Hans.Joachim Steigertahl - Silber

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Die Landgrafen von Thüringen aus dem Geschlecht der Wettiner versuchen im vierzehten Jahrhundert, aus ihren verstreuten Ländereien einen einheitlichen Staat zu formen, der den Frieden und das Einkommen des Fürsten sichern kann. Widerstand erhalten sie vom thüringischen Adel, der um seine Privilegien fürchtet; Unterstützung gibt es von den Fürsten der umgebenden Gebiete, die das gleiche Ziel wie die Wettiner haben. Einige wenige Adlige unterstützen jedoch die Landgrafen. Einer ist Cuonrad von Steigerthal, der nach langen Lehr- und Wanderjahren eher ein frühneuzeitlicher Bürger zu sein scheint als ein Ritter: er herrscht nicht, er wirtschaftet und macht damit sein Lehen und die Landgrafschaft wohlhabend. Doch Ketzerverfolgungen, Fehden, Kriege und die Pest verschonen auch Steigerthal nicht – und Conrad zieht seine Konsequenzen…

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Noch bevor Cuno am Schacht ankam, brach eines der typischen Sommergewitter los. Er hatte natürlich den Himmel keines Blickes gewürdigt und war deshalb völlig überrascht, als ihm etwas Kaltes im Nacken traf und hatte schon seine Knappenbrüder in Verdacht, aber als alles um ihn herum plötzlich weiß wurde, war auch ihm klar, dass es ein Graupelschauer war und kein Schabernack. Trotzdem lief er schneller zurück zum Schwarzen Boris, den er auf dem Schachtwall im Trockenen sitzend vorfand, vor sich einen Haufen Zweige, Schnüre, Holzscheiben, Stöckchen – Boris konnte es nicht erwarten, die Idee aus Steigerthal in „seinen“ Bergwerken auszuprobieren. Als Ješko dann endlich eintraf, triefte er vor Nässe, was seine Laune auch nicht gerade hob. Das änderte sich allerdings schlagartig, als ihm Boris sagte, was er von ihm wolle. „Und bei euch hat das funktioniert?“ fragte er Cuno. „Ja, aber da es eben eine alte Mühle war, hat es nicht lange gehalten.“ „Da muss eben ein Fachmann heran, dann kann man das schon dauerhaft machen – bin ich ganz sicher!“ „Also“, beendete Boris das Gespräch, „du weißt, wie es funktionieren soll, und du machst bis zum Montag ein Modell, mit dem wir dann Boleslav Přemisl überzeugen können, dass wir so die Bergwerksausbeute erhöhen können – es soll euer beider Schaden nicht sein. Althergebrachtes ist gut, aber in unruhigen Zeiten wie diesen, in denen Přemisl fast täglich von uns fordert, dass wir mehr Silber gewinnen müssen, kann man auch einmal etwas versuchen, das es bisher noch nicht gab!“ „Wir hatten die Rolle, die das Seil bewegte, ziemlich hoch gelegt, so dass die Ochsen unterhalb laufen konnten; dadurch war es möglich, das herausgebrochene Gestein mit Hilfe eines ganz normalen Ladebaums, wie er auf jedem Schiff und in jedem Kaufmannshaus zu finden ist, auf Karren umzuladen. Aber das wackelte immer ziemlich heftig. Vielleicht könnte man hier die Ochsen auf dem Schachtwall laufen lassen, dann könnte darunter alles so bleiben wie es ist?“ „Probier‘ beides aus, Ješko!“ Damit war der Zimmermann entlassen und Cuno musste wieder in den Schacht in „seinen“ Gang, denn die anderen Steiger waren schon argwöhnisch geworden, ob ihnen „das Jüngelchen“ nicht den Verdienst verderben würde. Da jeder in einem anderen Stollen arbeitete, aber der eine Schachtturm das Gestein von allen heraufbrachte, wurde der Ertrag allen Gesteins als Grundlage genommen, von dem die Steiger ihren zehnten Teil erhielten, und ein Steiger, der den halben Tag nicht arbeitet, ist schlecht für Alle anderen..

