Hans Muth - Ein ganzes Leben Ewigkeit

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Muth - Ein ganzes Leben Ewigkeit» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ein ganzes Leben Ewigkeit: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ein ganzes Leben Ewigkeit»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Schwere Bombenangriffe auf die Stadt Frankfurt im Jahr 1944 fordern unzählige Opfer, unter ihnen auch die Eltern und die kleine Schwester der 16-jährigen Emilie. Sie erlebt die Bergungsarbeiten ihrer Eltern mit, ihre kleine Schwester wird jedoch nie gefunden.
Der Sprung in die heutige Zeit führt in ein Wohnhaus in Frankfurt. Hier lebt die inzwischen verwitwete Emilie auf verschiedenen Wohnebenen mit Tochter Juliane, Enkelin Caro und deren beiden Kindern, unter einem Dach. So führt auch der Plot durch das Leben dieser Familien, bis zu jenem Punkt, als die alleinstehende und geheimnisvolle Erna in Emilies Leben tritt

Ein ganzes Leben Ewigkeit — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ein ganzes Leben Ewigkeit», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Mehr kann ich dir leider nicht bieten.“

Otto schloss die Wohnungstür im ersten Stock des Hauses auf, das in einer Parallelstraße nur einen Steinwurf von Emilies Wohnung stand.

„Aber du wirst sehen, irgendwann wird es ein Palast sein.“

Emilie schmiegte sich an Otto. „Das ist es schon jetzt für mich.“

„Wir werden nachher gemeinsam zu dir gehen und deine Sachen holen“, sagte Otto, während er den Wasserkessel füllte und auf den Herd stellte.

„Kein Feuer“, stellte er fest, nahm etwas Papier und einige Holzspäne aus einem Korb vor dem Herd, der auch noch ein paar Holzscheite barg und in kürzester Zeit hatte er das Feuer entfacht.

Emilie hatte die Arme vor dem Körper verschränkt und zitterte.

„Gleich wird es warm“, lächelte Otto aus seiner knienden Stellung hinauf zu Emilie und legte ein paar Holzscheite nach. Zum Brennen gab es Gott sei Dank genug Holz. Das lag nach den Bombenangriffen jetzt überall herum, man musste es nur einsammeln. Aber man musste sich beeilen, denn der Winter forderte sein Recht und so gruben und sägten in jeder Straße die Menschen das so wichtige Brennholz aus den Trümmern der eingefallenen Häuser.

Langsam breitete sich die Wärme wohlig in der kleinen Stube aus und nun, als Emilie den knisternden Flammen durch die Ritzen der Herdringe zusah, hob sie ihre Augen und blickte sich in ihrem neuen Zuhause um, das sie nun erstmals bewusst wahrnahm.

Es war eine karge Bude, vielleicht gerade mal drei auf vier Meter groß. In der Mitte des Raumes stand ein Holztisch, nicht einmal bedeckt mit einem Stück Tuch, aber dennoch war das raue Holz sauber abgewaschen. Drei Stühle, von denen man annehmen musste, dass sie bei der geringsten Belastung die Beine von sich strecken würden, standen unter der Tischplatte und gaben nur die Lehnen zur Sicht frei. Ein vierter Stuhl fehlte, wie Emilie gleich feststellte. „Es ist eher einer zu viel“, ertappte sie sich bei dieser lapidaren Feststellung und ließ ihren Blick weiter schweifen.

Die Wand zur Straße hin besaß zwei Fenster. Da der Raum den Platz nicht hergab, waren diese nicht sehr groß geraten und besaßen dennoch beide ein Fensterkreuz, das einfach nur dazu diente, die Reparaturpreise der Glasscheiben in Grenzen zu halten, für den Fall, dass sie zerbrachen. Zwischen beiden Fenstern stand eine Vase, ähnlich einer Amphore aus rotem Ton, die offensichtlich lange keine Blumen gesehen hatte.

Ein zweiteiliger, zartblauer Küchenschrank mit vielen kleinen Schubladen und Türen rundete das Bild des Raumes ab. Eine Tür an der leeren linken Raumseite, zwischen übertünchten alten Tapeten, führte in einen weiteren Raum, den Emilie nicht einsehen konnte.

Emilie war so in ihrer Betrachtung gefangen, das sie nicht bemerkte, dass Otto sich erhoben hatte und nun neben ihr stand.

„Klein, aber mein“, sagte er und folgte Emilies Blick.

„Da hinten ist mein Schlafzimmer.“

Er wählte bewusst das Wort „mein“, um Emilie nicht in Verlegenheit zu bringen. „Du wirst heute Nacht darin schlafen. Morgen finden wir eine bessere Lösung.“

„Und du, was ist mit dir?“

Emilie sah Otto fragend an.

