Martina Dr. Schäfer - Der Gewalt keine Chance

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Kein Mensch muss sich Gewalt gefallen lassen. Sie kann im Vorhinein verhindert werden
oder im Moment abgewehrt. Jeder Mensch hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben in unserer
Gesellschaft, in der Familie, in religiösen Gemeinschaften oder am Arbeitsplatz.
Das Buch zeigt auf, wie man prekäre Situationen rasch einschätzen lernt, um auf Bedrohungen
adäquat reagieren zu können. Die Autorin, welche drei Jahrzehnte als Selbstverteidigungstrainerin
sowie in der Gewaltprävention tätig war, zeigt weiterhin, wie man sein eigenes Selbstwertgefühl
aufbaut und Machtmissbrauch jedweder Art vorbeugt.

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Konservative und rechtspopulistische Politiker propagieren einen starken Staat, vermehrte Polizeipräsenz, Kontrollen jeglicher Art usw. – kurz: eine Einschränkung demokratischer Freiheiten und liberaler Errungenschaften moderner Gesellschaften. Schon jetzt sind als Reaktion auf die großen Attentate der letzten Jahre ein vermehrtes Kriegstreiben und ein Anziehen autoritärerer Gesetzgebung zu verspüren. Man kennt das auch aus den Zeiten der Roten-Armee-Fraktion in den Siebzigerjahren, als die Gewalt einer Handvoll Leute genügte, die sogenannten Notstandsgesetze aus der Taufe zu heben.

Ich bin nicht der Meinung, dass eine restriktive Gesetzgebung allzu viel gegen Gewalt ausrichtet. Sie führt letztlich wieder zu autoritativen Regierungen und unkontrollierbarer Staatsgewalt.

Niemand wird behaupten, dass es zur Zeit des Nationalsozialismus weniger Gewalt gegeben hätte als heute – außer jenen, die Völkermord und Holocaust nicht als Gewalt erkennen können!

Um zu vermitteln, wie man Gewaltsituationen rechtzeitig einschätzen kann, werden im ersten Kapitel die Grundmuster einer sexuellen Gewaltsituation dargestellt und jene Verhaltensregeln, Tricks und Abwehrmöglichkeiten beschrieben, mit denen sich eine sexuelle Gewaltattacke rechtzeitig erkennen und eventuell im Vorfeld schon mit Worten verhindern lässt.

Seit etwa fünfundzwanzig Jahren lernen Frauen, Mädchen und Menschen aus besonders gefährdeten Gruppen wie beispielsweise Körperbehinderte solche Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungsstrategien. Das Konzept mit der längsten Erfahrung wurde vor etwa dreißig Jahren von kanadischen Feministinnen entwickelt und nach Europa gebracht. Sein Name ist Wen-Do, was so viel heißt wie «Weg der Frau». Schon dieser Name impliziert, dass es dabei um mehr geht als nur um ein paar simple Abwehrschläge oder faule Überraschungstricks.

Anfang der Achtzigerjahre wurde ich in dieser Methode ausgebildet. Seit dieser Zeit haben viele Wen-Do-Lehrerinnen das Konzept unaufhörlich ausgebaut und insbesondere um psychologische und verbale Strategien erweitert.

Sind Frauen und Mädchen meistens durch die «private» sexuelle Gewalt im Rahmen von Gruppen bedroht, denen sie nicht ausweichen können, weil sie Teil der Stationen eines Lebenslaufs sind – Familie, Schule, Arbeitsplatz usw. –, fürchten beispielsweise behinderte und ausländische Menschen auch jene Gewalt, die ihnen an öffentlichen Orten begegnet: auf der Straße, in Parkhäusern, in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im zweiten Kapitel werden die Unterschiede und Parallelen zwischen eher privater und eher öffentlicher Gewalt dargestellt, wobei das Hauptaugenmerk auf den Unterschied zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Gruppen/Situationen gelegt wird.

Im dritten und vierten Kapitel beschreibe ich die Strukturen zweier Gruppen, denen man im Leben nicht notwendigerweise beitreten muss, in denen aber sehr häufig sexuelle und andere Gewalt vorkommt und die selber sehr oft auf die eine oder andere Art Gewalt gegen andere Menschen anwenden: rechtsradikale Gruppen/Parteien und sektenartige, fundamental-religiöse Gemeinschaften. Hier kann es geschehen, dass man verführt wird, oder man gerät aus anderen Gründen – von denen beispielsweise Sehnsucht nach Geborgenheit und Dazugehörigkeit ja eigentlich nicht die schlechtesten sind – in einen solchen Zusammenhang und unterschätzt das Gewaltpotential einer solchen Gruppe anfänglich.

