Erich Rast - Vicky
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Vater und Mutter waren schon wach, aber das war normal. Thomas hatte Probleme mit einem der Ernteroboter, musste ihn unbedingt in den nächsten paar Tagen auf dem Nordfeld zum Laufen bringen, und sie waren zu knapp bei Kasse, um den teuren technischen Service anzurufen. Außerdem stand er immer so früh auf. Also auch Mutter, um ihm das Frühstück zuzubereiten. Wie sie selbst betonte, war diese Hausfrauenarbeit absolut freiwillig und in erster Linie dazu gedacht, ihn davon abzuhalten, sich in der Küche zu schaffen zu machen. Vicky glaubte ihr, sie war emanzipiert und ließ sich nichts sagen, und die Geschlechtergleichheit war auf der Erde schon seit zweihundert Jahren erreicht und erst durch die Ankunft der Xu’Un’Gil wieder ein wenig aufgeweicht worden. Mutter hatte freiwillig auf die Arbeit als Krankenschwester verzichtet, nachdem sie zum zweiten Mal schwanger geworden war. Jedenfalls hatte Vicky das immer angenommen. Seit dem Gespräch mit Herrn Meyer war sie sich nicht mehr sicher.
An diesem Morgen jedoch saßen die beiden nicht am Frühstückstisch, sondern im Wohnzimmer zusammen mit Polizist Becker und dem Bürgermeister. Außerdem saß dort am Rauchglastischchen ein Xu’Un’Gil in grüner Armeeuniform und ein menschlicher Offizier. Das über zwei Meter große Echsenwesen wirkte in der Wohnung überdimensioniert, dabei waren die Decken im Haus höher als gewöhnlich. Vater hingegen sah aus, als sei er über Nacht zusammengeschrumpft, er kauerte auf dem Lehnsessel, auf dem er sie schon als Kind gehalten hatte, und sah zögerlich, fast eingeschüchtert von einem Gesprächspartner zum anderen. Mutter wandte sich als erste an sie.
»Ah, Vicky!«, rief sie.
Alle sahen sich nach ihr um, und sie hatte das Gefühl, die kleinen, dunklen Knopfaugen des Xu’Un’Gil durchbohrten sie. Jeder musste sehen, dass sie zitterte, richtig? Alle sahen, dass sie am ganzen Körper zitterte. Waren die Augen der Besatzer nicht sowieso viel empfindlicher?
»Bürgermeister Wonneberg und Herrn Becker kennst du ja schon. Du hast sie gestern getroffen?«
Sie schluckte. »Oh, ja. Ich hab’s ganz vergessen, sie –«
Mutter unterbrach sie. »Und das sind Herr Schuck’Tuf und Herr Brogli von der großen Armeebasis in Straßburg. Sie leiten einen Rettungseinsatz und würden gerne mit dir sprechen.«
Ihre Mutter lächelte, als haben sie sich alle zu Kaffee und Kuchen verabredet, aber Vicky kannte diesen Gesichtsausdruck. Sie war im Kampfmodus. Vor Jahren hatte Vicky sie schon einmal so erlebt, als Pete und seine Freunde als Kinder an Sylvester einen Böller in Richtung von zwei Soldaten der Xu’Un’Gil geworfen hatten. Sie hatten nicht einmal auf die Männer gezielt, das Ganze war bloß ein Unfall gewesen, aber sie hatten ihn mitsamt der halben Schulklasse festgenommen. Zwölfjährige Jungs! Bei den Echsen ließ sich nicht viel machen, der Bürgermeister – Wonnebergs Vorgänger – und andere menschlichen Kollaborateure jedoch hatten den Zorn ihrer Mutter erlebt, den Vicky niemandem gönnte, und das Funkeln in ihren Augen verriet ihr, dass ihr auch in diesem Augenblick ganz und gar nicht nach Lächeln zumute war.
Der Xu’Un’Gil erhob sich von seinem Kaffeestühlchen, das für seinen klobigen, gepanzerten Köper ohnehin sehr unbequem sein musste, und Vicky wunderte sich, dass es nicht unter seiner Last zusammengebrochen war. Sein menschlicher Begleiter sprang ebenfalls auf, und sie fragte sich, ob Pete schon ebenso ein Stiefellecker geworden war.
»Das ist ihr Frischling?«, erkundigte sich der Xu’Un’Gil namens Schuk’Tuf. Seine Abzeichen identifizierten ihn als Major, sie hatten die Einstufungen in der Schule gelernt. Das war ein relativ hoher Rang, was auch sein lupenreines Euroterranisch erklärte. Die meisten von ihnen sprachen bloß Intergal.
»Guten Tag.«
Sie wusste nicht, was sie sonst sagen sollte. Ihr Herz pochte und ihr war speiübel. Hatten sie ihn schon gefunden? Das war die entscheidende Information, die ihr fehlte. Sie sah zu Mutter, versuchte aus ihren Augen zu lesen, und glaubte zu erkennen, dass sie nicht auf sie sauer war, sondern auf ihre Besucher.
