Markus Somm - Warum die Schweiz reich geworden ist
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Tatsächlich beginnt die Geschichte der reichen Schweiz viel früher, als den meisten heute bewusst ist, und die Ursachen ihres erstaunlichen Aufstiegs sind andere als jene, von denen man gemeinhin so hört. Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wiesen einzelne Gegenden der Schweiz einen so hohen wirtschaftlichen Entwicklungsstand auf, wie ihn in Europa nur wenige andere Regionen erreichten. Es gab hier zahllose Produktionsstätten und Handelshäuser, und schweizerischen Unternehmern und Kaufleuten begegnete man auf den wichtigen Marktplätzen des Kontinents, es wurden Rohstoffe aus aller Welt eingeführt, verarbeitet, veredelt und in rauen Mengen nach Europa und Übersee verkauft. Export war König. Wenn es ein Land gab, das zu den frühen Pionieren des Kapitalismus und der Globalisierung zählte, dann die Schweiz, der Aussenseiter und Sonderling unter den Nationen.
Es ist diese sehr weit zurückreichende Tradition des wirtschaftlichen Erfolgs, die zu einem massgeblichen Teil erklärt, warum es diesem Land schon so lange so gut geht. Je nachdem, welche Statistik man heranzieht, gehört die Schweiz nach wie vor zu den fünf reichsten Ländern der Erde, gemäss Internationalem Währungsfonds lag sie im Jahr 2021 mit einem Bruttoinlandprodukt pro Kopf von rund 95 000 $ auf Rang 2, gemäss Weltbank auf Rang 4, während die UNO sie auf Rang 3 verortete.5 Noch sind vergleichbare Zahlen für das 18. Jahrhundert nicht greifbar, auch wenn die Wissenschaftler sich darum bemühen, diese historischen Daten zutage zu fördern, aber mit Sicherheit ergäbe sich ein ähnliches Bild: Die Schweiz hätte sich schon zu jener Epoche in den vorderen Rängen wiedergefunden. Es trifft nicht zu, dass sie bis noch vor wenigen Jahrzehnten ein Armenhaus gewesen ist.
Das wirkt heute umso bemerkenswerter, als die Schweiz im 18. Jahrhundert politisch gesehen das vielleicht rückständigste Staatswesen des Kontinents darstellte: Was als alte Eidgenossenschaft in die Geschichte eingegangen ist, war eine einmal fröhliche, dann zerstrittene, immer chaotische, oft handlungsunfähige Ansammlung von dreizehn souveränen Orten, den Vorläufern der heutigen Kantone – jeder für sich ein eigener Mikrostaat. Hinzu kamen ein paar Verbündete, die «zugewandten Orte», sowie viele gemeinsam verwaltete Untertanengebiete; im grossen Ganzen entsprachen die Aussengrenzen dieser alten Eidgenossenschaft jenen der aktuellen Schweiz. Das war jedenfalls kein moderner Staat, sondern ein Relikt aus dem Mittelalter, das man in Europa belächelte oder für überholt hielt. Wie lange noch hatte es Bestand? Zumal es sich auch militärisch und aussenpolitisch um einen Zwerg handelte, der stets unter der berechtigten Paranoia litt, bald von den Riesen in der Nachbarschaft überwältigt zu werden. Wenn je ein Kleinstaat seit Jahrhunderten überlebt hatte, dann die Schweiz – aber für immer? Als gegen Ende des 18. Jahrhunderts das unglückliche und viel umfangreichere Polen von den drei Grossmächten Preussen, Russland und Österreich kaltblütig aufgeteilt wurde, gab es in der Schweiz viele Melancholiker, die sich fragten, ob dies nicht auch der Eidgenossenschaft widerfahren könnte.
Anarchie, Ohnmacht, Streitsucht: All dies hat der damaligen Schweiz wohl nicht sonderlich gut getan, aber sie auch nicht allzu stark behindert. Ich möchte in diesem Buch die «Karriere eines Landes» schildern. Dabei erzähle ich die Geschichten von Unternehmern, die reüssierten oder scheiterten, ich folge Kaufleuten auf ihren verschlungenen Wegen auf den Weltmärkten oder ihrem Höllenritt in den Abgrund, ich berichte von Werkspionen aus bester Familie, die in Italien Geschäftsgeheimnisse stahlen, und sich trotzdem für gute Protestanten hielten, last, but not least beschreibe ich einen Triumph: Seit der Reformation kamen Tausende von Flüchtlingen und Einwanderern in der Schweiz an. Zuerst freundlich empfangen, dann abgelehnt, oft schikaniert, verzweifelten die einen, während die anderen sich doch durchsetzten und ganze Industrien ins Leben riefen, die sonst wohl nie in der Schweiz entstanden wären. Wenn sie starben, wurden sie als Bürger in ihrer neuen Heimat begraben, angesehen und betrauert. In dieser Hinsicht war das Land eine Krisengewinnlerin, aber eine, die sich dafür nicht zu rechtfertigen hatte. Inmitten von Kriegen und Verfolgungen seit gut fünfhundert Jahren blieb vielleicht kein anderes Land in Europa trotzdem vernünftig und friedlich. Man zahlte dafür allerdings einen Preis: den Preis einer unheroischen Existenz – und erhielt dafür ein gutes Leben. Die meisten Einwohner der Schweiz zogen das Letztere wahrscheinlich vor.
