Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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Die Kerzen waren in der Zwischenzeit fast runtergebrannt, der Wein geleert. Allmählich forderte auch die Müdigkeit ihren Tribut. Ein Blick auf die Uhr bestätigte ihr Drängen, es war früher Morgen, die Vögel lärmten bereits durch das Geäst. Irgendwo krähte ein Hahn, ein zweiter antwortete ihm lautstark. Die Räder eines Karrens rumpelten auf dem Pflaster der Carrer Major , ein Wasserstrahl säuberte die Kopfsteine des schmalen Gehsteigs vom Dreck, den die Nacht hinterlassen hatte. Es waren dies alles Geräusche, die ich bei meinem normalen Tagesablauf nicht zur Kenntnis nehmen konnte, weil ich um diese frühe Stunde gewöhnlich noch schlief.

Schließlich legte ich die Folianten zurück in das Buchregal, löschte die Kerzen und stieg hinauf zur Dachterrasse. Ein leichter Wind wehte von Canyamel herüber. Der Tag begann verheißungsvoll, viel zu schade, um ihn im Bett zu verschlafen. Allerdings, ohne einige Stunden Schlaf, das war mir klar, würde ich ihn nicht durchstehen können. Eine Alternative zum Bett fand sich in der Hängematte, als Kompromiß sozusagen und dankbar, wenigstens zu diesem Problem eine Lösung gefunden zu haben, ließ ich mich so wie ich war hineinfallen.

Der letzte Gedanke, den ich in meinem Gedächtnis speicherte, bevor ich einschlief, war die Feststellung, daß die ganze Angelegenheit immer komplizierter und undurchsichtiger wurde, je tiefer ich in sie eindrang. Mit dem Gefühl, mich mehr von der Klärung zu entfernen, als mich ihr zu nähern, versank ich in gnädigem Dunkel.

sieben / set

Es war heute einer der beiden Tage der Woche, an denen Consuela das Haus saubermachte. Sie hatte die Angewohnheit, dabei aus voller Herzenslust katalanische Liebeslieder zu singen, viele traurige, wenige fröhliche, denen allen aber eins gemeinsam war, ihre Lautstärke. Und das alles ungeachtet der Tatsache, daß sie nicht im Geringsten des Gesangs mächtig war und die Trefferquote der korrekt erfaßten Töne gegen null tendierte. Da ich meist, um nicht im Weg zu sein, die Flucht ergriff, wenn sie mit Eimer, Lappen und Besen auftauchte, störte mich ihre musikalische Passion nicht sonderlich. Heute rissen mich ihre herzzerreißenden aber grundfalschen Töne allerdings aus den Tiefen des Schlafs.

Es war Mittag, die Sonne brannte unbarmherzig auf mich nieder, ich war durchgeschwitzt und meine Kleider klebten mir am ganzen Körper. Jedenfalls kam es mir so vor. Mühsam rollte ich mich aus der Hängematte und trollte mich an Consuela vorbei in das Badezimmer, wo ich mich gründlich wusch und frische Kleidung anzog. Danach kam ich mir wieder frisch und munter vor.

In der Bar El Ultim trank ich Kaffee und aß ein Stückchen tortell . Als Álvaro auf der Bildfläche erschien, kam mir der Einfall, er könne mich nach Palma zur Universität fahren, in deren Bibliothek ich mir nähere Informationen über den Verfasser des Fischtextes, Carl Vogt, und den darin erwähnten französischen Fischzüchter Carbonnier erhoffte. Ich hatte erwartet, Álvaro würde wieder maulen, weil ich ihn dadurch für einige Stunden von seiner Geliebten trennte, aber er zeigte sich sogleich einverstanden, da er die Zeit, die ich in der Universität verbrachte, für einige persönliche Erledigungen nutzen wollte. Also fuhren wir ohne weitere Verzögerungen los und erreichten am frühen Nachmittag die Hauptstadt der Insel, wo Álvaro mich vor der Universität absetzte und in etwa zwei Stunden wieder aufzunehmen versprach. Dann steuerte er sein Automobil in das Verkehrsgewühl zurück.

Es war nicht schwierig, Einlaß in die heiligen Hallen zu finden, nachdem ich mein Anliegen ausführlich dargelegt hatte. Man wies mir in der Bibliothek einen Platz zu und schon nach kurzer Zeit brachte mir ein schweigsamer Hausdiener eine Reihe von Nachschlagwerken, die die von mir gewünschten Informationen enthalten sollten. Jedenfalls soweit sie hier an der Universität zugänglich waren.

