Hans Fallada - Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Fallada - Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Max Schreyvogel und seine Frau Karla wird unerwartet eine üppige Erbschaft zuteil. Max Onkel Eduard ist dahingeschieden und hat seinem Neffen beträchtliche Ländereien mit Anlagen und Park hinterlassen. Der bis dahin bescheiden lebende Kontorist wird über Nacht Schlossherr. Doch der Geldsegen bringt nicht das erhoffte Glück. Freunde wandeln sich in Neider und Bittsteller, Träume zerbersten und die Liebe droht zu zerbrechen.

Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Nun mach schon! Und was kaufst du dir also?

Ich würde die andern fünfhundert doch dem Paulus geben. Ich gebe ja zu, seine Erfindung ist noch nicht ganz durchkonstruiert, und vielleicht ist sie auch nicht notwendig. Aber er hat doch nie eine Ermutigung gehabt, und das Erfinden macht ihn doch so glücklich, und überhaupt ist er mein Freund ...

Ich wußte nicht mehr weiter, sie lag so still in meinem Arm.

Du, Kerlchen, du bist doch nicht böse, ich meine, weil ich Paulus ...?

Da hatte sie mich schon umgefaßt, riß mich an den Haaren und sagte: O du Schaf, du! Du grundgutmütiges Schaf du! Nun soll ich dir auch noch böse sein?! Nicht die Spur! Aber das schwöre ich dir: wenn wir etwas erben, und wenn es nur hundert Mark sind, du kriegst nicht einen Pfennig in die Hände, dein Freund Paul mag über das Gattenrecht sagen, was er will! Nicht über zehn Mark darfst du bestimmen, alles würden sie dir ja abschwatzen! Aber darin gebe ich dir jetzt ganz recht: wenn morgen Herr Steppe auf seinem Büro sagt: Entschuldigen Sie, meine Damen und Herren, es war ein falscher Irrtum – so weine ich nicht eine Träne, sondern sage: wer weiß, wozu's gut ist. – Und nun schlaf schön, Maxe, und träum auch was Schönes!

5. Kapitel

Eine Predigt vor tauben Ohren – Das Schuleschwänzen – Millionäre! – Ahnungslose Hühner mit guten Vorsätzen

Ich würde die Testamentseröffnung am nächsten Vormittag Punkt elf Uhr fünfzehn auf dem Amtsgericht unter der Obhut von Herrn Justizrat Steppe gerne ganz übergehen, aber ich kann unmöglich den alten Richter Schneidewind auslassen, trotzdem wir ihn nur eine Viertelstunde sahen und er überhaupt keine weitere Rolle in diesen Aufzeichnungen spielt.

Liebe Kinder, sagte der alte weißhaarige Mann und sah in dem trüben, dunklen, häßlichen Amtszimmer von seinen trüben, häßlichen Papieren hoch. – Liebe Kinder – als Richter und Jurist habe ich meine Pflicht getan, euch mit Testament und Erbteil bekanntgemacht und auf die einschlägigen Bestimmungen gebührend hingewiesen. (Den Brief Ihres verstorbenen Onkels haben Sie doch gut und sicher in Ihrer Tasche, Herr Schreyvogel?) Aber als alter Mensch möchte ich euch doch noch ein paar Worte sagen, da ich euch jetzt so ahnungslos jung und blühend vor mir stehen sehe ...

Er sah uns freundlich an durch seine Brille, freundlich und ein wenig traurig. Ich hätte ihm gerne die Hand gegeben, er meinte es sicher herzensgut. Aber ich hatte es so eilig, noch kein richtiges Wort hatte ich mit Kerlchen über diesen unfaßlichen Glücksfall reden können. Auch Justizrat Steppe räusperte sich ungeduldig.

Ich weiß, ich weiß! sagte der alte Mann. Ihr möchtet hinaus und euch erzählen, wie man sich fühlt, wenn man grade ein Millionär geworden ist! Ihr denkt, ihr seid noch dieselben, als die ihr heute früh aufwachtet: sehr jung und ohne große Ansprüche. Ihr denkt und werdet's noch die ersten Tag weiter denken, man kann ein Millionär sein und derselbe Mensch weiter bleiben. Liebe Kinder – wenn ihr nur Kinder bliebet! Aber nichts macht so schnell satt – und satt heißt alt – wie das Geld. Ihr werdet nun nicht nur erkennen, was die Menschen sind – nämlich nichts Gutes, sondern auch, was ihr seid – nämlich auch nichts Gutes.

Herr Justizrat Steppe räusperte sich mahnend, fast ein bißchen drohend. Ich fand diese Ansprache ja sehr nett gemeint, aber doch nicht ganz den richtigen Auftakt für unser neues Leben in Glück und Glanz. Die Karla neben mir hatte genau das Gesicht wie damals in der Matthäikirche, als uns Pastor Lenz traute: feierlich, aber bestimmt hörte sie kein Wort, sondern dachte an Einkäufe, Motorrad, Wünsche ...

Der alte Nachlassrichter Schneidewind lächelte, als er uns drei so sah: gedankenlos, ungeduldig, verlegen.

