Jakob - Die deutschen Auswanderer

Здесь есть возможность читать онлайн «Jakob - Die deutschen Auswanderer» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die deutschen Auswanderer: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die deutschen Auswanderer»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

Die deutschen Auswanderer — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die deutschen Auswanderer», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die Anzahl der Kolonien, das Verfahren bei der Ansiedlung der Kolonisten und die jeweilige Größe ihrer individuellen Grundstücke waren im Kolonialgesetz verankert, das am 19. März 1764 als Anlage zum Manifest herausgegeben wurde. 5Das Gesetz schrieb folgende Punkte vor: a) Zuteilung von Land für jeweils 1000 Familien, dessen Fläche einem Kreis mit einem Durchmesser von 60 bis 70 Werst entspricht* (ein Werst entspricht 1,067 Km); b) Gründung von jeweils 52 Kolonien am rechts- und linksseitigen Wolgaufer; c) Zuteilung von 30 Deßjatinen Land für jede Einzelfamilie. Dieses Land wurde ihr für immer als unantastbares und vererbbares Eigentum übergeben. Dabei blieb es jedoch Allgemeineigentum, das weder verkauft, geteilt noch verpachtet werden durfte. Von den jeder Familie zugeteilten 30 Deßjatinen entfielen 15 auf die Ackerfläche, fünf auf Wiesen- und Weideflächen, fünf auf den Hof und das angrenzende Grundstück und die restlichen fünf Deßjatinen waren Wälder.

Der Hof wurde dem jüngsten Sohn vererbt, falls dieser jedoch nicht geschäftsfähig war, fiel das Erbrecht an den zweitjüngsten Sohn oder einen anderen Verwandten. Das Familienoberhaupt war dazu verpflichtet, die übrigen Kinder, denen kein Hof vererbt wurde, in einem beliebigen Handwerk auszubilden. In den Kolonien wurde eine gemeinsame Selbstverwaltung eingerichtet, deren Gesetze und Anordnungen für jeden Kolonisten verpflichtend waren.

Die russische Regierung arbeitete aktiv daran, die Erlasse Katharinas II. umzusetzen, ihre Manifeste der Jahre 1762 und 1763 wurden in englischen, dänischen, schottischen und irischen Zeitungen und auch in Holland für französische und deutsche Zeitungen abgedruckt. Das erste Manifest wurde zudem auch in österreichischen und schwedischen Zeitungen gedruckt, und das zweite konnte sogar in Form einer separaten Beilage zu den deutschen Versandzeitungen in deutscher Sprache herausgegeben werden. 6

Mit dem Anwerben deutscher Kolonisten wurde ein ganzer Apparat russischer Gesandter und Residenten betraut, die die Einladung der russischen Zarin an den zahlreichen großen und kleinen Höfen der deutschen Fürstentümer verteilten. In ganz Deutschland wurden spezielle Kommissare ernannt, deren Aufgabe im Anwerben deutscher Bürger und der Organisation ihres Transports an die Sammelpunkte lag. Für das Großprojekt, mit dem deutschen Kolonisten nach Russland gelockt werden sollten, standen umfangreiche finanzielle Fördergelder bereit. Dennoch entsprachen die Ergebnisse der Arbeit der russischen Regierungsvertreter gegen Ende des Jahres 1764 nicht den Erwartungen, die Zahl der angeworbenen Kolonisten lag weit unter den Planzahlen. Um die Sachlage erfreulicher zu gestalten, wurden weitere Maßnahmen ergriffen. Ab dem Jahr 1765 traf man den Entschluss, die Agitation und Überzeugungsarbeit der potenziellen Übersiedler nicht nur staatlichen Beamten zu überlassen, sondern auch Privatunternehmer damit zu betrauen. Die russische Regierung schloss Verträge mit den privaten Werbern, aus denen ein Interesse am Anwerben einer möglichst großen Anzahl von Kolonisten hervorging, da das Honorar und bestimmte Rechte auf die Zuteilung von Ländereien an ihrem Siedlungsort davon abhingen. Man ging davon aus, dass ausländische Werber großes Vertrauen bei potenziellen Auswanderern genießen, darum waren die Werber mehrheitlich Franzosen mit Namen wie Le Roh, Munni, Pictet, Baron Beauregard, Precour und De Boffe.

Der Vertrag zwischen der russischen Regierung und Baron Beauregard wird im bekannten Buch Pisarevskijs als Beispiel angeführt. Dies bietet uns heute die Möglichkeit, nicht nur das Honorar und die Vergünstigungen der privaten Werber detailliert unter die Lupe zu nehmen, sondern auch Einblick in wichtige Daten zu den durch das Anwerben und den darauffolgenden Transport eines Kolonisten anfallenden Ausgaben zu erhalten. Um seine Tätigkeit aufnehmen zu können, erhielt Baron Beauregard 15.000 Rubel, mit denen er 300 Kolonisten Familien anwerben sollte. Von den 50 Rubel, die auf eine Familie entfielen, waren 40 Rubel für Nahrungsmittel und sonstige Bedürfnisse während der Reise und zehn Rubel für die Transportkosten vom jeweiligen Wohnort nach Hamburg oder Lübeck geplant.

