Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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„Was ist mit Ihnen widerfahren, Don Diego, Sie schauen so verzweifelt, als wäre Ihnen der Leibhaftige begegnet.“

Er konnte nicht ahnen, wie nahe er der Wahrheit kam. Es war eine Situation entstanden, die nicht wenig Skurrilität in sich trug und als ich mir dessen bewußt wurde, mußte ich plötzlich so laut lachen, daß mir die Tränen über die Wangen liefen. Nun waren die Freunde endgültig desorientiert und schauten mich noch verwirrter an. Offensichtlich dachten sie, ich sei verrückt geworden und wiederum ahnten sie nicht, wie nahe sie damit meinem tatsächlichen Zustand kamen. Aber ich konnte ihnen ihr kritisches Urteil nicht verübeln, denn in der Tat mußte ein Außenstehender mein Verhalten mehr als merkwürdig bewerten.

Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, erzählte ich den Gefährten meine Erlebnisse seit unserem letzten Zusammentreffen. Angefangen bei der vergangenen Nacht, die ich in der Bibliothek zugebracht hatte, meinen Fund von drei gebundenen Jahrgängen der deutschen Zeitung Die Gartenlaube und dem von Sinn her in diesem Zusammenhang unverständlichen Fischartikel, der dick mit dem Rotstift angestrichen war. Ich berichtete ihnen von meiner Fahrt nach Palma, den Nachforschungen nach Carl Vogt und Pierre Carbonnier in der Universitätsbibliothek, die Enttäuschung, außer einigen biographischen Anmerkungen nichts Wesentliches herausgefunden zu haben und dem anschließenden Besuch in der pastisseria .

An dieser Stelle meines Berichts erschien Álvaro in der Bar, grüßte kurz zu unserem Tisch hinüber und begab sich dann an den seinen nahe der Küchentür. Es war nun schwierig für mich, weiterzuerzählen, denn von seinem Platz aus konnte Álvaro ohne allzu große Anstrengung alles mithören, was zwischen uns gesprochen wurde, wenn er es denn darauf anlegte. Das konnte ich nicht riskieren. Würden wir hingegen die Köpfe zusammenstecken und zu flüstern beginnen, wäre dieses Verhalten genauso auffällig, denn bisher hatten wir uns immer offen und ohne Rücksicht auf die Lautstärke miteinander unterhalten.

Natürlich waren die Freunde gespannt, die Fortsetzung meiner Geschichte zu hören, zumal bis zu dieser Stelle noch nichts allzu Aufregendes passiert war, sieht man einmal von dem Fischartikel ab. Das bis dahin Geschehene rechtfertigte jedenfalls nicht meine Verwirrung und den desolaten nervlichen Zustand, den ich nach Eintritt in die Bar gezeigt hatte. Ich machte mit den Fingern Zeichen, bedeutete ihnen, den Bericht nach dem Essen in meinem Hause zu Ende zu bringen, doch sie verstanden die Kreise, Haken und Pfeile nicht, die ich auf die Tischplatte malte und hielten sie wohl für kryptische Zuckungen eines Nervenkranken. Um nun vor den beiden capellàs nicht als kompletter Idiot dazustehen, nestelte ich einen Stift aus meiner Jackentasche, kramte nach einem Stückchen Papier und schrieb eine kurze Nachricht über das, was ich mit meiner Hände Gestik nicht verständlich auszudrücken vermochte.

Wir wechselten also in ein unverfängliches Gesprächsthema, Don Basilio, ein passionierter Blumenfreund, erzählte irgend etwas von seinen letzten Züchtungserfolgen, ich hörte nicht richtig zu oder erinnere mich wenigstens nicht mehr daran. Dann brachte Consuela das Essen, auch hieran fehlt mir jegliche Erinnerung, ich konnte schon eine Stunde später nicht mehr sagen, was ich zur Nacht gegessen hatte. Das kennzeichnet meinen Zustand wohl besser als es alles Beschreibende tun könnte. Endlich waren wir fertig, zahlten und gingen durch die nur schwach erleuchtete Carrer zu meinem Haus, wo wir uns in der Bibliothek zusammenfanden.

Hier nun konnte ich zu guter Letzt meine Geschichte zu Ende erzählen und entnahm den Mienen meiner beiden Zuhörer die nachträgliche Bestätigung meiner eigenen Konfusion.

Als ich geendet hatte, trat zunächst einmal Stille ein, die nur ab und an durch das Zischen eines Kerzendochts unterbrochen wurde.

Dann fragte mich Don Remigio, ob ich mir meiner Sache ganz sicher sei oder doch eventuell die Möglichkeit in Erwägung zog, einer Verwechslung oder einer Sinnestäuschung aufgelaufen zu sein.

„So etwas kommt häufiger vor, als man gemeinhin annimmt, besonders bei den Temperaturen, die hier auf der Insel herrschen. Sie sollten keine falsche Scham haben, sich eine derartige Trugwahrnehmung einzugestehen Don Diego, denken Sie noch einmal genau darüber nach, ich bitte Sie.“

Er versuchte mir, eine Brücke zu bauen, aber ich schüttelte den Kopf.

