Hans Muth - Ein ganzes Leben Ewigkeit

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Schwere Bombenangriffe auf die Stadt Frankfurt im Jahr 1944 fordern unzählige Opfer, unter ihnen auch die Eltern und die kleine Schwester der 16-jährigen Emilie. Sie erlebt die Bergungsarbeiten ihrer Eltern mit, ihre kleine Schwester wird jedoch nie gefunden.
Der Sprung in die heutige Zeit führt in ein Wohnhaus in Frankfurt. Hier lebt die inzwischen verwitwete Emilie auf verschiedenen Wohnebenen mit Tochter Juliane, Enkelin Caro und deren beiden Kindern, unter einem Dach. So führt auch der Plot durch das Leben dieser Familien, bis zu jenem Punkt, als die alleinstehende und geheimnisvolle Erna in Emilies Leben tritt

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***

Seit ihr Mann Otto von ihr gegangen war, wiederholte sich jeden Morgen der gleiche Rhythmus in der Wohnung von Emilie. Vor dem Frühstück blätterte sie in der Frankfurter Rundschau, die jeden Morgen pünktlich in ihrem Briefkasten lag. Anschließend freute sie sich schon auf Emma und Fabian, die, bevor sie von ihrer Mutter zur Bushaltestelle gebracht wurden, noch kurz bei ihr vorbeisahen.

Emilie schaute auf die Uhr. Kurz nach halb acht. Sie lächelte. Gleich würde es so weit sein. Sie hatte kaum den Gedanken zu Ende gebracht, als sie Gepolter im Treppenhaus vernahm. Die schnellen, teils gesprungenen Schritte der Kinder auf der Treppe machten Emilie jeden Morgen Angst. Angst, dass einer ihrer Lieblinge stürzen und sich verletzen könnte.

„Omi, Omi!“

Da standen sie nun, die beiden Urenkel, mit erhitzten Köpfen, ihre Schulranzen auf dem Rücken und wussten genau, was nun kam. Denn jeden Morgen gab Oma Emilie den beiden eine Kleinigkeit mit auf den Weg.

„Bitte, keine Süßigkeiten“, bat Caro immer wieder, um irgendwann einmal mit Kinderentzug am frühen Morgen zu drohen. Seither hatte Emilie immer leichte und mit Caro abgesprochene Milchschnitten im Haus und die Kinder nahmen diese ebenso gerne an.

„Tschüss, Omi, wir müssen, sonst kommen wir zu spät“, rief Fabian noch im Weglaufen und von Emma sah Emilie nur noch ein winkendes Händchen und den Schulranzen. Der hin und her schlingerte.

„Diese Kinder!“, lachte sie verhalten. „Ich werde mich doch noch etwas hinlegen“, nahm sie sich vor und streckte auch sogleich ihren schlanken Körper längs auf der Küchenbank aus, auf der immer eine warme Decke und mehrere Kissen lagen, für alle Fälle. In den Gedanken an Emma und Fabian schloss Emilie die Augen und langsam verschwanden die Gedanken an ihre beiden Urenkel und Emilie fühlte sich nach und nach in die Vergangenheit versetzt. Erinnerungen an längst verflossene, schwere, aber auch schöne Zeiten, tauchen vor ihr auf und mit einem glücklichen Lächeln um ihre Mundwinkel tauchte sie ein in die Vergangenheit, die sich ihr mehr und mehr öffnete.

5. Kapitel

Otto: 1945

Mit einem zaghaften Ruck riss Emilie mit den Spitzen von Daumen und Zeigefinger das Kalenderblatt mit dem Datum von gestern ab. Montag, der 26. März 1945, stand in gotischen Lettern darauf geschrieben. Emilie seufzte und drehte das Kalenderblatt um, denn auf allen Rückseiten des Abrisskalenders war ein Spruch zu lesen und Emilie vergaß nie, sich an einem neuen Morgen den Inhalt des kleinen Verses zu Gemüte zu führen.

Die Sprüche stammten aus den Federn von teils bekannten, ja, auch unbekannten Literaten und alle hatten nur eines zum Ziel: Sie wollten Kraft geben für den neuen Tag. Hoffnung und Ablenkung in einer Zeit, wo vor lauter Bombenhagel, sterbenden Soldaten, schreienden verletzten Kindern und Müttern einfach kein Platz mehr war für die schönen Dinge des Lebens, wo nur noch Angst und Panik herrschten und wo man nie wusste, was die kommende Stunde bringen würde.

Emilie hatte den Zettel umgedreht, doch ihr Blick war starr auf das Blättchen Papier gerichtet, ohne dass ihre Augen den Buchstaben folgten, die Wörter zum Leben erweckten, zu einem sinnvollen Gefüge formten.

Emilies Augen hatten sich mit Tränen gefüllt, die jedoch, ohne ihren kleinen See zu verlassen, in den aus Kummer und Gram eingefallenen Augenhöhlen verharrten. Emilie griff in den linken Ärmel ihrer Bluse und zupfte ein Taschentuch hervor, eines mit Spitzen, das ihre Mutter noch in Handarbeit gehäkelt und ihr, Emilie, zusammen mit einem Stück wohlriechender Seife zu ihrem 14. Geburtstag geschenkt hatte. Das war vor fast genau drei Jahren gewesen.

