Gerhard Friedl - Was bringt mir das?

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Ich will lernen! Wer mit dieser Überzeugung an die Sache herangeht, hat beste Chance auf einen erfolgreichen Lernprozess. Es gibt keine höhere intrinsische Motivation, als im Lernen Sinn zu erkennen und zu erleben. Lehrende können solche Sinnhaftigkeit fördern und die Motivation der Lernenden entsprechend steigern. Die in diesem Buch vorgestellte Methode dazu basiert auf der Existenzanalyse. Der Ansatz aus der Psychologie führt Menschen dazu, selbstverantwortlich das eigene Leben zu gestalten.

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3. geistig: Wir beschäftigen uns mit dieser Welt, setzen uns mit Teilen von ihr auseinander und sind mit anderen Menschen verbunden, ohne die wir nicht überleben könnten. (Längle, 2005, S. 29.)

Existieren ist nur im Dialog möglich. Der Mensch steht in ständigem Austausch mit sich und der Welt. Offenheit und Gesprächsbereitschaft fördern eine gelingende Existenz, wogegen Verschlossenheit, Unzugänglichkeit und Isolation der Existenz ihre Grundlage entziehen (Längle, 2013a).

Das grundlegende Kriterium für erfüllende Existenz Zustimmung zum eigenen - фото 2

Das grundlegende Kriterium für erfüllende Existenz: Zustimmung zum eigenen Handeln auf der Grundlage dialogischen Austausches mit dem anderen.Alfried Längle [2]

Der innere Dialog – das innere Gespräch[3]

Bisher haben wir vor allem vom Dialog nach außen gesprochen. In der Existenzanalyse ist indessen der innere Dialog genauso wichtig. Der Ansatz dazu ist die Person, die in uns spricht (zum Person-Verständnis der Existenzanalyse vgl. den entsprechenden Abschnitt, hier). Darum soll das, was in uns spricht, aus uns herausgeholt werden.

In uns zeigen sich durch den Tag viele Gedanken und Gefühle. Fast ständig meldet sich in uns etwas. Etliches davon kommt aus unserem innersten Wesen – aus der Person (anderes kommt aus dem Ich und dem Über-Ich). Aus diesem innersten Wesen kommen ganz wesentliche Impulse, die für ein existenziell erfülltes Leben grundlegend wichtig sind. Darum werde ich zu einem Gegenüber von mir selbst. Ich bin mir selbst ein guter Freund, der das in Empfang nimmt, was da aus meinem Innersten kommt. Was erlebe ich gerade? Wie geht es mir dabei? Wie möchte ich darauf reagieren?

Dazu habe ich eine grundsätzlich wertschätzende Haltung mir gegenüber. Denn das, was sich aus mir heraus zeigen kann, kann auch widersprüchlich sein, kann mich in innere Konflikte geraten lassen. Da ist ein Impuls, der in diese Richtung zieht, aber etwas anderes in mir zeigt in die entgegengesetzte Richtung. Mit dem inneren Dialog bringe ich diese beiden Teile ins Gespräch miteinander. Ganz wichtig dabei ist das Bewusstsein, dass alles, was sich in mir meldet, seine Gründe hat. Dazu ist eben die Wertschätzung und Respekt mir gegenüber wichtig. Es mag Dinge geben, die sich da melden, die ich zuerst nicht verstehe. Denn mein innerstes Wesen kann mir überraschende, fremde, ungewohnte Dinge mitteilen. Mit dem inneren Gespräch kann ich mir selbst auf die Spur kommen.

Folgerungen für die Praxis

Jede Lernsituation ist für die Lernenden eine existenzielle Situation, in der sie aufgefordert sind, eine Antwort zu geben, zu reagieren. Dabei ist es von großer Bedeutung, mit innerer Zustimmung reagieren zu können und nicht als Getriebene aufgrund von äußerem Druck.

Die Grundlage für die Beziehung zwischen Lehrperson und Lernenden ist der Dialog und nicht etwa das Fachwissen oder das Expertentum. Lehrpersonen suchen aktiv den Dialog mit den Lernenden.

Es sollen solche Lernformen gewählt und Lerngefäße zur Verfügung gestellt werden, mit denen die Lernenden regelmäßig untereinander in einen Dialog kommen, in denen sie sich miteinander austauschen können. Ein mögliches Lerngefäß sind Transfergruppen. Damit erhalten die Lernenden Gelegenheit, die Inhalte und Themen auf Praxistauglichkeit hin zu untersuchen und in ihr Umfeld zu adaptieren.

Mit Anregungen zur Reflexion soll der innere Dialog der Lernenden gefördert werden. Die Überlegung, welche Inhalte welche persönliche oder transferorientierte Bedeutung haben, ist eine Grundvoraussetzung, damit sich überhaupt eine emotionale Beziehung zu den Lerninhalten entwickeln kann. Dabei können die Lernenden erkennen, was für sie wichtig ist.

