Werner Diefenthal - Der Henker von Rothenburg

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Der Henker von Rothenburg: краткое содержание, описание и аннотация

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Frühjahr 1526
Eckhard Steiner, der ehemalige, sehr beliebte Vogt Rothenburgs, ist tot.
Die Frau seines Nachfolgers beschuldigt die Magd Marie, ihn mittels Hexerei getötet zu haben.
Als Marie schon auf dem Schafott kniet, bittet Matthias Wolf, der Henker von Rothenburg, um die Hand der schönen jungen Frau. Trotz ihrer großen Angst vor dem am meist gefürchteten Mann der Stadt nimmt Marie das Angebot an.
Gemeinsam versuchen Marie und Matthias, die Hintergründe des Mordes aufzudecken und geraten in einen Sog aus Intrigen, Heimtücke und Mord.
"Mord in Rothenburg" – eine Geschichte über die Grausamkeit einer vergangenen Zeit, aber auch über Menschlichkeit und Hoffnung.

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Die drei jungen Frauen waren in der Tat ein hübscher Anblick – blutjung und wohlgeformt, die langen Haare wehten wie bunte Fahnen im Wind. Helga, die Tochter des Bäckers, war rothaarig, während Greta, deren Vater die Stadtschänke gehörte, rabenschwarzes Haar ihr Eigen nannte. Die meisten Blicke der passierenden jungen Männer jedoch zog Marie auf sich. Mit ihren knapp achtzehn Jahren war sie von atemberaubender Schönheit. Ihre strahlend blauen Augen blitzten in der Sonne. Ihre Haut glänzte wie ein frischer Apfel und goldblondes, leicht lockiges Haar umrahmte das wunderschöne Gesicht.

Nicht wenige Männer in Rothenburg, verheiratet oder alleinstehend, leckten sich die Finger nach ihr, denn Marie war nicht nur schön, sondern auch klug, ein wenig kokett und nicht auf den Mund gefallen. Obwohl es ihr an Bewerbern nicht mangelte, dachte sie jedoch nicht daran, zu heiraten – keiner schien ihr gut genug. Und in Rothenburg wisperte man hinter vorgehaltener Hand, dass dieser Umstand dem Stadtvogt sehr recht sei. Seiner Ehefrau weniger!

»Habt ihr es schon gehört?«, erzählte sie eifrig ihren Freundinnen. »Der Vogt plant, doch wieder einen Frühjahrsmarkt in der Stadt abzuhalten, um Händler anzulocken, damit nach dem langen Winter wieder ein wenig Geld in die Kassen kommt. Das wird ein Spaß! Ich habe so lange nicht mehr getanzt!«

»Du hoffst doch nur, dass Jakob von Scharfenstein dich wieder auffordert!«, spottete Greta amüsiert.

»Ich weiß nicht, was du dir davon versprichst. Als ob ein Patrizier jemals eine einfache Magd heiraten würde!«

»Er muss mich ja nicht gleich heiraten!«, erwiderte Marie keck. »Er küsst wunderbar, das reicht schon!«

Greta setzte zu einer missbilligenden Antwort an, als Helga abrupt stehen blieb und mit der Hand, mit der sie keinen Waschkorb trug, die Schwarzhaarige zurückhielt. Ihre Augen waren riesengroß geworden und sie flüsterte.

»Meister Matthias ist draußen … «

Die Augen der beiden anderen folgten ihrem verängstigten Blick, auch wenn ihre geflüsterten Worte schon erklärten, wovor sie sich fürchtete – außerhalb der Stadtmauern, direkt neben dem Weg, der vom Galgentor aus wegführte, hatte der Scharfrichter der Stadt, Matthias Wolf, sein Haus. Man sah ihn normalerweise nur selten außerhalb seiner Räume, wenn keine Hinrichtung oder öffentliche Bestrafung anstand. Wenn doch, dann vermied man es, ihn anzusehen – es brachte Unglück, Blickkontakt mit dem Henker herzustellen oder gar mit ihm zu sprechen, hieß es. Die Leute wechselten sogar die Straßenseite, wenn sie ihn trafen. Er war nicht weniger ein Geächteter als die Frauen, die in der Stadt ihre Liebesdienste anboten. Heute saß er auf einer Bank vor seinem Haus im Garten und genoss die Sonne.

Auch Marie lief jedes Mal ein kalter Schauer über den Rücken, wenn sie ihn nur aus der Ferne sah – immerhin verband sie nicht gerade angenehme Situationen mit dem Mann. Trotz alledem konnte sie es diesmal nicht lassen, die Freundin zu necken.

»Na und? Was soll er schon machen? Glaubst du vielleicht, er braucht nur mit dem Finger zu schnippen und dir fällt der Kopf herunter?«

Alle drei Mädchen kicherten nervös.

»Nein … trotzdem, lasst uns lieber warten, bis er wieder hineingeht!«, bat Helga mit unbehaglich verzogener Miene.

»Unsinn!«

Marie straffte ihre Gestalt.

»Wer weiß, wie lange das dauert! Wenn ich nicht rechtzeitig zum Mittagessen zurück bin, bestraft die Vogtin mich wieder! Lasst uns vorbeigehen, er wird uns schon nicht fressen!«

Unbeirrt setzte sie ihren Weg fort. Die beiden anderen Mädchen folgten der Blonden zögernd, warfen immer wieder nervöse Blicke auf den Henker.

