Stefan Mitrenga - Schwarzer Seehas

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Nach sexuellen Eskapaden muss der Kriminalpsychologe Beller aus Berlin verschwinden. Seine Chefin versetzt ihn ans andere Ende der Republik. In Friedrichshafen soll er die Sicherheitsplanungen zum Seehasenfest, einem beliebten Kinder- und Familienfest, unterstützen. Was wie ein Urlaub beginnt wird für Beller zur größten Herausforderung seiner Laufbahn: beim Einholen des Seehas auf dem Bodensee bringen Kriminille drei Schiffe der Weißen Flotte in ihre Gewalt und fordern für die Passagiere an Bord eine nie dagewesene Lösegeldsumme.
Beller und seine Friedrichshafener Kollegen setzen alles daran, die Geiseln zu retten und die Täter zu fassen, doch die Geiselnehmer sind ihnen immer einen Schritt voraus.

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Sogar die Post wusste schon von seinem neuen Wohnort. Er legte zwei Briefe beiseite und studierte das Prospekt eines Elektronikmarktes. Tatsächlich fand er einen Fernseher, der ihm gefiel und im Angebot war. Siebenhundertneunundneunzig Mark. Akzeptabel. Der Markt hatte an diesem Samstag bis zwanzig Uhr geöffnet und er plante seine Shoppingtour für den späten Nachmittag. Mit einem Seufzer öffnete er einen der beiden Briefe. Eine Bank bot ihm eine Kreditkarte zu „sensationellen“ Konditionen an. Aha. Wussten die nicht, dass er gerade aus dem Knast kam? Er zerknüllte den Brief mitsamt dem Umschlag und warf ihn in den Papierkorb. Der zweite Brief sah nicht nach Werbung aus. Er war schwerer und das Papier wertiger. Der Absender war ein Notar Kuschel in Ravensburg. Er erinnerte sich, dass er seinem ehemaligen Vermieter noch sechs Monatsmieten schuldig war. Wenn der diese nun einforderte, war es mit dem neuen Fernseher vorbei. Missmutig überflog er das Schreiben, stutzte und setzte nochmal neu an. Es ging um eine „Erbsache“. Er runzelte die Stirn und suchte nach einem Namen. Wer ihm etwas hinterlassen hatte, stand nirgends, aber er war in dem Schreiben als „Begünstigter“ benannt. Das war doch gut, oder? Er legte den Kopf in den Nacken und überlegte angestrengt, wer ihm etwas vererben würde. Zu seinen Eltern hatte er schon seit Jahren kaum mehr Kontakt. Sie waren nicht zu seiner Verhandlung erschienen und hatten ihn auch nicht im Gefängnis besucht, aber er hätte es mitbekommen, wenn ihnen etwas zugestoßen wäre. Außer ihnen hatte er keine Familie. Er las weiter: Der Notar bat ihn zu einem persönlichen Gespräch in seiner Kanzlei am kommenden Dienstag. Na prima. Ab Montag war er in seinem neuen Ausbildungsbetrieb, da kam es sicher gut gleich am zweiten Tag frei zu nehmen. Er warf den Brief mit etwas zu viel Schwung auf den Tisch, so dass er auf der gegenüberliegenden Seite hinunterfiel. Die Sache hatte doch bestimmt einen Haken. Es wäre das erste Mal, dass er etwas geschenkt bekäme. Er beschloss, später darüber nachzudenken und machte sich auf den Weg zum Elektronikmarkt. Der neue Fernseher war eindeutig wichtiger.

Barnsteiner hatte ein faules Wochenende hinter sich. Die meiste Zeit hatte er auf der Couch verbracht und dämliche amerikanische Serien angeschaut, die zu jeder Tages- und Nachtzeit liefen. Nur zweimal war er aus dem Haus gegangen, um an der Tankstelle Bier zu holen. Allmählich vertrug er den Alkohol wieder. Obwohl seine Wohnung nur wenig größer war als die Zelle, die in den letzten Jahren sein zu Hause gewesen war, fühlte er sich wohl. Eine Tür, die man selber auf und zu machen konnte, war echter Luxus.

Am Montag erschien er verkatert an seinem neuen Arbeitsplatz, aber wenigstens war er pünktlich. Es gefiel ihm dort ganz gut: der Chef machte einen strengen, aber freundlichen Eindruck und auch die Kollegen waren nett. Dass er der einzige deutsche Lehrling war, machte ihm nichts aus. Nach Feierabend ging er mit den anderen noch ein Bier trinken und erfuhr, dass jeder von ihnen schon mal im Knast war. Er glaubte nicht, dass sein Chef eine übertrieben soziale Ader hatte, sondern einfach nur gern die staatlichen Zuschüsse für seine kriminelle Belegschaft einsackte, doch das störte Barnsteiner nicht.

„Ich brauche morgen Vormittag frei“, hatte er seinem Chef gesagt, der gerade im Büro Rechnungen sortiert hatte.

„Und ich brauche eine neue Frau“, hatte sein Chef ihn angeknurrt. „Im Ernst? An deinem zweiten Tag?“

„Ist `ne Erbsache“, hatte Barnsteiner gleichgültig geantwortet und seinem Chef den Brief gezeigt, der ihn flüchtig überflog.

