Stefan Mitrenga - Schwarzer Seehas

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Nach sexuellen Eskapaden muss der Kriminalpsychologe Beller aus Berlin verschwinden. Seine Chefin versetzt ihn ans andere Ende der Republik. In Friedrichshafen soll er die Sicherheitsplanungen zum Seehasenfest, einem beliebten Kinder- und Familienfest, unterstützen. Was wie ein Urlaub beginnt wird für Beller zur größten Herausforderung seiner Laufbahn: beim Einholen des Seehas auf dem Bodensee bringen Kriminille drei Schiffe der Weißen Flotte in ihre Gewalt und fordern für die Passagiere an Bord eine nie dagewesene Lösegeldsumme.
Beller und seine Friedrichshafener Kollegen setzen alles daran, die Geiseln zu retten und die Täter zu fassen, doch die Geiselnehmer sind ihnen immer einen Schritt voraus.

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Speer schritt das Boot in seiner gesamten Länge ab. Natürlich hatte er die Pläne studiert, doch es war etwas anderes, das fertige Objekt zu sehen. Es wirkte riesig und er schauderte bei der Vorstellung, dass dies nur der Prototyp war mit gerade mal einem Viertel der Originalgröße. Ganz anders als die alten U-Boote, bemerkte Speer staunend. Eleganter. In seiner Form erinnerte es ihn an einen großen Fisch. Außer dem Turm ragte nichts aus dem Bootskörper. Er wusste, dass für das Boot keine Bordgeschütze vorgesehen waren. Seine einzige Bewaffnung bestand aus fast fünfzig Torpedos der neuesten Bauart, was vollkommen ausreichend war. In Führungskreisen befürchtete man eine Invasion alliierter Truppen, die mit Schiffen das Festland erreichen könnten. Flugzeuge waren geeignet für Bombenangriffe, doch um eine große Zahl Soldaten zu befördern zu unsicher, weshalb der Seeweg die einzige Lösung war. Und nun hatten sie eine Waffe, die ungesehen und ungehört bis auf kurze Entfernung an die Kreuzer und Transportschiffe herankommen konnte, um ihre todbringenden Torpedos abzufeuern. Speer lächelte, als er sich die entsetzten Gesichter der feindlichen Kapitäne vorstellte, die mitansehen mussten, wie ein Schiff nach dem anderen um sie herum versenkt wurde und schließlich auch ihr eigenes.

„Sie haben dem Reich eine mächtige Waffe geschenkt“, sagte Speer und legte Liebrecht die Hand auf die Schulter. „Wir werden ihr Boot bauen. So schnell wie möglich.“ Er sah zum Bug des U-Bootes und entdeckte den ordentlichen Schriftzug: „Nautilus“

„Etwas kindisch, finden Sie nicht?“

Liebrecht zuckte zusammen. Er wusste, dass Jules Verne von einigen in der Partei als nicht konform angesehen wurde.

„Es ist … es ist nur ein Arbeitsname …“, stammelte er, doch zu seiner Überraschung lächelte Speer.

„Ich finde ihn mehr als passend, aber für die Serienproduktion bleiben wir dann doch bei der alten Nomenklatur. Halten Sie sich bereit. Ich denke, wir beginnen in Kürze. Ich werde das noch mit dem Führer besprechen, aber ich bin mir sicher, dass er begeistert sein wird.“

Speer wandte sich um und ging zurück zum Wagen.

„Auch ein Augentierchen“, flüsterte Ummenhofer grinsend. „Hab ich Ihnen doch gesagt. Glückwunsch: jetzt haben Sie Ihre U-Bootproduktion. Und wer weiß: vielleicht werden Ihre Schiffe den Krieg entscheiden.“

Auch Ummenhofer wandte sich um, doch Liebrecht hielt ihn zurück. „Was passiert denn jetzt mit der Nautilus? Immerhin ist sie voll funktionsfähig.“

„Machen Sie sich keine Sorgen: wir haben bereits eine Verwendung gefunden. Eine sehr wichtige sogar.“

Liebrecht war enttäuscht. Er hing an diesem Prototyp und hätte an ihm gerne noch einige Dinge ausprobiert. „Wo kommt sie hin?“

Ummenhofer verzog die Lippen zu einem Schmollmund. „Jetzt seien Sie doch nicht so sentimental. Es wird ihrem Schiff gutgehen. Glauben Sie mir. Aber leider werden Sie es nie wiedersehen. Bauen Sie Ihre U-Bootflotte, das war es doch was Sie immer wollten.“

Luftlinie rund fünfhundertsiebzig Kilometer entfernt stand Judith Cwiertnia am nächsten Tag an ihrer Werkbank und zog die letzten Schrauben an. Die Nazis hatten sie und ihre Familie in Polen verhaftet und auf verschiedene Lager verteilt. Vielen Juden erging es ähnlich. Doch ihre Ausbildung als Uhrmacherin bewahrte sie vor dem Konzentrationslager, stattdessen wurde sie zur Zwangsarbeit in der Torpedoversuchsanstalt Eckernförde eingeteilt. Sie bemühte sich, ihre Arbeit gut zu machen, in der Hoffnung, dass auch ihre Familie davon profitierte.

