Erich Rast - Vicky
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Der Fahrtwind pustete die Flamme gleich wieder aus. »Wir brauchen einen Brandbeschleuniger«, stellte M’xor fest und sah sich im Abteil um. Die Plastikplanen verwarf er nach kurzer Inspektion. Sie bestanden aus einem schwer entflammbaren Material.
»Heiliger Strohsack!«, rief er plötzlich auf Deutsch-Europisch und hielt das Feuerzeug von sich, als übertrage es eine ansteckende Krankheit. Vicky wunderte sich über den anachronistischen Ausdruck. Wo hatte er bloß Terranisch gelernt?
»Was ist?«
»Hinter uns fahren mehrere dutzend Tankwagen mit fossilem Brennstoff mit! Angesichts dieser Tatsache, die wir bisher nicht in Erwägung gezogen haben, erscheint mir der Plan doch als riskanter, als wir ursprünglich annahmen.«
Sie fluchte, und zwar auf eine Weise, die ihr Freund trotz seiner Kenntnisse des Terranischen wohl noch nicht gehört hatte. »Du hast recht. Das war keine gute Idee.«
»Jede Idee ist in der Not besser als überhaupt keine«, merkte er an, und sie fand, dass sie ihm da auch nicht widersprechen konnte.
Er erzitterte triumphierend mit den Fühlern und stellte seinen bunten Drachenkamm auf. »Aber natürlich! Ich habe die Lösung!«
Er machte sich an dem Tippschloss neben der Tür zu schaffen, die nicht mehr zugehen wollte, bis er den passenden Code gefunden hatte. Ein lautes Krackeln kam aus einem unsichtbaren Lautsprecher, und Vicky zuckte zusammen. Dann räusperte er sich und ihr wurde klar, dass seine Stimme verstärkt über die interne Sprechanlage kam.
»Hallo! Wir sind die blinden Passagiere, die auf Terra eingestiegen sind! Wir würden gerne auf Kanria aussteigen!«
Sie warf ihm einen fragenden Blick zu und er blinzelte. Leider kam nicht gewünschte Antwort. Stattdessen meldete sich einer der Bahnmitarbeiter mit dem eigentümlichen Akzent: »Bei Groblot! Wir sind kein verdammtes Taxi und wegen euch sind wir sowieso schon verspätet! Wir halten nicht an, und übergeben euch beim nächsten regulären Stop den Behörden!«
M’xor zuckte entschuldigend mit den Schultern. »Einen Versuch war es wert.«
Woran es ebenfalls nichts auszusetzen gab. Selbst hätte sie sich zwar nicht getraut, aber sie kannte ja auch die Zahlencodes dieser Anlage nicht. »Wenigstens wissen wir jetzt, dass sie nicht durch Vakuum fahren. Sie würden ja wohl kaum absichtlich unseren Tod in Kauf nehmen.«
»Da wäre ich mir nicht so sicher ... besonders erfreut klangen sie nicht.«
Nach etwa einer Stunde fuhr der Zug durch ein Wurmloch, nichts hatte eben noch darauf hingedeutet, und ein Chaos brach aus, das Vicky nicht in Worte fassen konnte. Die hyperdimensionalen Muster und Kreise änderten sich in diesem Tunnel jede Sekunde, alles sah aus wie eine einzige optische Täuschung, alles drehte und bewegte sich, und sie hatte das Gefühl, aus dem Zug in den Hyperraum gezogen zu werden. Instinktiv griff sie nach M’xors Zangenhand, der ein wenig gefasster wirkte. Der Raum begann, sich zu drehen, das Zugabteil wand sich in unendlichen Schleifen im Kreis, verbog sich, ihre Körper zogen sich in die Länge, die Sicht verschmälerte sich gleichzeitig und verbreiterte sich und ein Kaleidoskop aus psychedelischen Mustern und Farben schien sie zu verschlingen.
Ein Schrei erklang aus ihrer Kehle, obwohl sie sich gar nicht bewusst war, dass sie schrie, und auch M’xor gab einen lang gezogenen ›Ah‹-Laut von sich. Dann zerhackten sich die Klänge, verdoppelten und vervielfachten sich, einige kamen wie langsame Echos zurück, andere beschleunigten und schienen sich um ihre Köpfe herum zu bewegen.
Ein lautes ›Tonk, Tonk, Tonk‹ erklang und Vicky hatte das Gefühl, gleichzeitig zu hüpfen und zu fallen, sich im Kreis zu drehen, Achterbahn zu fahren und vom Zehnmeterbrett zu springen, was sie sich im Freibad niemals getraut hätte. Eine Kältewelle schwappte über sie herein, doch diesmal vermengte sie sich mit heißer Luft. Sie hatte das Gefühl, zur Hälfte geröstet und zur anderen tiefgefroren zu werden. Dann packte sie eine Riesenhand und schleuderte sie mehrmals im Kreis herum, wobei die Muster und Wölbungen des Raums in entgegengesetzte Richtungen rotierten.
