Martina Wolff - Der Prinzenparkmörder
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„Ein gewisser Marvin Rehbein...Rehlein, keine Ahnung, Yildiz hat seine Personalien aufgenommen und ihn für elf Uhr ins FK1 bestellt."
„Todesursache?"
Wieder einmal versuchte er, seinen bayrisch-schwäbischen Akzent zu verbergen. Immerhin lebte er seit über zwanzig Jahren in Braunschweig. Zumindest gelang es ihm inzwischen, seinen norddeutschen Kollegen in Sachen Sparsamkeit beim Sprechen knallhart Konkurrenz zu machen. Aber Hochdeutsch würde er wohl niemals lernen. Anfangs hatte er seine Schwierigkeiten mit der kurz angebundenen Art der Braunschweiger gehabt. Er hatte sie als arrogant und unhöflich, darüber hinaus als stocksteif und humorlos empfunden. Doch mit der Zeit hatte er sich an die dröge Mentalität der Niedersachsen gewöhnt. Seine Heimatstadt Augsburg vermisste er nur noch bezüglich gewisser kulinarischer und alkoholischer Genüsse, wobei er einem guten Kelters Premium vor jedem bayrischen Bier den Vorzug gegeben hätte. Aber echte schwäbische Maultaschen, Kässpätzle und Schupfnudeln hatte er im Norden bislang für seine schwäbischen Geschmacksnerven nur als ungenießbare Fakeversionen auf Jahrmärkten gefunden.
„Das Opfer ist wahrscheinlich mehrfach überfahren worden, hier, er ist von oben bis unten mit riesigen Hämatomen übersät, und ich vermute, dass es in seinem Körper keinen Knochen mehr geben wird, der nicht gebrochen ist. Er muss Fesseln getragen haben, seine Handgelenke weisen Einschnitte auf. Möglicherweise von einem Kabelbinder. Außerdem hat er eine Schnittwunde im Gesicht, die vielleicht von einem Unterbodenblech oder ähnlichem stammt. Die KTU wird die Kleidung des Toten jedenfalls auf Lackreste oder ähnliches untersuchen müssen. Aber die Verletzungen sind typisch."
Norbert mochte den jungen Rechtsmediziner. Sie duzten sich seit einiger Zeit, obwohl Dr. Christoph Zutschke dreizehn Jahre jünger war. Norbert bewunderte Menschen, die nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung noch einmal die Schulbank drückten, um von vorn anzufangen. Zutschke hatte ihm einmal erzählt, dass er früher Physiotherapeut gewesen sei, ihm das aber irgendwann nicht mehr gereicht hatte. Und so hatte er Medizin studiert. Er war leidenschaftlicher Forensiker und im Raum Braunschweig einer der Besten seines Fachs.
„Ist der Fundort auch der Tatort?"
„Die Spurensicherung hat nichts dergleichen ergeben", erwiderte Zutschke, „keine Reifenspuren auf dem Weg und auch nicht auf der Grasnarbe. Das Opfer wurde eindeutig post mortem hier abgelegt. Es muss zu Fuß hierher geschleppt worden sein."
„Also Vorsatz."
Zutschke nickte und grinste dabei.
„Ja, die Leiche ist jedenfalls nicht allein hierhergelangt."
„Todeszeitpunkt?"
Norbert war noch zu müde, um auf den Scherz des Rechtsmediziners einzugehen.
„Die Leichenstarre ist voll ausgebildet. Seinem Zustand nach muss er mindestens vierzehn Stunden tot sein. Die Nacht war nicht sonderlich heiß, deshalb gehe ich davon aus, dass er zwischen gestern Mittag 13.00 Uhr und 17.00 Uhr am Nachmittag sein Leben ausgehaucht hat. Genaueres..."
„...nach der Obduktion", beendete Norbert den Satz. „Ist etwas über die Identität bekannt?"
„Das fragst du am besten den schlauen Rolf. Ich bin hier nur der Leichenfledderer."
Zutschke hob bedauernd die Schultern und wandte sich wieder dem Toten zu. Norbert drehte sich um und ging zu dem Ermittler, der eigentlich Rolf-Peter Allershausen hieß. Er war der Leiter der KTU und ein begnadeter Kriminaltechniker, ein Umstand, dem er seinen Spitznamen verdankte. Wer war nur darauf gekommen? Norbert wusste es nicht mehr. Der fast zwei Meter große Techniker hatte offenbar bereits mitbekommen, was Norbert wissen wollte.
„Bei dem Toten handelt es sich um Ludwig König, dreiundfünfzig Jahre alt, steinreicher Besitzer des Nissan-Autohauses König GmbH in Lamme. Er hat Filialen in allen größeren Städten Niedersachsens und noch eine Infiniti-Vertretung in Hannover. Insgesamt sechs Autohäuser. Witziger Name übrigens. Dreh den mal um. Würde mich nicht wundern, wenn sein Haus aussieht wie Neuschwanstein. Jedenfalls ist der ein richtiger Geldsack. Seine Erben werden sich freuen."
Norbert musste immer an John Wayne denken, wenn Allershausen redete. Er hätte gut der Synchronsprecher des US-Schauspielers sein können. „Könnte da das Motiv liegen?" Er sah den Techniker an. Ihm als gebürtigem Bayern war die Namensgleichheit des Opfers und dem bayrischen König Ludwig II. natürlich bereits aufgefallen. Er hätte sich nicht gewundert, wenn der Spitzname des Toten „Kini“ gewesen wäre. Aber das würde er wohl nun nicht mehr erfahren. „Immerhin ist er überfahren worden. Vielleicht hat der Mord mit seinem Beruf zu tun."