„Nein, Don Remigio, ich denke seit Stunden darüber nach und bin mir völlig sicher, der capellà , den ich zusammen mir Álvaro auf der Straße ausgemacht habe, war dem Raben, wie ich ihn von den Fotos her kenne, so ähnlich, daß man denken mußte, er selbst in höchst eigener Person wäre es gewesen. Älter selbstverständlich als auf den Bildern, aber es waren unverwechselbar dieselben markanten Gesichtszüge. Glauben Sie mir, Senyores , ich bin mir so sicher, wie man es nur sein kann. Absolut.

Natürlich weiß auch ich, daß es nicht Don Xavier gewesen sein kann, den ich gesehen habe. Dann war es eben ein Zwillingsbruder, von dessen Existenz wir bislang noch nichts wußten oder sonst ein naher Verwandter, was weiß denn ich? Bei den Bildern, die ich Ihnen zeigte, dachten Sie zunächst ja ebenfalls, ich wäre darauf abgebildet, in Wirklichkeit handelte es sich um meinen Großvater. Vermutlich jedenfalls. Aber die Ähnlichkeit mit meiner Person verblüffte Sie doch schon, geben Sie es ruhig zu. Warum sollte der capellà , den ich in Begleitung Álvaros gesehen habe, nicht ein naher Verwandter des Raben gewesen sein?“

„Das Einfachste wäre natürlich, Álvaro zu befragen, mit wem er denn in Palma ein so intensives Gespräch geführt hat“, warf Don Basilio ein, „allerdings birgt diese Befragung ein gewisses Risiko in sich. Vielleicht ist alles ganz harmlos und klärt sich nach wenigen Sätzen in Wohlgefallen auf. Vielleicht aber ist unser Verdacht, bei Álvaro handele es sich um einen Spion des bisbe , berechtigt. Dann haben wir einen Trumpf zu früh ausgespielt, er verpufft, die Gegenseite ist gewarnt und kann entsprechende Maßnahmen gegen uns ergreifen. Oder für ihre Sache, ganz wie Sie wollen.“

„Basilio hat recht, auch wenn ich es ungern zugebe“, sagte Don Remigio, „Álvaro mag zwar etwas ahnen, aber er weiß nicht, was wir wissen. Das macht ihn unsicher und wer unsicher ist, begeht früher oder später unweigerlich einen Fehler. Lassen Sie uns überlegen, was wir unternehmen können, um die Identität des Unbekannten festzustellen und was der Chauffeur nun tatsächlich mit der ganzen Angelegenheit zu tun hat. Du, Basilio, hast doch eine persönliche Verbindung zum bischöflichen Palais, deren du dich immer rühmst, wenn du einen über den Durst getrunken hast. Laß uns doch mal herausbekommen, was dieser Kontakt wirklich wert ist.“

„Ein Studienkollege aus meiner Zeit in Barcelona“, erklärte der Angesprochene, „er hat Karriere gemacht und bekleidet jetzt eine höhere Position im Sekretariat des bisbe . Wir verstehen uns gut, ich werde ihn unter einem Vorwand in Palma aufsuchen. Wenn er etwas weiß, wird er es mir sagen. Andererseits würde ich mir keine allzu großen Hoffnungen machen. Wißt ihr eigentlich, wie viele Kirchen es auf unserer Insel gibt und wie viele pares dort die Glocken läuten oder sonstwie ihr Wesen treiben? Die kann man beim besten Willen nicht alle von Angesicht kennen. Aber, zugegeben, ein Versuch ist es allemal wert.

Im Übrigen war ich heute Vormittag, wie verabredet, im oficina de correus und habe mich einmal nach größeren Sendungen für die Marrascas erkundigt. Der Vorsteher schuldet mir noch den ein oder anderen Gefallen und war bereit, während der migdiada einmal in die alten Bücher zu schauen. Und tatsächlich, der Rabe hat bis zu seinem Tod etwa zweimal pro Jahr eine größere Sendung bekommen, deren Absender die Buchhandlung Iniesta i fill in Palma war. Nach seinem Tod hat seine Witwe Dona Maria weiterhin Bücher aus dieser Buchhandlung bezogen, allerdings in deutlich geringerem Umfang und nur noch unregelmäßig, nämlich höchstens alle zwei Jahre einmal. Seit etwa fünf Jahren kam dann gar nichts mehr. Da ich nun schon einmal auf dem Postamt war, habe ich versucht, bei der Buchhandlung in Palma anzurufen, was trotz mehrerer Versuche aber leider nicht gelungen ist, denn sie existiert nicht mehr, ist vor eben diesen fünf Jahren geschlossen worden. Immerhin wissen wir jetzt mit einiger Sicherheit, woher der Rabe seine Bücher bezogen hat. Was wir nicht wissen ist, warum er die Ausgaben dafür nicht auch als solche aufgeführt hat, wo er doch sonst so penibel in seinen Aufzeichnungen war.“

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