Imke Borg - Vom Leben verlassen

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Auf ihrer Wohnmobiltour durch Großbritannien lassen Monika und Peter an ihrem letzten Abend auf der Insel ihre Urlaubseindrücke noch einmal Revue passieren. Sie sind glücklich und hochzufrieden, haben ein ganz beeindruckendes Land mit besonderen Menschen kennen und lieben gelernt. Und dann, von jetzt auf gleich, werden sie aus ihren schönen Erinnerungen gerissen. In den Nachrichten erfahren sie von Hunderten mysteriösen Todesfällen in London. Niemand weiß etwas über die tückische Krankheit. Die Kliniken füllen sich unaufhörlich mit Infizierten. Die Todeszahlen sind alarmierender denn je. Das öffentliche Leben steht fast still. Die Situation verschärft sich von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde. Eine bedrohliche Situation zumal bisher keiner die Ursache für das Massensterben kennt.

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John Bancroft arbeitet nun von zu Hause aus, so gut es eben geht. Er lebt mit seiner Frau Doreen und seinen zwei Kin- dern seit vielen Jahren hier in St. Albans in einem Reihen- haus, etwas abseits der Hauptstraße. Den handtuchgroßen Vorgarten zieren drei Hortensienbüsche. Der Garten hinter dem Haus gleicht einem Badetuch und hat gerade mal Platz für einen gepflegten Rasen, der von Staudenbeeten einge- rahmt ist. Im Haus der Bancrofts darf man keine durchge- stylte Wohnung erwarten. Die neuesten Designermöbel braucht Doreen nicht. So wie die meisten Briten liebt sie es eher individuell. Der Trend zum Minimalismus konnte sich auf der Insel nicht durchsetzen. Vereinsamte Möbelstücke sind Doreen ein Graus. Und so zeigen englische Wohnungen keinen bestimmten Lebensstil, englische Wohnungen zei- gen Leben. Mit viel Geschick hat auch Doreen wenige moderne Einrichtungsgegenstände mit ihren Antiquitäten kombiniert. Sie stöbert gern auf Flohmärkten und bei Auktionshäusern, ist immer wieder auf der Suche nach ausgefallenen Lieblingsstücken. Das Haus insgesamt gese- hen hat Doreen mit hochwertigen Materialien ausgestat- tet, Tapeten, Gardinen, Tischdecken, alles nur vom Fein- sten. Goldgerahmte Ölgemälde englischer Landschaften gehören ebenfalls in ihr etwas überdekoriertes Zuhause. Und die schweren Teppiche auf dem Holzfußboden verlei- hen dem gesamten Wohnbereich trotz alledem eine recht behagliche Atmosphäre und fangen zudem noch Geräusche auf. Das Chesterfield Sofa darf da natürlich auch nicht fehlen. Dort genießen John und Doreen an den Wochen- enden ihren Nachmittagstee, mit geradem Rücken, so wie es schon bei den Adligen Sitte war, ganz nach der Maxime „my home is my castle“.

