Gerhard Friedl - Was bringt mir das?

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Ich will lernen! Wer mit dieser Überzeugung an die Sache herangeht, hat beste Chance auf einen erfolgreichen Lernprozess. Es gibt keine höhere intrinsische Motivation, als im Lernen Sinn zu erkennen und zu erleben. Lehrende können solche Sinnhaftigkeit fördern und die Motivation der Lernenden entsprechend steigern. Die in diesem Buch vorgestellte Methode dazu basiert auf der Existenzanalyse. Der Ansatz aus der Psychologie führt Menschen dazu, selbstverantwortlich das eigene Leben zu gestalten.

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Ich habe mich dafür entschieden.

Dieses Etwas gibt mir Freude, Energie, ich vergesse die Zeit, habe Glücksgefühle dabei.

Ich kann mich auch etwas Schwierigem hingeben.

Ich bin ganz fest darin und vergesse fast alles darum herum.

Ich erlebe eine ganz intensive Dichte.

Das Leben in diesem Moment wird als erfüllt erlebt. Hingabe und Erfüllung finden zeitgleich statt.

Es gibt immer wieder Momente, in denen die Lernenden einen desinteressierten Eindruck machen, ständig Seitengespräche geführt werden, die Resultate aus Gruppenarbeiten mehr als dürftig sind. Alle gefühlten dreißig Sekunden schauen sie auf die Uhr oder spielen mit dem Handy. So könnte der Hergabe-Modus sein. Und dann gibt es wieder die Momente, in denen die ganze Gruppe total im Flow ist, sich für ein Thema begeistert, und die Resultate gehen weit über die Erwartungen hinaus. Das ist dann, wenn Lernende sagen: Was, die Zeit ist schon um? Ich habe gar nicht bemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist. So könnte der Hingabe-Modus aussehen.

Für das Lehren und Lernen in der Erwachsenenbildung ist Zustimmung, das heißt Ja zu einem Thema, einem Inhalt oder auch einem methodischen Vorgehen zu sagen, ein Kernpunkt für die Motivation. Für Lehrpersonen bedeutet dies, didaktische Planungen vorzunehmen und Instrumente einzusetzen, mit denen die Lernenden ihre Zustimmung finden können. Es braucht Wege und Mittel, welche die Reflexion anregen und ein Nachdenken über sich selbst in Gang setzen, mit dem Ziel, die Relevanz des momentanen Themas für sich persönlich herauszufinden. Dann ist die Chance größer, mit interessierten und aufmerksamen Lernenden zusammenarbeiten zu können.

Folgerungen für die Praxis

Die Lernenden machen etwas bewusst für sich und nicht, weil die Lehrperson es von ihnen verlangt.

Die Lernenden können Ja zu dem sagen, was ansteht. Es gibt viele positive Emotionen, wenn etwas mit einem klaren Ja, also mit innerer Zustimmung getan wird.

Wir stellen uns bewusst die Frage, ob wir zu dem, was wir tun, auch wirklich Ja sagen können.

Wenn die Lernenden etwas tun sollen, sollen sie es mit innerer Zustimmung machen können.

Wir halten zuweilen inne und geben den Lernenden Zeit, herauszufinden, was für sie Relevanz hat.

Wir bieten individualisierte Lehr- und Lernformen an, zum Beispiel Werkstattunterricht.

Meine Haltung als Lehrperson ist, dass ich in Bezug auf die Lernbedürfnisse der Lernenden nicht mehr weiß als die Lernenden selbst.

Als Lehrperson suche ich mit den Lernenden gemeinsam Lernwege. Dabei spielt der Dialog eine zentrale Rolle.

Als Lehrperson habe ich keine Konstrukte darüber, was die Lernenden brauchen, keine Interpretationen, stattdessen versuche ich, gemeinsam mit ihnen den nächsten Schritt herauszufinden.

Ich begegne mit Offenheit dem, was sich zeigt.

Ich bin bereit zu Ergebnistoleranz. Die Lernenden bringen vielleicht Gedanken und Resultate, die ich selbst noch nie angedacht hatte.

Person

Umgangssprachlich werden »Mensch« und »Person« synonym gebraucht. In der Existenzanalyse ist die Person etwas Eigenes. Die Person ist das Innerste des Menschen. Person ist das, was uns Menschen absolut einmalig macht, was uns als Menschen überhaupt ausmacht. Jeder Mensch ist biologisch einmalig. Es gibt keine zwei gleichen Fingerabdrücke, im Gesicht und in der Körperform unterscheidet sich jeder Mensch von allen anderen Menschen. Im Bereich des Geistigen ist es die Person, die uns von allen anderen Menschen unterscheidet. Person wird auch von Ich unterschieden, die Person ist nicht zu verwechseln mit dem Ich. Die Person erkennt das Wesentliche der Situation, das Ich hat die Aufgabe, einen Willen hervorzubringen und machbare Entscheidungen zu treffen (Längle, 2014). Es ist das Ich, das zur Handlung kommt. Die Aufgabe der Person liegt im Sein, sie ist das Wesen des Menschen. Sie ist seine Tiefe und Würde. »Person ist in Seinsschwingung. Diese spiegelt sich im subjektiven Erleben, im Gefühl der inneren Stimmigkeit« (Längle, 2014, S. 17).

