Werner Diefenthal - Der Henker von Rothenburg

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Der Henker von Rothenburg: краткое содержание, описание и аннотация

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Frühjahr 1526
Eckhard Steiner, der ehemalige, sehr beliebte Vogt Rothenburgs, ist tot.
Die Frau seines Nachfolgers beschuldigt die Magd Marie, ihn mittels Hexerei getötet zu haben.
Als Marie schon auf dem Schafott kniet, bittet Matthias Wolf, der Henker von Rothenburg, um die Hand der schönen jungen Frau. Trotz ihrer großen Angst vor dem am meist gefürchteten Mann der Stadt nimmt Marie das Angebot an.
Gemeinsam versuchen Marie und Matthias, die Hintergründe des Mordes aufzudecken und geraten in einen Sog aus Intrigen, Heimtücke und Mord.
"Mord in Rothenburg" – eine Geschichte über die Grausamkeit einer vergangenen Zeit, aber auch über Menschlichkeit und Hoffnung.

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Der Baumeister zuckte kurz. Die Arbeiten am Haus, das war nicht so schlimm. Aber durch die Gasse gehen hieß, er musste am Ostersonntag als Letztes die Kirche verlassen. Alle Gläubigen würden sich links und rechts aufbauen. Dann musste er gemessenen Schrittes durch diese so gebildete Gasse schreiten und alles, was man mit ihm machte, ertragen. Dies konnten Tritte sein, Hiebe, Stockschläge. Auch Nachttöpfe durfte man über ihm ausgießen.

Verboten waren Messer, Schwerter und alles, was schwere Verletzungen nach sich zog. Er seufzte. Mit etwas Glück würde es nicht so schlimm werden.

»Euer Gnaden, ich danke Euch für Eure Güte und nehme das Urteil an.«

Der Vogt nickte.

»Nun zu dem Kerl hier. Wenn ich mir dieses verschlagene Gesicht so ansehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass er zum ersten Mal ein solches Verbrechen begangen hat. Meister Matthias!«

Der Henker trat einen Schritt vor.

»Euer Gnaden?«

»Bevor ich ein endgültiges Urteil spreche, muss ich wissen, welche anderen Gräueltaten dieser Kerl dort noch auf dem Kerbholz hat. Daher werdet Ihr ihn mitnehmen und befragen.«

Matthias nickte. Er verstand, obwohl er nicht wirklich viel von dieser Art der Befragung hielt. Im Grunde genommen hieß es, er musste ihn der hochnotpeinlichen Befragung unterziehen, also foltern. Während seiner Ausbildung hatte er auch dies gelernt. Doch hatte er Zweifel an der Aufrichtigkeit bei der Beantwortung der Fragen gehabt. Waren es wirklich echte Geständnisse oder nur der Versuch der Delinquenten, sich weitere Schmerzen zu ersparen? Als er seinen Meister darauf angesprochen hatte, war dieser ernst geworden.

»Matthias, äußere diese Gedanken NIEMALS öffentlich. Es ist nicht unsere Aufgabe, über Wahrheit zu entscheiden. Dazu ist der Gesandte des Herrn dabei. Er entscheidet, ob er jemandem Glauben schenkt. Nicht du! Vergiss das niemals. Es ist schon vorgekommen, dass der Henker plötzlich selber auf der Streckbank lag.«

»Ja, Euer Gnaden«, antwortete Matthias also folgsam seinem Herrn. Er wusste, dass er vom Vogt genau beobachtet werden würde.

»Sobald ich eine Liste mit all seinen Verfehlungen habe, werde ich sein Urteil sprechen, welches Ihr, Meister Matthias, ausführen werdet. Seid Ihr bereit dazu?«

»Ja, Euer Gnaden.«

Der Vogt nickte. Er sah sich in der Menge um. Dort, oben auf der Empore, glaubte er seine Magd, Marie, zu sehen. Dabei sollte sie doch die Wäsche waschen. Er nahm sich vor, sie zu bestrafen. Aber noch war das Thema mit dem Kindsmörder nicht ganz erledigt.

»Ich erwarte Euren Bericht bis Sonnenuntergang.«

Der Vogt verließ das Podium. Die Menge machte ihm bereitwillig Platz und bezeugte ihm die zustehende Verehrung, bevor sie sich langsam zerstreute. Hier würde heute nichts mehr geschehen.

2. Kapitel

Ein kleiner Mann trat neben Matthias. Er trug einen Gehrock aus schwarzem Samt, dazu gelbe Hosen aus Hirschleder und ebensolche Stiefel. In der Hand hielt er eine Tafel und einen Griffel. Der Schreiber des Vogtes, ein kleiner verschlagener Mann mit krummer Nase und noch krummeren Zähnen. Der linke Fuß war verkrüppelt und ließ den Mann sehr stark hinken.

»Meister Matthias, wollen wir?«

Marie lief es kalt den Rücken herunter, als sie von ihrem Beobachtungsposten aus Matthias´ unbewegte Miene und sein Nicken sah. Ohne ein Wort drehte er sich um und führte den Gefangenen fort, gefolgt von Popolius Harthrath, dem Schreiber des Vogts.

