Hans Muth - Ein ganzes Leben Ewigkeit

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Schwere Bombenangriffe auf die Stadt Frankfurt im Jahr 1944 fordern unzählige Opfer, unter ihnen auch die Eltern und die kleine Schwester der 16-jährigen Emilie. Sie erlebt die Bergungsarbeiten ihrer Eltern mit, ihre kleine Schwester wird jedoch nie gefunden.
Der Sprung in die heutige Zeit führt in ein Wohnhaus in Frankfurt. Hier lebt die inzwischen verwitwete Emilie auf verschiedenen Wohnebenen mit Tochter Juliane, Enkelin Caro und deren beiden Kindern, unter einem Dach. So führt auch der Plot durch das Leben dieser Familien, bis zu jenem Punkt, als die alleinstehende und geheimnisvolle Erna in Emilies Leben tritt

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Der Mann, er war vielleicht 40 Jahre alt, nahm seine flache Lederkappe vom Kopf und schlug sie mehrfach gegen seine Beine. Es staubte so stark, dass er zu husten begann. Dann wandte er sich wieder seinen Kameraden zu und fuhr fort, Stein für Stein hinter sich auf eine noch freie Stelle zu werfen.

Emilie hatte wie gebannt auf den Trümmerhaufen gesehen. Wenn darunter noch Menschen lagen, sie hatten kaum eine Chance, das war Emilie klar. Sie musste gewaltsam den Blick von der Unglücksstelle lösen und lief, so schnell sie konnte, nach Hause.

Doch sie stand in einer leeren Wohnung und als sie nach einer Stunde immer noch alleine ruhelos in der Wohnung umhergeirrt war, lief sie wieder nach draußen. Irgendwo mussten die Eltern und Marie doch sein.

„Lieber Gott, lass sie bei Bekannten sein. Mach, dass sie vergessen haben, nach Hause zu kommen!“, begann Emilie zu beten.

Sie irrte durch die Straßen und immer wieder kam sie an Häusern vorbei, die nur noch aus Schutt bestanden und wo junge und alte Männer, aber auch Frauen mit dunklen Kopftüchern, Stein für Stein beiseite räumten, in der Hoffnung, doch noch Lebende vorzufinden und zu retten.

Schließlich kam Emilie wieder an dem Haus vorbei, an dem sie auf ihrem Heimweg stehen geblieben war und wo einer der Männer, die dort Räumungsarbeiten durchführten, sie fortgeschickt hatte. Die Männer und eine Frau, die sie vorhin nicht bemerkt hatte, hatten offensichtlich ihr Vorhaben aufgegeben. Als Emilie näherkam sah sie, dass die völlig ausgelaugten Personen mit gesenkten Köpfen in einem Halbkreis dastanden und sich kaum regten.

Dann sah Emilie, was dort geschehen war. Die Helfer hatten jemanden gefunden, hatten Menschen aus dem Schutt befreit. Doch an der Reaktion der dort Stehenden wusste Emilie sofort: Da hatte man nur noch Tote geborgen.

Emilie durchfuhr es wie ein Blitz.

„Papa, Mama, Marie!“ Emilie beschleunigte ihre Schritte, um gleich wieder langsamer zu werden. Nein, es konnte nicht sein. Es durfte nicht sein! Langsam näherte sie sich der Gruppe, wie magisch angezogen, den Blick starr auf die leblosen Leiber gerichtet. Dann erkannte sie, wer dort lag und es zerriss ihr das Herz.

„Mama! Papa! Nein! Bitte nein! Lieber Gott, lass es nicht wahr sein!“

Emilie kniete neben den leblos auf dem Rücken liegenden Liebsten, die sie auf der Welt hatte und schlug die Hände vor das Gesicht. „Mama! Papa!“

Dann brach es aus ihr heraus. Ihr Körper wurde wie in einem Krampf geschüttelt und unter lauten Schluchzen brach Emilie in sich zusammen und sie merkte nicht mehr den starken Griff eines Mannes, der verhinderte, dass sie mit dem Kopf auf dem steinernen Boden aufschlug.

Als sie wach wurde, sah sie in das Gesicht einer Krankenschwester, die sich über sie beugte.

„Ich habe Ihnen ein Beruhigungsmittel gegeben“, sagte eine freundliche und mitleidvolle Stimme. „Wie fühlen Sie sich? Kommen Sie, ich bringe Sie nach Hause!“

„Wo ist Marie?“

Emilie konnte sich nicht erinnern, sie vorhin bei dem Schutthaufen gesehen zu haben.

„Hat man sie gefunden? War auch sie verschüttet?“

Sie schaute die Krankenschwester, die vom Alter her ihre Mutter hätte sein können, fragend und zugleich hoffnungsvoll fordernd an, ja beinahe flehend.

„Nein, Kindchen.“ Die Krankenschwester sah unter sich. „War auch sie in diesem Haus, das es getroffen hat?“

„Ich weiß es doch nicht. Ich habe keine Ahnung.“

Emilie begann zu weinen und unter Schluchzen erzählte sie der Schwester, dass ihre Eltern und ihre Schwester sich am Mittag aufgemacht hatten, um Bekannte zu besuchen und vielleicht einige Dinge in Essbares umzutauschen.

