Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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Nachdenklich ging ich nach Hause. Die Art, wie meine Mutter eine Antwort zuerst hinauszögerte, dann stockend und bedrückt, so schien es mir wenigstens, doch eine Antwort gab, eine Antwort allerdings, die mehr neue Fragen aufwarf denn sie alte klärte, hatte für mich etwas Unverständliches. Über meinen Großvater wurde in unserer Familie nie groß geredet und da ich ihn nicht kannte, stellte ich auch kaum Fragen nach ihm. Ich wußte nur, daß er sehr wohlhabend gewesen sein mußte, denn er ging keiner geregelten Arbeit nach, sondern reiste einen Großteil seines Lebens durch die Welt. Sein Erbe verhalf unserer Familie zu einem ähnlich sorglosen Leben. Erst jetzt fiel mir auf, daß ich nichts über die Umstände seines Todes wußte. Als er starb, war mein Großvater gerade 52 Jahre alt, kein Alter um ins Schattenreich zu wechseln.

Ich setzte mich auf die Dachterrasse und schrieb meiner Mutter einen längeren Brief, in dem ich ihr alle die Dinge mitteilte, die zu meiner Frage geführt hatten. Aus ihrer telefonischen Antwort hatten sich nun weitere Fragen ergeben, die ich sie bat, mir baldmöglichst zu beantworten. Als ich den Brief beendet hatte, verschloß ich das Kuvert, beschriftete es mit Adresse und Absender und gab ihn im oficina de correus zur schnellstmöglichen Beförderung auf. Aus der Erfahrung heraus wußte ich, daß der Brief etwa eineinhalb, eher zwei Wochen benötigte, ehe meine Mutter ihn in den Händen hielt. Wenn sie meiner Bitte um Beantwortung unverzüglich nachkam, konnte ich mit ihrem Schreiben in etwa vier Wochen rechnen. Solange mußte ich mich in Geduld üben, aber ich hatte ja genug andere Sachen zu tun, um die mysteriösen Umstände einer Klärung herbeizuführen.

Als ich das oficina de correus verließ, fühlte ich mich um einiges leichter als bei meinem Eintritt.

Auf dem Rückweg in die Carrer Major traf ich Don Remigio, der zu unserer Verabredung wollte, die ich über die ganze Aufregung völlig vergessen hatte. Erst jetzt bemerkte ich, daß es schon nachmittags war.

Don Remigio teilte mir mit, daß er, mein Einverständnis vorausgesetzt, seinen Kollegen Don Basilio zu unserem Treffen hinzugebeten hatte. Don Basilio, erklärte er mir, wüßte besser über den Raben und die gesamte Familie Marrasca bescheid als er selbst und da er davon ausging, mich würden entsprechende Einzelheiten interessieren, habe er ohne vorherige Absprache in hoffentlich meinem Sinne gehandelt. Ich stimmte ihm lachend zu, erinnerte an das >te absolvo<, das ich ihm vorauseilend erteilt hatte und erzählte dann von den Ereignissen des Tages.

Wir hatten kaum auf der Dachterrasse Platz genommen und den ersten Schluck Wein genossen, da hörten wir schon Don Basilios fröhliche Stimme von der Carrer Major zu uns herauf schallen.

Hola Don Diego, Remigio, wollt ihr einem armen Diener des Herrn keinen Einlaß gewähren? Was ist das für ein unchristliches Verhalten, Remigio, alter Heide“, gefolgt von dröhnendem Gelächter. Ich beeilte mich, seiner Aufforderung unmittelbar nachzukommen, eher er noch die ganze Straße zusammengeschrieen hatte.

Don Basilio war nur wenige Jahre älter als sein Kollege Remigio und betreute die Wallfahrtskirche, die etwas höher lag als die Pfarrkirche. Er war von rundlicher Gestalt, jedoch hochgewachsen, insgesamt eine stattliche Erscheinung, der man eine Vorliebe für gutes und vor allen Dingen reichliches Essen und Trinken durchaus ansah. Don Basilio war Festlandspanier, seit dem Priesterseminar aber hier auf der Insel tätig und vertrat die mallorquinischen Interessen vehementer und militanter als so mancher Eingeborene es tat. Wie er mir einmal erzählte, war er keineswegs freiwillig zu seinem geistlichen Beruf gekommen, sondern durch einen Entschluß seines Vaters, dem patro der Familie, der noch der alten Tradition anhing, einen seiner Söhne der Kirche zu schenken. Don Basilio fügte sich seinem Schicksal und wurde pare , nicht aus Glaube und Überzeugung, sondern aus rein materiellen Überlegungen, denn hätte er sich dem Willen des Vaters nicht gebeugt, wäre er enterbt worden und damit so arm wie die Mäuse, die sich im Holzgestühl seiner Kirche herumtrieben.

