Erich Rast - Vicky
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Schrecklicher Durst plagte sie, und dazu kam noch der Geruch von Erbrochenem, der den Waggon erfüllte. Um so froher war sie, als der Maglev-Zug nach etwa einer Stunde bereits in eine Stadt kam, die genau wie die kleineren Siedlungen oder Fabriken unterwegs wie eine Ansammlung von einstöckigen Bürohäusern aussah. Schwebebahnen und Fahrzeuge, die nur entfernt an Autos erinnerten und über dem Boden schwebten, flitzten über asphaltierte Straßen, die direkt auf den staubigen Wüstenboden geteert worden waren. Es gab keine Bürgersteige, stattdessen begrenzte schlackige Erde den Straßenrand. Nur spärlich wuchsen hie und da eine Art Gras und eine Menge Unkraut.
Wenige Fußgänger sahen sie von ihrer Warte aus, und die meisten von ihnen gehörten zu Spezies, die Vicky noch nie in ihrem Leben gesehen hatte. Zweifüßer mit buckeligem, knochigen Körpern, eine spinnenartige Lebensform, die der bunten Kleidung nach zu urteilen höchstwahrscheinlich vernunftbegabt war, und eine Menge Gestalten, die an Menschen erinnerten, wenn sie nicht vollkommen andere Köpfe und Gesichter besessen hätten, Münder wie die eines Ringelwurms, fünf Augen oder zwei Nasen, Trompetenohren und die Schlappohren einer Spezies, die an aufrecht gehende Dalmatiner erinnerte. Noch nie hatte sie in ihrem Leben so viele außerirdische Lebensformen gesehen und sie musste sich immer wieder daran erinnern, dass man seine Vorurteile aktiv beiseitelegen musste, dass es sich nicht um Monster, sondern um intelligente, vernunftbegabte Lebewesen handelte, und dass die meisten von ihnen im Großen und Ganzen in der Galaxis weiter verbreitet und erfolgreicher als die Menschen waren.
Der Zug verlangsamte seine Fahrt und nahm die ersten Weichen einer Anlage, die sich wenig später als gigantisches Stellwerk herausstellte.
M’xor packte die Decken in den unhandlichen Rollkoffer zurück und schob ihn vor den Ausgang. »Vicky, nimm deinen Rucksack zur Hand«, warnte er sie. »Und sag Bescheid, sobald du meinst, abspringen zu können. Da mein Versuch, die Maglev-Leute zu einer vernünftigen Entscheidung zu bringen, nicht von vollem Erfolg gekrönt war, würde ich vorschlagen, vor ihnen die Initiative zu ergreifen.«
Sie nickte ihm zu und maß die Geschwindigkeit mit ihrem Messgerät. Sie fuhren über dreißig Stundenkilometer, dabei kam ihr der Zug schrecklich langsam vor. Sie hätte die Fahrt auf Schritttempo geschätzt. Waren sie noch zu schnell?
»Lass uns rausgehen«, schlug sie vor und balancierte vorsichtig auf den Metallrost, der um den Waggon führte. Er war eng und der Rucksack ging im Weg um, aber glücklicherweise hielt sie ein Geländer davon ab, herunterzufallen. Trotz des Fahrtwindes kam es ihr wahnsinnig heiß vor. Er folgte ihrem Beispiel, und bald kauerten sie auf der schmalen Brüstung und studierten die Bahnanlagen. Alle fünfzig Meter stand ein etwa ein Meter hoher Betonpfeiler im Weg, der irgendwelche Stellwerkskabel verteilte. Gegen einen solchen wollte sie nicht springen.
»Wie warm ist es auf Pentax 3 eigentlich?«
Der Durst war unerträglich und sie fragte sich, ob sie nicht allein deshalb einen Absprung wagen sollte. Sie fuhren durch eine Stadt, da gab es Wasser. Alle Spezies brauchten das Lebenselexier, das war so ziemlich das Erste, was ihnen ihr Xenobiologielehrer in der Schule beigebracht hatte. Wenn sie sich im Nachhinein überlegte, wie wenig sie im Unterricht aufgepasst hatte, dann hätte sie sich am liebsten geohrfeigt. Sie hatte schon immer aus Terville weggewollt, warum hatte sie dann immer angenommen, sie bräuchte nichts über Außerirdische und ihre Lebensweise wissen? Sie war einfach nur faul gewesen, stellte sie fest.
»Oh, dreißig bis vierzig Grad Celsius, also für Menschen und X’ur ganz optimal.«
Da war sie sich nun nicht so sicher. Sie persönlich hielt jedenfalls zwanzig bis dreißig Grad für angenehmer und schwitzte auf der rostigen Metallbrüstung ihr letztes Wasser weg – wobei sich das nicht so anfühlte, weil es dank des Fahrtwindes schnell verdunstete.
