen Gleichnissen plädiert das ‚Gleichniskompendium‘ für eine konsequent religionsgeschichtliche Einbettung der Gleichnisse.4 Formale und funktionale Vorläufer stellten die alttestamentlichen Gleichnisse und meschalím dar, bedeutsame Analogien böten die grieschisch-hellenistische Literaturgeschichte und die antike Rhetorik.

c) Die Alternative der rhetorischen oder poetischen Abzweckung wird verworfen: Unter Rückgriff auf Quintilian wird die Ambivalenz der Metapher als rhetorisches Überzeugungsmittel und als poetische Neubeschreibung von Wirklichkeit hervorgehoben.5 Die ‚metaphorische Wende‘ wird bestätigt. Metaphern dienten einer Neuerschließung von Welt und Sein bzw. der (Re-)Strukturierung der Wirklichkeit; Gleichnisse gelten als einzig angemessene Form, von Gott zu sprechen.6 Die Gleichnispoetik sorge für eine prinzipielle Unabgeschlossenheit der Deutung.7

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Gleichnisse»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Gleichnisse» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Gleichnisse»

Обсуждение, отзывы о книге «Gleichnisse» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.