Das Wesen von »Person« lässt sich kaum fassen, es gibt keine eigentliche Definition. Die Person lässt sich nur beschreiben.

1. Freiheit

Nach Frankl ist die Person das Freie im Menschen. Das Geistige ist immer frei, und das Freie des Menschen ist im Geistigen. Die Person kann nicht festgeschrieben werden, sie ist lebendig und kann immer auch anders sein. Die Person kann überraschen und ist nicht berechenbar. Sie ist autonom, das heißt, sie gibt sich die Gesetze selbst. Was wir über die Person erfassen können, ist immer schon vergangen. Denn wie die Person zukünftig sein wird, ist offen, da sie ja immer frei ist.

Die Person ist eine Kraft in mir, die mit dem umgeht, was ist: sowohl mit dem, was um mich herum ist (Menschen, Situationen, Themen, Inhalte usw.), als auch mit dem, was in mir drin ist. Sie ist das Vermögen, mit etwas umzugehen, mit der Welt und mit mir selbst. Person ist das Ansprechbare, Verstehende und Antwortende im Menschen.

Das Ansprechbare: Die Person ist ansprechbar für das, was von innen und außen kommt.

Das Verstehende: Die Person engagiert sich für ein Verstehen dessen, was in mir und um mich herum vorgeht. Sie kann Beweggründe und Zusammenhänge von anderen Menschen und von sich selbst verstehen.

Das Antwortende: Die Person antwortet auch. Sie sagt mir, was dran ist. Die Person, und damit der Mensch, ist auf Austausch, Begegnung und Kommunikation ausgerichtet. Ob ich das dann auch mache, was mir die Person sagt, ist wieder eine andere Frage.

2. Ichhaftigkeit der Person

Die Person ist das in mir, das »Ich« sagt. Sie ist das, was in mir spricht. Sie sagt mir, wie was ist. Darum ist das Innehalten so wichtig, damit ich vernehmen kann, was sie mir sagt. Das Ich nimmt das von der Person Ausgedrückte in Empfang. Die Person erkennt das, was für mich authentisch ist.

3. Die Originalität der Person

Die Originalität der Person ist im Ursprung dialogisch und sprechend. Die Person ist das in mir Sprechende. Sie ist frei. Die Stellungnahme kommt aus der Person. Ich kann nicht kontrollieren, was sie sagt. Aber ich kann entscheiden, ob ich das, was sie mir sagt, ernst nehme oder nicht.

Die Person führt nicht aus, sie lässt mir frei, was ich mit dem mache, was sie mir gesagt hat. Die Person zwingt mich zu nichts. Es ist nicht immer möglich, dass das Ich das umsetzen kann, was von der Person her als stimmig und richtig empfunden wird. Es gibt verschiedene Einflussfaktoren, die das Handeln beeinflussen: Ängste, Zwänge, fehlender Mut, Regeln usw. Die Person verkörpert so quasi das Ideal, während das Ich dann real reagiert. Das, was ich konkret tue, ist eine Entscheidung des Ichs und muss nichts mehr mit dem zu tun haben, was mir die Person eingegeben und zugetragen hat. Es wäre im Sinn einer erfüllenden Existenz, wenn wir das leben würden, was von der Person her kommt (Längle, 2007c, S. 68; Längle, 2014).

Folgerungen für die Praxis

In Bildungssituationen sind die Lernenden mit einer Fülle von Eindrücken konfrontiert, sowohl kognitiv als auch affektiv. Sie sind in ein dichtes Regelwerk von Vorschriften, Bildungsverordnungen, allgemeinen Geschäftsbedingungen, Hausordnungen und Lernverträgen eingebettet. Sie sind konfrontiert mit Prüfungen und Prüfungsbestimmungen, Kompetenznachweisen, bei denen man exakt Bedingungen erfüllen muss. Sie sind Teil einer Gruppe mit einer Gruppendynamik, mit mehr oder weniger bewussten Normen, Werten, Rollen, die ein ganz bestimmtes Verhalten und Nicht-Verhalten einfordern. Da kann es nicht verwundern, wenn sich das Ich bzw. der Lernende vor allem nach Regeln richtet. Die Frage ist, wie weit in diesem dichten Regelwerk das Originale des Menschen noch zum Tragen kommt. Was sagt die Person der Lernenden in dieser Situation? Es kann sein, dass Lernende in diesem Regelwerk den Kontakt zu ihrer Person verlieren, weil sie sich zu sehr danach richten und zu wenig auf sich selbst achten. Für das Lernen ist es hilfreich, wenn die Lehrperson ganz bewusst das, was den Lernenden als originales Individuum ausmacht, zu erfassen versucht.

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