Da ist dann erst einmal die wichtigste Frage, wie man innerhalb einer solchen Gruppe vermeidet, zum Opfer oder gar zum Mittäter zu werden, eventuell auch Freunden oder Liebsten hilft, und wie man schlussendlich, ohne allzu viel Schaden zu nehmen, dort wieder herauskommt, vielleicht sogar den Mut aufbringt, die Gewalttätigkeiten öffentlich anzuprangern.

Kapitel fünf behandelt die Vorgehensweisen der selbsternannten und gewaltgierigen Führer derartiger Gruppen und die Strategien, wie man sich gegen ihre Machtanmaßung und Gewalt wehren kann.

Dieses Buch soll eine Anleitung dazu sein, wo und wie auch immer, Gewalt, sexuelle Ausbeutung, politische Unterdrückung und finanzielle Entrechtung rechtzeitig zu erkennen sowie abwehren zu lernen, im Zweifelsfalle aber auch das manchmal Klügste zu tun, was einem übrig bleibt: abhauen! Denn Flucht kann in vielen Situationen immer noch die beste Verteidigung sein.

1. Gewalt hat ein GesichtSexuelle Gewalt in unvermeidbaren Gruppen – Familie, Schule, Ausbildung, Arbeitsplatz

1.1 Mein Parfüm und dein Geruch oder: Wie weit reiche ich? Von Raumkapseln, Flügelspannweiten und Duftwolken

Gewaltbereitschaft kann man erkennen. Natürlich laufen gewaltbereite Menschen nicht mit einem Schild um den Hals herum, das die Aufschrift trägt: «Ich bin ein Schläger!» Doch sie zeigen Verhaltensweisen und haben Angewohnheiten, die auf eine niedrigere Hemmschwelle, andere Menschen zu attackieren, schließen lassen. Sie sprechen eine bestimmte Sprache und leben Gefühle aus, die ihre Freude an der Gewalt, an Macht, am Tyrannisieren Schwächerer oder Abhängiger signalisieren.

Warum sie sich so verhalten, kann einem im Grunde genommen ganz gleichgültig sein, besonders dann, wenn man selber in eine unangenehme Situation mit ihnen gerät. Da kann eingehendes Hinterfragen sogar hinderlich sein. Es ist der Geistesgegenwart abträglich, wenn man allzu lange darüber nachdenkt, warum der Herr, der doch an der Bushaltestelle anscheinend nur um Feuer bitten wollte, plötzlich nicht mehr loslassen will.

Über zwei Drittel aller Gewalttaten sind sogenannte Beziehungstaten, das heißt: Täter und Opfer kennen sich. Das trifft insbesondere auf die sexuelle Gewalt zu. Selten springt eine Art wildgewordener Tarzan in einem einsamen Park hinter einem Busch hervor und stürzt sich auf sein Opfer. Auch sonst lauern Täter weniger in der Einsamkeit der Bergwelt oder «im Wald». Das wäre ja auch eigentlich unlogisch, denn wer weiß, wie lange sie dort warten müssten, bis eine Wanderin vorbeikommt!

Das führt gleich zu einer weiteren Eigenschaft von Gewalt, insbesondere der sexuellen Gewalt: Entgegen landläufigen Auffassungen, die immer noch durch die Medien geistern, geschehen die meisten Sexualstraftaten nicht aufgrund spontan aufgetretener, unbeherrschter Triebe, die sich da plötzlich, beim Anblick eines Kindes, einer Frau, Bahn brachen – vielleicht gar, weil der «arme Täter» seit Wochen keinen sexuellen Kontakt mehr hatte, seine Frau nicht mit ihm schlafen will oder er als Priester im Zölibat lebt.

Solche Vorstellungen verlagern die Schuld an der sexuellen Attacke erstens auf die Umwelt des Täters, beispielsweise die «böse Gattin», die ihren «ehelichen Pflichten» nicht nachkommt, oder eine altbackene Kirchenregel, welche die Priester oder Mönche unter ihre Knute zwingt; zweitens auf irgendein diffuses Innenleben, das Unbewusste, die Triebe oder Instinkte, die sich nach Art eines Naturereignisses entluden, wofür der Täter eigentlich gar nichts konnte – besonders, wenn er Alkohol getrunken hatte und seine bewussten Kontrollen noch niedriger lagen als sonst vielleicht.

Beide Erklärungsmuster sind anscheinend aus der seltsamen Angst entstanden, die Täter wirklich beim Namen zu nennen. Die Gruppe der Männer in Gestalt von Ärzten, Richtern, Gutachtern und anderen Fachleuten scheute sich jahrzehntelang, die einfache, aber schreckliche Tatsache zu benennen, dass Männer, geplant und ohne Wenn und Aber, zu Vergewaltigern werden können. Erst die Neue Frauenbewegung hat seit den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts immer wieder darauf hingewiesen und das ganze Ausmaß der Verschweigerei öffentlich gemacht. Seitdem sind zumindest die männlichen Fachleute, Polizisten, Richter und Gerichtspsychiater usw. bereit, in dieser Sache Klartext zu reden.

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