„Kaum raus aus dem Knast und schon ein dickes Erbe. Weißt du um wieviel es geht?“

Barnsteiner hatte mit den Schultern gezuckte. „Ich weiß noch nicht mal, wer mir was vererbt hat. Deshalb will ich ja auch hin.“

Sein Chef hatte ihn daraufhin misstrauisch angesehen. „Ist ok. Aber nur der Vormittag. Pünktlich nach der Mittagspause bist du wieder da, sonst reiße ich dir den Arsch auf.“

„Damit kann ich leben“, hatte Barnsteiner erwidert und das Büro verlassen.

Um acht Uhr morgens klopfte er an die Tür der Kanzlei. Als sich nichts tat, klopfte er erneut. Eine Klingel gab es nicht. Endlich Geräusche. Sicherungsketten wurden zurückgeschoben und ein Schlüssel kratzte im Schloss.

Ein faltiges Gesicht spähte durch den schmalen Spalt und musterte seinen Besucher.

„Barnsteiner?“

Barnsteiner nickte und der Notar öffnete die Tür. Der Mann schien unendlich alt zu sein. Sein kahler Schädel saß auf einem viel zu dünnen Hals, der beim Gehen leicht nach vorne wippte. Er mochte einmal eine imposante Erscheinung gewesen sein, doch die Jahre hatten ihn gebeugt und er benutzte bei jedem seiner Tippelschritte einen Gehstock. Barnsteiner folgte ihm durch den Flur in ein muffiges Büro. Die Vorhänge waren zugezogen und es roch nach altem Staub und Mottenkugeln. Die Einrichtung war unglaublich altmodisch: dunkle Eichenmöbel, schwere Teppiche, wulstig gepolsterte Ledersessel.

„Schön, dass Sie kommen konnten“, sagte der Notar und ließ sich hinter seinem Schreibtisch nieder. Den Stock legte er auf die Arbeitsplatte. „Sie fragen sich bestimmt, wer Ihnen etwas vererbt haben könnte.“ Er kicherte vergnügt, wobei sein ganzer Körper wackelte.

„Deshalb bin ich hier“, antwortete Barnsteiner unsicher. „Um wen geht es und um was geht es?“

Notar Kuschel hob mahnend die Hand. „Nicht so schnell, nicht so schnell. Es ist in diesem Fall nicht so einfach … oder eigentlich doch ganz einfach.“

Barnsteiner zog die Stirn kraus. Wollte der Gnom ihn verarschen? Er spürte wie Wut in ihm Aufstieg.

„Es geht um einen Onkel Ihrer Mutter“, begann der Notar zu erklären. „Er verstarb bereits vor zwei Jahren, doch er gab Anweisungen, Sie erst nach Ihrer Entlassung aus der Haft zu informieren.“

Prima, dachte Barnsteiner: dass ich im Knast war, weiß wohl jeder.

„Und nun kommen wir schon zu der ersten Entscheidung, die Sie treffen müssen: wollen Sie das Erbe annehmen?“

„Was?“, platzte Barnsteiner heraus. „Ich habe doch keine Ahnung, was mich erwartet. Und wenn ich ehrlich bin: an einen Onkel meiner Mutter kann ich mich noch nicht einmal erinnern.“

„Ja, ja, ja“, sinnierte Notar Kuschel, „er lebte sehr zurückgezogen. Und ich verstehe Ihre Bedenken, aber ich kann Ihnen versichern, dass es sich für Sie lohnen wird.“

„Geht es etwas konkreter?“

„Hmmm …“, der Notar legte den Kopf in den Nacken als müsste er erst darüber nachdenken. „Im Wesentlichen geht es um ein Häuschen am See, ein paar Quadratmeter Grund drumherum und noch ein paar Kleinigkeiten, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte. Alles ohne Schulden, Kredite oder andere Verpflichtungen. Nichts, was Ihnen Probleme bereiten könnte.“

Barnsteiner war sprachlos. Ein Häuschen am See? Noch ein bisschen Land? Alles ohne Belastungen? Zu gut um wahr zu sein.

„Was muss ich tun?“, fragte er skeptisch und der Notar schob ihm einige Papiere über den Tisch.

„Unterschreiben Sie!“

Barnsteiner hatte keine Lust die Dokumente durchzulesen und blickte sie widerwillig an. „Was ist das?“

„Mit Ihrer Unterschrift nehmen Sie das Erbe an. Darüber hinaus verpflichten Sie sich, Stillschweigen über den genauen Umfang des Erbes zu bewahren. Worum es genau geht, sehen Sie später.“

„Später?“

Der Notar nickte. „Sobald Sie unterschrieben haben, zeige ich Ihnen, was Ihnen der Onkel Ihrer Mutter hinterlassen hat. Ich versichere Ihnen: Sie werden es nicht bereuen.“

Wieder kicherte der Notar und Barnsteiner hatte das komische Gefühl, dass irgendwas nicht stimmte. Trotzdem griff er zum Kugelschreiber und setzte seine Unterschrift auf das letzte Blatt. Was sollte schon passieren? Im Moment besaß er nichts und alles, was hinzukam, war gut. Ein Haus? Toll! Sogar am See.

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