Herbert Wolf - Insekten sterben, Menschen auch!

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"Insekten sterben, Menschen auch" – das könnte fast eine Binsenweisheit sein, wenn Herbert Wolf sie in seinen Kurzgeschichten nicht auf fatale Weise wenden würde. Eine Babywunsch-Klinik in einer mittleren Stadt in Tschechien. Die letzte Hoffnung für Frauen, bei denen nichts mehr geht. Und auch hier geschieht, was Medien oft genug kolportiert haben: Zwei Babys werden vertauscht. Und damit beginnt ein gewaltiges und gewalttätiges Drama, das nicht enden will. Nur ganz nebenbei für alle Neugierigen: Die Insekten sind auch da …

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Bei der Einfahrt in das hell ausgeleuchtete Hotelgelände sahen sie Klaus vor dem Eingangsportal in einer Pose stehen, die ihn für die Freunde provozierend und unpassend erscheinen ließ. Genauso hatten ihn einige in der Gruppe schon vorher oft empfunden.

Er hatte sich bereits umgezogen, war sogar geduscht, hatte seine Hände in den Taschen vergraben und grinste über das Gesicht, fast wie in einer Siegerpose. Es schien ihm große Genugtuung zu bereiten, sie so spät und ermattet zu sehen.

„Na, dann habt ihr es endlich auch geschafft!“, rief er, bevor sie alle im Hof vom Rad gestiegen waren. Und das war genau das, was keiner der Angekommenen hören wollte. Wie in einer feindlichen Linie umkreisten sie ihn, ihre Räder neben sich haltend.

Es war Paul, der vor allen anderen die eine, aber wichtige Frage stellte: „Warst du das, Klaus, der uns in die Irre geleitet hat?“

Der musste die Frage gar nicht beantworten, aber gespürt haben, dass er bei allen in der Gruppe in diesem Augenblick verschissen hatte.

„Klaus, du bist raus“, setzte Paul nach. „Morgen früh wollen wir dich und Petra nicht mehr dabeihaben!“

„Was soll das jetzt?“, erwiderte der immer noch grinsend und schüttelte dann mehrfach ungläubig seinen Kopf. Er schien überhaupt nicht zu begreifen, was in den anderen vor sich ging. „Wegen dieser Lappalie, ein kleiner Denkzettel, den ihr euch alle durch euer Verhalten mir und Petra gegenüber reichlich verdient habt, wollt ihr uns aus eurer Runde werfen?“

Als ihm keiner antwortete, wurde er regelrecht wütend. „Ihr seid solche Arschlöcher, wisst ihr das? Meint ihr, ich habe nicht eure Ablehnung gespürt, meint ihr das wirklich? Das nennt man Mobbing, hört ihr, Mobbing!“

„Du und Petra, ihr seid nicht mehr dabei!“, wiederholte Paul und steuerte entschlossen mit seinem Rad an ihm vorbei zum Fahrradschuppen. Die anderen wollten ihm folgen, als Klaus auffiel, dass seine Frau fehlte.

„Wo ist überhaupt Petra?“, rief er mit lauter Stimme den Freunden hinterher, die im Begriff waren, ihn im Hof allein stehen zu lassen.

„Petra!“, rief er mehrfach, und das klang nicht mehr empört oder wütend, sondern fast wie in Panik. „Wo ist denn Petra?“ Er rannte zur Straße und schaute vergeblich in die Richtung, aus der sie alle gekommen waren.

Paul, aber auch die anderen ließen jetzt ihre Räder stehen und liefen ebenfalls zu Klaus hin. Keiner hatte eine Antwort, wo sie Petra verloren hatten.

„Wir haben sie gar nicht mehr gesehen“, meldete sich Lars, dem die Situation peinlich war. „Aber auf der Rückfahrt, ist sie da noch dabei gewesen?“ Alle schwiegen, selbst das war ihnen nicht mehr sicher.

„An der Brücke habe ich sie stehen sehen, da schien sie völlig in Ordnung zu sein“, erinnerte sich Carmen, die bereute, sie nicht angesprochen zu haben. „Es kann nur sein, dass sie unterwegs liegen geblieben ist und wir das nicht mitbekommen haben.“

„Das wäre allerdings wenig schmeichelhaft für uns“, stellte Paul nicht minder unangenehm berührt fest. „Wer hat sie als Letzter gesehen?“ Die Auseinandersetzung oder seine Enttäuschung über Klaus’ Verhalten schien erst mal völlig vergessen. „Leute, das kann doch nicht wahr sein! Keiner von uns weiß, wo Petra abgeblieben ist.“

Wie verwandelt zeigte sich jetzt die Stimmung. Die Wut und Abneigung gegen die Benders wurde vom Unverständnis über ihr mögliches Versäumnis und von ihrem schlechten Gewissen überdeckt. Auf einmal schienen die beiden wieder Teil der Gruppe geworden zu sein.

