Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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Ich mußte sie erst daran erinnern, zu welchem Zweck wir die Bücher der Bibliothek untersuchten, ehe sie unwillig von dem Don Quixote abließen und sich meinem Papier zuwandten, das sie mehrmals lasen, hin und wieder her wendeten, als stünde in irgendeiner Ecke noch eine geheime Botschaft und dann auf das Tischchen legten. Zwar konnten sie den Text lesen, verstanden die Worte, aber genauso wenig, wie ich wußten, weder Don Remigio noch sein Kollege sie zu deuten.

„Sind Sie sicher, daß der Zettel mit dem Text von Rusinol auch aus dem Buch von Rusinol gefallen ist? Das ergibt doch wenig Sinn, einige Zeilen abzuschreiben und dann dort wieder einzustecken, wo sie ohnehin schon gedruckt zu finden sind“, fragte mich Don Basilio nun schon zum zweiten Mal.

„Selbst gesehen habe ich es nicht, wie er rausgefallen ist“, gestand ich ein, „als Sie aus vollem Hals die Entdeckung des Cervantes verkündeten, bin ich zu Ihnen herumgefahren, und als ich den Rusinol wieder ins Regal stellen wollte, lag der Zettel auf dem Boden. Da er vorher, da bin ich mir sicher, nicht dort gelegen hatte, kann er nur aus dem Buch gefallen sein. Woher sollte er sonst kommen?“

„An der Logik ist was dran“, gestand Don Remigio mir zu, „aber zwingend ist sie auch nicht. Was, wenn der Zettel an der Stelle im Regal gelegen hat und Sie ihn beim Rausziehen des Buches mit rausgezogen haben?“

„Nun schön, diese Möglichkeit besteht natürlich. Aber selbst wenn es so gewesen wäre, welche Erkenntnis hätten wir dadurch gewonnen?“, sagte ich.

Don Remigio zuckte mit den Schultern, ging zu der Stelle wo das Buch Rusinols stand, nahm es aus dem Regal und spähte in die entstandene Lücke. Dann zog er noch weitere Bücher heraus, leuchtete mit einer Kerze in den freien Zwischenraum und räumte schließlich das komplette Regalfach leer. Seine Hände tasteten an der Rückwand entlang und auf einmal klappte mit dem leisen Klicken eines Federverschlusses der mittlere Teil der rückwärtigen Holzkassette auf und gab ein Fach von etwa 30 cm Breite und 15 cm Höhe frei.

Don Remigio trat einen Schritt zurück, zeigte auf den versteckten Tresor und sagte:

„Das haben wir gewonnen. Das Papier, wo immer es nun gesteckt haben mag, im Buch oder darunter, war lediglich ein Hinweis darauf am richtigen Ort zu suchen. Bitte sehr Don Diego, es ist Ihr Haus, Ihre Bibliothek, Ihr Geheimfach und auch was darinnen liegen mag gehört Ihnen. Nehmen Sie es in Besitz und, wenn ich diese bescheidene Bitte äußern darf, seien Sie so freundlich, die Kenntnis des Inhalts mit Ihren unwürdigen Helfern zu teilen. Sie haben es sich verdient. Besonders der, der den Schatz durch sein überlegtes Handeln erst zugänglich gemacht hat. Wohlan denn.“

Sowohl Don Basilio als auch ich selbst mußten bei diesen spöttischen, aber nichtsdestotrotz im ernsthaften Tonfall vorgetragenen Worten lachen.

Ich griff in das Fach und holte hervor, was sich darin befand. Es war eine in dunkelblaues Leder eingeschlagene Mappe, die seit was weiß ich wie vielen Jahren, Jahrzehnten vielleicht, zum ersten Mal wieder in vor Anspannung zittrigen Händen, den meinen nämlich, gehalten wurde. In der Mappe befanden sich mehrere Blätter (später, als die erste Aufregung abgeklungen war, zählte ich sieben Blätter), die auf beiden Seiten in der für Don Xavier typischen Handschrift eng beschrieben waren. Es war eine Auflistung oder auch eine Tabelle, pro Seite in drei Spalten unterteilt, die uns, wie sollte es auch anders sein, wiederum vor ein Rätsel stellte. Auf der linken Seite jeder Spalte standen einzelne Großbuchstaben, manchmal zwei, maximal drei zusammengefaßt. Nach einem angemessenen Zwischenraum kam eine Zahl und hinter dieser hatte der Rabe ein kleines q geschrieben, alles fein säuberlich untereinander. Diese Art der Spalte wiederholte sich dann, freilich mit anderem Inhalt, zweimal, so daß insgesamt drei Spalten mit den merkwürdigen Auflistungen auf jeder Seite notiert waren. Bei der ersten schnellen Durchsicht der Blätter meinte ich festzustellen, daß die niedrigste Zahl die 4, die höchste die 700 war. Einige der Zahlen waren unterstrichen, andere wiederum nicht. Das Ganze sah in etwa so aus:

RBC 200 q AA 5 q DMF 20 q

VB 50 q CDR 150 q KL 400 q

NOB 350 q X 70 q RBC 75 q

Und so weiter, ganze sieben Blätter, vierzehn Seiten lang, d.h. um genau zu sein, sollte ich anmerken, daß die letzte Seite nur zu einem guten Drittel beschrieben war.

