Hermann Brünjes - was Leiden schafft

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Jugendliche horten Munition. Eine Handgranate explodiert. In Fischteichen bei Himmelstal wird ein Toter gefunden, dann ein Fass mit chemischem Kampfstoff. Jens Jahnke und seine Kollegin Elske recherchieren und sind erschüttert. Die sonst so liebliche Heide präsentiert sich als explosiv und lebensgefährlich. Überall Munitionsreste aus den Weltkriegen. Die größte Kampfmittelbeseitigung Deutschlands vor der Haustür. Was wie ein dummer Jungenstreich beginnt, wird zum Polit- und Umweltthriller und zur tragischen Geschichte einer Jugendclique. Begleiten Sie die Reporter nach Himmelstal, einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide, das es in sich hat.

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Ich drücke mein Verständnis aus und bitte um Verzeihung.

„Ist schon in Ordnung“, beruhigt sich Helge. „Uns ist ja auch schon aufgefallen, dass es sich um Bens alte Clique handelt. Zwar standen keine Namen in der Zeitung, aber es stand drin, wo sich die Explosionen ereignet haben. Und dieser Krater bei Himmelstal gehörte nun mal zum ‚Revier‘ unseres Sohnes und seiner Freunde.“

*

Während der Fahrt in die Kreisstadt empfinde ich eine seltsame Unruhe. Alles scheint logisch: Ich reiße alte Wunden auf und ein Ehepaar muss sich schmerzlich erinnern. Sie leiden sehr, sind verletzt und traurig. Wie auch sonst, wenn man einen Sohn verloren hat? Sie haben bereits eins und eins zusammengezählt und die Verbindung zum Krater und zur Clique hergestellt. Aber einen Zusammenhang mit Bens Tod sehen sie nicht. Wohl, weil es keinen gibt. Trotzdem.

Als es um Malle ging, war Hannah komisch. Kannte sie ihn wirklich nur oberflächlich, oder besser als sie zugab?

Samstag, 5. März

Ich gestehe, ein bisschen nervös bin ich schon.

Den Vormittag habe ich mit den Artikeln zum Baugebiet im Südkreis und dem gestrigen Abendtermin verbracht. Dann habe ich mir ein paar Nudeln gekocht und zwei Spiegeleier in die Pfanne gehauen, gegessen und noch einen Kaffee getrunken. Marens Rückkehr von der Frühschicht wollte ich diesmal nicht abwarten, da wir sonst noch Kaffee getrunken und geklönt hätten. Ich habe jedoch etwas vor und habe darauf extra bis jetzt gewartet.

Vor dem Tor zu den Fischteichen steige ich vom Rad. Meine Kamera ist startklar. Das Tor ist nur angelehnt. Ich schiebe es beiseite und mein Stevens-Rad hindurch.

Dann lehne ich es an den Stamm einer Erle. Noch sehe ich niemanden. Die Tannen versperren die Sicht. Erst als ich um eine Ecke biege, liegen die Fischteiche vor mir, umsäumt von Erlen und Weiden. Ein Mann werkelt irgendetwas vor der Hütte herum. Die wirkt baufällig, so als bedürfe sie nicht nur Farbe, sondern auch Reparaturen am Dach und mancher Holzteile.

Am vorderen Teich stehen neben einer Holzbank zwei Jungen. Einer von ihnen ist Dennis, mein Nachbar.

Es war also richtig entschieden, den Samstagnachmittag für meinen Besuch zu wählen. Der Jüngere angelt, Dennis scheint gerade einen Regenwurm auf den Haken seiner Angel zu ziehen. Vor mir, unter einem einfachen Verschlag, steht ein Quad. Sonst fällt mir nichts Besonderes auf.

Ich gehe auf den Mann zu. Er ist klein, wirkt aber drahtig und kräftig. Seine dunklen Haare sind kurz geschnitten, er ist am Hals tätowiert und trägt einen Parka in Tarnfarben zu Jeans und abgewetzten Bundeswehrstiefeln. Nun bemerkt er mich und richtet sich auf.

„Wer sind Sie?“ Seine Stimme klingt hart.

Dennis hebt seinen Blick vom Haken. Bevor ich antworten kann, stellt er mich vor.

„Das ist mein Nachbar Jens Jahnke, der Reporter.“

Skeptisch reicht mir Malle die Hand. Sein Händedruck ist kräftig. Corona scheint hier nicht zu existieren.

„Sie sind also der Schreiberling, der von der Explosion berichtet hat. Ich bin Malik Yilmatz, Malle, wenn Sie wollen.“

Ich will nicht, behalte das aber für mich.

„Ich freue mich, Sie kennenzulernen. Dennis und Linus haben viel Gutes von Ihnen und dem Abenteuerspielplatz hier erzählt. Da dachte ich, das sehe ich mir mal an.“

„Sie haben Linus besucht? Wie geht es ihm?“

Ich sage, dass es Linus gut geht und denke, dass Malle seinen Fan ja auch mal hätte besuchen können. Aber so weit geht die Fürsorge dann vermutlich doch nicht.

Mit weiter Armbewegung weist er über sein Grundstück.

