Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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Überdies, bitte nehmen Sie mir den kommenden Satz nicht übel, Don Diego, aber Sie selbst partizipieren, nach allem, was man hört, auch nicht schlecht von der Hinterlassenschaft Don Xaviers.

Nein, ich bleibe dabei, sein Tod war ein bedauerliches Unglück, so wie es leider täglich auf der ganzen Welt vorkommt. Man sollte keine verschwörerischen Theorien darum spinnen.

Was bleibt, sind das schöne Haus in der schönsten Stadt Mallorcas“, Don Basilio lachte vergnügt auf, „und natürlich das Geheimnis um den Reichtum des Raben. Aber ich habe von jeher die Meinung vertreten, der Mensch muß nicht alles und jedes ergründen. Nehmen Sie es so hin, wie es ist. Solange sich keine Verdachtsmomente auftun, die auf irgendwelche Unrechtmäßigkeiten hinweisen.

Und selbst dann, nennen Sie mir ein Vermögen, das auf rechtmäßige Art und Weise erworben wurde. Das eine schließt das andere aus. Genauso radikal übrigens, wie der berühmte Herr Teufel angeblich das Weihwasser meidet. Es mag Sie vielleicht erstaunen, diesen Satz aus dem Munde eines capellà zu hören, aber Sie kennen ja meine unkonventionelle Einstellung bestimmten Dingen gegenüber. Hab ich recht, Remigio?“

Damit beendete Don Basilio seine Rede, nahm einen großen Schluck Wein, wischte sich mit dem Ärmel über den Mund (es mußte sich um eine unter den Geistlichen der Insel verbreitete Unsitte handeln) und lächelte zufrieden in unsere kleine Runde.

Don Remigio nickte versonnen.

„Zeigen Sie doch dem Kollegen die beiden Fotografien, über denen wir den gestrigen Abend verbracht haben. Vielleicht weiß er, um welches Café es sich handeln könnte“, wandte er sich an mich.

Da ich sowieso neuen Wein holen mußte, stieg ich ins Haus hinab und holte auch gleich die Bilder. Don Basilio besah sie sich lange, schüttelte dann aber den Kopf.

„Ich würde mich dazu hinreißen lassen, die Behauptung aufzustellen, es handelt sich um ein spanisches Café. Ein Gefühl, mehr nicht. Ob es aber hier auf Mallorca oder auf dem Festland liegt, vermag ich beim besten Willen nicht zu sagen. Ist das wichtig? Aber weil wir nun einmal dabei sind, wer ist der Herr im Hintergrund, der so aussieht wie Sie, Don Diego?“

„Nun, ich vermute einmal, es handelt sich bei dem großen Unbekannten um meinen Großvater. Verschiedene Anhaltspunkte weisen darauf hin. Und an dieser Stelle setzt auch mein Interesse an der ganzen Sache ein. In welcher Verbindung stand mein Großvater zu den Marrascas? Alle drei Personen auf den Bildern sind tot, ich kann keinen von ihnen mehr befragen. Natürlich kann alles nur ein blöder Zufall sein, aber wenn ich das Schreiben Don Xaviers an mich und mein Erbe bedenke, glaube ich einfach nicht an eine Laune des Schicksals. Ich bin davon überzeugt, sobald ich hinter diesen Zusammenhang komme, lüfte ich auch das Geheimnis meines Erbes. Vielleicht sogar noch weitere Dinge, von denen wir jetzt noch nichts wissen.

Sie sagten gerade, Don Basilio, der Rabe hätte vor seinem Tod zwei Monate zusammen mit seiner Frau in Barcelona verbracht. Auch mein Großvater war zu dem fraglichen Zeitpunkt zumindest in Spanien, warum also nicht in Barcelona? Können Sie sich vorstellen, daß diese Aufnahmen dort in Barcelona entstanden sind?“

„Natürlich kann ich das. Sie können sehr gut in Barcelona entstanden sein, allerdings, das muß ich der Vollständigkeit halber hinzufügen, ebenso gut in Valencia, Sevilla, Madrid, Salamanca oder in jeder anderen Ansiedlung, in der es ein Straßencafé gibt. Wissen Sie, wie viele Etablissements dieser Art es in unserem geliebten Heimatland gibt? Wir Spanier sind besessen davon, ein Leben ohne die Straße ist für uns nicht denkbar. Der Rabe ist viel gereist, manchmal hat er seine Frau mitgenommen. Da die Fotos nicht datiert sind, können wir sie leider nicht zuordnen.“

Das mußte ich einsehen und tröstete mich mit dem Antwortschreiben meiner Mutter, das ich in einigen Wochen in den Händen zu halten hoffte.