Ich predige tauben Ohren, sagte er. Aber, junger Mann, Sie haben ein ganz offenes Gesicht: bedenken Sie bei allen Enttäuschungen, die Sie an andern und an sich werden erleben müssen, daß der Mensch doch gut ist – Sie und die andern auch. Nur dem Gelde zeigt er seine schlechteste Seite. Vergessen Sie nicht ganz, an was Sie bis jetzt geglaubt haben, Gutes und Tatkräftiges, und verlieren Sie vor allem Ihre Jugend nicht –!

Er sah so rührend aus, als er mir seine Hand entgegenstreckte, als bitte er mich um eine Gunst. Ich nahm die Hand und schüttelte sie, ich glaube, ich murmelte etwas. Ich war auch gerührt, fest entschlossen, ein ›guter‹ Mensch zu sein, ohne doch genau zu wissen, in was dieses ›Gute‹ eigentlich bestehen sollte.

Also gehen wir, sagte der Justizrat energisch. Es muß vielerlei erledigt werden!

Was muß denn alles erledigt werden? fragte Karla und sah zögernd-sehnsüchtig die Straße entlang, auf die wir nun endlich gekommen waren.

Tausenderlei! sagte der kleine Justizrat energisch. Sie müssen immer bedenken, gnädige Frau, es ist ein großes Vermögen, ein sehr großes Vermögen! Ihr Herr Gemahl muß Akteneinsicht nehmen, Unterschriften sind zu leisten, die Erbschaftssteuer muß besprochen werden, wir müssen einen Erbschein beantragen ...

Aber das kann ja Stunden dauern! sagte Karla unentschlossen.

Stunden –? Tage! Liebe gnädige Frau, Sie werden sich daran gewöhnen müssen, ein so großes Vermögen (schon wieder!) bringt auch Pflichten mit sich, viele Pflichten. Wenn auch nur kurze Zeit seit dem Tode Ihres Herrn Onkels verflossen ist, liegt doch schon vieles vor, das entschieden werden muß ...

Und ich muß jetzt meinen Mann allein für mich haben! rief Karla. Wir müssen uns erst aussprechen. Herr Justizrat, wir müssen ...

Justizrat Steppe sah uns einen Augenblick unentschlossen an. Aber dann lachte er. Über sein kleines, dürres, bärtiges Aktengesicht ging ein Glänzen, etwas Trockenes, eigentlich – er verzeiht mir nie den Vergleich! –, als gähne eine Ziege.

Hähä –! Die Jugend, die goldene Jugend! Also wir wollen die Schule schwänzen, einen freien Tag haben? Bitte, meine Herrschaften, bitte!

Er lachte noch einmal sein Hähä, wurde jedoch sofort wieder ernst.

Aber morgen früh, um neun Uhr spätestens, komme ich zu Ihnen –!

Ich muß doch aufs Büro! In die Vira! Ich habe doch nicht gekündigt! rief nun ich.

Ins Büro –? Hähä! Herr Rittergutsbesitzer Schreyvogel geht aufs Büro – hähä –, der Millionenerbe als Kontorist – das wäre so ein Bild für die Illustrierten Blätter – hähä!!!

Ich war fast empört über seine alberne Lacherei, ich fand gar nichts Lächerliches dabei, wenn ich meine Kündigungsfrist einhielt. Die Mahnungen mußten pünktlich heraus, und so schnell fand Herr Kracht bestimmt keinen Ersatz.

Nein, nein, beruhigte mich Herr Justizrat, machen Sie sich gar keine Gedanken. Ich bringe das mit Ihrem Chef in Ordnung. Er wird sich ein Vergnügen daraus machen, Ihnen gefällig zu sein ...

Ich war dessen nicht so sicher, aber Karla sagte eilig: Also morgen früh um neun! Und jetzt dürfen wir wohl gehen, Herr Justizrat?

Ja ... sagte der Justizrat nachdenklich. Und plötzlich lebhaft: Aber, Sie können doch nicht da in Ihrer Mansarde wohnen bleiben, wo jeder hereinlaufen kann?! Wie sollen wir da arbeiten? Mein lieber Herr Schreyvogel, verehrte gnädige Frau, tun Sie mir einen Gefallen: ziehen Sie sofort um ...

Aber wir können doch nicht ...!

Wir waren aus allen Himmeln gefallen.

Unsere Sachen ...

Woher kriegen wir denn so schnell eine andere Wohnung?

Keine Möbel ...

Die Packerei ...

Das ist doch alles ganz einfach! sagte der Justizrat überredend. Später ziehen Sie natürlich nach Gaugarten ins Schloss ...

Ins Schloss ... wiederholte Karla gedankenvoll.

Jawohl, dreißig oder vierzig Zimmer! bestätigte der Justizrat stolz, als sei er der Besitzer dieser Zimmerfluchten. Aber in der ersten Zeit, wo noch so viel Geschäftliches vorliegt, wäre es besser, Sie blieben in meiner Nähe.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht»

Обсуждение, отзывы о книге «Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x