„Dann kam ihnen sicher der Flugangriff dazwischen, als sie unterwegs dorthin waren.“ Die Krankenschwester nickte vielsagend und strich Emilie über das Haar. „Wie alt sind Sie?“, fragte sie mütterlich.

„Sechszehn“, flüsterte Emilie. Ich bin sechzehn. Und Marie … sie ist erst vierzehn. Ich bin doch für sie verantwortlich.“

Die Krankenschwester atmete tief durch. Dieses unendliche Leid, das uns allen aufgebürdet wird, dachte sie. Laut fragte sie:

„Was werden Sie jetzt tun?“

„Ich weiß es nicht. Ich möchte am liebsten auch sterben“, schluchzte Emilie. „Ich habe keinen Menschen mehr auf dieser Welt.“

2. Kapitel

Emilie (Gegenwart)

Unter ihnen präsentierte sich großflächig die Rhein-Main-Metropole Frankfurt, eingetaucht in ein bläulich schimmerndes Licht, hervorgerufen durch die intensive blau bis weiß abgestufte Farbgebung des wolkenfreien Himmels. Die Augustsonne blendete die Insassen durch die bullaugenähnlichen Fenster der Boeing 737 und an der linken Tragfläche, deren Ende den glühenden Feuerball zu berühren schien, spaltete sich das Sonnenlicht und bildete einen goldenen Schleier. Wäre da nicht das gleichmäßige Dröhnen der Turbinen in den Ohren der Passagiere gewesen, ein Freiheitsgefühl, wie es Ikarus erlebt haben musste, hätte zweifelsohne von einigen der Fluggäste Besitz ergriffen.

Am Horizont verlief sich die Dichte der Stadt, deren Hochhäuser im gleißenden Sonnenlicht die Hitze aufzusaugen schienen, und man konnte bereits unschwer die Landebahn des Flughafens ausmachen, die sich jedoch gerade in diesem Moment nach Süden wegzudrehen schien, denn der Pilot lenkte den Flugkörper zur Seite, offensichtlich in eine Warteschleife.

Für ein paar Momente bot sich dem Betrachter aus der Schräglage der Boeing heraus eine Panoramaansicht der Stadt und silbern glänzend präsentierte sich dazu der Main, mit seinen schlangenförmigen Windungen die Stadt teilend.

Emilie Bruckner hatte ihr Schläfchen beendet und rieb sich die Augen. Dann fuhr sie sich mit der Hand durch ihr weißes gewelltes Haar, um gleich wieder zurückzuzucken. Sie öffnete ihre kleine Handtasche, die sie neben sich auf dem Sitz abgestellt hatte und entnahm ihr einen kleinen Frisierspiegel, einen solchen ohne Stiel, der sich gut in einer kleinen Seitenablage der Tasche unterbringen ließ und der immer dann zur Hand war, wenn sie ihn brauchte.

Emilie war eitel. Sie war schon immer eitel gewesen in ihrem Leben, eitel wie alle Frauen. Wenn sie ihre Wohnung verließ, führte sie immer ihre Handtasche mit sich. Sie machte da keine Ausnahme zu all den anderen Frauen und so war ihre Eitelkeit auch auf keinerlei Grenzen angewiesen.

Sie schaute in das kleine Viereck, das kaum größer war als eine Zigarettenschachtel, ordnete ihr Haar und betrachtete ihre Augenbrauen, ihre Wimpern.

Emilie musste einmal eine sehr schöne Frau gewesen sein, das konnte man heute noch mit wenig Fantasie erahnen. Sie war nicht sehr groß, hatte aber noch immer eine schlanke Figur und ihre leicht hervorstehenden Backenknochen unter den braunen, listig anmutenden Augen, gaben ihr auch heute noch ein gewisses Etwas.

Emilie öffnete leicht den Mund und betrachtete im Spiegel ihre strahlend weißen Zähne, eine Prothese zwar, aber in einer Verarbeitung, die es ihr ermöglichte, frei zu reden und zu lachen. Und wenn sie letzteres tat, zeigten sich zwei tiefe Grübchen links und rechts in ihren Mundwinkeln, die in der Vergangenheit immer schon ein Anziehungspunkt für das männliche Geschlecht gewesen waren. Wären da nicht die Altersflecke auf der Haut der Hände zu sehen gewesen und die hervorstehenden Venen, man hätte ihr durchaus ein jüngeres Lebensalter abgenommen.

Zum ersten Mal in ihrem langen Leben, immerhin zählte sie schon neunzig Lenze, hatte sie einen solchen Riesenvogel bestiegen. Nicht einmal in all den vergangenen Jahren war das Bedürfnis dazu in ihr aufgestiegen. Stets hatte sie Bewunderung für alle, die den Mut hatten, in einen dieser stählernen Kolosse einzusteigen und durch die halbe Welt zu reisen. Doch sie selbst hatte da schon lieber die Fortbewegung auf der Erde vorgezogen.

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