Hermann Brünjes - was Leiden schafft

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Jugendliche horten Munition. Eine Handgranate explodiert. In Fischteichen bei Himmelstal wird ein Toter gefunden, dann ein Fass mit chemischem Kampfstoff. Jens Jahnke und seine Kollegin Elske recherchieren und sind erschüttert. Die sonst so liebliche Heide präsentiert sich als explosiv und lebensgefährlich. Überall Munitionsreste aus den Weltkriegen. Die größte Kampfmittelbeseitigung Deutschlands vor der Haustür. Was wie ein dummer Jungenstreich beginnt, wird zum Polit- und Umweltthriller und zur tragischen Geschichte einer Jugendclique. Begleiten Sie die Reporter nach Himmelstal, einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide, das es in sich hat.

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Er führt mich um den Transporter herum und weist auf die Gefahrenzeichen, die ich schon bemerkt hatte.

„Jedes unserer Fahrzeuge hat bestimmte Zulassungen. Hiermit können wir Gefahrgut der Klasse 1, 6 und 8 transportieren, also explosive Stoffe, giftige Stoffe und ätzende Substanzen. Gase, flüssige, entzündliche oder gar radioaktive Stoffe dagegen gehören in andere Fahrzeuge und sind anders gekennzeichnet.“ Ich mache noch ein Foto.

„Darf ich mal hinunterschauen?“ Ich gehe Richtung Rand des Kraters. Unten sehe ich fünf Männer bei der Arbeit.

„Kein Problem. Bleiben Sie aber bitte vom Rand weg. Wenn eine Granate explodiert, könnte es sonst kritisch werden.“

„Das habe ich am Dienstag gemerkt. Da ist dort unten eine Handgranate explodiert.“

„Oh, Sie waren hier?“

Ich merke, wie ich in der Achtung des jungen Mannes steige. Selbst einmal mitzuerleben, wenn Granaten explodieren, ist vielleicht der Traum eines jeden Brandschützers – oder der Albtraum. Ich erzähle ihm kurz, was passiert ist. Im Gegenzug erklärt er mir, was seine Kollegen dort unten machen.

Zwei von ihnen tragen graue Schutzanzüge, Helme und dicke Gasmasken. Sie sind diejenigen, die die Bomben entschärfen und unmittelbar mit der Munition in Berührung kommen. Sie tragen Atemschutzgeräte und ihre Anzüge sind luftdicht und sichern auch gegen Gase und ätzende Flüssigkeiten. Drei der Männer dort unten tragen weiße Anzüge und etwas feinere Gasmasken. Zwei von ihnen arbeiten mit Schaufeln oder Hacke, einer bedient eine Art Metalldetektor.

„Es ist eine langwierige, schwere und gefährliche Arbeit“, erklärt der junge Denker an meiner Seite. „Sie graben, suchen Metall, graben die Teile dann aus und bergen sie.“

„Und alles per Hand? Das kann ja Monate dauern.“

„Genau. Es kann Monate dauern. Hier jedoch sind wir noch in der Prüfphase. Wir haben drei Messstellen errichtet und senkrechte Rohre in die Tiefe verbracht. Dort nehmen wir Proben vom Grundwasser. Bei sehr viel Munitionsrückständen im Erdreich ist der Asbestgehalt extrem hoch. Dann muss das Erdreich ausgetauscht werden. Im Moment ist dies hier jedoch noch nicht der Fall. Auch die Menge der Granaten scheint begrenzt. Entweder ist es nur eine kleinere Deponie oder man hat viele der Granaten bereits wieder entfernt.“

Ich muss tief durchatmen. Vielleicht haben die Jungen und ihr Freund Malle zwar dieser Bergungsmannschaft Arbeit abgenommen, die brisanten Fundstücke jedoch schön gleichmäßig übers Land verteilt – oder in falsche Hände vertickt.

„Es ist also nicht so, wie bei den Dethlinger Teichen?“

Denker lacht. „Nein, nein! Längst nicht. Trotzdem muss man sowas ernst nehmen, zumal hier ja Kinder gespielt haben.“

„Das kommt womöglich öfter vor als den Eltern lieb ist, oder?“

„Leider ja. Kinder und Jugendliche reizt die Gefahr manchmal mehr als sie sich fürchten. Sie betrachten das Herumstrolchen auf Truppenübungsplätzen und in alten Bunkern als Mutprobe und wenn sie wie hier im Krater Munition finden, versuchen sie manchmal sogar, diese zu sprengen. Zwar sind wir hier ja nicht in Syrien oder im Libanon, wo bis heute viele Kinder durch Landminen und Blindgänger getötet werden, aber auch hier bei uns gibt es mit Munitionsresten aus den Weltkriegen immer wieder Unfälle.“

Der Mann ahnt nicht, wie froh ich über die Begegnung mit ihm bin. Ich frage ihn, ob er mit einem Foto einverstanden ist. Wegen seines Chefs will er nicht erkannt werden. Also posiere ich ihn neben dem Fahrzeug, er zieht das Visier seines Helms herunter und ich fotografiere ihn von der Seite.