„Mach dir keine Sorgen um mich. Ich komme schon zurecht. Jetzt wird es langsam warm hier drin. Komm, setz dich zu mir!“

Otto ließ sich im Schneidersitz auf den Boden gleiten und Emilie setzte sich neben ihn. Otto legte seinen rechten Arm um Emilie und streichelte ihre rechte Gesichtshälfte.

„Das habe ich mir immer gewünscht. Mit dem Menschen, den ich liebe, ganz alleine zu sein, die Welt vergessend, das ganze Elend da draußen, einfach so dazusitzen, stundenlang, tagelang, für immer.“

Er drehte Emilies Kopf ganz sanft zu sich herüber und beugte sich über sie. Dann küsste er sie und Emilie erwiderte den Kuss mit aller Inbrunst, die in ihr steckte. Die Überlegungen, wo Otto heute Nacht schlafen würde, waren dabei bedeutungslos geworden.

***

Emilie seufzte und langsam versuchte sie, die schrecklichen Abläufe der Vergangenheit aus ihrer Erinnerung zu verbannen. Doch die Bilder tauchten immer wieder vor ihren Augen auf. Und in ihren Ohren hallten noch die Stimmen der Radioreporter, die diesen Tag Revue passieren ließen.

Über 400 Menschen waren an jenem Tage bei diesem Angriff ums Leben gekommen. Wichtige Industrieanlagen hatte es getroffen, auch Infrastruktureinrichtungen wie die Gleisfelder der Hauptbahnhöfe, das Krankenhaus Sachsenhausen und das Gaswerk West.

Die letzten Monate des Jahres waren für die Zivilbevölkerung verheerend gewesen. Emilie erinnerte sich mit einem grauenvollen Schaudern.

Am 25. September bombardierten amerikanische Flugzeuge Frankfurt in den Vormittagsstunden, wobei die meisten Schäden in der Innenstadt und in Sachsenhausen entstanden. Der Angriff forderte nahezu 500 Menschenleben. Auch die Industrie war schwer getroffen worden.

Die Firmen Degussa, Voigt & Haeffner, Wiedmann, Mayfahrt & Co. sowie der Osthafen und das Krankenhaus in der Schifferstraße trugen schwere Beschädigungen davon.

Nach weiteren Angriffen am 11. und 29. Dezember 1944 hatten amerikanische Flugzeuge die Stadt am 8. Januar nochmals ins Visier genommen. Dabei starben 132 Menschen bei Treffern auf Bahnanlagen und Wohngebieten in Höchst und Nied.

Am 17. Februar warfen 500 Flugzeuge nahezu ungehindert ihre Last auf Bahngelände und Mainbrücken sowie auf die Industrieanlagen in Sachsenhausen. 138 Tote waren zu beklagen.

Es gab keine Kohlen, in vielen Stadtteilen fehlten Gas, Strom und Wasser, selbst Suppenknochen, Salz und Streichhölzer wurden rar. Tiefflieger jagten Menschen auf den Straßen und die Bombardements hörten nicht auf. Ziele waren die Gleisanlagen, das Gallusviertel, die Gegend zwischen Allerheiligenstraße und Ostbahnhof sowie die Heddernheimer Kupferwerke.

Am 17. Februar und am 8. März warfen amerikanische Bomber in Tagesangriffen mit über 300 Flugzeugen nochmals 1000 Spreng- und 100000 Brandbomben auf die ohnehin verwüstete Stadt.

Emilie verscheuchte endgültig die tristen Gedanken, öffnete das Küchenfenster und sah hinaus auf die Straße. Der Himmel war etwas zugelaufen, die grauen Wolken kündigten Regen an, eine willkommene Abkühlung von der Hitze des späten und schwülen Augustmonats.

Emilie ließ sich den warmen Wind um das Gesicht spülen und atmete tief ein. Sie beobachtete die Familie vor deren Haus auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Zwei Kinder tollten auf dem Rasen und die Eltern saßen auf ihren Gartenstühlen vor einem grellweißen Tisch und tranken Kaffee.

Wehmütig sah Emilie zu, wie sich ein alter Mann, offensichtlich der Vater oder Schwiegervater der beiden Erwachsenen, ebenfalls zu den beiden gesellte und ein Gespräch begann.

Auf einmal schienen sie Emilie am Fenster entdeckt zu haben und die Frau winkte ihr kurz zu. Dass Emilie zurückwinkte, geschah mehr oder weniger automatisch, denn, obwohl sie Nachbarn waren, wusste Emilie nicht einmal den Namen der Familie dort drüben. Dieses bedauernswerte Symptom des Stadtlebens machte sich über die Innenstadtbereiche auch in den Randbezirken bemerkbar.

Конец ознакомительного фрагмента.

Текст предоставлен ООО «ЛитРес».

Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.

Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ein ganzes Leben Ewigkeit»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ein ganzes Leben Ewigkeit» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ein ganzes Leben Ewigkeit»

Обсуждение, отзывы о книге «Ein ganzes Leben Ewigkeit» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x