Michael Rot - Japan ist eine Insel

Здесь есть возможность читать онлайн «Michael Rot - Japan ist eine Insel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Japan ist eine Insel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Japan ist eine Insel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Wann kommst du heute heim?"
"Ich unterrichte bis viertel sechs."
"Viertel vor sechs?"
"Nein, viertel nach fünf. Bin so um sechs zu Hause."
"Schön, dass du zum Sex zu Hause bist."
Die Ehe mit meiner japanischen Frau ist immer unterhaltsam, skurrile Missverständnisse prägen unseren Alltag. Humorvolle Episoden begleiten die Leser durch eine Geschichte, in der auch spannende Fakten über Japan nicht zu kurz kommen. Darüber hinaus herrscht in diesem Buch aber pure Subjektivität – gelegentlich auch die Meinung meiner Frau.

Japan ist eine Insel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Japan ist eine Insel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ganz anders die Japaner. Der Wunsch übers Meer zu reisen, andere Welten zu entdecken, schlicht ihre Insel zu verlassen, liegt ihnen nicht im Blut. Im Gegensatz zu vielen anderen Inselbewohnern schloss sich Japan mehrmals und über lange Zeit von der Außenwelt ab. Man kapselte sich gleichsam ein, nützte die geographische Lage, um mehr oder weniger unbehelligt zu bleiben, und blieb mehr oder weniger unbehelligt. So entstand im Laufe der Jahrtausende eines der ethnisch und linguistisch vermutlich homogensten Völker der Welt.

Tatsächlich findet sich in der japanischen Bevölkerung Erbgut von mindestens fünf genetischen Gruppen, was auch die nach wie vor unterscheidbaren Gesichtsformen und Hauttypen erklären kann.

Die Entwicklung dieser hohen Homogenität wäre ohne die Insellage nicht möglich gewesen, und sie hat sich bis heute nicht wesentlich verändert – die Homogenität (aber die Insellage auch nicht). Lediglich zwei Zahlen aus dem Jahr 2014 genügen, um den Grad an Homogenität zu veranschaulichen: 99 Prozent aller in Japan lebenden Menschen sind gebürtige Japaner mit japanischer Muttersprache, umgekehrt leben 99 Prozent aller Japaner weltweit in Japan. Die Vergleichszahlen für Österreich sind: 80 und 95 Prozent (für Deutschland ebenso).

(Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass es notwendig sein könnte, zu definieren, was eine Insel ist? Für die Zählung der japanischen Inseln wurde das formuliert als »eine vollständig von Meerwasser umgebene Landmasse, die auch bei Hochwasser mit zumindest hundert Metern Durchmesser aus dem Meer ragt«.)

Die offizielle Geschichte Japans beginnt im Jahr 660 vor unserer Zeitrechnung mit der Thronbesteigung des ersten – mythischen – Kaisers [ te'nnō ] . In dieser Epoche fanden auch die Besiedlung der japanischen Inseln und damit die genetische »Grundmischung« der indigenen Japaner ihren Abschluss. Seit damals blieben die Japaner also sozusagen unter sich. (Bis vor 20 000 Jahren waren die japanischen Inseln mehrmals durch Landbrücken mit dem Festland verbunden – wie übrigens auch England. Aber wer braucht das schon?)

Man stelle sich zum Vergleich ein 2500 Jahre genetisch einheitliches Europa - фото 4 Man stelle sich zum Vergleich ein 2500 Jahre genetisch einheitliches Europa - фото 5

Man stelle sich zum Vergleich ein 2500 Jahre genetisch einheitliches Europa vor, ohne die Hegemonie der Römer, ohne 400 Jahre Völkerwanderung, ohne die Diaspora der Juden, ohne die Streifzüge Napoleons, den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn, die ständig wechselnden Deutschen Staatenbünde, die erst 1954 abgeschlossene Staatswerdung Italiens, den Zerfall Jugoslawiens, der Sowjetunion, die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands, die wechselvolle Geschichte Polens, des Elsass, Belgiens oder der Niederlande. Was wäre Europa ohne das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, was wären Spanien und Portugal ohne den Einfluss von 780 Jahren maurischer Herrschaft, was wäre Griechenland ohne die Osmanen (vielleicht nicht pleite?), und überhaupt sind die Magyaren Asiaten.

Ganz anders in Japan. Also, Asiaten sind sie auch, aber der Rest der Geschichte verlief anders. In den frühen Kaiserepochen gab es noch Kontakte zu China und Korea, was schließlich auch zur Übernahme der chinesischen Schrift ab dem fünften Jahrhundert führte. Danach setzte aber eine erste Phase weitgehender Isolation ein. 1534 landeten die Portugiesen als erste Europäer auf dem Inselreich. Gemeinsam mit Spaniern und Niederländern begannen sie mit Japan Handel zu treiben.

Anfänglich lernten sie eifrig voneinander, vor allem übernahmen die Japaner Kenntnisse in Waffentechnik (sie kannten bis dahin keine Feuerwaffen), im Schiffbau und der Navigation. Von den Niederländern erwarben sie auch medizinisches Wissen.