Seine Kollegen im Krater erkennt man auf die Entfernung ohnehin nicht.

Ich frage Denker, ob sie allesamt ausgebildete Profis sind und bei der GEKA nur Experten arbeiten.

„Die dort unten schon“, erklärt er. „Wir sind 140 feste Mitarbeiter. Viele wurden bei der Bundeswehr ausgebildet, manche bei uns. Manchmal werden wir noch von der Bundeswehr unterstützt, vor allem bei Fahrdiensten und sowas. Aber die fest angestellten sind auf ihrem Gebiet allesamt Experten. Verwaltungskräfte gehören natürlich auch dazu. Na ja, und ich bin noch in der Ausbildung.“

„Aber ich bin sicher, Sie gehen Ihren Weg! Sie kennen sich schon jetzt prima aus und ich spüre Ihnen eine gewisse Leidenschaft ab.“ Wieder eine Leidenschaft, denke ich. Brände löschen, Gefahren beseitigen, Menschen schützen.

„Danke. Ich bin tatsächlich zur GEKA gegangen, um ein bisschen die Wunden des Krieges heilen zu helfen. Mein Großvater war Hauptmann und durch und durch Nazi. Ich will ein bisschen wieder gutmachen, was er mit angerichtet hat.“

Beachtlich, dieser junge Mann. Er trägt seinen Namen zu Recht. Ein Denker.

Ich danke ihm und an der Straße unten unserem Freund und Helfer Bokelmann. Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt.

Freitag, 4. März

Den Vormittag verbringe ich auf einer ätzenden Sitzung im Südkreis. Eine Gemeinde will ein neues Baugebiet erschließen und bewerben: „Wohnen zwischen Wald und See, naturnah und mitten in der Lüneburger Heide.“

Es stimmt gewiss, womit sie hier werben. Ein Haus am Hardausee hat schon was – aber man wohnt hier auch ziemlich abgeschieden. Unter „Lüneburger Heide“ verstehen zudem die meisten Leute eher die großen Heidegebiete um Undeloh, Bispingen und vielleicht noch bei Hermannsburg. Richtig ist natürlich auch: Die Lüneburger Heide bietet weit mehr als blühendes Heidekraut! Große Waldgebiete, unzählige Wander-, Rad- und Erlebniswege, viele einmalige Freizeit- und Erlebnisparks, Kurorte, Klöster und Natur pur macht sie nach Nord- und Ostsee zum Tourismusmagneten Nummer zwei in Deutschland. Ob man allerdings sein Haus in dieser „Provinz“ errichtet, steht aus meiner Sicht auf einem anderen Blatt. Okay, ich wohne ja selbst dort, wenn Himmelstal auch eher am Rand liegt …

Während der Tasse Kaffee und dem Gespräch mit Maren über ihren und meinen Tag klackt es nebenan. Plopp, Plopp. Das Geräusch ist uns längst vertraut. Der Nachbarsjunge übt sich im Fußballspiel und schießt gegen die Mauer der nachbarlichen Garage. Dennis ist richtig gut. Er beherrscht den Ball wie ein Profi, übt aber auch fast jeden Tag. Ich nutze die Gelegenheit und will noch einmal mit ihm reden.

„Ich geh mal raus, Maren. Wir reden nachher weiter, okay?“

Sie nickt. „Du kannst ja doch nicht anders. Ich hoffe, Dennis kann dir noch mehr von dieser Clique im Krater erzählen – darum geht es dir doch, oder?“

Auch wenn wir erst zwei Jahre zusammen sind, Maren kennt mich gut. Mir fehlen noch eine Menge Puzzleteile.

Dennis trägt blaue Fußballschuhe, einen blassgrünen Trainingsanzug, dazu Handschuhe. Sein Ball ist abgenutzt, unzählige Mal getreten und von Wind und Wetter gezeichnet.

„Hallo Dennis!“

Sofort unterbricht der schlanke Sportsfreund seine spielerischen Übungen. „Hallo Herr Jahnke. Danke übrigens, dass Sie in Ihrem Artikel unsere Namen nicht genannt haben und auch Malle und seine Fischteiche nicht vorkamen.“

„Gern geschehen! Ich würde mich freuen, Dennis, wenn du mir im Gegenzug noch ein paar Infos gibst.“

„Sie waren aber ja schon bei Linus im Krankenhaus. Mehr als er kann ich wohl auch nicht sagen.“

Die Jungs sind also gut vernetzt. Mich wundert das bei WhatsApp & Co. nicht besonders.

„Vielleicht doch. Vor Linus war Ben euer Anführer im Krater, oder? Ben Lohse.“

„Stimmt. Er war ein cooler Typ, bei allen beliebt. Im letzten Sommer ist er dann plötzlich gestorben. Wir alle waren erschüttert und total fertig deswegen.“

„Das kann ich mir denken. Er und seine Mutter waren krank geworden. Er hat es nicht geschafft.“

„Ja. Aber man weiß bis heute nicht, was die beiden hatten.“

„Auch Ben hat im Krater Munition gefunden und zusammen mit euch dort gespielt, richtig?“

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