Vor ihr lag ein Torpedo aus einer kleinen Sonderserie. Die normalen Torpedos waren rund sechs Meter lang, dieser hier war mit zweieinhalb Metern vergleichsweise winzig. Sie setzte die Verschlusskappe auf und drehte die fünf Muttern mit der Hand auf die Gewindestangen. Wichtig war, sie danach mit exakt einhundertfünf Newtonmetern anzuziehen. So lautete die Vorgabe. Sie sah sich nach ihrem Drehmomentschlüssel um, der auf der anderen Seite der Werkbank lag. Sie war am Ende ihrer Schicht und müde und hatte keine Lust durch den ganzen Raum zu laufen. Außerdem konnte sie sich auf ihr Feingefühl verlassen. Sie nahm die normale Ratsche und zog die Schrauben an. Immer über Kreuz, damit die empfindliche Blattdichtung nicht beschädigt wurde. Bei vier der Schrauben lag sie verblüffend dicht an den einhundertfünf Newtonmetern, doch bei der letzten unterschätzte sie ihre Kraft und erreichte einhundertfünfzehn Newtonmeter. Die Dichtung wurde gequetscht und ein feiner Riss entstand, so fein, dass er für das menschliche Auge nicht sichtbar war. Judith begutachtete zufrieden ihre Arbeit und wischte mit einem Lumpen über den Torpedo, bis er im Licht der Neonröhren glänzte und befestigte eine grüne Plakette an der Spitze. Das war’s für heute, freute sie sich und rief nach dem Aufseher, der sie zurück in ihren Block bringen würde.

15. September 1944

Ummenhofer schwitzte in seinem schweren Mantel. Am Morgen war es kühl gewesen, doch nun bereute er die Wahl seiner Kleidung. Schal und Handschuhe hatte er bereits im LKW abgelegt. Er hasste es zu warten, doch im Krieg gingen die Uhren anders. Der Transport war für zehn Uhr angekündigt. Nun war es kurz vor elf. Er hatte Lust jemanden anzuschnauzen, doch niemand wagte es, sich ihm zu nähern. Im Lager kannte man ihn, wenngleich niemand wusste, welche Funktion er innehatte. Er trug keine Uniform und auch sonst keine Kennzeichen. Tatsächlich war er nicht einmal in der Partei. Der Führer hatte ihn schon mehrmals darauf angesprochen, aber er hatte sich immer herausreden können. Ummenhofer war schon immer klar gewesen, dass es im Krieg Gewinner und Verlierer gab. Wer sich mit Haut und Haaren der Partei verschrieb, würde im Fall einer Niederlage zu den Verlierern gehören, darum war er nicht Mitglied und stand auf keiner der endlos geführten Listen. Trotzdem hatte er durch seine Freundschaft mit Hitler, der sehr viel Wert auf seinen Rat legte, enormen Einfluss. Er liebte es in der zweiten Reihe zu stehen – die in der ersten Reihe wurden auch als erste erschossen. Sollte Hitler am Ende den Krieg verlieren, würde sein Name nirgends auftauchen, noch nicht mal beim Einwohnermeldeamt. Aber natürlich hoffte er auf den Sieg und tat alles, was er konnte, um den Führer zu unterstützen. Seine besondere Gabe war es, Talente zu entdecken. Ein echter Coup war ihm mit Wernher von Braun gelungen, den er 1932 direkt von der Universität zum neuen Raketenprogramm geholt hatte. Seitdem hatte der Mann unglaubliches geleistet. Kurz darauf wurde Hitler Reichskanzler und wurde auf Ummenhofers Begabung aufmerksam. In den nächsten Jahren war er für einige Neubestzungen innerhalb der Partei verantwortlich. Auch in Liebrecht hatte er sich nicht getäuscht. Seine neuen U-Boote galten mittlerweile als die Waffe, die den Krieg entscheidend beeinflussen könnte. Ummenhofer gönnte es dem jungen Ingenieur, den er seit dem Abend in der Danziger Werft nicht mehr gesehen hatte. Er hätte ihm zugetraut in den sechs Monaten, die er an dem Prototyp gearbeitet hatte, auch ein Boot in Originalgröße zu bauen, doch er hatte bereits einen anderen Plan im Hinterkopf gehabt und dafür brauchte er den sehr viel kleineren Prototyp.

Seine aktuelle Aufgabe unterschied sich sehr von seinen bisherigen. Vor ein paar Jahren hatte Hitler ihn in einem Gespräch unter vier Augen gebeten, einen Plan zu erarbeiten, um große Geldbeträge sicher außer Landes zu schaffen. Ummenhofer hatte nicht gefragt, wofür das Geld bestimmt war – ob für das Reich, für die Partei oder Hitler selbst, es war ihm egal. Schnell war klar gewesen, dass nur die Schweiz als sicherer Ort in Frage kam, doch mit dem Fortschreiten des Krieges war an einen normalen Grenzverkehr nicht mehr zu denken. Er hatte vorsichtig Kontakt mit mehreren Schweizer Banken aufgenommen, ohne zu verraten, wer der neue Kunde war. Wieder half es, dass er offiziell nichts mit Hitler und der Partei zu tun hatte. Er entschied sich für eine der kleineren familiengeführten Banken, die zu ganz besonderen Zugeständnissen bereit war. Die Gier überflügelte die Skrupel des Bankdirektors, denn auch wenn Ummenhofer als Geschäftsmann aus Deutschland auftrat, war klar, dass er in diesen Zeiten nur ein Freund des Reiches sein konnte. Dass es eine jüdische Familie war, die die Bank führte, entlockte Ummenhofer immer wieder ein Lächeln.

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