Schon damals waren die Europäer erstaunt über die japanischen Essgewohnheiten. Vor allem die Tatsache, dass sie ihre Speisen nicht mit den Händen berührten, sondern mit Stäbchen. Beim Studium zeitgenössischer Berichte fragt man sich allerdings, welches Benehmen die europäischen Dinnergäste wohl an die Nacht gelegt haben mögen. Es wird schon einen Grund gehabt haben, warum die Japaner sie »Südbarbaren« [ namban-jin ] nannten. Das »Süd« mag verwirrend erscheinen, kamen die Fremden doch global gesehen aus dem Westen. Regional betrachtet erreichten sie die Insel Kyushu allerdings von Süden her.

Anfänglich verliefen die Handelsbeziehungen zu beiderseitigem Nutzen. Die Portugiesen betätigten sich als Zwischenhändler für die in Japan begehrten chinesischen Waren, nachdem der direkte Handel mit China wegen Piraterie und zahlreicher Scharmützel zum Erliegen gekommen war. Im Gegenzug exportierte Japan Gold, Silber und Kupfer. Während die protestantischen Niederländer sich mit den wirtschaftlichen Erfolgen begnügten, brachten die katholischen Spanier und Portugiesen auch ihre Missionare ins Land. Aber selbst die wurden anfänglich gut aufgenommen, die neue Religion fand auch einige Verbreitung; in Nagasaki, im Süden der Insel Kyushu, erlangten die Jesuiten sogar Jurisdiktion. (Kyushu heißt auf Deutsch »neun Länder«, was sich immer noch in den sieben Präfekturen der Insel wiederspiegelt!?)

Aber die Missionstruppen begannen, shintō -Schreine und buddhistische Tempel zu zerstören. Sie schmuggelten trotz erlassener Verbote weitere Priester ins Land, hetzten konvertierte und nicht konvertierte Einheimische gegeneinander auf und betrieben die Missionierung mit missionarischem Eifer. Das führte schließlich 1639 zum Bruch mit den Europäern und zur völligen Abschottung des Landes für mehr als zweihundert Jahre. Aus- und Einreise waren für Japaner wie für Ausländer verboten, der Handel mit anderen Ländern kam fast völlig zum Erliegen; einzig den Niederländern verblieb eine kleine Handels-Enklave auf der Insel Dejima vor Nagasaki.

Zunächst bescherte die Abschottung dem Land steigenden Wohlstand. Kein Wunder, kannte es doch – begünstigt durch mildes Klima, fruchtbaren, wenn auch rohstoffarmen Boden sowie Fischreichtum (»Insel!«) – keine Nahrungsprobleme; solange – und das war der springende Punkt – solange die Bevölkerung eine bestimmte Größenordnung nicht überstieg. Im 19. Jahrhundert war Japan schließlich nicht mehr in der Lage, sich mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen zu versorgen; das Land verarmte zusehends.

Auf massiven Druck der USA musste Japan schließlich seine Isolation aufgeben. Mit Unterstützung des Westens konnte es auch einiges an Modernisierung und Industrialisierung aufholen.

Der Ende des 19. Jahrhunderts als Berater tätige Flussbauingenieur Johannis de Rijke vermerkte angesichts des Flusses Jōganji: »Das ist kein Fluss, sondern ein Wasserfall« (3). Nun mag ein Holländer nicht unbedingt prädestiniert sein, Steigungen und Gefälle sachkundig zu beurteilen; tatsächlich stößt kommerzielle Schifffahrt in Japan aber auf erhebliche Hindernisse.

(3) Rein, Johann Justus: Japan nach Reisen und Studien, 1886, Bd. 1, S. 102ff.

»Ich habe gelesen, in Japan seien die Flüsse nicht schiffbar.«

»Stimmt nicht. Ich habe selbst auf einem Rundfahrtschiff in Ōsaka gearbeitet – als Kellnerin an der Schiffsbar«, entgegnete meine Frau.

»Dort stand, die Flüsse haben zu viel Gefälle.«

»Genau! Besonders wenn das Hochwasser kommt, sind sie sehr gefällig.«

»Gefährlich, meinst du.«

»Sag ich doch.«

Gleichzeitig wollte Japan den wirtschaftlichen Problemen durch Ausdehnung der politischen Einflusssphäre begegnen, was schließlich in mehrere Kriege mit den Nachbarstaaten mündete, deren Gräuel ihren Höhepunkt in den ruhmlosen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges in China und Korea fanden. Japan selbst war in seiner 2500-jährigen Geschichte kaum äußeren Einflüssen wie Einwanderung oder Fremdherrschaft ausgesetzt. Erst die amerikanische Besatzung von 1945 bis 1952 veränderte das Land von Grund auf, hinterließ jedoch keine ethnischen Spuren – und außer ein paar Fremdwörtern auch keine Englischkenntnisse.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Japan ist eine Insel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Japan ist eine Insel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Japan ist eine Insel»

Обсуждение, отзывы о книге «Japan ist eine Insel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x