Hans Muth - Ein ganzes Leben Ewigkeit

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Schwere Bombenangriffe auf die Stadt Frankfurt im Jahr 1944 fordern unzählige Opfer, unter ihnen auch die Eltern und die kleine Schwester der 16-jährigen Emilie. Sie erlebt die Bergungsarbeiten ihrer Eltern mit, ihre kleine Schwester wird jedoch nie gefunden.
Der Sprung in die heutige Zeit führt in ein Wohnhaus in Frankfurt. Hier lebt die inzwischen verwitwete Emilie auf verschiedenen Wohnebenen mit Tochter Juliane, Enkelin Caro und deren beiden Kindern, unter einem Dach. So führt auch der Plot durch das Leben dieser Familien, bis zu jenem Punkt, als die alleinstehende und geheimnisvolle Erna in Emilies Leben tritt

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Als Otto sie erblickt hatte, war er auf sie zugekommen und ohne etwas zu sagen, hatten sie sich ein paar Minuten gegenübergestanden, bis Otto sich ein Herz gefasst und Emilie um ein Wiedersehen gebeten hatte.

Emilie sah auf die Armbanduhr an ihrem Handgelenk, eine kleine, einfache, runde silberfarbene Uhr mit einem schwarzen Lederarmband, ein Geschenk ihrer Eltern zur Kommunion. Sie würde diese Uhr in Ehren tragen, ihr Leben lang, das hatte sie sich vorgenommen.

Es war das einzige Andenken an Vater und Mutter. Emilie tastete mit der Hand unter den Kragen ihrer Bluse und förderte ein kleines goldenes Medaillon hervor. Es hatte die Form eines kleinen Herzens und war ein Geschenk von Marie. Es war alles, was ihr von ihrer kleinen Schwester geblieben war. Emilie schloss die Augen und ihre Hände verkrampften sich um ihr Kleinod.

„Marie! Schwesterchen! Du fehlst mir so sehr!“

Es war genau fünfzehn Uhr. Emilie zuckte zusammen. „Otto! Otto wartet! Ich muss los!“.

Sie schlüpfte hastig in ihre graue, dicke, wärmende Winterjacke aus kräftigem Tuchstoff, schloss die Wohnungstür im ersten Geschoss ab und lief die Stiege hinunter in den dunklen Flur. Nur das Licht, das durch die blinde Glasscheibe der Haustür fiel, zeigte ihr den Weg in die richtige Richtung.

Als Emilie auf dem Trottoir stand und sich umsah, stieg panische Angst in ihr hoch. Überall sah sie Soldaten in braun-grünen Uniformen.

„Amerikaner!“, schoss es ihr durch den Kopf. „Jetzt haben wir den Krieg hautnah in unserer Straße“, dachte Emilie und begann zu zittern.

Es waren tatsächlich amerikanische Soldaten, die allerdings keinerlei Anstalten machten, sich auf einen Kampf vorzubereiten. Auch dann nicht, als sich deutsche Truppen an der Bockenheimer Landstraße zusammenrotteten.

Irgendetwas lag in der Luft, das spürte Emilie. Als sie näher hinsah, verstand sie gar nichts mehr. Leute aus der Nachbarschaft, drei Frauen und ein Mann verteilten Getränke an die Amerikaner. Es waren heiße Getränke, das konnte Emilie von hier aus sehen, denn Dampf stieg von den Tassen, welche die Männer mit beiden Händen umfasst hielten, in den Mittagshimmel.

„Ich glaube, der Krieg ist so gut wie vorbei“, hörte Emilie plötzlich eine Stimme neben sich. Ein Anflug von Scheu und Freude verbreitete sich sofort in ihrem Gesicht, denn es war Otto, der lautlos in ihre Nähe getreten war. Emilie war so mit ihrer Beobachtung beschäftigt, dass sie ihn nicht hatte kommen hören.

„Der Krieg ist vorbei“, wiederholte Otto und rückte seine flache graue Schirmmütze zurecht. „Der beschissene Wahnsinn hat endlich ein Ende. Ich spüre es.“

Dass es nur noch wenige Tage dauern würde, hatte Otto wahrlich nicht zu denken gewagt. Doch schon am 29. März 1945 zog in den Morgenstunden amerikanische Infanterie, von Ginnheim kommend, durch die Kurhessenstraße. Fast zur gleichen Zeit fuhren vereinzelt amerikanische Panzer über die Eschersheimer Landstraße nach Norden.

Die Zivilisten, die sich herauswagten, weil es ihnen mit ihren Vorahnungen ebenso ging wie Otto, wurden von den Amerikanern kaum beachtet und bereits gegen 16 Uhr verkündete der amerikanische Sender die Einnahme Frankfurts.

Eine Stunde später konstituierte sich die Militärregierung unter Oberst Criswell. Der verantwortliche Offizier für die Stadtwerke war Major Reynolds. Wilhelm Hollbach, ein Chefredakteur im Haus der Frankfurter Zeitung, übernahm die schwere und undankbare Aufgabe des Bürgermeisteramtes. Damit war der Krieg für Frankfurt beendet. Was blieb, war eine verheerende Statistik. 4822 Frankfurter starben im Bombenkrieg, über 22000 erlitten Verletzungen, 12701 Bürger fielen als Soldaten.