Überstiegen die tatsächlichen Ausgaben diese vertraglich vereinbarten Summen, so wurden die Zusatzausgaben von den Kolonisten selbst nach Abschluss der gesamten Übersiedlung erstattet. Die für den Seeweg der Kolonisten aus den Hafenstädten Hamburg oder Lübeck anfallenden Transportkosten wurden von Regierungskommissaren bezahlt, die sich in diesen Städten aufhielten, und von diesem Moment an übernahm die russische Regierung alle Ausgaben und die Verantwortung für den Transport der Kolonisten an die Siedlungsorte in Russland.

Um sein Unternehmen vor Ort ansiedeln zu können, erhielt der Baron vom Staat 4000 Rubel als zinsloses zehnjähriges Darlehen und jeweils 350 Rubel für 100 Übersiedlerfamilien, mit denen der Hausbau finanziert werden sollte. Dabei waren die Kosten für Baumaterialien nicht in dieser Summe inbegriffen – diese wurden komplett von der Regierung übernommen. Es bleibt anzumerken, dass dem Baron für dessen Tätigkeit keine festgelegte Summe direkt ausbezahlt wurde, und auch die Hoffnung, an den oben genannten Auszahlungen der Regierung für die Übersiedlung der Kolonisten etwas einzusparen, war eher gering. Laut Vertrag erhielt er lediglich nach Abschluss der Übersiedlung eine Prämie für seine Tätigkeit. Ihm stand Land mit einer Fläche von mindestens drei Prozent der Fläche zu, die jeder von ihm angeworbenen Familie zugeteilt wurde. Er hatte das Recht, Arbeitskräfte zur Bearbeitung dieses Landes anzuwerben, denen dasselbe Land zugeteilt wurde wie den übrigen Kolonisten, die sich dabei jedoch als Hilfsarbeiter zur Bearbeitung seines Landes verpflichteten. Außerdem erhielt er das Jagdrecht und das Recht auf Fischfang auf dem Gebiet der von ihm angesiedelten Kolonisten und durfte mit ihnen bestimmte Privatverträge abschließen, die ihm eventuell zusätzliche Vorteile verschafften. Die Regierung machte es zur Bedingung, dass Privatverträge den russischen Gesandten in Deutschland vorgelegt werden mussten. Diese waren dazu verpflichtet, sie zu bestätigen und darauf zu achten, dass den Kolonisten in solchen Verträgen keine Möglichkeiten und Rechte versprochen wurden, die über das hinausgingen, was das Manifest vorsah.

Neben der Arbeit privater Werber setzten auch Vertreter des russischen Staates ihre Tätigkeit fort. Alle in diesem Zusammenhang anfallenden Koordinations- und Organisationsaufgaben wurden von Johann Simolin geleitet, einem russischen Gesandten am Regensburger Reichstag. Dieser beauftragte zwei seiner Kommissare mit dem Anwerben deutscher Kolonisten. Der erste war Karl Friedrich Meixner aus Augsburg, der zweite Johann Facius aus Hanau. Sie hatten der russischen Regierung die Treue geschworen und in Russland den Beamtenstatus erlangt. Meixner eröffnete seine Büros, in denen Kolonisten angeworben werden sollten, in Ulm, Facius in Frankfurt am Main, und die Büros wurden offiziell als städtische Behörden anerkannt.

Im Unterschied zu den privaten Werbern erhielten die Kommissare eine feste Bezahlung in Höhe von 400 bis 500 Rubel. Die staatlichen Werber nutzten die Dienste einer großen Anzahl privater Agenten, die für jede angeworbene Familie eine Prämie von drei bis vier Dukaten erhielten oder je nach Vereinbarung für die Anreise einer bestimmten Anzahl von Kolonisten Familien bezahlt wurden. Die staatlichen Kommissare waren dazu verpflichtet, finanzielle Rechenschaftsberichte anzufertigen und sämtliche durch das Anwerben und den Transport angefallenen Kosten durch entsprechende Quittungen und Dokumente zu belegen.

Eine derart aktive, zweidimensionale Vorgehensweise beim Anwerben führte sehr rasch zu den benötigten Resultaten. Die Anzahl deutscher Staatsbürger, die nach Russland umziehen wollten, wuchs auf ungefähr 25.000 Menschen an. Dabei bleibt festzustellen, dass die schlechten Lebensbedingungen dieser Leute im damaligen Deutschland eine nicht unwesentliche Rolle bei der Tatsache spielten, dass eine so große Anzahl deutscher Staatsbürger sich für das Verlassen des eigenen Landes entschied. Daher war der Zeitpunkt sehr günstig, um deutsche Staatsbürger für die Übersiedlung nach Russland anzuwerben.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die deutschen Auswanderer»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die deutschen Auswanderer» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die deutschen Auswanderer»

Обсуждение, отзывы о книге «Die deutschen Auswanderer» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x