Vorsprung im Wettbewerb SEI ERSTER ODER BESSER VORSPRUNG IM WETTBEWERB IM KONTEXT SCHWERPUNKT Wettbewerbsvorteil WICHTIGE DATEN 1988 David Montgomery und Marvin Lieberman beschreiben in dem Artikel First-Mover Advantage die Wettbewerbsvorteile des Ersten, der auf einen Markt vordringt. 1995 Amazon.com wird als erster einer neuen Art von Internet-Händlern gegründet. 1997–2000 Zahlreiche Dotcom-Firmen liefern sich ein Wettrennen um den Markt. Viele scheitern, weil die erhofften Vorteile ausbleiben. 1998 Montgomery und Lieberman relativieren ihre früheren Ergebnisse: First-Mover (Dis-)advantages erscheint. 2001 Amazon.com erzielt zum ersten Mal Gewinne. Der Erste zu sein, brachte große Vorteile, aber das gute Geschäftsmodell erwies sich als wichtiger. Welche Website besuchen Sie, wenn Sie im Internet ein Buch bestellen wollen? Mit welcher Suchmaschine besorgen Sie sich Informationen über den Autor? Die Antworten lauten wahrscheinlich: Amazon und Google. Diese zwei Internet-Riesen sind so dominant, dass sie ihre Märkte regelrecht definieren. Beide konnten einen bedeutenden Vorsprung gewinnen, den sie allerdings auf unterschiedliche Weise erreicht haben. Amazon trat 1995 als erster Internet-Einzelhändler auf den Markt, sodass das Unternehmen seinen Markennamen etablieren und einen loyalen Kundenstamm aufbauen konnte. Google dagegen drang erst 1998 in einen Markt ein, der damals bereits von mehreren großen Firmen besetzt war. Doch Google bot ein überlegenes Produkt an, das schneller war und noch dazu bessere Suchergebnisse lieferte. Es ist gut, wenn man der Erste auf einem Markt ist, aber Nachfolger haben ebenfalls Vorteile. Entscheidend ist es, einen Wettbewerbsvorteil zu erringen – entweder als der Erste oder der Bessere.
Legen Sie alle Eier in einen Korb und passen Sie gut auf den Korb auf LEGEN SIE ALLE EIER IN EINEN KORB UND PASSEN SIE GUT AUF DEN KORB AUF RISIKOMANAGEMENT IM KONTEXT SCHWERPUNKT Risikomanagement WICHTIGE DATEN 1932 Gründung der American Risk and Insurance Association. 1963 Robert Mehr und Bob Hedges schreiben in dem Buch Risk Management in the Business Enterprise , das Ziel des Risikomanagements sei die Maximierung der Produktionseffizienz einer Firma. 1970er-Jahre Inflation und Änderungen am internationalen Währungssystem (Ende von »Bretton Woods«) erhöhen das Risiko im Welthandel. 1987 Merrill Lynch eröffnet als erste Bank eine Abteilung für Risikomanagement. 2011 Der US-Untersuchungsausschuss zur Finanzkrise erklärt, dass Finanzunternehmen, die ein viel zu hohes Risiko in Kauf genommen hatten, eine Teilschuld an der Krise von 2008 tragen. Unternehmer sind per definitionem bereit zum Risiko – sie sind sich bewusst, dass ihr Unternehmen scheitern kann. Das gilt vor allem für Gründer neuer Unternehmen, denn über die Hälfte der Start-ups müssen innerhalb der ersten fünf Jahre aufgeben. Auch in etablierten Unternehmen können neue Produkte erfolglos bleiben, sodass die Marke oder der Ruf eines Managers Schaden nimmt. Alle Unternehmen müssen sich ihrer Risiken bewusst sein und sie sorgfältig managen. Genau darum ging es wohl dem US-Unternehmer Andrew Carnegie, als er sagte, es sei womöglich am besten, alle Eier in einen Korb zu legen und gut darauf aufzupassen. Die Ereignisse im frühen 21. Jh. – vom Zusammenbruch von Lehman Brothers (2008) bis zur Explosion von Deepwater Horizon (2010) – veränderten die Art und Weise, wie Firmen Risiken wahrnehmen. Heute geht es vor allem um zwei Faktoren: Überwachung und Management. Risikoüberwachung bedeutet, dass es laufend kontrollierte Prozesse geben muss, die wichtige Gefahren identifizieren, priorisieren und unter Kontrolle halten. Zum Risikomanagement gehören die detaillierten Abläufe und Richtlinien zur Risikovermeidung und Risikoreduzierung.
