Hans Fallada - Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht

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Kleiner Mann, großer Mann, alles vertauscht: краткое содержание, описание и аннотация

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Max Schreyvogel und seine Frau Karla wird unerwartet eine üppige Erbschaft zuteil. Max Onkel Eduard ist dahingeschieden und hat seinem Neffen beträchtliche Ländereien mit Anlagen und Park hinterlassen. Der bis dahin bescheiden lebende Kontorist wird über Nacht Schlossherr. Doch der Geldsegen bringt nicht das erhoffte Glück. Freunde wandeln sich in Neider und Bittsteller, Träume zerbersten und die Liebe droht zu zerbrechen.

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Doch, das Essen war rechtzeitig fertig, Paulus, antwortete ich, ärgerte mich aber und setzte mich also stumm ihm gegenüber an meine Mahnbriefe wegen rückständiger Versicherungsprämien. Paulus Hagenkötter ist mein bester Freund, ja, er ist der einzige Freund, der mir aus meiner Junggesellenzeit verblieben ist – allen Widerständen zum Trotz. Wer verheiratet ist, dem brauche ich nicht zu sagen, woher diese Widerstände kamen, nämlich von der jungen, nämlich von Frau Karla.

Ein Jüngling, wenn er jung heiratet, wie zum Beispiel ich, erlebt staunend, wie seine junge Frau ihm einen ganzen Heerbann Freundinnen in die Ehe einbringt, seine paar eigenen Freunde aber werden ihm erbarmungslos ausgetrieben. Sie verräuchern mit ihren Zigaretten die Stube, erzählen unpassende Geschichten, haben nur ihren Skat im Kopfe und eine ganz unverantwortliche Vorliebe für Gastwirtschaften und Bier. Unerbittlich werden sie hinausgeekelt. Der junge Ehemann braucht kein Wort zu sagen, von selbst kommen sie immer seltener, bleiben schließlich ganz fort. Verlegen sagt man bei zufälligem Treffen auf der Straße einander grade noch guten Tag – beide haben ein schlechtes Gewissen: der Junggeselle, daß er sich, der Ehemann, daß er ihn austreiben ließ.

Paulus Hagenkötter ist mein, richtiger Freund: er hat alle Widerstände und Prüfungen überdauert. Ich gebe zu, er hat eine etwas essigsaure, trübe Art an sich, aber die ist bloß äußerlich. Sicher ist es für Karla und ihre Freundinnen nicht angenehm, wenn Paulus mit seinen dünnen, immer blassen Lippen haarscharf flüstert: Weiber! – Komm, Max, wir setzen uns allein und unterhalten uns ein bißchen wie – Menschen!

Wir gehen dann in unsere Schlafmansarde, er setzt sich auf mein Bett – immer nur auf meines! –, ich mich auf das von Karla, und er erzählt mir dann von den Erfindungen, die er machen möchte: dem knopflosen Anzug, den man mit einem Griff an- und auszieht; dem Wasser- und Landautomobil; und dem Schönsten, was er sich ausgedacht hat: der Lampe, die man am Tage anknipst, und die das Zimmer dunkel macht!

Sicher, es ist peinlich für Karla und ihre Freundinnen, daß er sie von all diesen Gesprächen ausschließt, daß er sie ein wenig wie Wesen niederer Geisteskraft behandelt. Aber Karla müßte auch nicht so viel über ihn spotten, über seine langen, knochigen, immer ein wenig kalten Hände, seine messerscharfen Bügelfalten, seine Vorliebe für spitzes Flüstern, und vor allem über seine Hartnäckigkeit, mit der er darauf besteht, Paulus, nicht Paul genannt zu werden.

Ich bin so ein Mensch, der es in seiner Umgebung am liebsten friedlich hat, und ich habe schon die wildesten Streitereien mit Karla durchgefochten – wir zanken uns manchmal schrecklich –, weil sie ewig über Paulus spottet. Schließlich wäre mein Freund vielleicht ein großer, weltberühmter Erfinder geworden, hätte er nicht seit der Volksschule am Pulte der Vira sitzen müssen. Jedenfalls ist es nicht richtig von ihr, alle Erfindungen von Paulus als Quatsch oder überspönig zu bezeichnen. So eine Nachtsonne, wie sie Hagenkötter genannt hat, wäre eine herrliche Sache. Ich wäre nie auf so eine Idee gekommen, aber Karla hat gar keinen Respekt vor Ideen, sie fragt ihn einfach: Wann wirst du eigentlich Abteilungsvorsteher, Paulchen? Du bist doch schon bald dreißig –?

Dann kneift Paulus seine dünnen Lippen fest zusammen, weil er sich nämlich sehr ärgert, und sagt dann flüsternd: Liebe Karla, nimm drei Eiweiß, schlage sie zu Schaum, tue sie deiner Freundin Sigrid in den Verstandeskasten statt des Hirns – und nicht einmal Sigrids Freund wird die geringste Veränderung an ihr bemerken.

Sigrid hat gar keinen Freund! hatte Karla zornig gerufen. Oh, was bist du gemein, Paul, mit deinen Verdächtigungen!