Also dachte er nach und sagte sich schließlich, kein Gebot kann so streng überwacht werden, daß es nicht umgangen werden kann und tat das, was er wollte, jedenfalls in gewissen, durchaus sehr großzügig definierten Grenzen. Mit dieser Einstellung kam er der seines Kollegen Don Remigio sehr nahe und das war auch mit ein Grund, warum sich beide so ausnehmend gut verstanden. Dieses Einvernehmen ging so weit, daß sie sich in gewissen Abständen abwechselnd eine mehrtätige Auszeit nahmen und jeder für sich verschwand, wer weiß, wohin, während der andere ihn in seiner Pfarrei vertrat. Kam der eine frisch erholt zurück, fuhr der andere ins Unbekannte. Keiner im Ort außer den beiden wußte, wo sie sich in dieser Zeit aufhielten und was sie taten. Anfangs zerrissen sich die Leute die Mäuler darüber, da man aber weder dem einen noch dem anderen irgend etwas Unrechtes nachsagen konnte, nahmen sie es schließlich als gegeben hin und interessierten sich nicht weiter dafür. Eines Morgens war der eine weg, eines anderen Morgens wieder da. Und kurze Zeit später verschwand der andere in ähnlicher Manier.

Ebenso wie sein Kollege Remigio war Don Basilio, sieht man einmal von seiner professió ab, ein über alle Maßen angenehmer Zeitgenosse, der nicht nur wußte, in welche Richtung die Erde sich drehte, sondern der sich, wenn es darauf ankam, auch gegen den Wind stemmte, der ihm hin und wieder ins Gesicht blies. Darüber hinaus war er nicht nur über den allgemeinen Durchschnitt gebildet, sondern auch so klug, dies nicht jeden anderen gleich fühlen zu lassen.

Nachdem er sich zu uns auf die Dachterrasse durchgekämpft hatte, belohnte er diese Anstrengung seines Körpers erst einmal mit einem sehenswerten Schluck Wein, bekundete lautstark sein Wohlbehagen und fragte dann, wie er uns helfen könne.

Don Remigio erzählte ihm in großen Zügen von meinem Erbe und den Begleitumständen, die damit verbunden waren oder sich aus der Hinterlassenschaft ergeben hatten und bat ihn dann um Auskunft über die Person Xavier Marrasca, den man den Raben nannte.

Don Basilio nickte, erklärte sich selbstverständlich bereit, mich mit seinem Wissen zu unterstützen und fragte, ob er vielleicht das Schreiben Don Xaviers an mich lesen könnte, bevor er selbst über den Raben berichten würde.

Natürlich konnte er, ich holte das Schreiben und Don Basilio vertiefte sich darin, schmunzelte ab und zu und schüttelte an einer Stelle leicht seinen Kopf. Dann gab er mir die Papiere zurück, nahm einen weiteren Schluck Wein und sprach:

„Eins ist sicher, das Schreiben ist echt. Nicht nur ist es die Handschrift des Raben, so weit ich sie noch in Erinnerung habe, sondern auch ein Inhalt, wie er nur von ihm stammen kann, so etwas kann man nur schwer fälschen oder kopieren. Schon gar nicht die kleinen Halbwahrheiten und gekonnten Auslassungen, aber darauf komme ich später zurück, zunächst will ich etwas von Don Xavier Marrasca erzählen, der hier im Ort von jedem nur respektvoll el corb , der Rabe, genannt wurde.

Entgegen der Annahmen vieler stammte Don Xavier nicht aus Artà, obwohl er diese Tatsache zeitlebens gerne verschwieg. In Wirklichkeit ist er aus einem kleinen Nest in der Nähe des Puig d’ es Moix in der Serra de Tramuntana gebürtig. Ein, nun, ich will mal sagen, recht eigenwilliges Bergvölkchen war das damals, solange ist es noch gar nicht her, daß die Gegend dort bewohnte und auch manchmal unsicher machte. Die einen sagten, sie seien zurückgeblieben, weil von der Zivilisation abgeschnitten, die anderen hielten sie schlicht für Wilde, die nicht viel mehr zustande brachten, als an ihren Berghängen herumzuklettern und sich ansonsten von rohem Fleisch zu ernähren. Ich halte beide Meinungen nicht für richtig, der Rabe bewies eher mehr denn weniger meine Theorie.

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