Risikomanagement LEGEN SIE ALLE EIER IN EINEN KORB UND PASSEN SIE GUT AUF DEN KORB AUF RISIKOMANAGEMENT IM KONTEXT SCHWERPUNKT Risikomanagement WICHTIGE DATEN 1932 Gründung der American Risk and Insurance Association. 1963 Robert Mehr und Bob Hedges schreiben in dem Buch Risk Management in the Business Enterprise , das Ziel des Risikomanagements sei die Maximierung der Produktionseffizienz einer Firma. 1970er-Jahre Inflation und Änderungen am internationalen Währungssystem (Ende von »Bretton Woods«) erhöhen das Risiko im Welthandel. 1987 Merrill Lynch eröffnet als erste Bank eine Abteilung für Risikomanagement. 2011 Der US-Untersuchungsausschuss zur Finanzkrise erklärt, dass Finanzunternehmen, die ein viel zu hohes Risiko in Kauf genommen hatten, eine Teilschuld an der Krise von 2008 tragen. Unternehmer sind per definitionem bereit zum Risiko – sie sind sich bewusst, dass ihr Unternehmen scheitern kann. Das gilt vor allem für Gründer neuer Unternehmen, denn über die Hälfte der Start-ups müssen innerhalb der ersten fünf Jahre aufgeben. Auch in etablierten Unternehmen können neue Produkte erfolglos bleiben, sodass die Marke oder der Ruf eines Managers Schaden nimmt. Alle Unternehmen müssen sich ihrer Risiken bewusst sein und sie sorgfältig managen. Genau darum ging es wohl dem US-Unternehmer Andrew Carnegie, als er sagte, es sei womöglich am besten, alle Eier in einen Korb zu legen und gut darauf aufzupassen. Die Ereignisse im frühen 21. Jh. – vom Zusammenbruch von Lehman Brothers (2008) bis zur Explosion von Deepwater Horizon (2010) – veränderten die Art und Weise, wie Firmen Risiken wahrnehmen. Heute geht es vor allem um zwei Faktoren: Überwachung und Management. Risikoüberwachung bedeutet, dass es laufend kontrollierte Prozesse geben muss, die wichtige Gefahren identifizieren, priorisieren und unter Kontrolle halten. Zum Risikomanagement gehören die detaillierten Abläufe und Richtlinien zur Risikovermeidung und Risikoreduzierung.
Jeder ist seines Glückes Schmied JEDER IST SEINES GLÜCKES SCHMIED ERFOLG (UND WIE SIE IHN HERBEIFÜHREN) IM KONTEXT SCHWERPUNKT Chancenmaximierung WICHTIGE DATEN 1974 Der 3M-Mitarbeiter Art Fry klebt mit einem Klebstoff, den ein Kollege sechs Jahre zuvor erfunden hatte und der verworfen worden war, ein Lesezeichen ins Gesangbuch: die erste Post-it-Notiz. 2009 In dem Artikel Are »Great« Companies Just Lucky? in der »Harvard Business Review« heißt es, dass der Erfolg nur bei der Hälfte der untersuchten 287 Unternehmen auf bestimmte Praktiken oder Merkmale der Organisation zurückzuführen sei. 2013 Der Song mit dem aussagekräftigen Titel »Get Lucky« von Daft Punk ist ein Ergebnis von Zusammenarbeit, Marktforschung sowie starkem Marketing und guter Werbung. Sein kommerzieller Erfolg demonstriert den Wert sorgfältiger Geschäftsplanung. Glück gilt gemeinhin als unbeherrschbar, dennoch kennt jeder die Redensart: »Ohne Fleiß kein Preis«. Auch Ray Kroc, der CEO von McDonald’s, meint, dass Glück durch harte Arbeit beeinflussbar sei. Die Wahrheit ist, dass beides zutrifft: Da die globalen Märkte immer unvorhersehbarer reagieren, hängt Erfolg zumindest teilweise vom Glück ab. Bei zwei gleichzeitig gegründeten Unternehmen kann es allein darüber entscheiden, welches am Ende erfolgreich ist und überlebt.
Erfolg (und wie Sie ihn herbeiführen) JEDER IST SEINES GLÜCKES SCHMIED ERFOLG (UND WIE SIE IHN HERBEIFÜHREN) IM KONTEXT SCHWERPUNKT Chancenmaximierung WICHTIGE DATEN 1974 Der 3M-Mitarbeiter Art Fry klebt mit einem Klebstoff, den ein Kollege sechs Jahre zuvor erfunden hatte und der verworfen worden war, ein Lesezeichen ins Gesangbuch: die erste Post-it-Notiz. 2009 In dem Artikel Are »Great« Companies Just Lucky? in der »Harvard Business Review« heißt es, dass der Erfolg nur bei der Hälfte der untersuchten 287 Unternehmen auf bestimmte Praktiken oder Merkmale der Organisation zurückzuführen sei. 2013 Der Song mit dem aussagekräftigen Titel »Get Lucky« von Daft Punk ist ein Ergebnis von Zusammenarbeit, Marktforschung sowie starkem Marketing und guter Werbung. Sein kommerzieller Erfolg demonstriert den Wert sorgfältiger Geschäftsplanung. Glück gilt gemeinhin als unbeherrschbar, dennoch kennt jeder die Redensart: »Ohne Fleiß kein Preis«. Auch Ray Kroc, der CEO von McDonald’s, meint, dass Glück durch harte Arbeit beeinflussbar sei. Die Wahrheit ist, dass beides zutrifft: Da die globalen Märkte immer unvorhersehbarer reagieren, hängt Erfolg zumindest teilweise vom Glück ab. Bei zwei gleichzeitig gegründeten Unternehmen kann es allein darüber entscheiden, welches am Ende erfolgreich ist und überlebt.
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