Christopher Bilk - Schwesterchen Zorn
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In Gestalt einer verführerischen Frau raubt es reiche Männer auf brutale Weise aus. Nach der Tat verschwindet es spurlos und macht einem anderen Platz, der ihre Beute im Rekordtempo wieder verprasst.
Eine extravagante Geschichte voller Witz und deftiger Sprache.
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”Auf uns”, sagt Olof mutig. Er lässt sein Glas an das von Bitris klingen. Verbrennt sich beinahe die Finger an ihren.
Bitris säuft das Glas leer. In einem Zug. Sie hat gesehen, dass ihr Gegenüber einen ansehnlichen Berg von Kreditkarten, Geldscheinen und Barchips in seiner Börse in der Gesäßtasche aufbewahrt. Diese Börse will sie erobern. Mit allen Mitteln.
Mit dem Blick des finanziell Erledigten sieht Olof dem Achthundert-Euro-Drink hinterher, wie er in dem aufregend sinnlichen Mund verschwindet, denn er weiß, dass dieses berückende Zauberwesen noch einen trinken wird und dass er nicht in der Lage sein wird, ihr den zweiten, dritten und sogar zehnten Drink abzuschlagen. Zur Bestätigung gleiten seine wässrig, finanzhaifischig scharfen Augen über ihren Ausschnitt bis hinunter zu ihren Schenkeln, deren Anblick ihm die Schwitzflecken ins Hemd treibt und gleich wieder verdunsten lässt.
Bitris trägt ein geschlitztes, wadenlanges Cocktailkleid, elegant lässig geschnitten, mit Herzattacken auslösendem Ausschnitt. Der raffinierte Schlitz in diesem Kleid reicht bis über ihre Hüfte hinauf, zeigt warme, atmende Haut, die sich über paradiesische Rundungen wölbt, den Hals austrocknen lässt, die Blicke aller Augen an sich heranzieht und sie fest mit sich verklebt, ohne die Chance, sich jemals wieder lösen zu können. Ohne die Chance. Sich jemals wieder. Lösen zu können. Sie schlägt ein Bein über das andere, der Schlitz grinst Olof an, dieser anregend klaffende Schlitz, dieser immer breiter aufgleitende Schlitz, der über ihre Haut rutscht, die braun gebrannte Haut, die warme, aufregend warme, glatte, seidenweiche, so ungeheuer alles an sich reißende, verschlingende Haut. Der Schlitz lebt, er lächelt einladend, zwinkert ihm zu, er zeigt ihm, dass Bitris nichts anderes unter dem Cocktailkleid anhat, als Haut, ihre eigene, warme, einladende Haut, die seine Hände ruft, ihn ruft, in die er hineinsinken will, sie einatmen, auffressen, sich an ihr wärmen, erhitzen, verglühen will. Wie ein Stromstoß durchfährt ihn der Anblick des über ihren Leib gleitenden Kleides, während sie das Bein überschlägt, der knisternde, glatte Stoff, der sie überall berührt, der wie ein Vorhang, wie ein sich öffnender Vorhang, der herabfällt und der einen schwarzen, dichten Busch sich kräuselnder Haare aufblitzen lässt, bevor sich der sanft wogende Wind, das Kleid, wieder über ihren Leib schmiegt.
”Ich habe noch Durst”, sagt sie erwartungsgemäß. Und um ihre Beute einzulullen, fügt sie ein Lächeln hinzu. „Das war lecker.“
Ihre Zunge fährt über ihre Lippen, die jetzt feucht sind, feucht von der Flüssigkeit, benetzt vom Tau des Morgens, feucht glänzen, so voller saftig prallem Leben.
“Habe ich dich hier schon mal gesehen?” fragt er, lässig zwei Bestellfinger in die Richtung der Rilke-Interpretin hebend. Er weiß, dass sie ihn sieht. Jeder bezahlende Gast bei Armand d‘Or hat seine eigene Getränkeservicesolistin. Deshalb kann Olof blind bestellen. Er braucht die Getränkeservicesolistin nicht zu sehen. Er kann sie gar nicht sehen! Denn seine Pupillen sind mit den Kunststoffgläsern seiner Designerbrille verschmolzen. Tausend Grad heiß ist es neben Bitris. Sie ist die Sonne. Er kann nicht woanders hinsehen, als zu ihr, auch wenn er dabei blind zu werden droht. Blind. Na und?
Nun gilt es, das Wesen neben ihm, dieses börsenbarometrisch absolut abgehobene Genialweib an seiner Seite mit gezielter Information zu seiner Person und seinen Moneten an sich zu binden bis das der Tod sie scheide.
“Mich kennen sie ... kennst du vielleicht aus der Zeitung oder dem Fernsehen. Letztes Jahr war ich Börsenkönig. Fünftausend Prozent. Mister 5000-Prozent nennen mich die Medien. Na ja, was kann man dafür, wenn man Erfolg hat und berühmt wird. Dann ist eben ein gewisses Medieninteresse da. Fernsehen, Talkshows, Börsenberater, alle stehen bei dir auf der Matte.