Lebenshaltung: Wunsch oder Antwort?

Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Haltungen im Leben: die Antwort- oder die Wunschhaltung.

Indem wir ständig mit neuen Situationen in dieser Welt konfrontiert werden, sind wir aufgefordert, darauf zu reagieren. Existenzanalytisch ist jede Situation eine Anfrage an den Menschen, wie er darauf reagieren will. Das ist existenzielle Dynamik: Wir werden von der Welt, vom Leben immerzu befragt und sind aufgefordert, Antwort zu geben.

Das ist zunächst eine ungewöhnliche Sicht auf die Dinge. Denn in unserer Gesellschaft ist eine Anspruchs- oder Wunschhaltung weit verbreitet und wird durch eine verwöhnende Erziehung gefördert. Die sogenannten Helikopter-Eltern stehen sinnbildlich für diese Tendenz. Das sind Eltern, die ständig über den Kindern kreisen und sie vor aller Unbill des Lebens bewahren wollen. Durch Überbehütung, Verwöhnung und Überidentifikation wird den Kindern bis ins Erwachsenenalter hinein möglichst alles abgenommen (Kraus, 2013). Selbst Universitäten haben damit zu kämpfen,[4] und die Bildungsforscherin Margrit Stamm berichtet in ihrem Blog, dass auch Arbeitgeber unter den Folgen leiden (Stamm, 2012).

Menschen, die im Leben grundsätzlich eine Wunschhaltung haben, stellen Forderungen an die Umwelt. Damit verbunden ist eine passive Erwartungshaltung. Jemand soll kommen und die Wünsche erfüllen, die Probleme lösen, Antworten bereithalten und die Arbeit abnehmen. In Weiterbildungssituationen zeigt sich eine solche Haltung oft so: Ich habe ja schließlich bezahlt, und jetzt sollen die da vorne mal liefern. Solche Menschen warten darauf, dass ihre Wünsche vom Leben oder von jemand anderem erfüllt werden. Damit verhalten sie sich gegenüber dem Leben passiv und geraten in eine Abhängigkeit. »In ihrer Wunschhaltung sind sie dem Leben, der Welt ausgeliefert« (Waibel, 2011, S. 58). Damit verlieren sie einen Teil ihrer Freiheit. Die Folge von Nicht-Erfüllung der Wünsche ist Frustration. Vor allem stellt sich auch kein Gefühl der Befriedigung ein, wenn man keine echte Eigenleistung vollbracht hat. Die Gewissheit, selbst eine Leistung vollbracht zu haben, ist wiederum entscheidend für Selbstwert und Selbstbewusstsein.

Die andere Haltung ist eben die Antworthaltung. Bei Frankl ist das Mensch-Sein ein ständiges Infrage-stehen. Frankl hat hier eine Umkehrung vorgenommen: Als Mensch frage ich nicht, was ich vom Leben erwarten kann, sondern ich frage, was die Situation, das Leben von mir erwartet und welche Antwort ich darauf geben will. Was erwartet die Arbeit, die Lernsituation, die Situation in einer Beziehung von mir? Ich fordere nicht vom Leben, sondern ich gebe dem Leben etwas: meine Antwort. (»Antwort« ist hier nicht nur sprachlich, sondern vor allem im Sinne von »Tat« gemeint.) Dazu hat Frankl den Dichter Hebbel zitiert: »Das Leben ist nicht etwas – es ist die Gelegenheit zu etwas« (Frankl, 1985, S. 101). Im Gegensatz zur Wunschhaltung ist der Mensch in der Antworthaltung frei. Der Mensch ist nicht frei, eine Antwort zu geben, aber er ist frei, welche Antwort er gibt (Längle, 2013a, S. 43). Der Mensch kann sehr bewusst antworten oder auch im Vorbeigehen. Auch keine Antwort ist eine Form von Antwort, allerdings gibt der Mensch damit die Selbststeuerung auf.

Diese Umkehr der Fragestellung nannte Frankl die »existenzielle Wende«.

Menschsein heißt infrage stehen Leben heißt Antwort geben Alfried Längle - фото 3

Menschsein heißt infrage stehen, Leben heißt Antwort geben.Alfried Längle [5]

Aus der Antworthaltung heraus leben ist in der Existenzanalyse die existenzielle Lebenshaltung. Das wesentliche Kennzeichen dieser Haltung ist eine Aktivität, die von der Abhängigkeit in mehr Unabhängigkeit führt. Daraus resultiert auch mehr Eigenständigkeit und weniger Nach-den-Vorgaben-und-Normen-von-anderen-Leben. Der Mensch in der Antworthaltung kann das Antwortgeben nicht delegieren, sondern muss die Antworten selbst geben. Diese Haltung kann anstrengend sein. Ein Leben in Freiheit bedeutet auch Arbeit. Es braucht immer wieder dialogische Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der Umwelt.

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