Oisín Curran - Wenn ich jetzt nicht weine

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Wo waren wir, bevor wir geboren wurden? In einem anderen Leben? Einem früheren Tod? Currans Roman spielt in der kleinen Siedlung New Pond, in den Wäldern von Maine. Dort leben Iris und Myles mit ihrem elfjährigen Sohn innerhalb einer buddhistischen Gemeinde, die von dem autoritären Willard geleitet wird. Eines Tages stürzt der Junge während eines Streits seiner Eltern zu Boden und verkündet, sich an seine Geburt zu erinnern. Immer öfter verfällt er danach in einen tranceartigen Zustand, in welchem ihn Bilder bestürmen, um die er die fantastische Geschichte seines früheren Lebens spinnt. Darin ist er als Mädchen die Heldin einer abenteuerlichen Reise, auf der das Erreichen des Ziels immer wieder durch die wunderlichsten Begegnungen hintertrieben wird. Immer auf den Fersen ist ihr dabei ein unbekannter, mysteriöser Verfolger. Iris und Myles halten seine Erzählungen jedes Mal fest.
Ist das Eintauchen in fantastische Welten zunächst wie eine Flucht aus der Realität, wird im Verlauf immer deutlicher, dass es diesem Jungen in seiner traumatischen Lage als Hilfe zum Verständnis der Welt dient, einer Welt des Jahres 1980, in welcher sich der kalte Krieg auf einem Höhepunkt befindet, einer Welt auch, in der vor allem sein Vater einem autoritären Führer folgt und seine Mutter schließlich schwer erkrankt. «Wenn ich jetzt nicht weine» ist eine berührende Coming-of-age-Geschichte, in der nicht nur der junge Protagonist eine Entwicklung durchlebt, die einer Neugeburt gleichkommt.

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Eine unter uns , sagte er, hat eine lebensbedrohliche Krankheit. Unsere liebe Freundin Iris , fuhr er fort, indem er in ihre Richtung gestikulierte, hat Krebs. Sie ist in unseren Gedanken, aber nicht nur in unseren Gedanken, auch in unseren Taten. Die Einnahmen aus diesem Konzert werden für die Bezahlung ihrer Arztrechnungen verwendet .

Und damit verbeugte er sich und wendete sich seinem Klavier zu. Niemand sah Iris an, aber es war, als ob das beiläufige Starren der Zuhörer sie niederdrückte, und beschämt sackte sie in ihrem Sessel zusammen. Später beschuldigte sie Myles, private Information an Willard und Weiß-Gott-Wen preisgegeben zu haben, um sie in der Öffentlichkeit zu demütigen. Worauf Myles erwiderte, er habe keine Ahnung gehabt, dass es bei dem Konzert verkündet würde, aber so oder so sei es eine sehr nette Geste und sie würden das Geld sicherlich benötigen und warum müsse sie die ganze Zeit über so verdammt vertraulich sein, und von dort nahm der Streit einen sorgfältig ausgetretenen Pfad entlang einer der großen Bruchlinien zwischen ihnen – in diesem Fall des Spalts zwischen einer Wortkargen aus New England und einem geschwätzigen Iren.

Die Lichter flackerten bei Willards forscher Bewegung. In der Stille schlug der von Dünger verkrustete Saum seines Overalls sanft gegen die Beine seiner Klavierbank, als er sich setzte und seine riesigen, von der Arbeit geschwollenen und mit Speilen gespickten Hände über den Elfenbein-Zähnen seines Flügels ausbreitete, dessen Bauch weit geöffnet zum Schuppen hin dastand. Neben Willard saß seine Umblätterin, seine Adjutantin, Ms. Ohm, meine Klavierlehrerin, eine Frau, die unter allen anderen Umständen sich kaum das Grinsen verkneifen konnte, aber hier, im Schatten des Schuppens, still und grimmig konzentriert den „Bemsha Swing“ aussaß.

Kaum hatte die Musik begonnen, fing ich an, mich zu krümmen. Diese Konzerte waren quälende Härtetests, während derer ich es mit der verzückten Stille oder dem ruhigen Wiegen und Kopfwackeln der Erwachsenen um mich herum versuchte. Ich versuchte sogar wie sie, meine Augen zu schließen. Nach einer Ewigkeit musste ich mich anpassen – meine Knochen wuchsen, während ich atmete. Während die Noten vorbeirasten oder erbärmlich am Boden entlangkrochen, dehnten sich meine Sehnen und drehten neue Stränge, meine Zähne pressten sich aus meinem Kiefer und ich musste unbedingt meine Position auf dem Sitz ändern, um all diese inneren Bewegungen auszugleichen. Zuletzt drehte ich daher, so still wie möglich, meinen Torso in dem Korbsessel, der mich gefangen hielt, und wurde von einem missbilligenden Blick von Jack Blatsky, dem Violinbauer, getroffen. Flink kehrte ich in meine ursprüngliche Position zurück und genauso flink wurde mein Körper von innerlicher Bedrängnis gefoltert. Ich schlug meine Augen zu. Mein Schädel expandierte mit solcher Geschwindigkeit, dass ich spüren konnte, wie sich die Bänder dehnten, meine Kehle sich blähte, die Knie ihre Scheiben wegsprengten und ich mich in salziger Luft wälzend wusste.

OHNE MICH zu finden, zieht der Sturm vorüber. Das Schiff treibt immer noch umher. Das Bullaugenfenster trocknet rasch, aber ich kann durch jenes hindurch nicht viel sehen, außer den Horizont, die Sonne, die See.