Sodann erzählte ich den beiden capellàs von meinem Vorhaben, die Haushaltskladde genauestens auf etwaige Besonderheiten und Hinweise zu untersuchen. Sowohl Don Remigio als auch Don Basilio bestärkten mich darin, verwiesen allerdings ehrlicherweise auch auf die ungeheure Arbeit, die dies für mich bedeutete. Andererseits stimmten sie mir zu, daß die Kladde der einzige Angriffspunkt wäre, der mir derzeit zur Verfügung stand. Bis das Antwortschreiben meiner Mutter eingetroffen war, konnte ich ohnehin nichts anderes unternehmen. Es sei denn, zwischenzeitlich passierte etwas Unvorhergesehenes.

Mittlerweile war die Zeit gekommen, in der wir gewöhnlich das Nachtessen einnahmen. Also tranken wir die Neigen unserer Weingläser und begaben uns dann in die Bar El Ultim , in der Consuela schon unseren angestammten Tisch entsprechend eingedeckt hatte.

Zum Zeichen der Dankbarkeit, daß beide pares sich meiner Probleme mit so viel Engagement annahmen, erbot ich mich, sie zu diesem Essen einzuladen, was sie erfreut akzeptierten. Es war die Geste, die sie zu schätzen wußten und nicht der finanzielle Vorteil, den beide nicht nötig hatten, denn sowohl Don Remigio als auch Don Basilio waren von Hause aus mit reichlichen Mitteln ausgestattet, an denen auch ihr geistlicher Stand nichts änderte.

Bienvenida hatte an diesem Abend eine llom amb col , eine Kohlroulade mit Schweinefleisch in einer köstlichen Sauce aus Wein, Speck, Rosinen und Pinienkernen zubereitet und kredenzte uns zum Nachtisch einen gató amb gelat d’ ametla , wobei es sich um einen Mandelkuchen mit eben solchem Eis handelte.

Álvaro aber saß, wie seit Wochen schon, auf seinem Stammplatz nahe der Küchentür und träumte von einer gemeinsamen Zukunft mit der begnadeten Köchin.

fünf / cinc

Wohl wird sich der geneigte Leser eine Vorstellung davon machen können, wie stark die Ungewißheit war, in der ich mich befand. Nicht nur meine eigene Person war ja von der Rätselhaftigkeit der Ereignisse betroffen, meine Familie, so schien es zu diesem Zeitpunkt wenigstens, war es ebenso. Dessen ungeachtet aber war ich mir sicher, trotz aller Obskurität und Verschwommenheit bestand ein dunkler Zusammenhang zwischen den Zufällen, die sich längst nicht mehr als solche darstellen konnten. Genauso sicher nagten auch die Zweifel an mir, hängten sich gewaltige Fragezeichen in die so unbeschwert begonnene Alltäglichkeit, die ich nicht einfach zur Seite wischen konnte, als wäre nichts geschehen. Egal was letztendlich dabei herauskam, ich war fest entschlossen, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen, und wenn meine Beharrlichkeit mich auch aller Illusionen der Vergangenheit und der Zukunft berauben sollte.

Die nunmehr täglichen Zusammenkünfte mit Don Remigio, der jetzt gleich mir dazu übergegangen war, sein Nachtessen regelmäßig in der Bar El Ultim einzunehmen, und vor allen Dingen der Wein, der diese Abende begleitete, sorgten für eine ausgezeichnete Nachtruhe. Scheinbar traumlos schlief ich, unbehelligt durch Nachtmahre und gespenstische Gedanken, von dem Augenblick, in dem ich meinen Kopf in das Kissen legte, bis zum Gezwitscher der Vögel, das den anbrechenden Morgen des nächsten Tages verkündete.

Erst beim Kaffee und der ensaimada , die ich als frühes Essen zu mir nahm, begannen die Grübeleien, die mich dann den Tag über begleiteten und für unterschiedliche Stimmungen sorgten.

An dem Morgen, der auf Don Basilios Bericht über das Leben des Raben folgte, wollte ich der Schublade gerade die Haushaltskladde entnehmen, um damit zu beginnen, die einzelnen Ausgabenposten mühsam nach Merkwürdigkeiten zu durchforsten, als mir das Päckchen mit den Briefen wieder in die Hände fiel. Ich hatte es über die anderen Ereignisse aus meinem Gedächtnis verdrängt.

Aufgrund des seidenen Bandes, das die Briefe zusammenhielt, schloß ich auf einen sehr persönlichen Inhalt der Schreiben von Don Xavier an seine esposa oder aber umgekehrt von Dona Maria an ihn. Nach wie vor war ich der Meinung, nicht das Recht zu haben, mich in die Intimität zweier Menschen zu drängen. Ich hatte Hemmungen, die Briefe zu lesen, betrachtete es als eine Indiskretion, die mir keinesfalls zustand, auch oder gerade, weil die beiden Menschen, um die es hier ging, nicht mehr unter den Lebenden weilten. Denn die Intimsphäre, war ich der Meinung, wird durch den Tod nicht aufgehoben.

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