Schon zwei Tage später wurde Cuno, als er abends müde und dreckig aus Staré Hory zurückkam, von den anderen Knappen mit der Aufforderung empfangen, sich zu waschen und dann unverzüglich in den Saal zu Boleslav zu kommen. Pjotr grinste schon höhnisch: „Na, hast wohl mal wieder gezeigt, dass du es nicht kannst, was?“ Aber die ärgerlichen Blicke der anderen Knappen, die keine Lust hatten, mal wieder wegen einer von Pjotr angezettelten Prügelei bestraft zu werden, brachten ihn zum Schweigen.

Als Cuno, noch vom Waschen tropfend, die Halle betrat, sah er Boleslav mit dem Schwarzen Boris, Ješko und dem Weißen Boris an einem Tisch sitzen. „Komm her, Cuno! Und du, Zimmermann, erklärst jetzt nochmal, was ihr vorhabt, Cuno muss ja auch eingeweiht werden.“ Ješko und die beiden Boris senkten ihre Köpfe, damit man das Grinsen nicht sehen konnte, denn es war ihnen klar geworden, dass Boleslav die zweite Erklärung für sich brauchte, weil er die Idee noch nicht verstanden hatte. Der Alte fing also nochmal an und stellte das Modell auf dem Tisch auf. „Diese Welle zieht die eine Wanne mit den Gesteinsbrocken nach obenund lässt die zweite, leere Wanne nach unten. Das Kammrad hier am Ende greift in das andere Kammrad auf dieser Welle, die senkrecht nach oben führt. Die zweite Welle endet in einem Flügelrad. An jedem der vier Flügel wird ein Ochse mit verbundenen Augen angeschirrt, der oben auf dem Schachtwall läuft…“ „Die verbundenen Augen sind notwendig, damit den Ochsen nicht schwindlig wird, wenn sie immer im Kreis laufen müssen“, warf der Weiße Boris ein. „Ja, ja, lass mich doch fertig erklären: Wenn eine volle Wanne oben angekommen ist, kann ein Helfer mit diesem Hebelstock hier die beiden Kammräder voneinander trennen. Oben kann die volle Wanne geleert und unten die leere gefüllt werden. Dann wird der Hebel wieder weggenommen und die weiterlaufenden Ochsen verrichten wieder ihre Arbeit.“ „Wenn das wirklich so geht, dann können wir noch mehr Hauer einstellen und brauchen dann noch einen neuen Schmelzofen und noch mehr Köhler, damit wir genügend Holzkohle haben und dann…“ Boleslav hörte auf zu sprechen, aber auf seinem offenen, breitem Gesicht war deutlich abzulesen, dass er in Gedanken schon das zusätzlich verdiente Geld nochmal gewinnbringend einsetzte! Doch dann schaute er Cuno plötzlich an: „Wenn das funktioniert – wieso arbeitet ihr in Steigerthal wieder mit Eimer und Handkurbel?“ „Die Steiger und die Knechte wollten nicht, dass wir wieder so etwas bauen, nachdem das alte Mühlengestell zerbrochen war. Sie hatten viel mehr Gestein herausbrechen müssen, damit die Ochsen was zu tun hatten, die Knechte mussten mehr schleppen, die Hauer mehr brechen – mein Vater wollte neue Steiger aus Böhmen holen, aber unsere Leute sind sehr stolz; sie wissen, dass man ohne Steiger und Knechte kein Bergwerk betreiben kann. Als sie deshalb drohten, wieder in ihren kleinen Stollen zu arbeiten, die ihre Vorfahren schon vor Jahrzehnten angelegt hatten, hat mein Vater aufgegeben. Normalerweise hat es mit der Kurbel und dem Eimer ja auch funktioniert.“ „Das werden wir hier anders machen – ein Přemisl findet immer Mittel und Weg. Findet ihr nicht“, wandte er sich an die vier Männer, „dass die Preise für alles seit einiger Zeit steigen? Selbst das Bier wird teurer! Wenn das alles so klappt, wie ihr das sagt, dann werden die Leute mehr Silber bekommen – ein Zehntel ist ein Zehntel, ein Zehntel von zwei Händen ist ein Finger, aber ein Zehntel von vier Händen sind zwei Finger!“ Mit dieser přemislschen Logik beendete er das Gespräch und rief eine Magd, dass sie ihnen Bier bringe. Ein guter Trinkspruch eröffnete einen langen Abend.

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