Der Spuk endete mit einem lauten Knall und einem Blitz, und von einem Augenblick auf den anderen flutete gleißendes Sonnenlicht durch die offene Tür und sie fuhren durch eine staubige, dicht bewachsene Prärielandschaft ähnlich wie der von Pradawa, nur deutlich heißer. Hohes Steppengras flog vor ihnen vorbei, hie und da von merkwürdigen, tief stehenden, verknorpelten Pflanzen unterbrochen, die nicht wie Bäume, sondern eher wie verkehrt herum gewachsene Wurzeln aussahen. Die Luft roch komischerweise nicht nach Wüste, vielmehr nach Metall und frischen Sägespänen.
Vicky fiel aufs Gitter vor dem Eingang zum Waggon, wollte noch wegkriechen, aber schaffte es nicht mehr rechtzeitig, und kotzte sich vor Ort die Eingeweide aus dem Leib. Als sie fertig war, fühlte sie sich besser, nur sehr schwach.
»Ist diese Reaktion normal?«, erkundigte sich M’xor besorgt.
Sie wischte sich das Erbrochene vom Mund und spülte ihn mit dem restlichen Wasser aus, das ihnen noch geblieben war. »Ich würde mal sagen, ja.«
»Ich gebe zu, diese Fahrt war gewaltsam. So ein Multiplexer ist doch ein ganz besonderes Erlebnis.«
»Kein Wunder, dass sie auf dieser Route nur selten Passagiere transportieren. Wie halten das die Bahnmitarbeiter aus?«
»Das sind Attrax, glaube ich. Ihre Sinnesorgane sind für den Umgang mit dem Hyperraum besonders gut geeignet. Angeblich können sie den Mustern sogar Sinn abgewinnen.«
***
Aufmerksam studierte M’xor jede Einzelheit der Aussicht, die sich als nicht weniger monoton als die von Pradawa erwies. Kanria hatte Vicky besser gefallen, und sie war sich auch nicht sicher, ob seine Idee, die Bahnmitarbeiter direkt anzusprechen, so gut gewesen war. Sie würden doch sicher mit den Behörden zusammenarbeiten? Es konnte ja nicht das erste Mal sein, dass jemand unerlaubt zugestiegen war! Wenn die Xu’Un’Gil diesen Planeten ebenfalls besetzt hielten, dann hatten sie womöglich schon verloren. Er konnte seine Mission nicht fortsetzen, bei der es angeblich um so viele Leben ging, und sie würde nach Terra zurückgebracht.
»Vicky, ich habe gute Nachrichten. Ich kenne diesen Planeten. Da bin ich mir zu 95% sicher, und wenn ich mich nicht täusche, werde ich hier Hilfe organisieren können.«
»Er ist nicht zufällig von den Xu’Un’Gil besetzt?«
Er wandte sich zu ihr und neigte verwundert den Kopf. »Aber ja! Wir sind auf Xu’Un’Gil Territorium! Vicky, woher weißt du das? Warst du schon mal auf Pentax 3?«
Seine Augen waren wirklich bizarr groß, und so langsam hatte sie das Gefühl, aus ihnen seine Stimmung lesen zu können. Sie waren bei genauerem Hinsehen gar nicht ganz dunkel, nicht schwarz wie die Nacht, sondern eine Art Sternenschleier aus funkelnden Kristallen wanderte in ihnen herum. Er ersetzte wohl die menschlichen Pupillen, wie auch immer der Mechanismus funktionierte, und es sah mitunter aus, als enthielten die dunklen Ovale ganze Galaxien. Je nach Stimmung änderte sich dieses schwache Funkeln, das man nur aus der Nähe sehen konnte.
»Ich habe bloß geraten. Pentax 3, hm? Von den Xu’Un’Gil besetzt und trotzdem ein guter Planet?«
»Absolut perfekt! Die Xu’Un’Gil sind nicht sehr präsent, und ich kenne hier Leute, die uns helfen können. Möglicherweise.«
Seine Fühler zitterten kaum merklich, nur kurz, während er sprach, und sie war sich mittlerweile sicher, was das bedeutete. Er log, dass sich die Balken bogen, oder zumindest spielte er falsche Zuversicht vor.
»Ha! Ausgerechnet Pentax 3!«, fügte er hinzu.
»Wenigstens sind wir noch nicht vaporisiert worden«, pflichtete sie ihm bei.
»High Five!«, rief er, und gemeinsam schlugen sie ein. Sie sah auf die glühend heiße Steppenlandschaft, die ab und dann von einstöckigen, zweckbetonten, schmucklosen Funktionsbauten unterbrochen wurde, und stellte fest, dass sich ihr Enthusiasmus in Grenzen hielt. Kanria hatte weitaus einladender ausgesehen, und M’xor hatte bereits zugegeben, dass er dort gerne ausgestiegen wäre.
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