Wann fing diese Karriere an? Streng genommen vor etwa 135 bis 25 Millionen Jahren, dann wurden die Alpen aufgefaltet, ein Gebirge, ohne das die Geschichte der Schweiz – auch ihre Wirtschaftsgeschichte – kaum zu verstehen ist. Ein solcher Ansatz wäre sicher allzu exzentrisch. Stattdessen möchte ich mich auf eine etwas spätere Periode konzentrieren: auf die Jahre zwischen 1500 und 1830. Ich komme darauf, weil ich so eine Vorgeschichte, ein Heldenepos, eine Tragödie und ein Happy Ending zugleich erzählen kann.
Wenn man davon ausgeht, dass die industrielle Revolution das zentrale Ereignis jeder Wirtschaftsgeschichte darstellt, dann gibt es nur ein Vorher und ein Danach.
In den Jahren um 1780 waren in England ein paar phänomenale und entscheidende Innovationen gemacht worden: Spinnmaschinen, mechanische Webstühle und Dampfmaschinen steigerten über Nacht die Produktivität der englischen Industrie. Weil niemand so billig so viel zu produzieren vermochte, stürzten die Preise für viele Güter in den Keller, insbesondere Textilien, und England eroberte die Welt – nicht mit Truppen, sondern mit Maschinengarn. Wer mitzog, konnte viel Geld verdienen, wer zu spät kam, den bestrafte der Markt. Das Maschinenzeitalter brach an.
Davon war auch die Schweiz stark betroffen, ja vielleicht kein anderes Land so stark wie sie. Hier stand eine der grössten vorindustriellen Textilbranchen Europas. Unruhe in den Alpen. Man hatte viel zu verlieren. Vor der industriellen Revolution war die Schweiz schon reich gewesen – nachher war sie noch reicher, in den Jahren dazwischen war sie in die Armut versunken. Wie war das möglich? Wie überstand ein Land, das wirtschaftlich schon höchst entwickelt war, die industrielle Revolution, von der es zunächst ruiniert zu werden drohte, aus der es danach aber Nutzen zog wie wenige sonst?
England war vorangegangen und hatte alle seine Konkurrenten aus dem Feld geschlagen. Kaum hatten sich die Europäer auf dem Kontinent von diesem Schock erholt, setzte allerdings eine Aufholjagd ein, an deren vorderster Spitze sich die Schweiz bewegte. Ausgerechnet während der napoleonischen Zeit, da schier endlose Kriege nahezu ganz Europa verwüsteten, nachdem Revolution und Fremdherrschaft auch die Schweiz zerlegt hatten, wurden im Land die ersten Maschinen aufgestellt, es schossen mechanische Spinnereien in die Höhe, es wurde eine der ersten Maschinenfabriken des Kontinents gegründet. Die Firma hiess Escher Wyss. Das Jahr war 1805.
1830 hatte sich die Schweiz zu einem modernen Industrieland verwandelt. Ein früher Vorreiter der Industrialisierung. Und das englische Parlament, etwas beunruhigt, schickte 1835 einen Experten ins Land, der herausfinden sollte, warum die Schweizer Unternehmer den Engländern jetzt auf sämtlichen Weltmärkten so wirkungsvoll Konkurrenz machten.
Ich breche meine Erzählung deshalb um 1830 ab. Eine erste Etappe war erreicht, die entscheidende wohl. Was nachher folgte, baute darauf auf, innert weniger Jahrzehnte entstanden die meisten jener Firmen, die wir heute noch kennen. Sulzer, BBC, Nestlé, die Basler Chemie, schliesslich Banken und Versicherungen. 1848 wurde der moderne Bundesstaat ins Leben gerufen. Zu jenem Zeitpunkt zählte die Schweizer Textil- und Maschinenindustrie bereits seit Jahren zu den modernsten der Welt.
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