Don Basilio meinte, für eine derartige Auflistung bräuchte es kein Geheimfach, die könne man offen auf Pablos Theke herumliegen lassen, denn es würde sowieso niemand ihre Bedeutung verstehen.

„Es könnte sich genauso gut um eine Geheimschrift handeln. In dem Fall sind wir so gut wie aufgeschmissen, denn ohne den Quellcode werden wir sie niemals auflösen“, meinte er weiter.

„Vielleicht handelt es sich auch um die Auflistung der Einnahmen, die wir eigentlich suchen. Die Großbuchstaben könnten Abkürzungen von Namen oder Firmenbezeichnungen und die Zahlen Summen sein“, sagte ich, „doch warum sind dann einige Zahlen unterstrichen und einige nicht. Und was bedeutet das q?“

Don Remigio räusperte sich.

„Wenn diese Annahme richtig ist, könnte das q für quilo , kilo, griechisch für tausend, stehen. Wenn wir weiter annehmen, die Zahlen beziffern eine pekuniäre Größenordnung, die wir in unserem Fall, da wir in Spanien leben, zweckmäßigerweise in peseta ausdrücken, hieße das, die Blätter hier listen ungeheure Summen auf, die der Rabe eingenommen oder ausgegeben oder beides hat. Unglaublich, das haut einem glatt den Boden unter den Füßen weg.“

Leise pfiff ich durch die Zähne. Wenn unsere Vermutung stimmen würde, wagte ich nicht, die Beträge zusammenzuzählen, weil ich Angst vor der Endsumme hatte. Sie mußte schwindelerregend hoch sein, dazu angetan, einen Kollaps des Kreislaufs hervorzurufen. Woher kommt soviel Geld?

Don Basilio hatte eine ganze Weile in den Auflistungen geblättert und geschwiegen. Unversehens meldete er sich wieder zurück.

„Schauen Sie, was ich gefunden habe.“, er hielt mir eine Seite hin. „Das ist ein Bruch in der Logik der Liste, schauen Sie es sich nur genau an.“

Und richtig, im unteren Drittel der Seite war die Aufzählung von Buchstaben und Zahlen über alle drei Spalten hinweg unterbrochen. Stattdessen stand dort in der Mitte nur ein einzelnes unterstrichenes Wort:

Martorell

Darunter hatte Don Xavier die Auflistung dann weitergeführt wie gehabt.

„Martorell, was soll das bedeuten, damit kann ich nichts anfangen. Sicher wieder so eine unverständliche Zusammensetzung von Buchstaben, deren Bedeutung nur derjenige versteht, der sich das ausgedacht hat“, sagte ich enttäuscht vor mich hin.

„Das kann so sein, muß es aber nicht“, antwortete mir Don Basilio, „wahrscheinlicher scheint mir doch, der Rabe meint DEN Martorell, nämlich Joanot Martorell, einen valenzianischen Autor des 15. Jahrhunderts. Er hat den Tirant Lo Blanc in valenzianischem català geschrieben, einen Ritterroman, von dem der berühmte Cervantes meinte, es sei das beste Buch der Welt. Zumindest war es das Erste, das man als Vorläufer des modernen Romans bezeichnen kann. Der Don Quixote des guten Cervantes ist ohne den Tirant des Valencianers Martorell überhaupt nicht denkbar. Er hat allerdings die Veröffentlichung seines Romans nicht mehr selbst erlebt, denn er starb bereits 1468, da war die Erzählung noch unvollendet. Sie wurde dann von Marti Joan de Galba, einem ritterlichen Freund, zu Ende geschrieben, jedenfalls geht man davon aus, daß es Galba war, und endlich 1490 in Valencia, zweiundzwanzig Jahre nach dem Tod Martorells und makabererweise auch erst nachdem Galbas, er starb 1489, veröffentlicht. Wenn ich recht habe mit meiner Vermutung, sollte hier irgendwo in dieser Bibliothek eine Ausgabe des Tirant Lo Blanc stehen. Wir müssen sie nur finden. Vielleicht hat der Rabe in dem Buch etwas vermerkt, was uns weiterbringt und eventuell diese Blätter hier erklärt.“

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