Michael Rot - Japan ist eine Insel

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"Wann kommst du heute heim?"
"Ich unterrichte bis viertel sechs."
"Viertel vor sechs?"
"Nein, viertel nach fünf. Bin so um sechs zu Hause."
"Schön, dass du zum Sex zu Hause bist."
Die Ehe mit meiner japanischen Frau ist immer unterhaltsam, skurrile Missverständnisse prägen unseren Alltag. Humorvolle Episoden begleiten die Leser durch eine Geschichte, in der auch spannende Fakten über Japan nicht zu kurz kommen. Darüber hinaus herrscht in diesem Buch aber pure Subjektivität – gelegentlich auch die Meinung meiner Frau.

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Die Beziehungen zu den Nachbarstaaten Russland, China und Südkorea sind nach wie vor belastet durch Japans Rolle in den Kriegen des 20. Jahrhunderts und bis heute ungeklärte wechselseitige Gebietsansprüche. Dabei geht es nicht nur um Tradition und Nationalismus, sondern auch um handfeste wirtschaftliche Interessen. Zu allem Überfluss heizen gegenseitige Provokationen aller Beteiligten die Konflikte zusätzlich an.

»Hast du endlich etwas gegen diese Polen unternommen?«

»Die sind doch gerade erst eingezogen!«, antwortete ich, überrascht über diese Aussage meiner sonst so ausländerfreundlichen Frau.

»Keine Ahnung, wie man das nennt. Aber wenn sie erst einmal da sind, muss man sofort etwas unternehmen.«

»Was stört dich eigentlich?«

»Wieso mich, du rülpst doch immer die Nase.«

»Du rümpfst die Nase.«

»Nein, du. Ich kann sie nicht riechen.«

»Ich weiß nicht, was du meinst. Sie machen keinen Lärm, sie stinken nicht, man sieht sie ja kaum.«

»Atomstrahlung sieht man auch nicht. Sogar in der U-Bahn habe ich von einem Polen-Fluch gelesen.«

»Mich begeistert der Rechtsruck in Polen auch nicht. Aber deshalb gleich einen Polen-Fluch heraufzubeschwören?«

»Wieso rechts? Die kommen von allen Seiten, ohne Grenzen!«

»Was in aller Welt haben dir diese Leute getan?«

»Was für Leute? Ich rede nur von den Polen.«

»Ich glaube, wir sprechen gerade nicht dieselbe Sprache.«

»Deutsch, oder?«

»Ich bin nicht sicher. Über unsere neuen Nachbarn sind wir jedenfalls unterschiedlicher Meinung.«

»Magst du sie etwa nicht? Die sind doch aber sehr sympathisch.«

»Du hast doch gesagt, ich soll etwas gegen die Polen unternehmen!«

»Genau! Kümmere dich um deine Nase, und lass unsere netten Nachbarn in Ruhe!«

»Die kommen aber aus Polen.«

»Aus pōrando ? Ich wusste es nicht. Sagt man ›Polen‹ auf Deutsch? Lustig, dasselbe Wort.«

»Welches selbe Wort?«

»Wie deine Polen.«

»Wer bitte sind meine Polen?«

»Die ganze Zeit rede ich davon! Die Polen, die in der Luft fliegen. Warum du dauernd niesen musst.«

»Du meinst den Pollen-Flug von den Bäumen?«

»Sag ich doch!«

Japan zwischen Pazifischem Ozean und Chinesischem Meer Ungeachtet der - фото 8

Japan zwischen Pazifischem Ozean und Chinesischem Meer

Ungeachtet der politischen Spannungen baut Japan die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten konsequent aus. Immer mehr Firmen haben Niederlassungen in China, und Südkorea ist ohnehin einer der wichtigsten Handelspartner. Ein in Planung befindlicher Tunnel zwischen der japanischen Insel Hokkaidō und dem russischen Sachalin soll Japan sogar mit dem europäischen Eisenbahnnetz verbinden.

Nur mit Nordkorea ist eine Normalisierung der Beziehungen nicht in Sicht. Ganze 450 Kilometer trennen Japan von diesem roten Fleck auf der Landkarte. Das ist die Entfernung Wien-München, keine relevante Distanz für moderne Lenkwaffensysteme. Niemand weiß genau, über welche Kriegsgeräte Nordkorea tatsächlich verfügt. Die in regelmäßigen Abständen in Richtung Japan abgefeuerten Missiles legen zwar kaum den halben Weg zurück, dennoch erwecken die im Fernsehen verbreiteten Bilder den Eindruck beängstigender Nähe.

Dazu kommen die unvergessenen Entführungen japanischer Staatsbürger nach Nordkorea, die vor allem in den 1970er- und 80er-Jahren an der Tagesordnung waren.