Der Gedanke daran, zu verdursten, verschwand augenblicklich, als sie auf der anderen Seite des Bahndamms eine Gruppe von Menschen erspähte, die entlang der staubigen Straße über den verdörrten Boden am Straßenrand trotteten. »Hallo!«, rief sie voller Freude und winkte.
Einer aus der Gruppe winkte mit offenem Mund zurück, nahm die Schirmmütze vom Kopf und sah ihr erstaunt hinterher.
»Hier leben Menschen!«
»Aber ja, meine liebe Vicky!«, bestätigte M’xor voller Zufriedenheit. »Wie gesagt, dieser Planet ist ideal. Menschen stellen eine der größten Bevölkerungsgruppen von Pentax 3, man nennt sie aufgrund ihrer hohen Zahl mitunter auch die Kakerlaken der Galaxis.«
Sie strich sich eine ihrer krausen Locken aus dem Gesicht, die schon etwas länger waren als üblich, weil sie keine Lust gehabt hatte, in den Ferien zu Frau Bude vom einzigen Frisiersalon des Dorfs zu gehen. Sie hasste Frau Bude, konnte den Geruch von Chemikalien und Haarwaschmittel nicht ausstehen und schnitt sich die Haare oft selbst vor dem Spiegel zurecht. Tanxia und Sammy hatten irgendwann aufgehört, sie damit aufzuziehen, zumal ihre Nichtfrisur ihr auf eigentümliche Weise stand, wie sie fanden.
»Wirklich? So nennt man uns?«
M’xor ruderte verlegen mit den Armen umher und beteuerte mit zitternden Fühlern: »Das ist nicht böse gemeint, nur eine Neckerei unter befreundeten Spezies.«
Sie grinste breit und log ebenso: »Ich mag Kakerlaken. Sie sind echte Überlebenskünstler, weißt du.«
»Korrekt. Deshalb ist die Bezeichnung auch ... eher positiv zu verstehen.«
Der Zug quietschte und kreischte, er fuhr in eine Biegung, die so eng verlief, dass einige der Waggons offenbar aneinander schleiften, obwohl ihre gigantischen mechanischen Koppelungen mehrere Meter überbrückten. Oder die Geräusche kamen aus dem Koppelungsmechanismus selbst.
»Er fährt langsamer!«, rief sie aufgeregt.
»Kannst du springen?«
»Was weiß ich«, antwortete sie, was er wegen des Lärms nicht verstand. Sie tastete sich am Geländer zum Abgang, wo es an einer Leiter einfach unterbrochen war.
M’xor rief ihr etwas zu und wedelte aufgeregt mit den Händen in der Luft.
»Was?«
Er formte seine Greifzangen wie ein Mensch zu einem Trichter: »Deine Sachen zuerst!«
Sie verstand. Sie hatten gerade einen Pfeiler passiert. Jetzt oder nie. Hastig riss sie den kleinen Rucksack vom Rücken, verhedderte die Träger am Rand des Geländers, entwirrte sie wieder und warf ihn vom Zug. Verdammt, blieb der schnell zurück! Ob sie wirklich langsam genug waren? Sie hielt sich kurz weiter fest. Dann überwand sie den inneren Schweinehund, der schreckliche Durst half ihr bei der Entscheidung, und sprang.
Ein derber Fluch ging ihr durch den Kopf, als ein stechender Schmerz durch ihren rechten Knöchel lief und sie sofort von den Beinen gerissen wurde, als habe ihr jemand die Füße weggezogen. Sie landete auf dem staubigen Lehmboden, glücklicherweise günstig, überschlug sich einmal und blieb im verdorrten Gras liegen. Es roch merkwürdig, ganz anders als terranische Pflanzen und eigentlich sehr angenehm, nach einem Gewürz, dessen Name ihr nicht einfiel.
»Vicky, Vicky!«, rief M’xor besorgt und kam zu ihr gerannt. »Ist alles in Ordnung?«
Sie wandte sich ein wenig benommen um, setzte sich auf, sah den gigantischen Grashüpfer über sich, wie er sie, die Sonne im Zenit hinter sich, anblinzelte, dahinter die Tankwaggons mit der Aufschrift Organik Petrol Ltd. , und ein Lachanfall packte sie wie noch nie zuvor in ihrem Leben. Sie wusste selbst nicht warum, denn sie hatte sich definitiv den Fuß verstaucht, aber sie vergaß den Durst und amüsierte sich prächtig. Nicht nur sie, M’xor stimmte bald mit seinem gackernden und eigentlich erstaunlich menschlichen Tak-Tak-Lachen ein. Sie glucksten und rollten über den Boden, kosteten von dem Gras, das nach Seife schmeckte, und sahen dem Zug hinterher, der wenig später um die Biegung verschwand.
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