Jakob - Die deutschen Auswanderer

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Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

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3.4. Aggressives Anwerben und wachsende Proteste

Der zentrale und der südliche Teil Deutschlands befanden sich infolge der französischen Kriege des 18. Jahrhunderts und des eben zu Ende gegangenen Siebenjährigen Krieges in einer wirtschaftlichen Rezession. Die despotischen Herrscher zahlreicher kleiner deutscher Fürstentümer sorgten sich wenig um die Lebensbedingungen ihrer Untergebenen, die Not und zuweilen auch Hunger litten. Einzelne Herrscher waren sogar froh darüber, so einen Teil des verarmten Volkes loswerden zu können.

Währenddessen riefen die zunehmende Aktivität und das Ausmaß, in dem die russische Regierung Kolonisten anwarb, Aufmerksamkeit hervor und führten dazu, dass der progressive Teil der Landesbevölkerung nachzudenken begann. Selbst in jener fernen Zeit kam es zur Entstehung einer akademischen Auseinandersetzung mit der damals in den großen und kleinen deutschen Staaten existierenden Siedlungs- und Steuerpolitik und der ungerechten Beziehung vieler Herrscher zu ihren Untergebenen, was in der Summe zu einem Wachstum der Auswanderungsbereitschaft im Volk führte. Insoweit führte die provozierende Tätigkeit der russischen Agenten, deren Aufgabe im Anwerben von Teilen der Bevölkerung bestand, zu einer Gegenreaktion vonseiten eines Teils der Regierungen der deutschen Staaten. Zunächst erging der Erlass der pfälzischen Regierung vom 27. Januar 1764, in dem ein allgemeines Verbot der Auswanderung und der Tätigkeit der russischen Werber verkündet wurde. Im selben Jahr wurde die Emigration in Bayern verboten, und am 21. April 1765 auch in der unabhängigen (freien) Stadt Frankfurt, in der auch der „Verweis“ des russischen Kommissars Facius aus dem Stadtgebiet verkündet wurde. Diesen Emigrationsverboten schlossen sich auch andere deutsche Staaten an.

Anders war es in dieser Hinsicht um die Dinge in Preußen bestellt, welches die Annahme eines entsprechenden Verbots hinauszögerte und dafür besondere Gründe hatte. Der preußische König Friedrich lockte selbst erfolgreich Angehörige fremder deutscher Staaten an und siedelte sie in Preußen an, daher erließ er erst am 01. Mai 1766 ein Emigrationsverbot, nachdem er eingesehen hatte, dass die russischen Anwerber in dieser Sache ernstzunehmende Konkurrenten für ihn darstellten. Allerdings wussten die russischen Anwerber die Zersplitterung der deutschen Staaten zu nutzen und umgingen das Tätigkeitsverbot ohne Schwierigkeiten, indem sie ihre Büros in das Gebiet anderer Staaten verlegten, die ihre Tätigkeit noch nicht für gesetzeswidrig erklärt hatten. Dabei griffen sie recht häufig auch auf illegale und gesetzeswidrige Anwerbemethoden zu. Man warb Leute an, die aufgrund verschiedener Ursachen kein Recht auf Emigration hatten, und brachte sie heimlich hinter die Grenze. Mit finanziellen Prämien wurden Bauern, die bereits Übersiedlungsverträge nach Ungarn oder Nordamerika unterschrieben hatten, abgeworben, indem man ihnen nichtexistierende Vergünstigungen und Bedingungen bei der Übersiedlung nach Russland versprach.

Nicht selten kam auch der entgegengesetzte Fall vor, in dem angeworbene Übersiedler, die bereits Geld für den Umzug nach Russland erhalten hatten, im letzten Moment vor der Abreise davonliefen. Als Beispiel soll hier ein Rapport des russischen Gesandten A. Musin-Puschkin aus Hamburg dienen, welchen er am 14. Oktober 1763 an die Kaiserin sandte. Darin teilt er mit, dass sich vier Junggesellen, denen bereits Verpflegungsgeld für die Reise ausgezahlt worden war, trotz der eingesetzten Wache und ihrer freiwillig abgegebenen eidesstattlichen Versicherung vor der Einquartierung auf dem Schiff von der Gemeinschaft entfernten und heimlich davonliefen. In seinem Schreiben merkt er an, dass „...der Verdacht auf die um ganz Lübeck herum stationierten preußischen Anwerber fällt, die den Flüchtlingen Unterschlupf gewährten, wobei es durchaus sein kann, dass sie Grund und Anlass zur Flucht gegeben hatten...“. 7Schon bald war der zivile Frieden auf deutschem Boden tatsächlich bedroht, besonders wenn man berücksichtigt, dass die Arbeitsmoral Tausender bereits lange vor der Abfahrt merklich nachließ, da sie ausschließlich mit organisatorischen Problemen wie dem Verkauf ihres Vermögens und der Kapitalbeschaffung für die Reise zu kämpfen hatten, während ihre Gedanken sich nur noch um die Übersiedlung ins ferne reiche Russland drehten. Dabei befanden sie sich in ständigem Austausch mit ihren zurückbleibenden Verwandten, Nachbarn und Freunden, denen sie die Richtigkeit ihrer Entscheidung und die negativen Aspekte des Lebens in Deutschland aufzeigen wollten, was bei einem wesentlich größeren Teil der deutschen Bevölkerung zu einem Gärprozess führte.