»Beantworte ihnen einfach ein paar Fragen. Sie haben anscheinend nichts Besseres zu tun.«
Der Kommentar handelte ihr einen ausgesprochen kritischen Blick von dem menschlichen Armeetypen ein, wohingegen Vater bloß vor sich hinstarrte, als habe ihn jemand um einen besonders unbeliebten Freiwilligendienst gebeten. Becker und Wonnegut wirkten beinahe genauso eingeschüchtert wie er, die Anwesenheit der Armee schien ihnen peinlich zu sein und sie vermieden den Augenkontakt.
»Victoria Hill?«
Ihr war schrecklich heiß, das Blut stieg ihr in den Kopf. »Das ist mein Name.«
Das Echsenwesen blinzelte und stellte fest. »Sie sieht wie ein Junge aus.«
Genau wie Menschen Schwierigkeiten hatten, einen Xu’Un’Gil vom anderen zu unterscheiden, waren ihre Besatzer bloß in der Lage, Männer von Frauen anhand ihrer sekundären Merkmale zu erkennen. Das nannte man ›Xenoblindheit‹ und ihr Biologielehrer hatte daraus einen großen Terz gemacht. Nun, ihre Brüste waren nicht unsichtbar, aber eher klein, und die Haare waren kurz und verstrubbelt – nicht ganz kurz, aber auch nicht lang –, und sie trug eine abgewetzte Jeans, die außerdem verdammt dreckig war. Der Faux Pas war verzeihbar.
»Bei uns herrscht Gleichberechtigung und wir laufen herum, wie es uns passt«, rutschte es ihr heraus und sie biss sich auf die Lippen. Hoffentlich war sie nicht zu weit gegangen. Doch über die Gesichter ihrer Eltern huschte ein zufriedenes Lächeln, und den Xu’Un’Gil schien die Antwort nicht zu stören.
»Gestern ist im Wald vor eurer agrikulturellen Einrichtung ein Raumschiff abgestürzt, ein schnelles kleines Schiff der Proton-Klasse. Ist dir gestern irgendetwas im Wald aufgefallen, Frischling? Hast du einen Insassen gesehen oder die Absturzstelle begutachtet, ohne deine Erzeuger zu benachrichtigen?«
Er sprach fließend und beinahe akzentfrei, was angesichts der Verschiedenheit der Sprachorgane keine Selbstverständlichkeit war. Menschen taten hinter vorgehaltener Hand immer wieder so, als seien die Xu’Un’Gil dumm, weil sie sich oft als starrsinnig, arrogant und vergleichsweise militaristisch gaben. In Wirklichkeit wussten alle, dass der Eindruck täuschte. Die Wortwahl war nicht beliebig, sondern bewusst gewählt, um den übrigen Anwesenden klar zu machen, dass ein Kommandeur der Armee der Xu’Un’Gil Truppen es nicht nötig hatte, auf menschliche Kultur und Gepflogenheiten Rücksicht zu nehmen.
»Nichts Besonderes«, erwiderte sie mit kratziger Stimme, und fand die Antwort selbst unplausibel. Schnell fügte sie hinzu: »Es hat einen lauten Knall gegeben und ich hatte Angst vor einem Waldbrand.«
»Unsere Leute kümmern sich darum«, wandte sich der menschliche Armeetyp an sie. »Das Feuer ist bereits gelöscht. Aber das Gebiet ist bis auf Weiteres militärische Sperrzone. Du musst zum Spielen ins Dorf, darfst auf keinen Fall in den Wald gehen. Es könnte dort Strahlung geben, die dir böse wehtun kann.«
Der Mann musste vollkommen bekloppt sein. Oder sie schüchterte ihn ein, sie wusste mit Bestimmtheit, dass sie nicht mehr wie ein achtjähriges Mädchen aussah. Wahrscheinlich beides. ›Oh Gott, hoffentlich kommt Pete nicht so verblödet von seiner Grundausbildung zurück‹, dachte sie sich.
»Ich spiele nicht im Wald.«
Was ja zumindest zur Hälfte der Wahrheit entsprach. Züge zu zeichnen und über ferne Welten tagzuträumen, statt in der blöden Eisdiele herumzuhängen, das konnte man nicht wirklich als ›spielen‹ bezeichnen.
»Gibt es sonst etwas zu berichten?«, grunzte der Xu’Un’Gil. »Hast du fremde Gestalten gesehen, Personen mit nicht-terranischem Äußeren?«
Sie schüttelte den Kopf.
Schuk’Tuf zog ein Hologramm von M’xor aus der Tasche, das vor ihm posierte, als sei er aus der Scheune herübergekommen, um dem Kaffeepläuschchen beizuwohnen, und sie hätte vor Aufregung beinahe über das Rauchglastischchen gekotzt, was gewiss nicht die passende Geste zur Verbesserung der Völkerverständigung gewesen wäre.
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