Markus Somm - Warum die Schweiz reich geworden ist

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Wenn es je ein Land gab, das schlechtere Voraussetzungen hatte, um reich zu werden, dann die Schweiz: Berge, Schutt, Geröll und Gras. Heute zählt das Land zu den wohlhabendsten der Welt. Wie war das möglich? Eine messerscharfe, süffig geschriebene Wirtschaftsgeschichte.

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Um dieses Buch zu schreiben, begab ich mich nicht ins Archiv und betrieb keine eigene Forschungsarbeit. Ich stütze mich weitgehend auf Sekun­därliteratur. Diese allerdings ist unerschöpflich. Was Reformation, indus­trielle Revolution, Sklaverei und napoleonische Zeit anbelangt sowie­so, aber auch was mein engeres Erkenntnisinteresse betrifft: Zur schwei­­ze­ri­schen Wirtschaftsgeschichte liegen zahllose, ausgezeichnete Werke vor – wenn auch vielleicht die meisten ihren Fokus auf eine Zeit richten, die nach meinem Untersuchungszeitraum liegt. Ich nenne bloss die wichtigsten: Eine nach wie vor souveräne Übersicht bietet Jean-François Bergier in seiner «Wirtschaftsgeschichte der Schweiz»6, die er schon in den 1980er Jahren publiziert hat. Unverzichtbar, um den frühen Durchbruch der schweizerischen Textilindustrie zu erfassen, ist Walter Bodmers Abhandlung zum Thema: «Die Entwicklung der schweizerischen Textilwirtschaft im Rah­men der übrigen Industrien und Wirtschafts­zweige» aus dem Jahr 1960, ferner Peter Dudziks «Innovation und Investi­tion» (1987) sowie Ulrich Pfisters Standardwerk zur zürcherischen Proto­industrie, «Die Zürcher Fabriques», das 1992 erschienen ist.

Zwar gilt Leo Weisz als ein Aussenseiter unter den Historikern, mehr Wirtschaftsjournalist als Wissenschaftler, trotzdem oder vielleicht gerade deshalb zeichnete ihn ein scharfer Blick für Zusammenhänge aus, die andere übersahen, speziell ausgeprägt war sein Gespür für vergessene Anek­doten. Seine vielen Bücher sind eine Fundgrube. Mehr als das hinterliess natürlich Hans Conrad Peyer, einer der grossen Wirtschaftshistoriker unseres Landes, ich profitierte besonders von seiner «Verfassungsgeschichte der alten Schweiz» sowie von seiner rigoros quellenbasierten Studie: «Von Handel und Bank im alten Zürich». Das Gleiche gilt für Rudolf Brauns «Das ausgehende Ancien Régime in der Schweiz» und Ulrich Menzels «Auswege aus der Abhängigkeit». Von keinem Autor habe ich vielleicht mehr über den schweizerischen Sonderweg gelernt. Glänzend ist schliesslich Joseph Jungs «Das Laboratorium des Fortschritts. Die Schweiz im 19. Jahr­hundert», worin er sich vorwiegend um die Zeit nach 1830 kümmert. Wir steuern gewissermassen die Vorgeschichte bei.

Zum Schluss noch drei Hinweise auf die internationale Literatur, die ich konsultiert habe: Die amerikanische Ökonomin Deirdre McCloskey legte unlängst eine Trilogie zur Geschichte des westlichen Kapitalismus vor, «The Bourgeois Era», die wenig Fragen offenlässt. Ebenso umfassend ist die Arbeit von Pim de Zwart und Jan Luiten van Zanden, zwei niederländischen Autoren: «The Origins of Globalization. World Trade in the Making of the Global Economy, 1500–1800». Last, but not least schrieb Thomas McCraw mit «Prophet of Innovation» eine brillante Biografie über Joseph Schumpeter, den vielleicht anregendsten Theoretiker, wenn es darum geht, ein Phänomen zu erklären, das auch dieses Buch über weite Strecken prägt: den Unternehmer, den schöpferischen Zerstörer. Ohne solche eigenwilligen, oft unbeliebten, immer interessanten Menschen hätte auch die Schweiz nie jene Karriere zustande gebracht, die ich jetzt erzähle.

Nachdem die Jungsozialisten den Escher-Wyss-Platz umgetauft hatten, schlugen die Jungfreisinnigen, also junge rechte Aktivisten, zurück. Sie nahmen sich ihrerseits die Strassenschilder linker Prominenz vor. In der Spiegelgasse überklebten sie eine Gedenktafel, die daran erinnerte, dass Lenin, der russische Revolutionär, hier einmal gelebt hatte: «Alfred-Escher-Strasse» hiess es nun.

Im Gegensatz zu Escher hatte Lenin tatsächlich die Sklaverei in Russland wieder eingeführt. Kaum an der Macht, liess er Konzentra­tions­lager einrichten, wo politische Gegner, Adlige, Popen, oder einfach vorlaute Vertreter der «Bourgeoisie» versklavt wurden. Die meisten überlebten nicht.

