Imke Borg - Vom Leben verlassen

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Auf ihrer Wohnmobiltour durch Großbritannien lassen Monika und Peter an ihrem letzten Abend auf der Insel ihre Urlaubseindrücke noch einmal Revue passieren. Sie sind glücklich und hochzufrieden, haben ein ganz beeindruckendes Land mit besonderen Menschen kennen und lieben gelernt. Und dann, von jetzt auf gleich, werden sie aus ihren schönen Erinnerungen gerissen. In den Nachrichten erfahren sie von Hunderten mysteriösen Todesfällen in London. Niemand weiß etwas über die tückische Krankheit. Die Kliniken füllen sich unaufhörlich mit Infizierten. Die Todeszahlen sind alarmierender denn je. Das öffentliche Leben steht fast still. Die Situation verschärft sich von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde. Eine bedrohliche Situation zumal bisher keiner die Ursache für das Massensterben kennt.

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Die nötige Bettschwere hat Monika zwar noch nicht, aber weil sie morgen zeitig loswollen, legen sie sich mit den Hüh- nern schlafen, sie stehen ja auch mit ihnen auf.

Auch heute Morgen leistet noch immer zäher Nebel Wider- stand. Egal, nach Fountains Abbey, einer beeindruckenden Klosteranlage, die seit 1986 zu den Unesco Welterbestätten zählt, da wollen sie unbedingt noch hin. Soviel Zeit muss sein. Und der Besuch dort lohnt sich wirklich. Neben den gigantischen Klosterruinen erwartet sie ein weitläufiger Landschaftsgarten und ein spektakulärer Wassergarten. Für Monika und Peter ist diese Anlage neben Dunrobin Castle in Schottland ein weiterer Höhepunkt ihrer Reise. Im High- moor Farmcamp nahe Harrogate erwischen sie dann einen geeigneten Übernachtungsplatz. Und wie jeden Abend machen sie es sich so richtig gemütlich. Peter holt schon mal die Gläser, gießt Rotwein ein und verkorkt die Flasche wieder. Mehr als ein Glas gibt es nicht. Das sei nämlich nicht gesund, wenn man einem Gesundheitsratgeber Glauben schenken darf. Monika bringt ein paar Käsehäppchen und ein Schälchen mit Walnüssen. Laut einer Studie soll das aber dem Körper gut tun, ein Glas Rotwein wegen seiner Polyphenole und ein paar Walnüsse. Die Beiden pflegen schon einen einigermaßen gesunden Lebensstil. Nur höchst selten wird mal über die Stränge geschlagen. Das war früher noch anders, vor Jahrzehnten, als sie beide jung waren. Da war an jedem Wochenende Halligalli mit Freunden ange- sagt. Aber dieses wilde Leben gehört der Vergangenheit an, alles zu seiner Zeit. Heute mögen sie es eher ruhig und ge- mütlich. Die vorderen Sitze werden zum Innenraum ge- dreht, die Rückenlehnen etwas nach hinten in eine beque- me Position gebracht. Und so sitzen sie da, Abend für Abend, und ziehen sich die Nachrichten rein. Um 19.00 Uhr die vom ZDF, um 19.30 Uhr die Landesschau Rheinland Pfalz und dann um 20.00 Uhr die von der ARD. Dies sind schon ganz feste Rituale. Aber was sie da gerade hören, erschreckt sie schon. „Peter, stell mal etwas lauter“, Monika glaubt ihren Ohren nicht zu trauen. In London sollen heute mehr als hundert Menschen in der Hauptstadt gestorben sein. In den letzten Tagen seien bereits mehrere Hundert Personen einem mysteriösen Leiden erlegen, Männer, Frauen und Kinder. Um keine Panik zu verbreiten hielt man es zunächst einmal vor den Bürgern geheim. Denn selbst die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Was bisher recherchiert werden konnte hatten die Erkrankten weder Kontakt zueinander noch wohnten sie in unmittelba- rer Nachbarschaft. Sie kommen auch aus den unterschied- lichsten Bevölkerungsschichten. Und was das Schlimmste ist, fast täglich würden neue Personen mit ähnlichen Symp- tomen eingeliefert. Hohes Fieber hätten die meisten, oft begleitet von Schüttelfrost, Kopf - und Gliederschmerzen. Deshalb dachten die Mediziner zunächst einmal an eine Art Sommergrippe. Die nimmt ja oft einen schweren Verlauf. Ist es aber nicht. Man hofft nun, dass speziellere Untersuchun- gen weiterhelfen. Monika holt tief Luft. Das wirft sie nun doch etwas aus der Bahn. Sie ist jetzt mehr als nur beunruhigt. Mit ihren Finger-kuppen trommelt sie nervös auf der Tischplatte rum. „Mein Gott, das ist ja furchtbar was da in London gerade abgeht. Was mag das für eine Krankheit sein? Wer weiß wozu es gut ist, dass wir London nicht mehr anfahren. Nach den Horrormeldungen hätte ich jetzt doch Bedenken. Du etwa nicht?“ Peter schüttelt nur mit dem Kopf. Ganz so dramatisch sieht er das nicht. „Ich mache mir im Moment noch keine großen Sorgen, würde auch nach London fahren, wenn es zeitlich passen würde.“ Monika ist jedenfalls erleichtert, dass es Richtung Heimat geht. „Das mit dem Umbuchen lassen wir mal besser, London läuft uns ja nicht weg“. Und so vollzieht sie gerade pro- blemlos eine 180 Grad-Wende. Folkestone hat Peter schon im Navi gespeichert und wenn alles gut geht, wollen sie am nächsten Tag den Tunnel erreichen.

