Gerhard Schumacher - Marrascas Erbe

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Jakob Zimmermann kommt 1932 nach Artà auf Mallorca, das Erbe des ihm unbekannten Xavier Marrasca anzutreten. Marrasca macht in einem persönlichen Schreiben an ihn einige mysteriöse Andeutungen über die Umstände des Erbes, was ihm umso verwunderlicher ist, da Marrasca um die Jahrhundertwende vor Canyamel ertrunken ist und Zimmermann gar nicht kennen kann. Zusammen mit zwei dem guten Leben zugetanen Geistlichen bemüht sich Zimmermann um Klärung und gerät immer tiefer in den Sog von Intrigen und Verbrechen um politische Macht und sehr viel Geld

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„Außerdem“, fügte ich hinzu, „haben meine Eltern und andere nahe Verwandte immer betont, wie sehr mein Aussehen dem meines Großvaters ähnelte. Sobald während einer Familienfeier jemand dieses Thema anschnitt, zog sich mein Vater aus Spaß in einen Schmollwinkel zurück und tat beleidigt, weil er seinen Anteil an meiner Existenz nicht genügend gewürdigt sah.“

Ich fragte Don Remigio, ob er sicher sei, daß die Fotos überhaupt auf der Insel gemacht wurden. Vielleicht war ja mein Großvater nicht nach Spanien, sondern das Ehepaar Marrasca nach Deutschland gereist. Oder aber man habe sich in irgendeinem anderen Land, zufällig oder nicht zufällig getroffen. Der vorstellbaren Varianten waren nicht wenige.

„Mit Sicherheit kann ich nur sagen, daß die Aufnahmen nicht in Artà gemacht wurden. Vielleicht in Manacor oder in Palma. Es wird schwer sein, das herauszufinden. Andererseits müssen sie vor der Jahrhundertwende entstanden sein, sonst wäre Don Xavier nicht mit drauf. Damals war das Fotografieren noch nicht so üblich wie heute, wo jeder Zweite einen Fotoapparat besitzt. Consuela, ein Vergrößerungsglas bitte.“

Nachdem Consuela das Gewünschte gebracht hatte, schaute er sich die beiden Bilder noch einmal ganz genau an. Dann reichte er sie mir und schob die Lupe über den Tisch.

„Schauen Sie sich einmal die Kaffeekännchen genau an. Sehen Sie die Buchstaben am oberen Rand? Sie sind zwar schwer zu erkennen, aber auf dem einen könnten sie >FORN< heißen. Das andere Kännchen steht auch anders, da sieht man nur noch drei Buchstaben vom Ende der Beschriftung >TRE<. Ich kenne nur ein Café auf der Insel, zu dem diese Buchstabenkombination passen könnte, das Forn des Teatre , eine Bäckerei in Palma“, sagte der Pare.

Mit einiger Mühe entzifferte ich die Buchstaben, jedoch auch nur, weil ich wußte, was sie bedeuten sollten. Immerhin. Wenn es stimmte, was Don Remigio vermutete, hatte die Begegnung hier auf Mallorca stattgefunden und nicht in Deutschland oder sonstwo. Nun mußte ich nur noch herausfinden, ob und wann mein Großvater die Insel besucht hatte. Den Bildern nach zu urteilen, machte es nicht den Eindruck, als würden sich die drei darauf abgebildeten Personen kennen. Dennoch mußte es irgendeine Art der Verbindung zwischen ihnen gegeben haben. Alles andere wäre des Zufalls nun doch zuviel. Aber eine Bekanntschaft zwischen ihnen konnte auch nach den Aufnahmen entstanden sein. Aber diese Dinge mußten herauszubekommen sein, ein Telefonat mit meiner Mutter, einige Briefe müßten Klarheit schaffen.

Auch Don Remigio lächelte mir zu, offensichtlich sehr zufrieden mit seinem detektivischen Gespür.

„Das bringt meine professió so mit sich“, meinte er, machte dann aber ein nachdenkliches Gesicht und fuhr fort, „es gibt nur ein klitzekleines Problem dabei, das Forn des Teatre wurde erst 1927 eröffnet, vor fünf Jahren. Da war der Rabe schon lange tot.“

„Und mein Großvater auch, er ist kurz nach der Jahrhundertwende gestorben. Ich sagte Ihnen ja bereits, daß ich ihn selbst gar nicht mehr kennengelernt habe.“

„Es gibt, wie immer, zwei Möglichkeiten. Entweder ich irre bei der Beschriftung der Kaffeekännchen oder die ganze Angelegenheit nimmt einen äußerst komplizierten Verlauf“, sagte Don Remigio und hatte damit, wie so oft, wieder einmal recht.

Wir verabredeten uns für den kommenden Nachmittag auf meiner Dachterrasse, wollten beide nochmals gründlich über alles nachdenken. Vielleicht gelang es mir bis dahin, ein Telefongespräch mit meiner Mutter zustande zu bringen, das ein wenig Klarheit bringen würde.

Nach Don Remigios Buchstabenkombination hielt ich das Rätsel schon gelöst, war erleichtert, ich selbst zu sein und nicht schon eine dubiose Existenz vor mehr als dreißig Jahren hinter mir zu haben, von der ich zu allem Unglück auch nichts mehr wußte. Ich hatte nicht das geringste Verlangen, ein neuer Dorian Gray zu werden. So kann man sich irren.

