Jay Bates - Der Schnüffel-Chip

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Computer umgeben dich überall. Du trägst sogar einen Chip bei dir. Er enthält Daten über dich. Sie können sie lesen, per Funk, ohne dass du es merkst. Sie wissen, wer du bist, wo du bist und was du gekauft hast. Wenn sie dich manipulieren wollen, können sie die Daten sogar ändern. Auch das merkst du nicht. Damit haben sie dich in der Hand. Du bist die Fliege im Spinnennetz der Informationen. Dein Datenschatten verlässt dich nie. Sie können dir sogar einen Mord in die Schuhe schieben. Und sie sind überall. Sie haben die Technologie. Glaubst du im Ernst, sie würden sie nicht benutzen?!
Der RFID-Chip ist ein Beispiel dafür – er steckt in unseren Pässen. Er kann automatisch, berührungsfrei und unbemerkt ausgelesen werden. Vielleicht sogar gestohlen werden. «Identitätsdiebstahl». Wer damit einen Mord begeht, ist fein heraus. Doch je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall. Deswegen kommt Kommissar Lander dem Mörder auf die Spur. Ob der aber oder ein Unbeteiligter im Netz des Überwachungsstaates hängen bleibt, ist längere Zeit nicht klar. Die Nebenwirkungen, die der volle Einsatz der elektronischen Schnüffelmethoden bei allen Beteiligten auslöst, sind auch nicht unbeträchtlich. So bleiben am Ende ganz andere Opfer auf der Strecke – wir alle.

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Bekovitch dagegen hätte das Vorbild für Otto Normalverbraucher abgeben können, nichts an seiner Gestalt oder seinem Aussehen war außergewöhnlich. Er hätte als Werbeträger für eine Krankenkassenbrille getaugt. Dabei war er nicht spießig, nicht vulgär, nicht primitiv – eigentlich nur durch fehlende Eigenschaften zu beschreiben. Sozial eingepasst wie ein Zahnrad in einem Schweizer Uhrwerk. Unaufdringlich. Unauffällig. Jeder Ortsverein hätte ihn als gemeinsamen Nenner zum Vorsitzenden gewählt.

Natürlich kritisierte Clot auch die tägliche Lektüre Bekovitchs, die Zeitung ”von Proleten für Proleten”, wie er nicht müde wurde zu betonen. Klar, Clot Fillol hatte studiert und Bekovitch gehörte zu dem Teil der Bevölkerung, die ihm sein Studium finanziert hatte... und er war der Ansicht, dass des Volkes Meinung oft gar nicht schlechter war als die verschrobenen unverständlichen Aussagen der so genannten Fachleute. Außerdem nützte er seinen täglichen kleinen Spaziergang, bei dem er die Zeitung besorgte, auch dazu, wieder ein Zigarettchen zu rauchen.

Stirnrunzelnd blickte Clot nun auf, als Bekovitch laut zu vorzulesen begann: „Entsetzlich Ausrufezeichen. Sex Bindestrich und Gewaltvideos auf unseren Schulhöfen. Der neueste Horrorclip Doppelpunkt ein schwarzer Mitbürger wird von Messerstechern regelrecht massakriert. Von Zwölfjährigen zwei Ausrufezeichen. Wann hat der Wahnsinn endlich ein Ende Fragezeichen.”

Plötzlich war es still im Raum. Alle Blicke waren auf Beko gerichtet.

Lander sprach als erster: „ Wie bitte? Habe ich...”

„Du hast richtig gehört! Das scheint unser Fall zu sein... unser so genanntes Rohheitsdelikt

„Steht irgendetwas von Krawallen da? Jugendliche, die gegen den Tod des Schwarzen demonstrieren? Autos anzünden, Geschäfte plündern?“

„Nein, scheint alles ruhig geblieben zu sein. War wohl zu schwarz, der Bursche. In dieser Gegend leben eigentlich mehr Nordafrikaner, hellere.“

Lander musste die faule Bande offensichtlich mal wieder anschieben: „Dann mal los, worauf wartest du noch? Ist es schon auf YouTube ? Ab in die Redaktion: Woher ist das Video? Welche Schule? Vermutlich haben die einen Sozialarbeiter oder Sicherheitsmann auf dem Schulhof, quetsch’ den aus... na, du weißt schon. Bring’ den Urheber des Videos am besten gleich mit...”

Beko protestierte: „Du machst wohl Witze! Einen Zwölfjährigen?! Wie stellst du dir das vor? Eher kann ich den Papst verhaften!”

„Na und? Dir traue ich doch alles zu!“

Das war Motivation und gruppendynamische Auflockerung in einem. Beko würde alles heranschleppen, was zu bekommen war. Damit war der Fall so gut wie gelöst.

22.

Der Minister hatte das Sendegebäude noch nicht verlassen, da war schon der Teufel los. Krahl war weiß vor Wut und nahm in den wenigen kurzen Telefonaten, die er im Hinausstürmen mit seinem Handy führte, kein Blatt vor den Mund. In seinem Ministerium purzelten die Mitarbeiter, die den Werbeauftritt für die ePässe in der Sendung geschickt arrangiert zu haben glaubten, durcheinander wie die Kegel.

