Herbert Weyand - Malekh
Здесь есть возможность читать онлайн «Herbert Weyand - Malekh» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Malekh
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Malekh: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Malekh»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Malekh — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Malekh», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Die verlorene Weihnachtsbäckerei«, flüsterte Malekh.
»Die Weihnachtsbäckerei habe ich mir stimmungsvoller vorgestellt«, murmelte er.
»Klar. Du hast ja auch keine Ahnung, was für eine scheiß eintönige Arbeit, es ist, hier monatelang dieselben Muster aus dem Teig zu stechen.« Malekhs Handbewegung in den Raum drückte aus, was sie von ihm hielt.
»Eben deshalb.« Die Frau ging ihm auf den Keks. Sie raubte ihm jede romantische Vorstellung vom Weihnachtsfest. Vor ihnen lag eine vorsintflutliche Massenproduktionsanlage. Der dezente Geruch von Anis, Zimt und anderen Gewürzen lag noch in der Luft. Obwohl, wer weiß, wie lange, an diesem Ort nichts mehr hergestellt wurde. Er schritt nach unten und strich mit den Fingern über den Tisch, der am nächsten stand. Er trug einen ratlosen Ausdruck im Gesicht. »Malekh. Sag mir bitte, dass ich träume.« Seine Augen ruhten riesengroß auf ihr.
»Stell dich nicht so an. Was kann bedeutender für dich sein, als mir zu begegnen. Bei einem Engel bleibst du relativ cool ... und jetzt willst du aussteigen?« Sie schüttelte sorgenvoll den Kopf. »Irgendwo wird ein Büro sein. Vielleicht finden wir das Rezept. Dann bist du zumindest mich los.«
»Eine verlockende Vorstellung.« Er grinste. »Eine Frage: Du sprachst von der verlorenen Weihnachtsbäckerei?«
»Klar. Aufgegeben, geschlossen ... verstehst du?«
Er nickte. »Dann los. Weißt du, wie wir ins Büro kommen?«
»Keine Ahnung. Wir müssen suchen. Gib mir deine Hand.« Sie führte ihn nach links vom Eingang und zeigte auf die Einlässe in der Wand. »Mit einem müssen wir anfangen.«
»Wir nehmen die Treppe dort.« Er zeigte auf eine schmale Stiege, die neben einem Stollen zu einer Plattform führte. Er sah Malekh unsicher an. »Weißt du, was du tust?« Sie fühlte sich an wie ein Mensch. Doch er sagte nichts. Möglicherweise bekam er wieder einen Schlag.
»Natürlich nicht du Blödmann. Ich bin zum ersten Mal in einer solchen Bäckerei.« Sie besaß tatsächlich nicht den Schimmer einer Ahnung. Was sie Hubert bisher verschwieg, verschweigen musste, war, dass das Engeldasein keine lustige Angelegenheit war. Sie lebte in einer Gemeinschaft mit festen unauslegbaren Regeln. Ihr Dasein beschränkte sich auf einen kleinen Bereich, in dem sie das ausführte, was ihr aufgetragen wurde. Ihre Aufgabe umfasste die Zuarbeit aller Aspekte zur Organisation des Weihnachtsfestes. Ein öder Job, weil seit Jahrhunderten dokumentiert. Man konnte nichts falsch machen. Um der Langeweile zu entkommen, las sie Geschichten über gefallene Engel, die seit einiger Zeit kursierten. Sie wurde erwischt. In der anschließenden Krisensitzung diskutierte der Ausschuss für Werteeinhaltung, eine angemessene Maßregelung. Sie wurde mit der schlimmsten Strafe bedacht, die vorstellbar war. Sie musste einhundert Tage, wie ein gefallener Engel auf der Erde leben. Es war ein offenes Geheimnis, dass die Plätzchenproduktion unrund lief, weil die Rezepte ausgingen. Ihre Bereichsleiterin setzte noch einen darauf, in dem sie ihr auftrug, das verschollene Plätzchenrezept zu suchen. Als besonderen Zusatz ihrer Maßregelung musste sie einen Menschen finden, der diese Aufgabe, mit ihrer Anleitung und Begleitung, übernahm. Für die Vorbereitung bekam sie drei Tage Zeit. Bei der Planung unterlief ihr der Fehler, der sie mit Hubert zusammenbrachte. An und für sich sollte zu diesem Zeitpunkt die tatsächliche Zielperson mit ihrem Dackel Edgar dort vorbeikommen. Eine Frau namens Claudia Plum, die aufgrund ihrer Tätigkeit bei der Kriminalpolizei, eine wirkliche Hilfe gewesen wäre. Wenn es nicht so blöd wäre, würde sie an einen Schutzengel glauben, der ihr half.
Hubert entpuppte sich als wahrer Glücksfall. Der Typ saß wahrhaftig auf der Bäckerei und wusste es nicht. Unwillkürlich kicherte sie und warf einen Blick auf ihn. Natürlich, der Schisser stand starr und steif neben ihr.