Insgeheim nannte Marie den Kerl nur ›die Ratte‹, weil er genau so aussah, sich wie eine solche in Ecken herumdrückte und plötzlich auftauchte, wenn man es am wenigsten erwartete und gebrauchen konnte.

Nach ein paar Augenblicken merkte sie, dass sie regungslos auf die nun leere Türöffnung gestarrt hatte, und riss sich zusammen.

Die Wäsche musste immer noch gewaschen werden, aber nun hatte Marie die Lust verloren, zur Tauber hinunterzugehen, und verdrückte sich in die Waschküche. Minuten später stand sie, in heiße Dampfschwaden eingehüllt, auf dem gestampften Sandboden und schrubbte Betttücher, aber ihre Gedanken waren noch immer bei dem Vorfall des Morgens.

Sie verstand nicht, wie jemand sich einfach an einem wehrlosen Kind vergehen und es dann töten konnte! Was für eine Angst Rosa, das kleine Mädchen, gehabt haben musste. Und jetzt war sie tot. Marie hatte das Kind gekannt, oft war sie auf dem Weg zum Markt bei Rosa stehengeblieben und hatte mit ihr ein paar Sätze geplaudert. Jetzt war sie einfach nicht mehr da! Was war nur in diesem Mann vorgegangen? Er hätte doch auch einfach in den ›Goldenen Schwan‹ gehen können, wenn es ihn juckte. Es gab genug Hübschlerinnen, die den Männern zu gerne zu Diensten waren.

Marie war der festen Überzeugung, dass er alles verdiente, was ihn nun unter den Händen von Meister Matthias erwartete.

Dennoch rieselte ein kalter Schauer über ihre Haut, als sie daran dachte. Sie wusste nicht genau, was bei der Folter mit den Beschuldigten passierte, aber sie hatte schon Menschen gesehen, die der hochnotpeinlichen Befragung unterzogen worden waren – die meisten schien die Hinrichtung danach nicht einmal mehr zu interessieren. Sie waren stumpf, wie bereits gestorben.

An diesem Punkt konnte Marie nicht verhindern, dass ihre Gedanken zum Rothenburger Henker abglitten. Wie kam man dazu, einen solchen Beruf auszuüben? Wie konnte man Menschen so etwas antun, auch wenn sie Schlimmes getan hatten? Wie konnte man ihr Betteln und Flehen ignorieren?

Es war für das Mädchen fast ebenso schwer zu begreifen wie das, was der fremde Steinmetz Rosa angetan hatte. Trotzdem – Matthias Wolf schien ein ganz normaler Mensch zu sein. Als sie ihm am Morgen das Seil gereicht hatte, hatte er sie angelächelt. Marie konnte sich nicht erinnern, ihn vorher schon einmal lächeln gesehen zu haben.

»MARIE!«

Die blonde Magd schrak ordentlich zusammen. Sie hatte nicht einmal bemerkt, dass Vogt Bernhard Steiner in den Raum getreten war. Verblüfft drehte sie sich zu ihm um und sah Zorn in seiner Miene, den sie nicht erwartet hatte.

»Ja, Herr?«

»Was hattest du vorhin im Haus zu suchen?«, fuhr der Vogt sie an. »Ich hatte dir doch aufgetragen, die Wäsche zu waschen!«

Marie spürte, wie sie rot wurde.

»Ich bin mit den Leuten zurück ins Haus gekommen, als …«

»Neugierig warst du also!«, schnitt Steiner ihr das Wort ab. »Meine Tagesgeschäfte haben dich nicht zu interessieren! Wenn ich dir einen Auftrag gebe, dann führst du ihn aus, gleich und ohne Verzögerungen! Hast du das verstanden?«

Marie presste die Lippen zusammen und senkte den Kopf, bemühte sich, reumütiger auszusehen, als sie war.

»Ja, Herr. Es tut mir leid.«

»Nun, das wird nicht reichen!«

Täuschte sie sich, oder klang die Stimme des Vogtes plötzlich genüsslich.

»Dreh dich um!«

Das Herz schlug der blonden Frau bis zum Hals, als sie verstand. Er wollte sie bestrafen! Das kam selten vor, meistens übernahm seine Frau es, die Angestellten zu maßregeln. Ihre Füße fühlten sich bleischwer an, als sie gehorchte. Und Steiner war noch nicht fertig.

»Beug dich nach vorne und heb deinen Rock!«

Maries Furcht wandelte sich in nacktes Grauen. Er würde sie doch nicht schänden? Bernhards begehrliche Blicke, die sie immer dann streiften, wenn seine Frau nicht in der Nähe war, waren ihr schon mehr als einmal aufgefallen, aber bis jetzt hatte sie ihn dennoch für einen Ehrenmann gehalten. Wie allen Dienstboten war ihr bekannt, dass er und seine Frau nicht in einem Bett schliefen. Das Getuschel hatte sie jedoch nicht interessiert. Es hatte sie nichts anzugehen, ob und wann der Vogt mit seiner Frau den ehelichen Beischlaf vollzog. Aber trotzdem lauschte sie immer mit roten Ohren, wenn erzählt wurde, dass Elsa Steiner sich seit Monaten ihrem Mann verweigerte.

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