John Bancrofts Arbeitszimmer liegt in der obersten Etage. Die kleinen Gaubenfenster spenden ihm nur wenig Tages- licht und der Ausblick nach draußen beschränkt sich gerade mal auf ein bisschen Himmel. Bei allem Reichtum hält er es für sich selber relativ bescheiden nach der Devise „klotzen statt protzen“, mit Ausnahme seines Maybachs. Doreen ist voll zufrieden mit ihrem Leben in St. Albans, einer entzückenden mittelalterlichen Stadt, für sie die schönste Stadt der Welt. Immer wenn sie aus einem Urlaub zurückkehrt und schon von weitem die Kathedrale sieht, die ihre Stadt dominiert, dann hat sie dieses unbeschreibliche Glücksgefühl, sie ist wieder zu Hause angekommen. Die vertraute Umgebung gibt ihr ein Gefühl von Geborgenheit. Doreen ist in St. Albans geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nur zum Studieren hat sie ihre Stadt verlassen. Und dann hat sie während ihres Studiums im nahen Cambridge John Bancroft kennengelernt, einen Stu- denten der Betriebswirtschaft. Und nur wenige Monate nach ihren Examen haben die Beiden geheiratet und Do- reen hat schon bald innerhalb von drei Jahren zwei Töch- ter zur Welt gebracht. Seitdem findet sie die Erfüllung in einem Leben als englische Hausfrau. Aus einer schlanken jungen Studentin mit rotblonden Haaren hat sich nach neunzehn Jahren mittlerweile eine stattliche selbstbe- wusste Lady entwickelt, mit allem Drum und Dran. Doreen ist etwa 1,70 m groß, nicht mehr ganz so schlank, aber mit allen weiblichen Reizen ausgestattet. Und die zeigt sie gern, vor allem jetzt im Sommer. Wenn ihre sonst blasse Haut sich in eine pinkfarbene verwandelt, kommen die in ihren gut belüfteten Oberteilen erst so richtig zur Geltung. Volu- minöse figurumschmeichelnde Säcke sind nicht so ihr Ding. Und weil ihr die meisten Kleidungsstücke von der Stange viel zu schlicht sind, werden die mit amüsanten Details aufgemischt. Mit Bändern, Federn, Applikationen und Glitzersteinen schmückt sie die langweiligen Sachen aus um ihrem Outfit das gewisse Etwas zu verleihen. Da ist sie sehr einfallsreich. So aufgemotzt trifft sie sich dann mit ihrer Freundin, einer im Gegensatz zu ihr eher hageren Frau, in einem der wunderschönen Parks oder auch mal zum Shopping in ihrer Stadt, so wie auch heute. „Ich suche ein hübsches Sommerkleid, Doreen. Du kennst ja meinen Geschmack und stehst mir sicher mit Rat und Tat zur Seite“, sagt sie. „Aber ja doch, jetzt hoffen wir nur, dass du diesmal auch etwas Passendes findest.“ Weil Doreen jedoch weiß wie die Freundin tickt, weiß sie schon im Voraus, dass die auch diesmal wieder mit leeren Händen nach Hause geht. Sie kennt ihre Freundin durch und durch, und das seit Jahrzehnten. Warum sollte das diesmal anders abgehen als sonst. Helen beschreibt mal wieder präzise ihr angebliches Traumkleid, mit Rüschen und Spitzen überladen. Da weiß Doreen schon jetzt, auch aus eigener Erfahrung, ein solches Kleid mit so vielen Accessoires, wird die liebe Helen natürlich nirgendwo finden. Aber wahrscheinlich hat sie mal wieder ihrem Bill gegenüber ein schlechtes Gewissen, wenn sie das Haus verlässt um einfach mal nur mit der Freundin zusammen zu sein. Shoppen bedeutet für Frauen ja auch nicht unbedingt etwas kaufen. Frauen wollen gucken und reden. Shoppen ist für sie ein kommunikatives Ereignis, etwas sehr Sinn- liches, das sie gerne mit anderen teilen. Aber so etwas verstehen die Männer nicht und Helens Bill schon gar nicht. Einfach nur etwas anschauen, rumlabern ohne etwas kaufen zu wollen, für Bill undenkbar. Bill hat eh mit der Mode nichts am Hut. Er ist mehr der Typ Mann mit dem Trend zur Unauffälligkeit. Sein leergeräumtes Normal- gesicht passt dazu. Zurzeit sitzt er zu Hause, denn zu seinem Arbeitsplatz, einem Büro bei der Stadtverwaltung in Lon- don, darf er ja nicht wegen der prekären Lage. „Wenn Bill etwas braucht“, sagt Helen, „dann steuert er zielgerichtet das entsprechende Geschäft an, begutachtet nur kurz seine Ware, bezahlt und strebt dem Ausgang zu.“ „Meinst du, das sei bei John anders. Ich hab` schon Mühe ihn überhaupt in einen Laden zu locken. Wenn man ihn hört, braucht er nie etwas zum Anziehen.“ „Und einfach mal nur durch die Geschäfte bummeln und schauen was es Neues gibt, so etwas tun Männer nicht.“ Trotzdem die beiden Freundinnen genießen ihren Nach- mittag ohne die Männer. St Albans ist eine Stadt, die eigentlich alles zu bieten hat, was Frauen so brauchen. Entbehren muss man hier nichts. In einem der kleinen Straßencafés lassen Doreen und Helen den Nachmittag ausklingen bei ihrem geliebten traditionellen Builder`s Tea, einem schwarzen Tee mit Milch, dem Lieblingsgetränk der Briten. Und Helen geht, wie zu erwarten war, mal wieder ohne Traumkleid nach Hause.

Und wenn Doreen nicht gerade mit Helen unterwegs ist, dann kümmert sie sich um alles was zu Hause gerade an- fällt, hält John den Rücken frei. In all den Jahren hat sie gelernt selber zu handeln und Probleme alleine in Angriff zu nehmen. So kann John sich voll und ganz auf seinen Job einlassen. Aber genau das will ihm derzeit gar nicht gelingen. Sich konzentrieren klappt überhaupt nicht. Wen wundert es, bei der angespannten Lage. Ständig schweift er mit seinen Gedanken ab. Das Radio läuft im Hintergrund rund um die Uhr. Noch immer weiß man nichts Neues über diese tückische Krankheit. Die Kliniken füllen sich weiter mit Infizierten und die Todeszahlen sind alarmierender denn je.

Die Rede der Premierministerin trägt auch nicht zur Ent-spannung bei. Sie warnt alle Briten vor Panik, versucht die Fakten ein wenig weichzuspülen. Aber wie soll das funktio- nieren, wenn tagtäglich Hunderte sterben. Die Suche nach der Ursache laufe auf Hochtouren, rund um die Uhr, ver- sucht sie zu beruhigen. Eine Sonderkommission sei einge- setzt, die nach dem Erreger fahnde. Weltweite Kontakte zu namhaften Wissenschaftlern wurden hergestellt. Viele beruhigende Sprüche, aber noch nichts Konkretes. Verunsicherung und Ängste nach wie vor, zumal die Stadt mittlerweile vom Militär versorgt wird. Immer mehr Zulieferer weigern sich London anzufahren. Die Regale in den Supermärkten leeren sich, die Bevölkerung hamstert was sie tragen kann. „Wenn das so weitergeht, wird es nicht mehr lange dauern bis es zu Diebstählen und Schlägereien um die wenigen verbliebenen Esswaren kommt“, befürchtet John. „Lange geht das auch nicht mehr gut. Das Chaos in London ist vorprogrammiert und nur noch eine Frage der Zeit“, glaubt Doreen. „Besonders dramatisch ist es ja bereits in den Kliniken. Ärzte, Schwestern und Pfleger fehlen, sogar der Medika- mentennachschub gerät ins Stocken, Krankentransporte können nicht mehr bedarfsgerecht durchgeführt werden.“ „Jetzt bleibt uns nur noch zu hoffen, dass so schnell wie möglich die Ursache gefunden wird“. Dann geht Doreen wieder nach unten, setzt sich mit ihrem Strickzeug vor die Glotze und wartet auf weitere Informa- tionen. So einfach nur dasitzen, ganz ohne Beschäftigung, das kann sie nicht. Dann kommt sie sich irgendwie nutzlos vor.

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