Wie erhofft sind sie gut durchgekommen. Peter hat, wie auf der Hinfahrt auch, geschickt, als hätte er nie im Leben etwas anderes gemacht, das Wohnmobil in die Waggons der Bahn gelenkt. Während sich die Fähren über die unru- hige See kämpfen müssen, sitzen Monika und Peter mit ihren beiden Hunden gemütlich im Fahrzeug bei Kaffee und Keksen und nach 35 Minuten im Shuttle unter Wasser ha- ben sie wieder Frankreich erreicht. Entlang der Autobahn nahe Calais kommen ihnen immer wieder kleine Gruppen dunkelhäutiger, männlicher Flüchtlinge entgegen, die so wie es aussieht Richtung Tunnel oder Fähre wollen. Ihr Hab und Gut tragen sie samt Traum von einem besseren Leben in einer Plastiktüte bei sich. Ein trauriges Bild. Monika reibt sich die Augen. „Tja, die Flüchtlinge, seit unsere damalige Kanzlerin vor Jahren unsere Grenzen geöffnet hat, haben sich mittlerweile viele Millionen auf die Socken gemacht und bei uns eingenistet“. „Für Deutschland ist das noch immer keine leichte Heraus- forderung.“ „Und neben dem Flüchtlingschaos haben wir ja auch noch die Eurokrise am Hals. Ob wir all das je in den Griff kriegen, wer weiß?“ „Na ja, so wie es aussieht wollen die, die hier rumirren nach England und nicht nach Deutschland“, meint Peter, presst seine Lippen zusammen und neigt den Kopf von einer Seite zur anderen. „Das ist ja für sie nicht das schlechteste, wenn sie es denn überhaupt auf die Insel schaffen. Aber ob es ihnen tatsäch- lich gelingt, sei mal dahingestellt. Und die Briten haben auch eine etwas andere Einstellung als wir Deutschen. Obwohl die Flüchtlinge tun mir schon leid. Sie führen ein Leben zwischen Gefahr und Hoffnung. Und schlussendlich will sie keiner haben.“ „Aber wir alleine können ja nicht die ganze Welt retten. Da ist auch mal die gesamte EU gefordert.“ Und dann lassen sie die Flüchtlinge hinter sich.

Auf dem Camping „Le Nez Blanc“ nahe Calais bleiben sie für die letzte Übernachtung vor ihrem Zuhause. Endlich mal etwas Zeit ihre Eindrücke aufzufrischen und zu sortieren. Alles in allem hatten sie ja eine sehr interessante Reise, wenn man von den engen Straßen und von den Hecken und Mauern mal absieht, die oft die Fahrbahn begrenzten. Peter kam da nicht selten ganz schön ins Schwitzen, wenn er mit dem Wohnmobil mal wieder Millimeterarbeit leisten muss- te. Aber das war ja nicht der einzige Härtetest, den er zu bestehen hatte. Selbst der Linksverkehr war noch ein ge- ringes Problem. Denn vor allem etliche Nebenstraßen schienen noch aus der Zeit der Pferdefuhrwerke zu stam- men und stellten keine kleine Herausforderung dar. Es war zwar immer wieder schön, die beschaulichen Orte zu durchfahren, wo sich Bilderbuchhäuschen mit kleinen Erkern in verwinkelten Gassen aneinanderschmiegten. Aber Peter wurde dabei einiges abverlangt, dem Wohnmobil auch. Ohne schlapp zu machen, knatterte das unermüdlich über die teils holprigen Wege, mal durch Dörfer mit honig- farbigen Häusern, charmanten Kirchen, Bruchsteinmauern, mal entlang unzähliger Reihenhäuser, von denen eines exakt aussah wie das andere. Lediglich Haustür und Deko variierten. Monika hat auch welche entdeckt mit besonders hübschen Jugendstilelementen.