Noch ehe die Sendung zu Ende war, hatte der Leitende Redakteur schon Besuch von zwei sehr unfreundlich aussehenden Herren. Nachdem sie kurz, aber nachdrücklich ihre Missbilligung über diesen Beitrag und die Konsequenzen für den Sender im allgemeinen und seinen Job im besonderen kundgetan hatten, kamen sie ohne Umschweife zur eigentlichen Sache: „So, nun sagen Sie uns, wie Sie das gemacht haben! Oder war das nur eine alberne Spielerei mit einer Manipulation des Lesegerätes oder der Anzeige?”

„Nein, keineswegs. Die Änderungen waren echt. Wir hatten zwei Reader , also Lesegeräte im Sofa, auf dem die beiden saßen, allerdings mit zusätzlicher Schreibeinrichtung. Hinter der Bühne saß unser Experte mit seinem Laptop und aktivierte den Schreibvorgang.”

Die Besucher schnappten nach Luft und tauschten ungläubige Blicke. „Die Änderungen waren echt ?! Der Minister und dieser Kabarett-Clown laufen jetzt mit falschen Ausweisen durch die Gegend?“

Der Redakteur hob beschwichtigend die Hände. Er glaubte, alles noch glatt bügeln zu können. „Nein, was denken Sie denn? Im Golden Gate haben wir natürlich die Daten wieder zurückgesetzt.“

„Wo?“

„In unserem goldenen Auftrittsportal... so nennen wir es. Deswegen heiß die Sendung auch so.“

Das schien die beiden Racheengel hinreichend zu besänftigen. Sie konzentrierten sich auf die nächste Frage: „Woher haben Sie die Reader?”

„Im Internet gekauft und umprogrammiert.”

„Na, zau-ber-haft!”, sagte einer der beiden, jede Silbe betonend, „das ist illegal. Sie haben sich strafbar gemacht. Und woher haben Sie den Code?”

„Von unserem Experten.”

„Und wer ist der Experte?”

„Informantenschutz!”

„Na, toll! Wun-der-bar! Hilft Ihnen auch nichts. Straftatbestand Nummer zwei.”

Der Redakteur entgegnete nichts.

Die Besucher wurden deutlicher: „Also – unterm Strich – Sie haben der Öffentlichkeit suggeriert, die ePässe hätten Schwachstellen.“

Noch gab der Redakteur nicht auf: „Nicht suggeriert, bewiesen! Es ist unser gutes Recht, auf Schwachstellen der ePässe hinzuweisen. Pressefreiheit, falls Sie verstehen, was ich meine... Investigativer Journalismus.“

„Ihre Pressefreiheit können Sie sich...“ Er fing sich wieder: „Das ist kein Journalismus, das ist Geheimnisverrat und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Strafbar! Ich sage Ihnen, was die Experten sagen: ein ePass kann nicht unbemerkt gelesen werden. Und ein Schreibzugriff ist ein Märchen, so etwas geistert nur durch die Verschwörerseiten des Internet! Oder sind Sie klüger als unsere Experten?!?“

Der andere assistierte: „So, passen Sie auf, wir machen folgendes: die Reader und die Schleuse nehmen wir mit. Übermorgen, in der nächsten Sendung, machen wir dasselbe noch einmal, nur mit Ihnen und dem kleinen Moderationsfuzzi. Sie versuchen, Ihre zwei Identitäten zu ändern, vor laufender Kamera. Von mir aus auf Dick und Doof oder Jekyll und Mister Hyde. Pässe sichtbar, Reader sichtbar, Experte sichtbar. Wenn Sie wollen, mit Kapuze. Informantenschutz, he he! Hilft Ihnen auch nichts. Dann wollen wir doch mal sehen! Das wird nämlich nicht klappen. Sie werden den Pass nicht einmal lesen können!”

Der Redakteur blieb immer noch stumm.

„Und dann sitzt Ihr Intendant auf der Bühne, entschuldigt sich in aller Form und erklärt, dass das Ganze ein Trick war. Der Anzeigebildschirm war angezapft und bekam seine falschen Identitäten aus einem zweiten Rechner. Das zeigt er dann auch vor. Es war ein Trick, haben wir uns verstanden!? Ein Jux! Sie brauchten Quote. Und bitte glaubhaft! Auf Wiedersehen.”

Im Hinausgehen drehte sich einer der beiden noch einmal um und schoss mit verächtlich herabgezogenen Mundwinkeln einen kalten Blick auf den Redakteur ab. „Übrigens, wussten Sie, dass der Innenminister und Ihr Intendant oft zusammen golfen? Zusammen mit dem Bundesanwalt, wenn Ihnen das etwas sagt.“

23.

Die Kneipe Les Trois Bouteilles in einer winkligen Hafenstraße Marseilles war vielleicht nicht gerade der Ort, wohin ein hochkarätiger Experte von einem professionellen Headhunter zum Interview gebeten wurde. Aber für Matubo Umptaluobo waren solche Schauplätze Routine, ebenso wie getäfelte Büros im Penthouse eines Glaspalastes, in dem die Führungsspitze eines internationalen Großkonzerns residierte. Er hatte sich in seiner Kleidung dem Ambiente des Treffpunktes angepasst und war nicht im Geringsten überrascht, dass sein Gesprächspartner ebenfalls wie ein einfacher Hafenarbeiter aussah. Ein geübter Beobachter hätte höchstens an ihren gepflegten Händen oder an Matubos randloser Brille erkannt, dass sie im normalen Leben in anderen Kreisen verkehrten.

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