„Soll ich Sie mal herumführen? Obwohl, so viel gibt es nicht zu sehen.“

Heute ist es zwar kühl aber trocken. Natürlich will ich das Gelände sehen, deshalb bin ich hier. Vor allem jedoch will ich mir ein Bild von Malle machen. Ich sage also Ja.

Der jüngere Junge angelt weiter, Dennis kommt mit. Malik Yilmatz führt uns.

Die meiste Zeit redet jedoch der begeisterte Dennis. „Dies sind die wichtigsten Teiche zum Angeln!“ schwärmt er. „Hier sind Forellen drin. Der Bach fließt durch die Becken und das Wasser ist sehr sauerstoffreich. Hier, eins weiter, sind Brassen und Rotfedern drin. Wehe, ein Hecht kommt in einen der Teiche. Dann sinkt der Fischbestand spürbar und wir müssen erst einmal den Raubfisch fangen, bevor wir normal weitermachen können. Und das ist nicht so einfach. Am Ufer der Teiche stehen Bäume. Da bleiben unsere Blinker hängen. Was meinen Sie, wie viele davon hier irgendwo herumschwimmen …?“

Man spürt Dennis seine Begeisterung und auch Stolz ab.

Nun aber greift Malle ins Gespräch ein.

„Dennis, nun halt mal die Luft an. Es hört sich an, als sei hier alles voller Anglermüll. Den entfernen wir natürlich immer wieder. Diese Teiche sind ökologisch einwandfrei.“

„Genau. Und immer wieder setzt du neue Fische ein.“

„Und ihr reinigt die Teiche, Ufer und Dämme dazwischen.“

Beide sind offenbar stolz auf ihr Werk. Aber ich bin nicht hier, um einen Hochglanz-Werbeflyer zu machen, sondern eine sachliche, faktenorientierte Reportage. Aber ich sehe mir das Gelände natürlich genau an. Die Teiche sind teilweise durch Gräben und Rohre verbunden. Der hintere, kleinste Teich scheint ohne Zufluss zu sein. Ich frage meine Begleiter.

„Die Teiche sind mit fließend Wasser verbunden. Vor den Rohren haben wir allerdings Filter und Gaze eingebaut. Wir wollen nicht, dass die Fische sämtliche Teiche bevölkern, sondern sortieren sie. Hier zum Beispiel, wo das frische Wasser besonders sprudelt, haben wir die jungen Forellen eingesetzt. Nur der letzte Teich ist von jeder Wasserzufuhr abgeschnitten. Er wird im Prinzip nicht genutzt.“

Malle verströmt Fachkompetenz in Sachen Fischwirtschaft.

„Und deshalb angeln wir dort auch nicht!“ Dennis will bei ihm Eindruck schinden, das spürt man. „Aber wir angeln nicht nur, wir üben auch Bogenschießen, paddeln, backen Stockbrot am Lagerfeuer oder schweben mit der Seilbahn dort über die Teiche.“

Wie gesagt, ein Paradies für Kinder und Jugendliche. Neben der Hütte steht ein Gerätehaus aus Blech. Dorthin zieht mich Dennis zum Schluss des Rundgangs. Daneben liegen umgedreht zwei Kanus und dahinter stehen vier oder fünf blaue Regentonnen mit Deckel. Etwas weiter hinten sehe ich eine auf einem Bock platzierte Strohscheibe als Ziel für das Bogenschießen.

„Kommen sie, hier lagert unsere Ausrüstung!“

Die Doppeltür der Blechhütte steht offen. Angeln, Paddel, Schwimmwesten, Schnorchel, Schwimmflossen, eine Kiste mit Bällen, Gartengeräte wie Spaten und Harken, Drahtrollen, Sportbögen und Pfeile. Dennis nimmt einen der Sportbögen und zwei Pfeile heraus.

„Herr Jahnke, wollen Sie es mal versuchen?“

Malle grinst. „Dennis, willst du unseren Gast blamieren?“

Das kann ich mir nicht bieten lassen. „Kein Problem!“

Zwar bin ich mir meiner nicht mehr völlig sicher, es ist auch schon viele Jahre her, dass ich einen Bogen in der Hand hatte, aber Bogenschießen ist wie Fahrradfahren …

Der erste Pfeil landet am Rand der Mitte, der zweite fast im Zentrum. Dennis kann es nicht fassen. Ich mutiere vielleicht zu seinem neuen Bogenschießguru.

Malle sieht mich eher misstrauisch an.

„Lernt man das als Reporter? Oder sind Sie im Verein?“

„Beides falsch. Ich war früher bei den Pfadfindern. Was ihr hier macht, war im Jugendalter gewissermaßen mein Tagewerk. Davor hatten wir eine Clique. Da sind wir auf dem Truppenübungsplatz herumgestrolcht, haben Flitzebögen aus Haselnuss gebaut und waren allseits als gute Schützen bekannt.“

Nun scheine ich auch in der Achtung Malles zu steigen.

Das mit dem Truppenübungsplatz sage ich natürlich, um das Vertrauen des Munitionsfreaks zu gewinnen. Es ist aber nicht gelogen. Wir haben damals tatsächlich ein militärisches Sperrgebiet in der Nähe von Bremen als unser Spielgebiet genutzt.

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