- Wie macht man das, fünftausend Prozent? – Das fragen dich diese Fernsehtypen dann vor laufender Kamera. - Unsere Zuschauer wollen das auch machen. Die wollen auch ihr Vermögen um fünftausend Prozent erhöhen. –
Ha, als wenn das so einfach wäre, eine eigene Firma aus dem Nichts zu stampfen und in Null-Komma-Nichts zu einem Milliardenbetrieb auszubauen.
Milliardenbetrieb, sagte ich.“
„Geil“, sagt Bitris.
„Na ja, und man darf dann als der König der Börse den unerfahrenen Fernsehzuschauern sein Börsenkonzept erläutern. Immerhin, bei einigen Sendungen hatte ich eine Zehn-Prozent Einschaltquote. Das sind einige Millionen Haushalte. Millionen, sagte ich.“
„Geil“, sagt Bitris.
„Erfolg verkauft sich eben gut. Es wurden sogar, das ist kein Scherz, Poster von mir angefertigt. Wie ich auf einem Haufen mit Geldsäcken sitze. Als König ausstaffiert. Sehr beeindruckend. Und Fernsehen, Fernsehen, Fernsehen. Alle wollten sie mich haben. Jeder Sender schickte mir Einladungen zu Shows und Expertenrunden. Mister 5000-Prozent hierher, Mister 5000-Prozent dahin. So geht das. Es kamen sogar Bittbriefe von Sendern. Selbst der Finanzminister fragte an, wie man am besten Geld verdient. Dabei zahle ich doch überhaupt keine Steuern!
Ich kann dir sagen, das war beinahe mehr Stress, als meine allererste Milliarde zu verdienen.
Ich sagte: Milliarde.“
„Geil“, sagt Bitris.
„Tja, in diesem Lande hat man eben noch die Chance, es aus dem Nichts vom Erben einiger weniger Millionen zum gutsituierten Milliardär zu bringen. Klar, man braucht eiserne Disziplin und einen geregelten Tagesablauf. Ich zum Beispiel stehe jeden Morgen um sechs Uhr auf. Und ich gehe um zehn zu Bett. Jeden Tag! Da kann man die Uhr nach stellen. Nur wenn man solche einfachen Regeln beherzigt, dann ist die erste Milliarde auch nicht mehr weit. Obwohl, die erste Milliarde, - ich sagte: Milliarde, (Geil) - das ist doch immer die schwerste. Das sagen alle. Na ja, alle, die bereits eine Milliarde verdient haben. So viele gibt es von uns ja nicht. Kennst du vielleicht schon einen, der eine Milliarde verdient hat? Wohl kaum. Es gibt nur ganz wenige von uns. Elite sozusagen. Die absolute Elite. Das sind wir. Die Elite. Wir, die Milliardäre.
Milliardäre, sagte ich.“
„Geil“, sagt Bitris.
„Deshalb steht das Fernsehen auch ständig auf der Matte. Eliten ziehen. Erfolg ist der Garant für eine gigantische Einschaltquote. Vielleicht hast du auch eine der Sendungen mit mir gesehen. Eine lief zur besten Fernsehzeit. Viertel nach acht. Auf RAFF-7.”
Niemals zuvor hat Bitris eine derart langweilige Unterhaltung geführt, niemals in ihrem bisherigen Leben ist sie dermaßen angeödet worden. Eine wahnsinnige Müdigkeit flutet wie eine Ölpest durch ihre Adern. Eine noch nie dagewesene, lähmende Schwere, die ihre Sinne verdunkelt. Die Lider sinken bis fast auf ihre Nase herab. Wie mit Blei gefüllt sind sie. Ihre Lider. Mit Blei gefüllt. So schwer. So unendlich schwer. Ihr gesamtes Rückgrat beginnt sich zu zersetzen, die Nerven verkümmern, sie sackt in sich zusammen, kann das Wasser nicht mehr halten, wird schlaff wie ein Sack voller Exkremente, fließt als zähe Masse an der Sofalehne herunter. Ein explosionsartiger Gähnreiz zerreißt ihr beinahe die Mundwinkel. Sie denkt verzweifelt an das Schicksal ihrer Vorgängerin. Die sitzt noch immer auf der Tanzfläche bei der öffentlichen Behandlung durch den Onkel Doktor. Ihr Kleid hängt an der Garderobe. Die Unterwäsche auch. Dobermeyer-Kallberg macht eine Tiefentherapie. Sie ist bereits voll entspannt. Aber ihr Maul ist noch weit aufgerissen. Ihr Zahnarzt macht sich parallel gleich mit an die Arbeit.
„Aber reden wir doch nicht über mich. Wen interessiert denn schon, wie einer seine Milliarden gemacht hat, wie viele Sportwagen er in den Garagen stehen hat, welche Jacht er diesen Sommer nutzt? Eine hübsche, junge Dame wie du es bist, hat gewiss noch keine Vorstellung davon, was siebzehn Milliarden an Aktien, Wertpapieren und Beteiligungen bedeuten. Was das für eine Verantwortung ist, sorgsam mit der gewaltigen Macht umzugehen, die einem diese ungeheuren Mittel verleihen, nicht wahr?“
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