Christina Hupfer - Alles aus den Fugen

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Jeph fehlt ein ganzes Stück seiner Erinnerung. Vor einem halben Jahr stand ihm, mit einunddreissig, noch die Welt offen. Jetzt steht er auf der Straße und weiß nicht weshalb.
Die Polizei hat ihn mit Fotos eines Tatorts konfrontiert, an dem er bewusstlos aufgefunden wurde. Nun beherrscht ihn die schreckliche Frage: Trägt er die Schuld am Tod zweier Menschen? Die Ermittlungen der Polizei verzögern sich aufgrund ausufernder Kriminalität, Personalmangels und einer Pandemie, die alles ausbremst.
Verzweifelt versucht Jeph wieder auf die Beine zu kommen und sich zu erinnern. Unterstützung hat er so gut wie keine. Abgesehen von einem anderen Obdachlosen und einer kranken jungen Frau, die eher selbst Hilfe brauchen könnten.

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„Drei Tage? Das geht schon klar. Du kannst nicht immer alles wegen mir absagen. Und mir geht es grade wirklich nicht schlecht“, sagte sie und versuchte, nicht zu zeigen, wie aufgekratzt sie plötzlich war. „Wirklich, mach dir keine Sorgen!“

„Ich habe ein paar Sachen eingefroren. Pizza ist auch da, und vergiss ja nicht, deine Medikamente zu nehmen. Warum muss ich da jetzt unbedingt hin?“, schimpfte sie weiter. „Urlaub habe ich keinen bekommen. Aber jetzt für diese blöde Schulung, da geht es plötzlich im Büro ohne mich.“

„Mama, jetzt reg dich ab. Genieß es doch einfach mal. Wohin geht es? Nach München? Vielleicht sind ja ein paar nette Leute dabei. Und da gibt es doch sicher auch ein Abendprogramm.“

„Schon, aber wenn was ist, rufst du an! Bei den Chinesen ist ein neues Virus aufgetreten. Ziemlich beunruhigend. Pass auf dich auf! Du weißt ja...“

„Ja doch, ich weiß! Ich muss doch bei jeder Grippewelle aufpassen.“

„Ach Baby, ich lass dich so ungern allein. So kurz nachdem du dich ein bisschen erholt hast.“

„Mama, ich bin kein Kleinkind mehr. Die Notrufnummer kann ich auch selbst wählen, sollte was sein. Aber das wird es nicht. Hab keine Angst.“

„Sicher? Heut morgen warst du noch so zittrig, da sind dir die ganzen Tabletten runtergefallen. Wenn wenigstens Erna da wäre. Aber die ist noch mindestens zwei Wochen in Reha. Oh je, ich muss noch bei ihr die Blumen gießen!“

„Mama, du packst jetzt fertig! Ich gehe nachher rüber und mach das!“

Sie konnte ihrer Mutter nicht sagen, dass sie die verfluchten Tabletten zwar eingesammelt, aber nicht eingenommen hatte. Weil gerade kein Glas Wasser in der Nähe war. Schnell ließ sie das verräterische Schüsselchen, in dem sie sie deponiert hatte, unter einem Schal verschwinden. Es würde schon gut gehen! Das würde ihr jetzt nicht mehr passieren!

„Ist noch was übrig vom Abendessen? Ich habe gerade richtig Hunger“, fragte sie ablenkend.

„Nein, aber ich kann dir noch schnell was machen.“

„Mama! Ich bin durchaus dazu imstande eine Pizza in den Ofen zu schieben!“

Als die Tür hinter ihrer Mutter endgültig ins Schloss fiel, atmete sie erleichtert auf und ließ sich dann erschöpft auf das Sofa fallen. Beklommen fragte sie sich, ob sich nicht doch wieder eine Schwächeperiode ankündigte. Sie würde jetzt gleich ihre Medizin einnehmen. Aber, was roch da so verbrannt? Um Himmels willen! Die Pizza!!!

In der Kühltruhe fand sich glücklicherweise noch eine von Ernas Hühnersuppen. Und gekochte Nudeln im Kühlschrank. Sie setzte sich damit an den Küchentisch am Fenster, von wo aus man ein großes Stück der Straße einsehen konnte. Hier war immer was los. Fast wie im Fernsehen. Ihr Wohnviertel zählte nicht zu den bevorzugtesten dieser Stadt, was man an den lieblos gestalteten Anlagen und den in die Jahre gekommenen Gebäuden unschwer erkennen konnte. Die mehrstöckigen Siedlungshäuser waren vor vielen Jahren für privilegiertere städtische Bedienstete gebaut worden, aber heute wohnten hier Menschen mit geringem Einkommen: Alleinerziehende, Studenten, Rentner. Die Stadtväter sahen keinen Grund in eine Verschönerung zu investieren. Der Ausblick war also nicht gerade erhebend, aber immer kurzweilig. Zu dem günstigen chinesischen Imbiss an der Ecke verirrten sich sogar des öfteren Angestellte des angrenzenden Industriegebiets, die sich ihre Anzüge mit Nudeln bekleckerten. Kira und ihre Mutter waren froh als sie vor einem Jahr diese günstige Wohnung beziehen konnten. Mit dem Gehalt für die Halbtagsstelle im Krankenhaus-Sekretariat brachte Frau Martens ihren Zweipersonenhaushalt gerade so über die Runden. Der Nachhilfeunterricht, den Kira an guten Tagen geben konnte, und ein paar kleinere Aufträge für Übersetzungen sorgten für ein wenig Taschengeld, oder es ging gleich für neue Stärkungsmittel drauf, die diesmal — wirklich garantiert! — Hilfe versprachen.