Als einer von vermutlich sehr wenigen Europäern hatte ich 1988 Gelegenheit, zwei Wochen in Nordkorea zu verbringen. Und diese Erfahrung war – abgesehen von der zuvorkommenden und komfortablen Betreuung, die mir und allen anderen geladenen Künstlern zu Teil wurde – bei etwas näherer Betrachtung tatsächlich beängstigend. Und obwohl inzwischen der Enkel des damaligen Führers Kim Il Sung die Macht übernommen hat, so nähren die wenigen relevanten Nachrichten aus dem hermetisch abgeriegelten Land meine Überzeugung, dass seither nichts besser geworden ist, eher im Gegenteil.

»Ich habe Schwierigkeiten mit meinen Polen«, erklärte meine Frau zwei Wochen später.

»Du plötzlich auch?«, fragte ich misstrauisch. Noch einmal würde ich nicht auf den Polen-Fluch, Verzeihung Pollen-Flug hereinfallen.

»Die Ärztin hat gesagt, ich muss etwas unternehmen.«

»Du kannst gerne eine von meinen Tabletten haben.«

»Was für Tabletten? Diesmal geht es doch um meine Nase.«

»Und die braucht eine andere Behandlung als meine?«

»Seit wann hast du Probleme mit den Polen?«

»Aber das weißt du doch.«

»Ist mir neu.«

»Also, jetzt noch einmal ganz langsam zum Mitschreiben.«

»Warum willst du mitschreiben?«

»Das sagt man nur so.«

»Was schreibt man dann?«

»Nichts.«

»Aha!«

»Man spricht und denkt nur langsam, damit alles klar wird.«

»Wie langsam?«

»Willst du das genau wissen?«

»Ich möchte es richtig machen.«

»Egal, einfach langsam.«

»Ich spreche immer langsamer als du.«

»Schon gut! Was ist jetzt mit deinen Pollen?«

»Wieso Pollen? Das sind doch die, die in der Nase kitzeln?«

»Genau, und jetzt hast du auch Probleme?«

»Keine Spur, nur meine Polen machen mir zu schaffen.«

»Du meinst jetzt aber nicht unsere Nachbarn?«

»Was haben die mit meiner Haut zu tun?«

»Deine Haut? Dann brauchst du vielleicht eine kosmetische Behandlung, um die Poren zu reinigen.«

»Sag ich doch.«

Anders als in Europa spürt man in Japan häufig die Präsenz Nordkoreas. Und die auch von amerikanischen und europäischen Medien regelmäßig geschürten Ängste darf man sich hier in Japan potenziert vorstellen. Genau diese Ängste benützt der seit 2012 regierende Premierminister Shinzō A'be, um seine Pläne zum massiven Ausbau der japanischen Streitkräfte im Parlament durchzusetzen. Dazu muss allerdings die von den Siegermächten im Jahr 1946 aufgezwungene pazifistische Verfassung geändert werden, worin Japan »für alle Zeiten auf den Krieg als ein souveränes Recht der Nation« verzichtet (Artikel 9 der japanischen Verfassung von 1946, die 1947 in Kraft trat). Die irrationalen Ängste vor angeblicher Expansionspolitik Chinas und der Unberechenbarkeit Nordkoreas dienen als Vorwand, eine militärisch relevante Armee unter dem Deckmantel der erweiterten Selbstverteidigung zu schaffen. Die Bevölkerung steht diesen Plänen mehrheitlich skeptisch bis ablehnend gegenüber, kann sich aber der von der Regierung gesteuerten Informationspolitik nicht entziehen. Außerdem sind Japaner anderweitig beschäftigt – mit ihrer Arbeit, mit dem Beruf, mit der Firma, den Vorgaben des Chefs, der Konkurrenz mit den Kollegen – oder mit dem Erlernen ihrer Muttersprache.

Als typisch österreichischen Neujahrsgruß hatte ich meinem Chiropraktiker eine kleine Marzipanfigur mitgebracht, wofür er sich mit »tabereru« bedankte.

Hmm! Das war doch kein Dank. Das war eine Feststellung, oder doch eine Frage? Üblicherweise endet eine Frage mit dem Partikel »ka« . Aber nicht immer, und nicht unbedingt, schon gar nicht in der Umgangssprache.

Also: taberu ist ein Verbum und heißt »essen«.

In Ermangelung personenbezogener Konjugationen heißt es natürlich auch »ich esse, du isst, er isst,...«, sowie in Ermangelung eines Futur auch »ich werde essen, du wirst essen, ...«.

Halt, ich hab’s! Er meint sicher: »Ich werde es essen.« Gut so. Alles klar. Bis zur Verabschiedung am Ende der Sitzung.

»Stopp!!«, dachte ich, er hat tabereru gesagt, nicht taberu , das ist ein re zu viel.

Im Geiste scrollte ich meine Konjugationstabellen durch: taberu , tabenai , tabemasu , tabemasen , etc.; Negation, Passiv, Causalis, Volitionalis ... was zum Teufel?

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