Hans.Joachim Steigertahl - Silber

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Die Landgrafen von Thüringen aus dem Geschlecht der Wettiner versuchen im vierzehten Jahrhundert, aus ihren verstreuten Ländereien einen einheitlichen Staat zu formen, der den Frieden und das Einkommen des Fürsten sichern kann. Widerstand erhalten sie vom thüringischen Adel, der um seine Privilegien fürchtet; Unterstützung gibt es von den Fürsten der umgebenden Gebiete, die das gleiche Ziel wie die Wettiner haben. Einige wenige Adlige unterstützen jedoch die Landgrafen. Einer ist Cuonrad von Steigerthal, der nach langen Lehr- und Wanderjahren eher ein frühneuzeitlicher Bürger zu sein scheint als ein Ritter: er herrscht nicht, er wirtschaftet und macht damit sein Lehen und die Landgrafschaft wohlhabend. Doch Ketzerverfolgungen, Fehden, Kriege und die Pest verschonen auch Steigerthal nicht – und Conrad zieht seine Konsequenzen…

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Er hatte sein bestes Gewand angelegt, der rotblonde Bart des jungen Ritters war gestutzt und die langen Haare wehten in dem leichten Wind, der immer an dieser engen Stelle zwischen Vorburg und Hauptburg wehte.

„Willkommen in meinem bescheidenen Heim“, begrüßte er die Reiter. Friedrich sprang von seinem Rappen und drückte Gernot fest die Hand. „Danke!“ Gernot verschränkte nun die Hände und bot sie Ada als Hilfe, um aus dem Damensattel zu gleiten. „Verzeiht, aber ich habe völlig vergessen, ein Treppchen für Damen bauen zu lassen“, und ließ sie errötend sanft zu Boden, nicht ohne tief den angenehmen Duft einzuatmen, den er schon vor zwei Wochen an ihr wahrgenommen hatte. „ Ich kann durchaus auch selber vom Pferd steigen, aber so ist es natürlich einfacher“ und nach wenigen Sekundenbruchteilen setzte sie hinzu „und angenehmer!“

Hohnstein begrüßte Gernot nun ebenfalls. Während die Stallburschen die Pferde in den Stall, der hinter dem Brunnen am Hofraum lag, brachten, entluden die Knappen und Reisigen die Packpferde und brachten sie in den Stall im Vorhof.

Steigerthal und Cuonrad von Hohnstein, gefolgt von Friedrich von Thüringen, an seinem Arm seine Tochter Ada, gingen durch den Zwinger und den Lichthof in den Hofraum und die Stufen zum Saal empor. Drinnen wartete Wibke, die alte Amme Gernots, die jetzt die Rolle der Haushälterin übernommen hatte, mit frisch gebackenem weißen Brot, das nur zu besonderen Anlässen gebacken wurde, Salz und einem Krug Wein auf sie. Die Männer brachen von dem Brot, tunkten es in das Salz und spülten alles mit einem Schluck aus den Kelchen hinunter, nicht ohne den Wein mit behaglich-wohligem Grunzen zu genießen. „Was darf ich Euch anbieten, Herrin?“ „Gebt mir auch einen Schluck Wein und Wasser dazu.“

Das war vor zwanzig Jahren gewesen. Alle Anwesenden konnten sich noch so gut daran erinnern, dass es schwer fiel zu glauben, dass das so lange her war. Ada war in Steigerthal geblieben, hatte Gernot aus freier Wahl zum Mann genommen. Der „kleine“ Gernot und der nach seinem Paten benannte Cuno wurden geboren, so manche Veränderung in Sitten und Gebräuchen wurde nach dem Vorbild des Hofes in Erfurt eingeführt, und über viele Jahre war ein bescheidenes Glück Gast auf der Burg. War heute der Tag des beginnenden Unglücks?

Ada führte Graf Hohnstein zur etwas erhöhten Plattform an der vorderen Schmalseite des Saals mit dem Tisch für gehobene Gäste, bat Cuonrad, in dem besonders kunstvoll geschnitzten Sessel Platz zu nehmen, nahm ihrerseits den Platz zu seiner Linken ein, während der Alte sich zu seiner Rechten setzte, den Kleine rechts neben ihm. Da Cuno noch nicht wieder erschienen war, hielt Ada den Platz neben sich frei. Als alle sich gesetzt hatten, klatschte sie in die Hände, woraufhin die Mägde die Platten auftrugen: gegrillte Hühnchen mit Äpfeln und Rosinen, Rehbraten mit Rüben, Wildschwein mit Kraut, dazu frisches Brot. Die Knechte schenkten schäumendes Bier aus.

„Könnt Ihr doch zaubern, wie Euer Gemahl schon immer vermutet hat, oder wie kommt es zu solch einem Festmahl?“ fragte Hohnstein. „Nun, natürlich kann ich zaubern, aber eigentlich ist heute Gernots und mein Hochzeitstag, und da hatten wir im Voraus schon etwas vorbereitet“, antwortete sie lächelnd. „Greift zu! Und wenn Euch der Wein besser mundet als das Bier – unsere Leute trinken das Bier gerne alleine weiter!“ und dabei deutete sie auf das Gesinde, das im Saal saß und sich ebenfalls von Platten und vor allem Krügen bediente.