Eine Träne hatte nun den See in den Augen Emilies zum Überlaufen gebracht und rann langsam über ihre linke Wange. Es ist noch kein halbes Jahr her, da ihre Eltern und ihre Schwester in einem Bombenhagel in der Bockenheimer Landstraße ums Leben kamen. Emilie zerriss es das Herz, als sie daran dachte.

Ihre Lieben, die niemandem etwas zuleide tun konnten, hatte es getroffen. Sie hatten sich aufgemacht, um bei Bekannten selbst gefertigte Handarbeiten gegen etwas Essbares einzutauschen. Als der Bombenalarm kam, war es für sie nicht mehr möglich, den Bunker aufzusuchen, deshalb suchten sie im Keller des Hauses Schutz, der dem Angriff jedoch nicht standhielt.

Auch Marie, ihre Schwester, die eigentlich Katharina-Maria hieß, aber diesen Namen im Kreise ihrer Lieben so gut wie nie zu hören bekam, schien es getroffen zu haben. Seit diesem Bombenangriff hatte sie nichts mehr von ihr gehört. Marie war so zerbrechlich gewesen und sie war nicht nur die Schwester, sie war die beste Freundin von Emilie, ihre engste Verbündete, der sie ihren Seelenkummer, besonders, wenn es um die Liebe ging, anvertrauen konnte.

Auch über Otto hatte Emilie mit Marie gesprochen. Otto war ein junger Mann aus der weiteren Nachbarschaft, den sie vorher in ihrem ganzen Leben nur wenige Male gesehen hatte. Er war Emilie über den Weg gelaufen, als sie bei einem Fliegerangriff gemeinsam dem Glauburgbunker am Glauburgplatz zustrebten.

„Komm, Kleine, gib mir deine Hand“, hatte Otto gerufen, als er merkte, dass sie langsamer wurde als er. Emilie hatte fast keine Luft mehr bekommen, die Lungen schienen ihr aus dem Hals zu springen. „Kleine“, hatte er zu ihr gesagt. Dabei war er gerade mal fünf Jahre älter als Emilie.

Am Eingang zum Bunker ballten sich die Menschen zu einem Knäuel und es kam zu einem Stau, denn jeder wollte der erste sein in dem sicheren Betonklotz. Otto hatte Emilie an sich gezogen und ihr zugeflüstert:

„Bleib dicht neben mir! Dir passiert nichts!“

Als Otto dann eine Lücke im Strom der drängenden Meute erblickte, zog er Emilie mit sich und auf einmal standen beide im Inneren des muffig riechenden Gemäuers.

Ein Sitzplatz war nicht mehr zu ergattern gewesen und so setzten sie sich auf den kalten Betonboden. Otto hatte seine Jacke ausgezogen und sie auf den kalten Boden gelegt und Emilie aufgefordert, darauf Platz zu nehmen.

„Das war der Moment, wo ich mich zu Otto hingezogen fühlte“, dachte Emilie bei sich und wischte ihre Träne fort. Sie hielt immer noch den kleinen Zettel des Abrisskalenders in der Hand und las den Spruch, der darauf notiert war.

Auch wenn der Abend noch so trübe

der Mond verhangen, blass und müde,

so ist doch nie die Hoffnung fern

auf einen neuen hellen Stern.

„Hoffnung, Ja, das ist es, was die Menschen heute brauchen“, sagt Emilie zu sich selbst. „Auch ich brauche diese Hoffnung. Ich habe diese Hoffnung!“, sagte sie energisch und irgendwie trotzig zu sich selbst. „Es wird alles gut werden! Auch diese Zeiten werden besser werden!“

Doch es würde ein schwerer Weg werden, denn Emilie war alleine, alle ihre Lieben waren tot, Verwandte hatte sie keine, zumindest nicht in Deutschland. Einen Onkel gab es noch, in Amerika, doch der konnte ihr nicht helfen. Hier war Emilie auf sich alleine gestellt und sie fühlte sich einsam … so unendlich einsam.

„Otto.“

Emilie hauchte diesen Namen mit einem Seufzer und drückte den Zettel mit dem Vers voller Hoffnung an ihre Brust. Sie hatte Otto nur einmal nach diesem letzten Bombenangriff wiedergesehen. Das war in einer kleinen Seitengasse, einige hundert Meter von ihrer Wohnung entfernt, da wo sich die Schwarzhändler trafen und ihre Geschäfte mit der Not der Armen machten. Dort hatte sie Otto plötzlich erblickt, als er ein kleines Päckchen Tabak von einer der Gestalten gegen ein silbernes Tablett, dessen realer Wert für ihn offensichtlich nicht mehr zählte, eintauschte.

Otto hatte ihr gleich gefallen. Sein schlanker Körper, der in dieser Zeit auch keine Möglichkeit hatte, anders als schlank zu sein, seine schwarzen, leicht gewellten Haare, die dunklen Augen mit den darüber liegenden buschigen Augenbrauen und das sympathische Lächeln, das er auch in diesen schweren Zeiten nicht verloren zu haben schien, hatten bewirkt, dass Emilie sich sofort zu ihm hingezogen fühlte.

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