Unter diesen Umständen war es unabdingbar, ein gemeinsames und einheitliches Emigrationsverbot aller deutschen Staaten und freien Städte zu erlassen. Mit einem solchen Vorschlag traten zunächst der bayrische König und der Erzbischof von Salzburg an die Öffentlichkeit. Dabei sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, dass sich zu jener Zeit nicht nur Russland aktiv um die Bevölkerung der deutschen Staaten warb. Auch die Monarchen Preußens, Frankreichs, Englands und selbst Joseph II., der König des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, versuchten, ihre internen Probleme dadurch zu lösen, dass sie die fleißige deutsche Bevölkerung in ihre Länder lockten. Joseph II. warb aktiv Kolonisten zur Erschließung von Ländereien in Ungarn an, die im Krieg gegen die Türken befreit worden waren.

Die Tätigkeit der Werber und verschiedener Eilboten dieser Länder, die auf der Jagd nach deutschen Staatsbürgern waren, führte zu einem aktiven Wettbewerb zwischen diesen, was wiederum zahlreiche Beschwerden und Gegenmaßnahmen vonseiten der Herrscher deutscher Länder insbesondere aus dem südlichen Teil Deutschlands zur Folge hatte. In der Folge gelang es ihnen, die österreichischen Werber ernsthaft in die Enge zu treiben und ein gewisses Gleichgewicht zwischen ihnen und den russischen Fängern deutscher Bauernseelen zu erreichen. Dies war in vielerlei Hinsicht auf die aktive Tätigkeit des Fürsten Golizyn in Wien und auf die Eröffnung eines russischen Anwerbebüros durch Meixner in Ulm zurückzuführen. Mit dem Ziel, die nicht immer legalen Vorgehensweisen im entbrannten Konkurrenzkampf zwischen österreichischen und russischen Werbern einzustellen, trafen sie die Vereinbarung, das erneute Werben um Kolonisten zu unterlassen, die sich bereits für eine der beiden Parteien entschieden hatten.

Allerdings konnte ein derart schwacher Widerstand gegen das Werben der Agenten vonseiten Josephs II. die deutschen Kurfürsten nicht zufriedenstellen, weshalb diese eigenen Maßnahmen ergriffen. 1766 untersagten zwei der zehn deutschen Reichsbezirke (die Bezirke Kurrhein und Oberrhein) jegliche Werbemaßnahmen ausländischer Agenten auf ihrem Gebiet, wobei sich der letztgenannte Bezirk erneut mit der Forderung nach entschlosseneren Maßnahmen gegen die Emigration der Angehörigen deutscher Fürstentümer und Reichsstädte an den König wandte. Letzten Endes sah sich Joseph II. gezwungen, den nachdrücklichen Forderungen zahlreicher Fürstentümer des Reiches Folge zu leisten und im Jahr 1768 das Edikt gegen die Auswanderung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation herauszubringen.

Auf die russische Werbekampagne hatte dieses Edikt allerdings keinerlei praktischen Einfluss mehr. So hatte Russland infolge der für den Transport der deutschen Kolonisten, die in der Hafenstadt Lübeck scharenweise auf ihre Abfahrt warteten, nicht ausreichenden Anzahl von Schiffen Anfang 1766 selbst verboten, deutsche Bauern anzuwerben. Zudem waren in Russland zahlreiche Fragen, die die Aufnahme der Kolonisten an den für sie bestimmten Siedlungsorten im Wolgagebiet betrafen, nicht rechtzeitig gelöst worden. Dazu gehörten unter anderem die Zuteilung von Ländereien und der Bau einer benötigten Anzahl von Wohnhäusern.

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