Zwar fand ich Einträge sowohl zu Vogt als auch zu Carbonnier, doch weder brachten sie mich in meiner Angelegenheit weiter, noch offenbarten sie irgendeine Querverbindung zu Senyor Marrasca.

Bei Carl Vogt handelte es sich um einen deutsch-schweizerischen Naturwissenschaftler, der unter anderem über Amphibien und Fische geforscht hatte. Das erklärte zumindest seinen kurzen Artikel in der Gartenlaube . Zusätzlich betätigte er sich als demokratischer Politiker, wurde von Karl Marx des Agententums für Napoleon III. bezichtigt und verstarb schließlich 1895, knapp 80 jährig, in Genf.

Pierre Carbonnier war einer der angesehensten Fischzüchter seiner Zeit, der 1864 ein grundlegendes Werk, den Guide practique du pisciculteur , in Paris herausgegeben hatte, was wiederum die Verbindung zu Vogt erklärte, mehr aber auch nicht.

Der angestrichene Text in der deutschen Zeitung hingegen blieb nach wie vor ohne Zusammenhang zu den Dingen, die mich und mein Leben in Artà betrafen.

Enttäuscht klappte ich die Bücher zu, brachte sie zur Ausgabe zurück und verabschiedete mich dankend mit einer angemessenen Spende für die Erweiterung und den Erhalt des Bestands. Der Bibliothekar brachte mich persönlich zum Ausgang und versicherte mir mehrmals, wie sehr er sich freuen würde, mich erneut begrüßen zu dürfen. Ich glaubte ihm unbesehen.

Kaum eine Stunde benötigte ich, um zu der Erkenntnis zu gelangen, nichts Neues aufgedeckt zu haben. Und bin so schlau als wie zuvor, kam es mir in den Sinn, den armen Tor hatte ich gedanklich verdrängt, aufgeben wollte ich indes nicht. Natürlich war Álvaro noch nicht wieder aufgetaucht, mich abzuholen. Also schlenderte ich ein wenig durch die angrenzenden Straßen von Ciutat de Mallorca, wie Palma auf català genannt wird.

In einem café trank ich Schokolade und aß einen vorzüglichen Mandelkuchen, der mir ausgezeichnet schmeckte und meine Laune beträchtlich hob. Durch die Schaufensterscheibe betrachtete ich nun schon sehr viel vergnügter das Treiben auf der Straße, als es mir noch kurz zuvor möglich gewesen wäre.

Die Leute gingen einkaufen oder trugen Waren aus, Kinder und Hunde sprangen zwischen ihnen herum und lärmten fröhlich. Ein Mann mit einem Fahrrad transportierte auf seinem rückwärtigen Gepäckträger ein kleines Schwein, das sich laut quiekend über die Behandlung beschwerte. Halbwüchsige trugen die Nachmittagszeitungen aus, schrieen lauthals die Schlagzeilen vor sich her in das Gewusel der Straße. Bauern aus dem Umland luden Kisten mit Obst von einem Karren und unterhielten sich, aus voller Kehle lachend. Schräg gegenüber saßen zwei ältere Senyores auf Klappstühlen mitten auf dem Pflaster des Gehsteigs, rauchten Zigarrenstummel und waren offensichtlich in ein kritisches Gespräch über Gott, die Welt oder beides vertieft. Frauen mit Körben voller Gemüse, Obst und anderen Dingen für das Essen am Abend schlenderten schwatzend nach Hause. Nur in eine nasse Zeitung gewickelt, trug ein Junge einen Fisch auf den Schultern, der fast größer war als er selbst. Hunde jagten sich kläffend, drehten Kurven, schlugen Haken und rannten den Leuten zwischen den Beinen herum. Sorgsam bedacht, nirgendwo anzustoßen, balancierte eine junge Frau eine Kiepe mit Eiern durch das Gedränge, eine andere versuchte auf ihrem Kopf einen Korb mit Auberginen im Gleichgewicht zu halten.

Die Luft roch nach gebratenem Fleisch, gesottenem Fisch, Knoblauch und vielerlei anderen Gewürzen und Ingredienzien, exotisch wie aus Tausend und einer Nacht. Über allem lag der fröhliche Lärm der unbeschwerten Lebensweise, die dem Menschenschlag hier eigen war, obwohl die Sorgen und Nöte sicher nicht geringer waren als anderswo.

Es war ein monumentales, barock anmutendes Gemälde, das sich da vor dem Fenster der pastisseria abzeichnete, bunt, chaotisch und mit kräftigem, weithin hör- und spürbarem Dröhnen in der Luft, ich konnte mich nicht satt daran sehen, meine Ohren wollten den Lärm einsaugen, meine Nase die wunderbaren Gerüche inhalieren.

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