Álvaro saß verträumt vor der Tür zur Küche der Bar El Ultim und wartete geduldig auf den Feierabend seiner Angebeteten. Er war, wenn wohl auch noch nicht erhört, doch wenigstens bester Hoffnung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Es war mir an diesem Abend leider nicht vergönnt, Gleiches sagen zu können. Aber immerhin hatte ich ein vorzügliches Essen genossen. Nicht wenig in diesen unklaren Zeiten und überhaupt, man soll ja bekanntlich seine Befindlichkeiten und Wünsche zügeln.

Leicht schwankend begab ich mich zu meiner Heimstatt.

vier / quatre

Das Erste, was mir nach dem Erwachen in den Kopf kam, waren die Schwierigkeiten, eine telefonische Verbindung zu meiner Mutter in Deutschland herzustellen. Das gestaltete sich nicht einfach, ich hatte es mehrfach ausprobiert. Sie selbst hatte keinen Telefonanschluß, ich mußte also zunächst den Kolonialwarenladen gegenüber ihrer Wohnung anrufen, darum bitten, daß man meiner Mutter Bescheid gab, ich würde in einer halben Stunde nochmals anrufen. Das klappte natürlich nur, wenn sie auch gerade zu Hause war. Ich selbst hatte hier in Artà auch kein Telefon, so daß ich im oficina de correus ein Ferngespräch anmelden mußte, das erfahrungsgemäß von einer lausigen Qualität war. Man brauchte nicht wenig Glück, den gewünschten Teilnehmer nicht nur zu erreichen, sondern ihn dann auch noch zu verstehen.

Natürlich war die Fügung des Schicksals auch diesmal keine günstige. Meine Mutter war nicht zu Hause und der Mann im Kolonialwarenladen erwies sich keineswegs als sonderlich hilfsbereit. Ich hinterließ die Telefonnummer der Bar El Ultim und versuchte ihm die Dringlichkeit eines Rückrufs klarzumachen, war mir aber nicht sicher, ob er die Notwendigkeit genauso einschätzte, wie ich es tat.

Deshalb schickte ich noch ein Telegramm an meine Mutter, in dem ich in aller gebotenen Kürze den Sachverhalt und meine Fragen darzulegen versuchte. Aber auch der Weg eines Telegramms war ein langwieriger und konnte ewig dauern. Dafür hatte es einen Preis, dem man durchaus das Prädikat unverschämt anhängen konnte.

Schließlich gab ich Pablo, dem Wirt der Bar El Ultim Bescheid und bat ihn, umgehend Álvaro, der die Bar ja nur in äußersten Notfällen verlies, zu mir zu schicken, wenn ein Anruf aus Deutschland an seinem Apparat auflaufen sollte.

Ich schrieb ihm die deutschen Worte >Bitte warten< und >kommt gleich< auf einen Zettel, die er sagen sollte, wenn am anderen Ende der Leitung eine Frauenstimme für ihn Unverständliches auf deutsch in die Sprechmuschel schrie. Aber schon nach einer kurzen Probe brach ich den Versuch wieder ab, da ich befürchtete, noch mehr Verwirrung anzurichten, als ohnehin schon im weiten Raum zwischen Mallorca und Deutschland stand. Pablo war ein guter Wirt, aber seine Begabung für andere Sprachen als català hielt sich in sehr eng gefaßten Grenzen. Obwohl er selbst ganz anderer Meinung war und mir versicherte, meine Mutter respektvoll, wie es ihr zukam, zu behandeln. Davon war ich reinen Herzens überzeugt, allerdings bezweifelte ich, daß meine Mutter die Ehrerbietung Pablos auch nur in Ansätzen heraushörte, geschweige denn, überhaupt etwas mitbekam von dem, was da verbal temperamentvoll aus ihm herausquoll.

Sodann begab ich mich nach Hause in die scheinbare Sicherheit meines Ohrensessels und hoffte, daß der unwillige Mensch vom Kolonialwarenladen in absehbarer Zeit meine Mutter erreichte, diese sich bei Pablo auch richtig verbunden wähnte und nicht gleich wieder auflegte, weil sie nichts von seinem Redeschwall verstand. Doch auch im Sessel fand ich keine Ruhe, die Unrast trieb mich um und wurde durch die Erkenntnis, nichts tun zu können, außer zu warten, noch verstärkt.

Nach wenigen Minuten begab ich mich ein Stockwerk höher in die Bibliothek und holte die Kladde mit den Haushaltsausgaben aus der oberen Schublade des Unterschränkchens. Der Rabe mußte ein sehr penibler Mensch gewesen sein, denn seine Aufzeichnungen der Ausgaben waren gründlich und akkurat, fast schon pedantisch zu nennen. Jeder einzelne, noch so kleine Posten, war ordentlich aufgeführt und erfaßt, ging in den Tagessaldo ein und der wiederum in die wöchentliche und monatlich Kumulation, man konnte jedes Samenkorn, das einmal gekauft worden war, fast bis auf seinen Ursprung zurückverfolgen. Nach dem Tod des gewissenhaften Buchhalters hatte seine esposa die Kladde nach seinem Vorbild weitergeführt.

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