Die Tür flog auf und Cuno stürmte herein, rannte die Treppe hoch und rief im Laufen: „Ich wasche mir nur die Hände, dann komme ich zum Essen!“ „Ja, ja, die Steigerthals und das Waschen und Baden“, schmunzelte Hohnstein. Als Vertrauter beider wusste er natürlich, dass sowohl am Hof in Erfurt wie auf Burg Steigerthal das heiße Bad eine besondere Rolle spielte. „Aber im Ernst – damit hat er vor allen verbergen können, dass er außer sich selbst noch etwas anderes ins Refugium befördert hat! Ein kluger Junge – das darf ich sagen, auch wenn ich sein Pate bin – ich bin sicher, dass er der Richtige für Boleslav Przsymel ist.“ Ada schaute ihn groß an, denn das war eine Aussage, die sie nicht verstehen konnte. Ihr Gatte Gernot wandte sich an sie: „Graf Hohnstein hat uns ein sehr ehrenwertes Angebot gemacht. Einer der mächtigsten Adligen Böhmens, eben dieser Boleslav Przsymel, wäre bereit, Cuno als Knappen zu sich zu nehmen und ihm neben allem, was Ritter können müssen, auch alles beizubringen, was ein Bergmann wissen muss. Das war die eigentliche Absicht Cuonrads auf dem Weg hierher. Und nach dem Unglück von gestern wäre es sicher nicht schlecht, alles über den Bergbau zu lernen, was die Böhmen können. Aber ich wollte dir eigentlich nicht so plötzlich damit entgegentreten…“

Ada schluckte. Ihr kleiner Cuno? In Böhmen? Ausgerechnet in Böhmen, wo, wie sie als Tochter des Landgrafen sehr wohl wusste, der Übergang vom Herrschergeschlecht der Přemisliden auf das Haus Luxemburg nicht kampflos von statten ging und immer noch nicht ganz vollzogen war. Gernot der Jüngere war am Hof des Landgrafen in Erfurt als Knappe ausgebildet worden, das war damit für seinen Bruder nach Rittersitte ausgeschlossen. Graf Hohnstein konnte ihn auch nicht nehmen, da er als Pate das auch nicht durfte. Und die ‚lieben‘ Nachbarn? Während die Männer herzhaft zugriffen und Cuno sich neben sie setzte und ebenfalls zu essen begann, kamen ihr die Erzählungen über die Familie Steigerthal aus alten Zeiten in den Sinn:

Pontoise, August 1248

Das Wappenschild Heinrichs von Thüringen aus dem Hause Wettin zeigte, wer sich beim Kreuzzugsaufruf des päpstlichen Legaten in Pontoise, am wandernden Hof des französischen Königs, seinem lothringischen Cousin Jean de Beaumont anschloss und den Kreuzeid leistete. Auf blauem Grund war ein aufrechtstehender, nach links gewandter Löwe dargestellt, dessen Körper weiß und rot gestreift war – das Wappen Wettins und seit wenigen Jahren Thüringens.

Sultan As-Salih Ayyub, bei den Christen bekannt als Saladin, hatte vier Jahre zuvor das heilige Jerusalem erobert, die christlichen Ritterorden aus der Stadt vertrieben und die Grabeskirche zur Moschee umbauen lassen. Die wenigen verbliebenen christlichen Herrscher in einigen Stadtstaaten Palästinas hatten Papst Innozenz IV um einen weiteren Kreuzzug gebeten, damit Jerusalem wieder unter christlicher Herrschaft stehen könnte. Innozenz aber war völlig mit dem Kampf um die Oberherrschaft über die Christenheit beschäftigt. Der Papst und Kaiser Friedrich II aus dem Hause Staufer glaubten, dass jeweils er selbst das alleinige Oberhaupt der Christenheit sei. Innozenz hatte Friedrich ein Jahr nach der Eroberung Jerusalems förmlich abgesetzt. Friedrich hatte ihn im Gegenzug als Ketzer und Widerchrist im Reich verkünden lassen, so dass Chaos und Unruhe herrschte, die den Gedanken an einen Kreuzzug eigentlich unmöglich machten. Nur Ludwig, der Neunte seines Namens, aus dem Königreich Franzreich sah die Chancen und Möglichkeiten, durch einen Kreuzzug seine weltliche und himmlische Lage zu verbessern. Als der päpstliche Legat Odo von Châteuroux in Pontoise anlässlich eines Hoftages erschien und in einer aufrüttelnden Predigt das irdische Leiden der Christen im Morgenland und die himmlischen Freuden der für die Befreiung des Heiligen Landes gefallenen Kreuzritter in der Ewigkeit beschrieb, brach ein Begeisterungssturm unter den französischen Adligen aus: Hunderte nahmen die bereitgehaltenen roten Stoffkreuze und hefteten sie sich an die Rüstung, um anschließend den Eid zu schwören. Heinrich von Thüringen, der mit dem Sohn seines mütterlichen Onkels den Sommer mit den üblichen ritterlichen Lustbarkeiten verbracht hatte, wollte nicht abseits stehen und nahm ebenfalls das Kreuz. Als er mit den anderen zurück zum Zeltlager in Pontoise kam, zwängten sie sich durch die engen Lagergassen, die zwischen den herrschaftlichen Zelten zwar genug Platz ließen, aber nachdem alle Knechte, Knappen und Diener den wenigen verbleibenden Wegesraum nutzten, war der jeweilige Weg durchaus sehr eng. Heinrichdachte jedes Mal mit Schrecken daran, wie sich diese Situation auswirken würde, wäre das Lager nicht als Vergnügungsstätte, sondern als eine einem Angriff ausgesetzte Stellung errichtet worden.

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