Markus Somm

im September 2021

Vgl. Rey, Claudia, Politische Debatten werden über Strassenschilder ausgetragen: Zürcher Jungpolitiker überkleben Lenin-Gedenktafel mit Alfred-Escher-Schild, in: NZZ, 4. Dezember 2020, https://www.nzz.ch/zuerich/zuerich-jungfreisinnige-und-jusos-ueberkleben-strassenschilder-ld.1590 366, abgerufen am 6. Juli 2021.Heinrich Escher, der Vater, starb 1853 in Zürich.Beckert, Sven, Brandon, Pepijn, Mit Blut und Schweiss, in: NZZ am Sonntag, 28. Juni 2020: «Die Schweizer Familie Escher besass im 19. Jahrhundert eine Kaffee­plantage auf Kuba, auf der Sklaven schuften mussten. Dies bescherte den Eschers einen erheblichen Teil ihres Vermögens. Alfred Escher erbte das Geld und verwendete es für den Bau der Gotthardbahn.» Das ist eine groteske Annahme: Insgesamt kostete die Gotthardbahn am Ende rund 230 Millionen Franken, heute entspräche das einem Betrag von 12,6 Milliarden Franken. So viel dürfte die Kaffee­plantage in Kuba nicht abgeworfen haben. – Die Finanzierung des Tunnel­baus war übrigens hochkomplex. Es beteiligten sich das Deutsche Reich, das König­reich Italien, die Eidgenossenschaft, diverse Kantone und Gemeinden sowie ein inter­nationales Finanzkonsortium, das unter der Führung der Berliner Disconto-Gesell­schaft stand, sowie die beiden Kölner Institute A. Schaafhausen'scher Bank­verein und Salomon Oppenheim junior und Compagnie. Das Konsortium umfasste auch zahlreiche renommierte Schweizer Firmen, darunter die Schwei­­zerische Kredit­anstalt oder verschiedene Bahngesellschaften.Jung, Joseph, Aufgewärmte «teuflische Angriffe», in: Tages-Anzeiger, 10. Juli 2017, https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/aufgewaermte-teuflische-angriffe/story/26467 853, abgerufen am 13. Juli 2021.International Monetary Fund, GDP per capita, current prices U.S. dollars per capita (2021), https://www.imf.org/external/datamapper/NGDPDPC@WEO/OEMDC/ADVEC/WEOWORLD, abgerufen am 13. Juli 2021; The World Bank, GDP per capita, current US $ (2020), https://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.PCAP.CD?most_recent_value_desc=true, abgerufen am 13. Juli 2021; UNECE, Gross domestic product (GDP) per capita (2019), https://w3.unece.org/PXWeb/en/Country Ranking?IndicatorCode=12, abgerufen am 13. Juli 2021.Für alle folgenden Titel finden sich die präzisen bibliografischen Angaben im Literaturverzeichnis.

Das Wirtschaftswunderland

Im Mai 1744 erfuhr Hans Conrad Gossweiler, dass die Seidenernte in Italien dieses Jahr besonders gut ausfallen würde. Deshalb wartete er mit seinen Bestellungen zu. Sicher würde der Preis für die Rohseide weiter fallen, dachte sich der Zürcher Seidenfabrikant, so dass es ungeschickt gewesen wäre, jetzt schon einzukaufen. Da auf dem Seidenmarkt aber nie etwas «sicher» war, liess Gossweiler seinen Lieferanten in Italien keine Ruhe. Fast jede Woche schrieb er ihnen einen Brief. Er erkundigte sich nach dem Preis, fragte nach der Ernte, wollte alles wissen über die Politik. Zu Recht, wie sich schon im Juni herausstellte, als man ihm mitteilte, dass die Ernte doch nicht so üppig werden würde. Allgemein rechnete man jetzt damit, dass die Preise so hoch liegen würden wie vor einem Jahr, also ziemlich hoch, zumal die Nachfrage inzwischen deutlich angezogen hatte. Den meisten Fabrikanten mangelte es an Rohstoffen, die Lager gähnten vor Leere. Ausserdem herrschte Krieg in Europa. Der österreichische Erbfolge­krieg (1740–1748) ergriff immer mehr Länder, bis so gut wie alle grossen Mächte daran beteiligt waren. Das musste den Preis für die Seide beeinflussen, keine Frage, bloss wusste niemand, in welche Richtung. Was sollte Gossweiler tun? Kaufen oder warten? Viel stand auf dem Spiel. Denn Seide war teuer, als Rohstoff genauso wie als Endprodukt, und wer schon zu teuer einkaufte, ging unter. Gossweiler behielt die Nerven. Im August schliesslich hatte sich die Lage wieder geändert, denn offenbar hatten die Seidenraupen Italiens doch viel mehr Seide abgesondert als erwartet, der Preis sank mit einem Ruck, und Gossweiler kaufte endlich ein. Er bestellte in Bergamo und Verona.

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