Bisher war das vereinigte Königreich auf Monika und Peters Wohnmobillandkarte ein weißer Fleck und nur wegen ihrer Hunde. Noch vor Jahren sollten Vierbeiner nämlich für Wochen in Quarantäne bevor sie auf die Insel durften. Also blieb United Kingdom immer ein Tabu. Aber das ist zum Glück jetzt anders. Sonst wären viele abwechslungsreiche und interessante Eindrücke auf der Strecke geblieben. Wenn sie über die schlechten Straßenverhältnisse mal hinwegguckten wurde ihnen viel Reizvolles geboten. Überall sattes Grün, Wiesen, Büsche und viel Wald, in dem häufig lila Rhododendren Boden gut machten um dann klamm- heimlich den ganzen Wald zu erobern. Aber auch erstaun- lich viel plattgefahrenes Wild klebte auf dem Asphalt. Ein weniger schöner Anblick. Von Deutschland kennen sie das so extrem nicht. Und weil England bekannt ist für seine tollen Gärten, war ein Muss natürlich der von Sissinghurst Castle. Er gehört zu den berühmtesten Gärten der Welt, warum auch immer. Laut Reiseführer soll er sogar der schönste Englands sein. Peter und Monika hatten deshalb ihre Erwartungen an diesen über alle Maßen Gelobten relativ hoch geschraubt und von diesem Gartenjuwel mehr erwartet als ihnen tat- sächlich geboten wurde. Die Pflanzenvielfalt war zwar immens aber die Anordnung hielt Monikas kritischem Blick nicht stand. Da bildeten Schattenpflanzen mit mediterranen Gewächsen eine Gemeinschaft um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Monika war schon etwas enttäuscht. Und gepflegt war der Garten auch nicht, wie Beide feststellen mussten. Vielleicht waren sie auch einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Die schönste Anlage entdeckten die Pflanzenliebhaber in Schottland beim Dunrobin Castle. Und Daumen hoch auch für das Eden Projekt in Südengland. Nicht zu vergessen Cornwall mit seiner wildromantischen Küste und einigen sehenswerten Cottage Gärten. Was sie dort etwas traurig fanden war, dass viele Vorgärten verschwunden waren. Sie mussten den Stellplätzen für die Autos weichen. Deshalb gab es statt der Pflanzen an vielen Cottages nur noch Beton. Aber bei den engen Straßen überall blieb den Bewohnern wohl keine andere Wahl. Das malerischste Dorf Englands, Castle Combe, durften sie sich natürlich nicht entgehen lassen, auch das ein Hinguk- ker. In den Sechzigern bildete das die Filmkulisse für „Dr. Doolittle“. Selbst heute noch scheint dort die Vergangen- heit um die Häuser zu schleichen. Ein Da-will-ich-hin war für Monika das 18oo Seelennest Hay-on-Wye im walisischen Nirgendwo. Mehr Antiquariate und Buchläden soll man nämlich sonst nirgends in Europa auf so engem Raum finden. Und ein wachendes Auge auf dieses Idyll hat das vor sich hin bröselnde Castle. Schade nur, dass Monika hier keine Zeit blieb um sich durchzulesen. Denn Peter wartete mit den Hunden schon ungeduldig im Wohmobil. Aber ein absolutes Muss war für Beide wie für alle England- reisenden Stonehenge, dieser merkwürdige Steinkreis aus vielen verschiedenen Megalithbrocken. Faszinierend auch die Fahrt über den Atlantik – Highway, ab Nordcornwall über Wales. Der bot ihnen immer wieder atemberaubende Blicke auf Steilküste und Meer. Besonders interessant und wild erlebten sie die schotti- schen Highlands mit ihrer rauen, bizarren und geheimnis- vollen Landschaft. Der eh schon düstere Eindruck wurde noch verstärkt durch die schweren Wolken, die während ihrer Tour auf der Natur lasteten. Und immer wieder zogen Windböen in langen Schüben von den Hügeln herunter und brachten ihr Reisemobil ins Schwanken.

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