Der Trick, den sie, vor denen, die über sie richteten, anwandte, war einfach genial. Mit Grausen dachte sie an diesen Moment. Das Strafmaß erschreckte sie. Doch, noch während sie dem Tribunal gegenübersaß, suchte sie einen Ausweg. Sie strebte nicht danach, die Sicherheit ihres Bereiches zu verlassen. Über gefallene Engel zu lesen war etwas anderes. Einhundert Tage. Wer wusste, was in dieser Zeit geschehen konnte? Jetzt verbrachte sie einen Monat mit der Suche nach dem Rezept. Und das streckte sich über drei Jahre. Die restliche Zeit lebte sie ihr Leben. Die Engel wollten ihr daraus einen Strick drehen. Egal.
Sie unterbrach den Gedankengang und orientierte sich. Die Treppe führte unentwegt nach oben. Unmerklich rückten sie mit der Bewegung nach innen. Also stiegen sie an der Außenwand entlang.
»Wir scheinen da zu sein«, flüsterte sie mit belegter Stimme.
»Das ist Wahnsinn«, stöhnte Hubert, der bisher schwieg. »Ich krieg es nicht in meinen Kopf.«
Vor ihnen lag ein breiter Gang, der circa fünfzig Meter in den Berg reichte. Rechts und links sahen sie altmodische Türen mit aufgebrachten Kassetten. Wahrscheinlich die Administration.
»Ich gehe keinen Schritt weiter, bevor ich nicht weiß, was geschieht.« Ihm wuchs eine steile Falte auf der Stirn. Er setzte sich auf den Boden, der mit einem Material belegt war, das er nicht kannte. Dazu ließ er ihre Hand los und erschreckte sie damit mehr, als wie sie, vorhin, ihn.
»Ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung.« Sie sah auf ihn hinunter, mit verwundertem Ausdruck in den Augen. Die Verbindung der Hände gab ihr Sicherheit. Dessen wurde sie sich bewusst. »Weißt du, wie lange diese Bäckerei verschollen ist?«, fragte er rhetorisch.
»Seit ich denken kann.«
»Vier, fünf Jahre?« Er schmunzelte. Sie übertrieb immer so.
»Du bist ein Arschloch«, fauchte sie. »Wir sind in eine üble Sache gestolpert, wenn in dem, was erzählt wird, ein Körnchen Wahrheit liegt. Dazu muss ich dir noch etwas erklären.« Sie sah auf ihn hinunter. »So ein Betrieb ist nicht leicht zu organisieren ...«, sie reichte ihm wieder die Hand und zog ihn hoch, »vor allem nicht, wenn Urian beteiligt ist.«
»Verdammt. Was hat der Teufel damit zu tun?« Er fasste sie bei den Schultern ungeachtet der möglichen Folgen.
»Hier wird mit Feuer gearbeitet. Im unteren Drittel dieser Anlage stehen die Backöfen. Damit haben wir nichts zu tun.« Sie stieß mit dem Finger gegen seine Brust. »Das rührt alles von dem Streit damals.«
»Was für ein Streit?« Das Weib machte ihn wahnsinnig.
»Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass die sich gezankt haben.« Sie versuchte einen treuherzigen Augenaufschlag, um ihn abzulenken.
Hubert ließ sie stehen und strebte auf die schwere Bohlentüre zu, die sich von den anderen unterschied. Sie lag fast am Ende des Ganges. Er fasste den klobigen Griff und sie schwang lautlos auf. Ein Archiv. Zumindest ließen das die unzähligen Papiere in den Regalen vermuten.
Der Tisch in der Mitte bestand aus zwei Hälften eines dicken Eichenstamms. Sieben mal vier Meter maß die schmucklose, doch edle, Arbeitsplatte, deren Oberfläche einen glatten Schliff auswies. Speckige Stellen zeigten mehrere Arbeitsplätze um die riesige Platte.
Neben Pergamenten, Lederrollen, Papyrus und Materialien, die er nicht kannte, fand er über die gesamte Fläche verteilt, zeitgenössisches Papier. Dicht beschrieben, in unterschiedlichen Stilen von Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Hubert konnte das beurteilen, weil er nach seinem Maschinenbaustudium noch Geschichte belegte. Das Ambiente passte nicht. Angeblich befand er sich in einem seit ewigen Zeiten verschollenen Komplex. Und dann … Papier, das maximal sechzig Jahre auf dem Markt war. Die Situation wuchs ihm über den Kopf. Sein Leben veränderte sich stündlich, ohne, dass er Einfluss darauf nehmen konnte. Vielleicht gaben die Texte Aufschluss darüber, was insgesamt geschah. Die Schriftstücke und Zeichnungen lagen nicht chronologisch geordnet. Teils in lateinischer Sprache, so viel konnte er ausmachen, teils in unbekannter Schrift verfasst. Doch er wusste, dass sie nichts finden würden. Die Informationen, die er während des Jahres sammelte, stimmten in einem überein: Die Bäckerei wurde aufgrund einer fehlenden Zutat geschlossen. Dennoch ... vielleicht wurde etwas Wichtiges übersehen?
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Malekh»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Malekh» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Malekh» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.