„Klaus, das tut uns jetzt ehrlich leid“, sagte Paul entschuldigend. „Soweit wollten wir es nicht kommen lassen.“

Klaus hatte sein Handy hervorgeholt, während ihn die Gruppe dabei beobachtete, wie er abwechselnd das ans Ohr hielt oder auf das Display starrte.

„Entweder gibt es kein Netz, oder ihre Handybatterie ist leer, ich erreiche nicht mal ihre Mailbox!“, erklärte er und schob sein Handy zurück.

Dann schlug Paul vor, noch etwas zu warten, da Petra vielleicht nur auf der Fahrt weit zurückgefallen war.

„Wir können sie im Ort suchen, vielleicht hat sie sich am Ortseingang verfahren“, schlug Benno vor, der sich über die Gruppenneulinge meist negativ geäußert hatte. Jetzt wollte er sich sogar auf die Suche nach Petra begeben.

„Gut, das sollten wir machen!“, zeigte sich Klaus unverändert beunruhigt und nervös, aber das bloße Warten ertrug er erkennbar weniger. „Ich fahre gleich mit, wartet, bis ich mein Rad geholt habe.“

Auch Lars schloss sich Benno und Klaus an, während die anderen in die Empfangshalle zurückkehrten, aber nicht wagten, in ihre Zimmer zu verschwinden. Alle blieben erst mal dort stehen oder setzten sich auf die Sessel davor.

„Das ist wirklich Scheiße von uns“, erklärte Paul kopfschüttelnd. „Ganz gleich, was Klaus da für einen Blödsinn gemacht hat, das darf nicht passieren, dass wir einen in der Gruppe einfach vergessen.“

„Einen in der Gruppe“, wiederholte Rosa leise, wie zu sich selbst. Ihr war eingefallen, dass ihre Antipathie stets nur auf Klaus und nicht auf Petra gerichtet war. Dass sie die, wie es aussah, im Stich gelassen hatten, hatte sie nicht gewollt.

Sie mussten nicht lange warten, so groß war der Ort nicht, keine halbe Stunde später kehrten Benno und Lars in die Empfangshalle zurück, Klaus war vor dem Hoteleingang stehen geblieben.

„Nichts“, sagte Benno resigniert und ließ sich scheinbar ermattet neben den Sesseln auf den Boden fallen. Sie mussten in großer Hast in der Innenstadt herumgefahren sein, denn beide, er und Lars, schwitzten.

„Wir müssen uns etwas einfallen lassen. Einfach hier abwarten ist keine Option. Ich kann nur wie gestern die Polizei anrufen“, erklärte schließlich Paul, den es drängte, ihre Suche auszudehnen. Und das schlug er den Freunden nach einer kurzen Denkpause vor.

„Unmöglich, dass wir den ganzen Weg zurück bis zur Absperrung nochmals per Rad absuchen“, sagte Paul. „Das dauert erstens viel zu lange, und zweitens können wir ihr kaum wirksam helfen, sollte etwas Ernstes passiert sein.“ Was er sagte, war überzeugend, sie mussten rasch handeln, und das ginge nicht mit den Fahrrädern, waren auch die anderen in der Gruppe überzeugt.

Er suchte Klaus vor dem Hoteleingang, der draußen angespannt vor der gläsernen Drehtür hin und her lief. Ob er dort nur verharrte, in der Hoffnung, Petra als Erster zu empfangen oder den Kontakt zu den anderen seiner Gruppe im Moment nicht ertragen konnte, war unklar. Die hätten ihm vielleicht nicht abgenommen, dass er sich ausgerechnet jetzt seinen unsinnigen Scherz vorwarf, weil er damit, wie es aussah, vor allem seiner Frau geschadet hatte. Wächsern und bleich erschien sein Gesicht im Licht der Außenstrahler, die ihn voll erfassten.

Paul, der ihn durch die Tür musterte, meinte bei ihm ein Zucken des ganzen Körpers wahrzunehmen, so, als fröstelte er. Er verließ jetzt ebenfalls die Empfangshalle.

„Klaus, vergiss, was ich vorhin gesagt habe. Wir sollten alle gemeinsam beratschlagen, was wir tun können, um Petra zu finden.“

Er hatte seine Hand auf dessen Schulter gelegt und zog ihn sogar etwas zu sich heran.

Ob Klaus das überzeugte? Sie kehrten jetzt beide nach drinnen zu den anderen zurück, die sofort ihr Reden unterbrachen und warteten, was die ihnen vorschlagen würden.

„Ihr habt recht, meine Aktion war Scheiße, habe ich gemacht, weil ich so wütend war.“ Klaus Stimme brach, er wendete seinen Blick ab, rang um Fassung, bis er endlich weiterredete. „Aber jetzt geht es nur um Petra. Es muss ihr etwas passiert sein …“

Wieder brach seine Stimme, zeigte er eine Reaktion, die kaum einer der anderen von ihm erwartete. Er wischte sich vergeblich mit seinen Händen das Gesicht, konnte aber seine Tränen nicht verbergen. Die liefen so heftig über seine Wangen, dass die bald silbern glänzende Bänder neben den Nasenflügeln zeichneten.

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