Ein weiterer Glücksfall war die Bekanntschaft mit Erna. Nur wenige Wochen nachdem sie eingezogen waren, fiel sie ihnen praktisch vor die Füße. Samt Fahrrad und einem Korb voller Gemüse. Sie halfen umher kullernde Kartoffeln einzusammeln, Salatköpfe in Tüten zu stopfen und versorgten die alte Dame mit Pflastern und Tinkturen aus ihrer gut bestückten Hausapotheke. Zum Dank dafür wurden sie ab sofort mit Erzeugnissen aus ihrem Schrebergarten verwöhnt. Ab und zu kam sie gleich mit einem ganzen Obstkuchen und verwandelte ihre kleine Küche in ein gemütliches Café. Sogar ihre immer angespannte Mutter wurde in ihrer Gesellschaft gelöster, und Kira genoss einfach die Abwechslung und die interessanten Erzählungen der Nachbarin.

Mit der Zeit zierte sich ihre Mutter, die milden Gaben anzunehmen, aber Erna wäre nicht Erna gewesen, wenn ihr nichts eingefallen wäre: „Kira studiert doch Germanistik, und ich würde so gerne einmal alles aufschreiben was ich erlebt habe. Die Pflegeeltern, die Ferien auf dem Land, das Wirtschaftswunder, mein Mann in der Marine. Er war als Ingenieur viel im fernen Osten, und ich war oft mit dabei. Was meint ihr, kann sie mir dabei helfen?“, fragte sie eines Tages. „Ich kann allerdings nicht viel bezahlen...“

„Oh, ich würde...“ das so gerne machen, wollte Kira antworten, war Feuer und Flamme, bemerkte aber einen kleinen Anflug von Eifersucht in der Miene ihrer Mutter.

„...meinen“, sagte sie stattdessen, „das viele frische Obst und Gemüse, das wir von Ihnen bekommen ist ein guter Gegenwert, da müssen Sie mir viel zu erzählen haben. Ich würde das also sehr gerne machen.“

So kam Kira zu einer Vertrauten, einer Oma, einer Tante, alles in einem, und noch dazu zu einer Freundin. Die einzige, bis sie auf Laura traf. Und Erna umsorgte sie, wenn sie zum Schreiben zu ihr kam, auf ihre Weise genau so wie ihre Mutter.

Im gegenüberliegenden Haus, schräg unten und nur einen Stock tiefer, sah sie auf die beiden Fenster von Ernas Wohnung. Konnte es sein, dass die Pflanzen schon die Köpfe hängen ließen? Sie würde bald rüber gehen müssen. Aber eine halbe Stunde würde sie sich noch hinlegen.

Beim Tisch Abräumen warf sie noch einen Blick hinunter. Der Mann, der gerade im Haus gegenüber verschwand, kam ihr auf verstörende Weise bekannt vor. Ach was, es gibt auf der Welt noch mehr Menschen mit grünen Anoraks, liebe Kira. Leidest du vielleicht jetzt zu allem anderen auch noch an Verfolgungswahn?!

Kapitel 4

Jeph

Diese blöde überhebliche Kuh! Jeph wechselte seine Tasche von einer Schulter auf die andere und fluchte innerlich noch immer vor sich hin. Sah wieder die dicke Hornbrille, durch die milchig blaue Augen ihn missbilligend musterten, und hörte die Alte herablassend sagen: „Fassen wir es mal zusammen: Sie, Joseph Bronner, sind einunddreißig Jahre alt, arbeitslos, und haben nie Versicherungsbeiträge einbezahlt. Sie haben weder eine abgeschlossene Ausbildung noch eine Unterkunft. Sie verfügen über keine Einnahmen, besitzen keine Rücklagen und auch keinerlei Wertgegenstände. Und nun soll Vater Staat Ihnen sagen, was sie tun sollen!“

„Ich...“

„ICH sage Ihnen was: Sie haben zwei gesunde Hände, und Sie sollten sich schnellstmöglich Arbeit suchen. Hier ist eine Liste mit offenen Stellen. Die warten nur auf Ihre Bewerbung.“

„Aber...“

„Sie können ja ablehnen. Wenn Sie sich zu fein sind Ihre Hände schmutzig zu machen, reicht ihnen vielleicht ja Hartz IV.“ Mit einer verächtlichen Geste knallte sie die Liste und weitere Formulare vor ihm auf den Tisch.

Am liebsten hätte er dieser fetten Kröte augenblicklich die Gurgel umgedreht. Es rauschte in seinen Ohren, und seine Hände klammerten sich Halt suchend um die Sitzfläche seines Stuhls. Wäre er wirklich zu so was fähig? Nein! Oder doch? Er war geradezu erleichtert als sie ihn quasi hinaus warf: „Der Nächste bitte...“

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