Rook findet mich, gibt mir einen Hut, einen Apfel, ein Brötchen, und weist mich hinauf ins Krähennest, auf Befehl von Kapitän Severn. Wir wurden vom Kurs geweht und nun müssen wir Jagd machen nach Land.

Von der Spitze des Mastes ist die Welt eine gigantische Scheibe unter mir und ich schaukle über ihr. Schichten von Farben überall. Über mir ist die Himmelskuppel eine umgedrehte purpurne Schüssel, die langsam zu einem quecksilberroten Vorhang im Westen wird, wo die Sonne in einen Horizont aus Blut versinkt. Und dieses Blut fließt über die Wellen zu mir, wird pink, als es das Boot erreicht, und verflüchtigt sich dann rasch zu verzinktem Stahl und schlägt schließlich im Osten, an der fernen Seite der Welt, in Schwarz um.

Ich wende mein Auge nach innen und jage dem fehlenden Bild nach. Ich habe so wenige, dass ich es mir nicht leisten kann, eines davon zu verlieren. Aber es ist verschwunden, vollkommen. Und dennoch kann ich immer noch die Lücke spüren. Es wäre fast besser, es würde ohne Spuren verschwinden, aber es bleibt ein Rest, wie der Kleber, der in einem Album zurückbleibt, aus dem ein Bild entfernt wurde, und dieser Rest fühlt sich beinahe so lebendig an wie das Bild selbst, und daher noch schmerzvoller. Was war es, was war es? Ich sehe meine Sammlung durch, eins nach dem andern, um jene, die ich noch habe, zu retten. Es darf keine Verluste mehr geben.

Unfall

Warteraum

Planeten

Flüchtling

Vogel

Schatz

Boot

Geist

Pistole

Regenbogen

Brennholz

Brot …

Die Lizzy Madgeunter mir ist eine winzige Muschel.

Rook und ein dürrer bärtiger Mann rollen ein Klavier aus einer großen Kabine auf das Vordeck. Etwas später bringt der bärtige Mann eine Bank heraus, öffnet das Klavier und stimmt es. Als er fertig ist, setzt sich eine große Frau mit einem großen Strohhut an das Klavier. Ein kleines braunes Tier bewegt sich wie Wasser zu der Bank und fließt hinauf, um neben ihr zu sitzen. Es ist ein Otter. Warum weiß ich das? Die Finger der Frau bewegen sich ein paarmal die Tasten auf und ab und spielen ein seltsames trauriges Lied, das mich ermüdet.

Um wach zu bleiben, scanne ich das Deck. Im hinteren Teil jongliert Rook mit Orangen. Er starrt gerade hinauf zu seinen fliegenden Früchten und geht umher, als ob es nichts wäre. Er jongliert zu der Musik. Vielleicht bemerkt es die Frau am Klavier, weil sie schneller spielt. Rook wird schneller. Sie auch. Sie machen weiter, bis das Jonglieren und die Musik so schnell sind, dass sie einen neuen Sturm brauen. Ich schaue auf und sehe keine Stürme, sondern Land. Ich läute die Glocke.

Die See ist ruhig und in ihrer Mitte ist eine kleine Insel aus blankem gelbem Stein. Sie ist klein, aber hoch, zumindest so hoch wie mein Ausguck, und voller Klippen, so gerade wie der Mast. Alles in allem sieht sie aus wie die Spitze eines versunkenen Schlosses und hat sogar entlang der Innenwände des Felsens in den Stein gehauene Eingänge. Nichts wächst auf ihr und der ganze Ort sieht so trauervoll aus wie ein Friedhof. Aber wenn ich könnte, würde ich aus dem Ausguck klettern und geradewegs zu ihr hinfliegen, weil mich die Schwerkraft von Stadtdorthin zieht.

Dieses Gefühl knallt von hinten in mich hinein. Einen Moment lang taxiere ich kühl den Ort und im nächsten mussich hingelangen. Warum? Dort ist keine Stadt, keine Wasserfälle, kein Flieder, kein Platz für Autounfälle oder Warteräume oder Räume, die wie Planeten aussehen. Aber trotzdem muss ich, trotzdem muss ich hierher.

Der Ort ist bewohnt. Es gibt ein kleines, aus dem Felsen gehauenes Dock. Auf dem Dock ein paar Leute mit Netzen und Seilen. Sie scheinen nicht glücklich zu sein, uns zu sehen, aber vielleicht können sie mir den Weg nach Stadtzeigen. Vielleicht muss ich deshalb an Land. Aber vorerst warte ich.

Die Lizzy Madgesetzt den Anker und Kapitän Severn springt mit Rook in ein kleines Motorboot. Als sie das Dock erreichen, schaltet Severn den Motor ab und vom Schiff aus hören wir ein Hin und Her von Stimmen. Rook scheint zu versuchen, mit den Leuten in verschiedenen Sprachen zu sprechen. Offensichtlich haben ihn seine Fahrten zu einem Linguisten gemacht.

Als das Boot zurückkommt, sagt Rook, dass die Inselbewohner keine der zwölf Sprachen, die er kennt, sprechen. Es klingt wie unsere Sprache , sagt er, ist es aber in Wirklichkeit überhaupt nicht . Er scheint glücklich darüber. Er zieht ein kleines Instrument heraus und spielt eine Aufnahme eines Mannes ab, der sagt:

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