Die geschätzte Zahl der Einwohner zur Zeit der Einnahme schwankte zwischen 230.000 und 250.000, die Hälfte davon war obdachlos. Von etwa 177.000 Wohnungen waren 90.000 zerstört. 12,5 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt und zehn zerstörte Brücken hinterließ das vergangene Regime als Konkursmasse.

Emilie sah zu Otto hoch, dem auf einmal bewusstwurde, welche Ausdrucksweise er in Emilies Nähe benutzt hatte. Er wurde verlegen und rieb sich die Nase. „Ich meine natürlich, es wird Zeit, dass wieder ein ganz normales Leben beginnt.“ Bei diesen Worten betrachtete Otto die zerbombten und eingefallenen Häuser in der Bockenheimer Straße.

„Das da, das kann man alles wieder aufbauen“, sagte er. „Aber die Risse in den Herzen der Menschen, es wird Jahre brauchen, bis sie verschwunden sind.“

Otto sah auf Emilie herab, die über einen Kopf kleiner war als er, und als er sah, dass ihr Tränen in die Augen gestiegen waren, legte er seine Hände um ihre Schultern und zog sie, ohne ein weiteres Wort, an sich.

Auch er musste mit den Tränen kämpfen, als Emilie ihren Gefühlen nun freien Lauf ließ und ihr Körper sich schüttelte, begleitet von leisem Schluchzen. Otto ließ sie gewähren. Dabei schaute er noch einmal die Straße entlang über die zerstörten Häuser. Dann wanderte sein Blick zurück zu dem Haus, in dem seine Emilie lebte. Er sah nach oben, zur ersten Etage, dorthin, wo Emilie ihre Wohnung hatte.

„Ich nehme dich mit zu mir“, flüsterte er der noch immer schluchzenden Emilie zu. „Wir werden den Rest dieser verdammten Zeit zusammen durchstehen. In dieser Zeit darf niemand mehr alleine sein. „Bitte, Emilie, komm mit zu mir!“

Das Schluchzen wurde weniger, Emilies Körper ruhiger. Dann sah sie zu ihm hinauf. Otto nahm ihr Gesicht in beide Hände und wischte mit den Daumen die Tränen von ihren Wangen.

„Ich wollte es dir schon lange sagen“, hub Otto an und er glaubte, sein Herz würde jeden Moment zerspringen. Dann nahm er all seinen Mut zusammen. „Ich liebe dich, Emilie! Ich brauche dich. Lass` mich nicht alleine!“

Den letzten Satz hatte er noch schnell angefügt. Er wollte nicht, dass Emilie glaubte, er würde aus Mitleid handeln. Er wollte derjenige sein, der aus der Einsamkeit befreit würde.

Emilie sah ihn noch immer an. Wie hatte sie auf diese Worte gehofft, ja gewartet in den vergangenen Wochen und Tagen. Ja, sie wollte, und wie! Sie wollte mit ihm gehen, bei ihm bleiben. Nie mehr alleine in der dunklen und ihr inzwischen fremden Wohnung dort oben. Ihr Kopf, den Otto immer noch mit beiden Händen hielt, nickte, fast unmerklich, doch Otto spürte es in seinen Händen.

„Sie will mit mir kommen!“, schrie es aus seinem Inneren und als er sich zu Emilie hinunter beugte, näherten sich auch ihre Lippen den seinen und fanden sich, alles um sie herum vergessend, in einem Kuss endloser Glückseligkeit.

6. Kapitel

Geborgenheit: 1945

Otto hatte sein Versprechen wahrgemacht und Emilie zu sich mit nach Hause genommen. Sein Zuhause war noch dürftiger als das, welches Emilie zurückgelassen hatte, aber es kam ihr vor wie ein Palast. Was aus ihrem halbzerstörten Haus nun werden würde, es war Emilie egal.

„Alles um mich herum besteht aus Trümmern, die Häuser, die Seelen der Menschen, die Herzen und das eigene Ego, dass so zahlreich zerbrochen worden war“, dachte Emilie bei sich. „Alles muss neu aufgebaut werden, Stein und Herz, Haus und Mensch. Es wird lange dauern. Ich will nicht warten, bis das Elend mich zerfressen hat. Ich will leben, jetzt und hier.“

Emilie dachte an ihre Eltern, an Marie, die man ihr genommen hatte, in einem Hagel von Bomben. Sie hatte zahlreiche Tränen verloren in den vergangenen Monaten. Nun hatte sie die Wahl: Sie konnte in ihrer Trauer ertrinken oder den Blick nach vorne richten, in die Zukunft. In ihre Zukunft. Ihre Eltern hätten es so gewollt. Und Marie sowieso. Den ersten Schritt hatte sie nun gemacht. Emilie hatte sich entschlossen, nicht alleine zu bleiben, sie wollte leben, weiterleben, glücklich leben.

Dass ihr der Himmel Otto gesandt hatte, kam ihr vor wie ein Wunder. Nicht, dass sie nun einen Menschen hatte, an den sie sich klammern konnte, der für sie sorgte. Der sich vielleicht mehr aus Mitleid, als aus Zuneigung um sie kümmerte. Nein, Emilie wusste: „Otto liebt mich, das spüre ich in meinem Innersten. Und ich liebe Otto. Gemeinsam werden wir es schaffen, aus diesen Trümmern eine Zukunft für uns und unsere Kinder zu bauen.“

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