Matthias Wolf war kein abstoßender Mann. Im Gegenteil, er war groß, breitschultrig und hatte ein anziehendes Gesicht, umrahmt von halblangem dunklem Haar, das Kinn von einem stets gestutzten, kurzen Bart bedeckt. Wäre er nicht ausgerechnet der Schinder gewesen, die Frauen der Stadt hätten sich ein Bein ausgerissen, ihn zum Mann zu bekommen. So jedoch war er, obwohl bereits Mitte zwanzig, immer noch unverheiratet.

Als die drei Mädchen, die ihr fröhliches Gespräch durch verbissenes Schweigen ersetzt hatten, sein Haus passierten, sah er auf und musterte die Drei. Augenblicklich blieben sie stehen, wie angewurzelt, als befürchteten sie tatsächlich, ihnen könnten die Köpfe auf wundersame Weise von den Schultern fallen. Marie bemerkte, dass sie die Luft anhielt, und schalt sich plötzlich eine Närrin – elender Aberglaube! In der Öffentlichkeit wurde der Henker gemieden wie der Teufel, aber im Schutz der Dunkelheit schlich sich so mancher Rothenburger zu seinem Haus hinunter, um die eine oder andere Wundertinktur zu erstehen, die gegen alle möglichen Leiden helfen sollte! Warum sollte das weniger Unglück bringen als eine Begegnung auf offener Straße?

Matthias hatte die drei jungen Mädchen schon gehört, bevor er sie sah. Er kannte sie alle drei und ahnte, warum sie jetzt langsamer wurden. Er seufzte. Als er zum Henker bestellt worden war, nach dem Tode des alten Meisters, da hatte er gewusst, worauf er sich einließ. Mit fünfzehn war er zu Meister Malachias gekommen, erst als Bursche, dann als Gehilfe.

Er hatte am Anfang nur die Zellen der Gefangenen sauber gemacht, ihnen das Essen gebracht und die Abtritte geleert. Doch recht schnell war dem alten Meister aufgefallen, dass er zu mehr zu gebrauchen war. Von Natur aus mit einer gewaltigen Körperkraft ausgestattet half er bald, die Bestrafungen vorzunehmen. Zuerst nur die kleineren Strafen, wie das Umlegen des Schandsteines oder das Verschließen des Prangers. Bald schon ging er zu den körperlichen Strafen über. Er stäupte die Ehebrecher, zerschlug Wucherern die Hände oder entflohenen Schuldnern die Knie. Nach und nach lernte er, die Bestrafungen, die sich das hohe Gericht ausdachte, durchzuführen.

Als er die erste Hand hatte abschlagen müssen, war ihm anschließend übel gewesen. Aber mit der Zeit legte es sich. Der Meister hatte ihn gelehrt, allerlei Tränke und Tinkturen herzustellen. Darunter einige, welche die Gefangenen in eine Art Dämmerzustand versetzten, damit diese sich willig wie Schafe, die man zur Schlachtbank führte, bestrafen ließen.

Im letzten Winter war sein Meister gestorben. Er hatte sich, als er betrunken aus der Wirtschaft kam, nur einen Augenblick ausruhen wollen. Dabei hatte er sich eine Erkältung geholt, von der er sich nicht mehr erholt hatte. Am Weihnachtsabend war er dann zu seinen Ahnen gegangen.

Zu Neujahr war Matthias zum Vogt gerufen worden. Dieser hatte ihm eröffnet, dass er von nun an die Pflichten seines Meisters übernehmen würde. Als Matthias verstand, was das hieß, musste er nach Luft schnappen. Er würde das Haus des Meisters bewohnen. In der Stadt selber war kein Platz für ihn. Jeder schrie nach dem Büttel des Vogts, wenn ihm Unrecht geschah. Doch keiner wollte ihn in seiner Nähe haben. So übernahm er die Pflichten. Bisher hatte er nicht viel zu tun gehabt. Nur einige kleinere Kneipenscharmützel, die mit ein paar Stockschlägen geahndet wurden und ein Bauer, der seine Schulden nicht bezahlen konnte. Dieser arme Tropf musste zwei Tage auf dem Platz vor der Vogtei am Pranger stehen.

Matthias lauschte den Stimmen der Mädchen. Langsam schienen sie sich doch näher zu trauen. Er betrachtete die drei Schönheiten. Zu gerne hätte er eine von ihnen bei sich gehabt. Vor allem die Blonde, Marie, hatte es ihm angetan. Sie war Magd beim Vogt und schon das alleine war der Grund, aus dem sie absolut tabu für ihn sein musste.

Er knirschte mit den Zähnen, wollte sich erheben und in sein Haus gehen, da glaubte

er, seinen Ohren nicht zu trauen. Marie nahm allen Mut zusammen und rief laut zu ihm hinüber.

»Grüß dich Gott, Meister Matthias!«

Das Erstaunen auf seinen Zügen nahm sie noch wahr, dann packten ihre zu Tode erschrockenen Freundinnen sie rechts und links an den Armen und zerrten sie, so schnell sie konnten, am Henkershaus vorbei und bogen nach links ab, um dem Weg rund um die Stadtmauer zu folgen, der zur Tauber führte.

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