„That's your job." Der schlaue Rolf packte seine Utensilien zusammen, um sich im nächsten Moment mitsamt seinem großen schwarzen Technikerkoffer in seinen schon etwas in die Jahre gekommenen goldfarbenen Peugeot zu setzen und in Richtung Polizeidirektion davonzubrausen. Dort würde er die Ergebnisse seiner Untersuchungen in einem kleinen, aber mit allen technischen Finessen eingerichteten Büro auswerten.
Nach dem Gespräch mit dem Rechtsmediziner und nachdem alle Arbeiten am Fundort erledigt worden waren, ging Norbert in Richtung Absperrband, wo er auf den Leichenwagen wartete, der die sterblichen Überreste Ludwig Königs in die Rechtsmedizinische Abteilung des Klinikums Celler Straße bringen würde. Seit einiger Zeit hatte das Fachkommissariat 1, kurz FK1, wie sich die Abteilung für Tötungsdelikte nannte, ein neues Bestattungsunternehmen unter Vertrag, nachdem man festgestellt hatte, dass der bisherige Bestatter der örtlichen Presse gegenüber allzu aufgeschlossen gewesen war, wenn es sich bei seinen Klienten um Tote handelte, die gewaltsam aus dem Leben gerissen worden waren. Der neue Bestatter hatte sich als schnell und zuverlässig und ebenso verschwiegen erwiesen und so den alten nach zwanzig Jahren abgelöst.
Von fern sah Norbert den Leichenwagen über die Ebertallee in Richtung Kreuzteich kommen. Er winkte dem Fahrer und seinem Helfer zu und bedeutete ihnen, hinter ihm herzufahren. Er hob das Absperrband an, um dem Totentransporter die Durchfahrt zu ermöglichen. Die Gaffer hatten die Szene inzwischen verlassen. Offenbar gab es nichts mehr, mit dem man seine Sensationsgier hätte befriedigen können. Am Fundort angekommen, öffneten die beiden Bestatter die Flügeltüren des Fahrzeuges und holten den silberfarbenen Zinksarg heraus, in dem König seine Fahrt in die Rechtsmedizin antreten würde. Ein paar Beamte entfernten schließlich das Band, nichts erinnerte nun noch daran, dass hier vor wenigen Stunden eine ganze Horde von Ermittlern nach den Spuren eines Mordes gesucht hatten. Gleich fallen die Spaziergänger am Teich ein, dachte Norbert. Sein Magen knurrte. Wie gern wäre er ins nahe gelegene Café Teatime gegangen, um zu frühstücken. Er blickte an sich hinunter und sah seine Kelters-Plauze. Zeit für einen Fastentag, dachte er, und stieg in seinen Wagen.
Drei Monate zuvor
Manchmal kann ich das Gelaber nicht mehr ertragen. Ich sitze hier und höre mir das Gequatsche meiner Klienten an. Mein Gott, die tun alle so, als wäre das, was sie zu sagen haben, wirklich wichtig. Sie sitzen da auf dem Sessel und texten mich zu mit ihren kleinen Scheißproblemen. Am schlimmsten ist die Dicke, die sich hier jede Woche die Augen aus dem Kopf heult, weil ihr Alter sie sitzen gelassen hat. Kein Wunder, an so'n Schwabbel würde ich auch nicht mehr rangehen. Aber natürlich ist alles nur seine Schuld. Er hat sie mit einer Jüngeren betrogen. Mit einer hübschen, schlanken Blonden. Er hat fremdgefickt, hat sie gesagt. Ich hasse dieses Wort. Mama hat früher immer gesagt, sie will das böse Wort mit f in ihrem Haus nicht hören. Aber Schwabbel hat es gesagt. Gefickt. Am liebsten hätte ich gesagt, sie solle mal was für ihre Figur tun, dann würde ihr Alter auch wiederkommen. Aber das geht natürlich nicht. Das ist das Öde an diesem Beruf. Man kann nicht sagen, was man wirklich denkt. Manche meiner Klienten sind einfach austherapiert. Denen kann man nicht helfen. So wie dieser Alkoholiker. Heute war er wieder da. Natürlich hat er die Woche wieder mal nicht trocken überstanden. Ich habe seine Fahne schon gerochen, bevor er die Praxis betreten hat. Ich habe eine sehr empfindliche Nase, wenn es um Alkoholgeruch geht. So hat es bei uns immer gerochen. Tag und Nacht. Mama hatte immer eine Fahne. Wie ich sie dafür gehasst habe! Papa hat sich deswegen aus dem Staub gemacht. Ich hätte mitgehen sollen. Papa hat sein Leben wenigstens in den Griff gekriegt, nach damals. Aber Mama? Sie hat einfach weitergesoffen. Und ich konnte zusehen, wie ich klarkomme. Ein Wunder, dass ich die Schule beenden konnte, Abi gemacht hab, studiert hab. Mein Gott. Meine Voraussetzungen waren wirklich nicht optimal. Aber ich habe es geschafft. Für Julia. Der Alkoholiker hat noch nicht einmal ansatzweise sein Problem erkannt. Er weiß selber nicht, warum er säuft, hat er gesagt. Wie kann man nicht wissen, warum man säuft? Ich habe Alkohol noch nie angerührt. Ich weiß gar nicht, wie der schmeckt. Ich kann mir nicht vorstellen, was die Leute daran finden. Oder wieso man so viel trinken muss, dass man nicht mehr ohne sein kann. Aber es gibt immer eine Ursache, das weiß ich. Bei Mama ist mir wenigstens klar, woran es lag. Aber bei diesem Säufer? Keine Ahnung. Eigentlich ist es mir auch egal. Der hört nie damit auf, glaube ich. Jetzt ist der schon seit drei Monaten bei mir in Behandlung, und wir sind noch keinen Schritt weitergekommen. Irgendwann werde ich ihn als nicht therapierbar entlassen.
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