Diesen Streit zwischen den beiden hatte es grade am Abend zuvor gegeben. Aber ich war natürlich auch nicht still gewesen und hatte es mit Schimpfen und Zureden dahin gebracht, daß die beiden sich wieder ausgesöhnt und versprochen hatten, von nun an Frieden zu halten – weil sie mich doch beide gerne mochten. Darum ärgerte ich mich ja auch so über Paulus, daß er nun gleich Karla verdächtigte, wieder einmal mit dem Essen unpünktlich gewesen zu sein.

Eine Weile arbeiteten wir schweigend einander gegenüber. Dann fühlte ich, daß Paulus mich ansah. Ich sah sofort zu ihm hoch, denn ich bin kein Muckscher. Seine Augen glänzten, wie immer, wenn ihn eine schöne Idee überkommt.

Er streckte mir die Hand über unsern Tisch hin – ich ergriff sie natürlich gleich – und sagte: Du, Max, was mir eben eingefallen ist. Man müßte einen fahrbaren Staubsauger konstruieren, mit einem Saugmundstück genauso breit wie die Fahrbahn der Straßen. Dann brauchte man nur einmal die Straßen lang zu fahren und hätte sie blitzblank. – Wäre das nicht schön?

Großartig! rief ich. Und flüsterte: Du, Paulus ... Es ist aber noch tiefes Geheimnis ... Du sollst es eigentlich noch gar nicht wissen ... Ich glaube, wir erben ...

Paulus ließ meine Hand los, kniff die Lippen zusammen, sah mich prüfend an und flüsterte: Dein Onkel Eduard? Gestorben –?

Ich weiß noch nichts ... Nur ... Herr Notar Steppe war heute bei uns ...

Steppe? Justizrat Steppe aus der Sandgasse? Den kenn ich vom Sehen! Einen bösen Blick hat der Mann ... Trau ihm nicht, Maxe, laß dich nicht mit dem ein, der zieht dir bestimmt das Fell über die Ohren! Geh lieber zu Rechtsanwalt Mehltau ...

Aber Paulus! Herr Steppe hat doch nur gesagt ...

Nun, meine Herren? Eine kleine Privatunterhaltung, wie? Wir kommen zwar nicht rechtzeitig auf das Büro, kürzen uns aber immerhin gerne die verhaßte Arbeitszeit durch muntere Gespräche, ja?

Auf Gummisohlen herangeschlichen stand der Subdirektor der Vira, Herr K. H. Kracht, neben uns. Sein rundes Mondgesicht glänzte ölig.

Ja, mein lieber Schreyvogel, was haben wir denn diesmal zu unserer Entschuldigung vorzubringen?

In Kürze sollte ich Gelegenheit haben, Herrn Direktor Kracht privat kennenzulernen, und ich muß sagen, in seiner Villa beim Radebuscher Plänterwald gab er einen reizenden Ehemann – eine Spur unter dem Pantoffel – und den liebevollsten Vater ab. Doch im Büro war Herr Kracht einfach ein Albdruck mit seinen süffisanten, höhnischen Reden, er jagte mir wahre Angstschauer ein, wenn er mich mal ›erwischte‹. Wahrscheinlich meinte er es gar nicht so schlimm, zog bewußt dies Stachelkleid an, um seine Gutmütigkeit, die ein Chef nun einmal nicht haben darf, zu verbergen, und übertrieb es dabei, wie alle Gutmütigen. Ich habe mich als sein Angestellter nie von dem Gedanken freimachen können, daß die Gehaltszahlungen des Herrn K. H. Kracht genau 100 Prozent der Schreyvogelschen Einkünfte ausmachten – solch ein wichtiger Mann hat es leicht, Angst zu machen.

Ich verlor denn auch diesmal auf der Stelle den Kopf und stammelte irgendwelch zusammenhangloses, törichtes Zeug von einem geschäftlichen Besuch, dringender Abhaltung ...

Geschäftsbesuch –? Wir treiben wohl so kleine, unerlaubte Nebengeschäfte, Herr Schreyvogel –?

Ich protestierte kläglich: Nein, Herr Notar Steppe –

Und biß mich auf die Lippe.

Steppe – was haben Sie denn mit Herrn Notar Steppe zu tun? Er zieht wohl Erkundigungen bei Ihnen ein über –?

Es scheint eine fixe Idee vieler Chefs zu sein, daß ihre Angestellten leichtsinnig mit dem Geschäftsgeheimnis umgehen und daß alle Welt zu erfahren lechzt, nach welchen Prinzipien auf dem Büro der Vira die Korrespondenz abgelegt wird.

Herr Kracht war jetzt ganz blaß, keine Spur von Lächeln lag mehr auf seinem Vollmondgesicht. Fräulein Wendel und Fräulein Wenzel hatten aufgehört zu tippen und waren bestimmt ganz Ohr. – Nur Hagenkötter sah nicht auf; er setzte, als höre er gar nichts, den Kartothekkasten mit einem ›Bumm‹ in sein Fach.

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